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Third von PortisheadAudio CD von Island (Universal)Preis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 10,30 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: April 2008 |
Tracks:
ProduktbeschreibungTHIRD Aus der Amazon.de-RedaktionAls Portishead aus dem gleichnamigen Vorort von Bristol 1991 an den Start gingen, existierte der Begriff TripHop noch gar nicht. Bis auf Massive Attack oder Kruder & Dorfmeister sorgte keine Band für eine derartige Euphorie wie Portishead. Viele, viele Jahre später liegt das Genre im Hospiz, ihre einstigen Protagonisten aber zeigen sich auf Third nach 10-jähriger Abstinenz quicklebendig. Was soll man zu Third sagen? Sensationelles Comeback, famoses drittes Studioalbum, Befreiungsschlag? Trifft alles zu, vor allem aber begeht das englische Trio nicht den Fehler, überambitioniert zu klingen oder den Meilenstein Dummy zu kopieren, woran sie ja schon einmal scheiterten. Das Wundersame und Faszinierende an diesem immer aufregenden, düsteren Album ist, wie Sängerin Beth Gibbons sich mit herzzerreißendem, bedrückenden Gesang Platz macht in den fertig vorgelegten, mal vertrackten, mal grimmigen, mal pulsierenden Kompositionen von Soundtüftler Geoff Barrow. Inspiriert und beeinflusst wurde er wieder von Krautrock oder Filmmusik, aber neu sind die Querverweise an Pioniere wie die Silver Apples oder Pierre Henry, und neu ist auch dieses auf Können basierte Selbstbewusstsein musikalische Wagnisse einzugehen, keine Kontraste zu scheuen. Silence ist alles andere als Ruhe, ist Rhythmik pur und endet einfach abrupt. In Hunter kollidieren Störgeräusche mit zartem Folk, Nylon Smile ist hypnotisch wie ein Can-Stück, und wie Beth Gibbons sich in dem absoluten Killer-Track We Carry On mit geisterhafte Stimme Gehör verschafft, packend! Dann ist da noch die Singleauskopplung Machine Gun, angetrieben von geschredderten, unwiderstehlichen Beats. Die Pop-Saison 2008 kann mit Third ein Werk ohne Radio-Ohrwurm aber elf großen Hits bestauen. -- Sven Niechziol 5 Kundenrezensionen:Verstörend, überraschend und betörend schön ! 5 von 5 PunktenNun ist das neue Jahr 2009 kaum älter als 12 Stunden, da habe ich die für mich in diesem Jahr beste, erhellendste, bedeutendeste Platte möglicherweise gerade beim Frühstück schon gehört - Portishead: Third. Kurz vor Ende des letzten jahres viel zu spät bestellt. Die Kopfhörer noch auf bin ich wie hypnotisiert- was für ein Ereignis. Für mich das zeitgemäßeste Stück Musik, das ich in den letzten Jahren gehört habe. Soundtrack und Kommentar zu einer Wirklichkeit, in der Wirklichkeit immer erkennbarer aus Wirklichkeitskonstruktionen zusammengesetzt ist, die nebeneinanderstehen, manchmal zusammenpassen und manchmal nicht, sich gegenseitig relativieren und selbst in der Synthese noch irritierend widersprüchlich bleiben. (Auf der Zeitung neben mir das botoxunterspritzte, zerschnittene und irgendwie verstörend zusammengesetzte Gesicht von Mickey Rourke, während im Fernsehen etwas über Israels Angriffe auf Gaza berichtet wird, wo ein Vater mit zerrissener Kleidung und schmutzigem Gesicht, ein schlaff in seinen Armen hängendes Kind in die Kamera hält, von dem ich meine, es schon einmal in Berichten über den Irakkrieg gesehen zu haben... mitten in meinem Wohnzimmer jetzt... ...( Wer guckt trauriger- der Vater oder Mickey Rourke in seinem glänzenden Anzug auf dem roten Teppich über dem verschnippelten und maskenartigen Gesicht ?) - Darunter, im Ticker, die Aktienkurse auf dem neusten Stand...und ich selbst...Neujahrmorgen, Fernseher an, in den PC guckend, Kopfhörer noch auf, umgeben von medial Irrealem und Virtuellen, das dann doch eigentlich entsetzlich wirklich ist (vermutlich) ...ich stelle den Fernseher aus und mein Blick fällt nochmal auf das Foto von Mickey Rourke. Seine Augen. Dann auf den PC-Monitor mit der sich öffnenden Amazon-Seite. Und auf die mit dem blitzartigen Erlöschen des Programms im grün-schwarzen Dunkel des ausgeschalteten Fernsehers aufgetauchte Spiegelung meiner selbst. Oder ist das auch nur ein Film ?) All das Neben- und Ineinander verschiedenster Wirklichkeiten finde ich auf ""Third" in großer Schönheit ausgedrückt und manchmal als mir Zugemutetes wieder: Töne, Geräusche, Melodien und Rhythmen stehen nebeinander und gehen ineinander über, obwohl sie nichts miteinander zu tun haben. Hubschrauber schrappen durch die Gehörgänge, während eine Melodie anfängt, die irgendwie schön ist, aber im Entstehen schon wieder abbricht. Dann ein Rhythmus- stampfend, elekrisierend, hypnotisch- in dem ich mich verliere...da bricht auch er mittendrin ab.Plötzlich Geräusche wie von Maschinen,Krieg oder Fabrik, dröhnend, ein elektrifiziertes Piepen, wie in der Ferne, das plötzlich lauter wird, näherkommt und einem überraschend auf die Pelle rückt, während es zum Rhythmus des nächsten Tracks wird, Versatzstücke, bei aller Fremdheit und Unterschiedlichkeit ineinanderverwoben zu etwas Erkennbarem mit der Melodie aus einem noch ungedrehten Film, der gerade in meinem Kopf entsteht...die ich gerne weiterhören würde und die dann tatsächlich (auch das jetzt überraschend) ganz ruhig weitergeführt wird und für einen Moment etwas wie Ruhe und Geborgenheit schenkt. ...Bis sie an ein natürliches Ende kommt, aus dem plötzlich wie in Zeitlupe eine ganz und gar kalte und unnatürlich Salve wabernder Basstöne auftaucht, die mich an die Schlussszene von Terminator 2 erinnert. Dann, wie von einem metallischen Hämmern aufgescheuchte Vögel in einer verlassenen Mülldeponie, fliegen Echos auf und verschwinden. Dazwischen Beth Gibbons Gesang - der durch die durch die Trümmer einer völlig verschnippelten Welt irrt und doch zu keinem Zeitpunkt von seiner sehnsüchtig-sehnsuchtsvollen Zartheit abrückt. Inmitten einer schroffen, keine klare Orientierung mehr bietenden ununterscheidbar anorganischen-organischen Wirklichkeit besingt und behauptet sich ihre so verletzliche Stimme ganz unzerstörbar lebendig. Wahrhaft ergreifend und inmitten all des Austauschbaren unaustauschbar individuell und seelenvoll. Großartig. (Ist nicht das Ergreifende an Mickey Rourke sein ganz und gar unoperierbarer Blick, der um so unverstellter und unerbittlicher an den Verlust seiner Identität erinnert, je künstlicher der Rest wirkt?) In keinster Weise ein Album für nebenher. Und längst nicht für jede Stimmung. Aber: ein wirkliches Ereignis, das man sich gönnen sollte, wenn man Zeit hat, sich drauf einzulassen und mit ein paar nicht immer nur wohligen Gänsehäuten gut leben kann. Mir ging es nach dem Hören so, dass ich gar nicht genau wußte, was ich da gerade gehört habe, ob das - wie ein anderer Rezensent schrieb, noch Musik oder noch etwas Anderes, mehr als Musik sei. In jedem Fall ist es zugleich verstörend, überraschend und betörend schön. In meinen Augen haben Portishead sich hörbar weiterentwickelt. Obwohl ich ihre Musik schon damals großartig fand, hatte ich nicht erwartet, etwas so gleichermassen Kunstvolles wie Unmittelbares, manchmal fast Rohes und in dieser scheinbaren Widersprüchlichkeit ungeheuer Zeitgemäßes zu hören zu bekommen.Toll. Mein Jahr fängt musikalisch mehr als gut an. Vorher reinhören. 2 von 5 PunktenWas ich empfehlen würde, nicht kaufen ohne vorher kurz mal reinzuhören. Für mich eine Spur zu abstrakt. Das Durcheinander das sich von Titel zu Titel wie ein roter Faden zieht führte mich zum schnellen durchhorchen. Besser man begräbt dieses "Meisterwerk" im Garten! Geräusche, Klänge, Lieder, Musik und dann die nächste Stufe 5 von 5 PunktenEs ist heilig Abend und bereits fast 1:30Uhr in der Nacht. Ich habe die CD sowie "Dummy" unter anderem als Geschenk bekommen. Ich muss eingestehen, dass mir die Band bis jetzt eher unbekannt war....komme eher aus dem Bereich des Free Jazz, höre aber natürlich auch viele andere Stilrichtungen die oft den Bereich Musik verlassen und eine Ebene höher wandern. Ich habe hier einige negative Berichte gelesen, die ich durchaus verstehen, jedoch nicht teilen kann. Wie soll ich das am besten erklären. In jedem Bereich (Film, Literatur, Musik) gibt es unterschiedliche Ansprechfaktoren. Film: Es gibt Actionfilme die für Adrenalin sorgen. Liebesfilme, welche die Schmetterlinge im Bauch wecken sollen, Dramen etc. welche auf die Tränendrüse drücken und dann gibt es Filme wie z.B. von David Lynch welche nichts davon bewirken sollen, die sind zum Teil nicht mal dafür gemacht, um jemanden zu gefallen. Anhand von geschickt aneinanderhängender Scenen, Tönen und Bildern werden andere Bilder, Gefühle im Menschen projeziert bzw. ausgelöst. Ich weiss, dass dies jetzt nicht hierher gehört, doch ich wollte die Paralle dazu ziehen, was man auch in der Musik findet. Musik: Ich selbst komme noch aus der elektronischen Szene (früher viel Electro, Drum`n Base, Goa, Gabba etc gehört). Zum Ausgehen war es optimal, da durch den monotonen Ton, der oft den Beat vom Herzschlag hat Adrenalin ausgeschütet wird (wissen nicht alle). Ich habe damals und dann auch später, viel Rock/Pop gehört, weil hier wieder andere Emotionen angesprochen wurden (Freiheit, dieses "Mir gehört die Welt"-Feeling). Mit Blues konnte ich wieder gut entspannen, doch ich habe gemerkt, dass es dann immer schwieriger wurde, Musikrichtungen zu finden, die etwas neues in einem auslösen. Es ist wie eine Weiterentwicklung, wenn man wirklich ein Musikliebhaber ist. Was ich viele Jahre nicht verstehen konnte, war wieso Leute Jazz bzw. noch absurder Free Jazz hören. Nach knapp 20 Jahren habe ich es endlich verstanden. Es ist nicht immer das was man "nur" hört, und es ist oft gar nicht die Frage ob es einen gefällt oder nicht, sondern es gibt Bands bzw. Musikrichtungen die es schaffen den Horizont zu erweitern. Die CD läuft nun zum 3ten mal durch und ich bin mehr und mehr fasziniert. Der Ausdruck "Musik nicht von dieser Welt" wäre hier unangebracht und eher eine Beleidigung, denn Musik kann jeder machen.....und das hier ist deutlich mehr als das. gewohnt super 5 von 5 Punktenwenn man diese frau singen hört, möchte man mitheulen und das meine ich nicht negativ, ich mag die stimme sehr gerne, die geht unter die haut.ja und die musik ist wie geschaffen für diese stimme. zwar sind nicht alle songs herausragend, wie beim 1. album, aber die 5 sterne giebt es für die songs "silence", "the rip" und "small". die anderen songs sind ok, doch diese drei sind der hammer. nun zum thema weiterentwicklung: da mach ich doch einen dicken haufen drauf! wer braucht weiterentwicklung wenn die songs gut sind und zu einer band passt? die stones und u2 haben sich auch weiterentwickelt und die klingen jetzt richtig schlecht. weiterentwicklung bedeutet meistens "radio-und chartstauglich", wer braucht das schon? Tagebucheintrag 5 von 5 PunktenTagebucheintrag 25.04.2008 Es ist also passiert..."Sie" sind auf der Erde gelandet. Aber was wollen sie bei uns? Haben sie friedliche oder feindliche Absichten? Diese Frage steht im Raum und kann nur durch eine einzige Botschaft beantwortet werden-ihre Musik. Nach einem ersten kurzen, aber äußerst intensiven Hörgenuss wird schnell klar: Dieser Sound ist definitiv nicht von diesem Planeten!! Hier ein metallenes Hämmern und Pochen, dort ein Kratzen und Summen im Echolot.Mal ein wilder, unvorhersehbarer Tempowechsel, mal ein perfekter Rhythmus.Aber immer bleibt der unverkennbare Eindruck, alles wurde direkt im Mutterschiff der "Aliens" aufgenommen. Und ständig die mystisch-depressive und doch gleichzeitig herzerwärmende Stimme "ihrer" Sängerin. Diese Stimme schafft eine dermaßen hypnotische Atmosphäre, dass es zeitweise wirklich beängstigend ist... Tagebucheintrag 05.09.2008 "Sie" sind längst wieder weg.Ihre Musik ist noch da.Und wie!! Die Botschaft hat sich mir auch erschlossen.Obwohl das kein Wunder ist.Nachdem ich seit damals täglich die 11 Tracks rauf & runter gehört habe, wäre alles andere nicht nur für mich eine gewaltige Enttäuschung. Was mir noch aufgefallen ist:Sie müssen schon viel früher einmal auf der Erde gewesen sein.Viele Elemente des Sounds sind eindeutig von der Menschenmusik unterschiedlichster Jahrzehnte inspiriert. Vielleicht ist ihr Heimatplanet doch nicht so entfernt von unserem... Tagebucheintrag 21.11.2008 Die elf Songs bekomme ich einfach nicht aus meinem Kopf.Was ich aber nicht negativ sehe.Im Gegenteil!Ich warte gespannt auf das nächste Meisterwerk der freundlichen Besucher.Denn dass sie damals nicht feindlich gekommen sind, sondern um das dritte Auge der Menschen zu öffnen, dürfte nicht nur mir klar geworden sein. Schade finde ich es allein, dass ich doch tatsächlich immer mal wieder auf Menschen treffe, die die Genialität des "Alien"-Sounds nicht zu schätzen wissen.Ignoranten!Aber so war es mit zukunftsweisender Musik ja bekanntlich schon immer... |
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Dummy von PortisheadAudio CD von Go Records (Universal)Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 5,89 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Sept. 2003 |
Tracks:
ProduktbeschreibungDUMMY Aus der Amazon.de-RedaktionAus der Zusammenarbeit des "Studio-Gottes" Geoff Barrow und der Sängerin Beth Gibbons entstand Dummy -- zur selben Zeit wie ein kurzer Film Noir mit dem Titel To Kill A Dead Man. Die selbe düstere, qualvolle und wild-melodramatische Stimmung durchdringt auch dieses Album. "Sour Times" (der Hit in dem Gibbons wieder und wieder "nobody loves me, it`s true" weint) und das noch gespenstischere "Glory Box" bilden die Stützen dieses Albums und bestimmen seinen Sound. Düstere Klangbilder erinnern an alte Soul- und Filmmusik, dazu entmenschlichtes, hohes Piepen und eine Beth Gibbons, die schmachtend einen Gefühlsausbruch nach dem anderen erleidet. Dazu das stete Pulsieren von Bass und Beats. Dieses langsame Stoßen und Knarzen ist ein Stilmittel, das seinen Ursprung in der Szene von Bristol hat. Eine Szene, aus der auch Barrows frühere Kollegen von Massive Attack stammen. --Douglas Wolk 5 Kundenrezensionen:Noch zarter als Massive Attack 5 von 5 PunktenDiese Band ist noch zarter als Massive Attack auf den TripHop-Wegen dieser Galaxis unterwegs. Auch kommt sie ganz ohne Raps aus, denn sie hat sich allein auf Scratches und eine Frauenstimme spezialisiert. Der erste Song "Mysterons" zieht nur so an einem vorbei, wobei es in "Sour times" schon fast jazzig durch den Einsatz einer Hammondorgel zugeht. Schleppende wabbernde Klänge, die einem in die Ohrmuschel kriechen, erklingen in "Strangers" und "Biscuit". Was die Scratches angeht, weise ich auf den Song "Wandering star" hin: Erstklassige Arbeit, genauso wie die Versamplerung des Samplers in "Biscuit". Auch ist auf dieser Platte die Drumarbeit hervorragend, besonders zu merken in "Numb". Der Gitarreneinsatz in "Glory box" passt ebenfalls perfekt und verhilft der Platte zu einem würdigen Abschluß. Das Lied "Roads" hat es in sich, denn beim Einsatz der Streicher könnte man losheulen. All über dem steht aber die Stimme der Sängerin Beth Gibbons, die hauchzart ist und manchmal kurz vor dem Einbrechen steht, den Zuhörer aber immer wieder in ihren Bann zieht. Teilweise erinnert sie daher an Björk, wenn sie etwas druckvoller, wie in "It}s a fire" und "Glory box" wird, sogar an Skin von Skunk Anansie. Diese Platte hat etwas ganz Großes an sich. Für mich einer der Wichtigsten, wenn nicht die beste Platte im elektronischen Bereich, im TripHop-Sektor gesehen aber allemal. DAS "TripHop" Meisterwerk 5 von 5 PunktenMan traut sich ja gar nicht, diese wundervolle Platte zu beschreiben. Als Laie schon gar nicht. Eigentlich ist seit 1994 alles über Portishead gesagt, und dennoch schwebt noch so viel im Raum, so sind es diese Klassiker des TripHop die uns berühren, uns Kraft schenken und uns doch gleichzeitig melancholisch stimmen. Es ist unglaublich, welche Wirkung diese Songs auf die Psyche haben? Jedes einzelne Stück auf der Platte ist ein Meisterwerk. Die Soundtüftler aus Bristol haben ganze Arbeit geleistet. Seit der zweiten Scheibe "Portishead" 1998 und ihrem "LiveAlbum" warten Fans seit Ewigkeiten auf weiteres Material dieser Ausnahmeband. Nicht umsonst wird dieses Album in den 500 besten Alben Listen aller Zeiten geführt. Ob nun das unglaublich stimmungsvolle "Sour Times", die Fünf-Uhr-Morgens-Aufsteh-Hymne "Roads" oder das abschließende in magischen Klängen verpackte "Glory Box". Musik um sich fallen zu lassen, und dennoch Musik die man verstehen MUSS um sie zu genießen. Wer bisher nicht viel mit elektronischer Musik anfangen konnte, einschließlich mir, den werden Portishead sofort nach dem Hören verzaubern und die Sucht nach derartiger Musik wird sich verstärken. Musikalischer Sex 5 von 5 Punkten"Portishead" werden gemeinhin immer gerne als die Godfathers oder doch zumindestens als einer der Begründer des Musikgenres "Trip-Hop" tituliert. Ob dem so ist, mag dahin gestellt sein, es gab ja vorher schon Bands wie "Massive Attack" etc. Fakt ist jedoch, dass Portishead mit ihrem Erstlingswerk "Dummy" einen zeitlosen Meilenstein des "Trip Hop" und auch darüberhinaus geschaffen haben, der heute noch so unvergänglich klingt wie zu seiner Veröffentlichung. Das Album ist dabei ein Gesamtkunstwerk, das von der ersten bis zur letzten Sekunde zu überzeugen weiss und dabei eine unvergleichliche Stimmung aufbaut. Von daher ist es schwer, überhaupt einzelne Songs heraus zu heben. Wer einfach mal auf die Schnelle ein Ohr riskieren will, sollte vielleicht "Sour Times, Wandering Star, Numb, Glory Box" anspielen. + Beth Gibbons Stimme ist einfach unvergleichlich, zart, zerbrechlich, leicht rauchig-belegt, hauchend, sanft. + Ihre Stimme drift auf sanfte Beats, dezente Scratches, Streicher... alles also sehr sehr relaxed, dabei aber nie langweilig, öd, einschläfernd. ihr Solo-Album ist übrigens auch sehr zu empfehlen, umfasst das reguläre Werk von Portishead doch nur 2 Studio und ein Live-Album. + Wirklich gute Songs, nicht einfach wie in diesen musikalischen Gefielden weit verbreitet, gesichtslose Tracks. Nein, hier gibt es Wiedererkennungswert. Portishead ist...warm...ist wie ein verregneter Sonntagnachmittag...ist der Soundtrack um mit Frau oder Freundin zu kuscheln...ist wie gedämmtes Licht...Halbschlaf..... gebrochen 4 von 5 PunktenSongs, die sich um die zerbrechliche Stimme von B. G. herumweben, hin und wieder überraschend kräftige solistische Ausflüge von Einzelinstrumenten (track 11), dazu avandgardistische Noises auf düsterem Grundpegel. Auf alle Fälle nichts Frohlockendes. Das Gegenteil davon, aber glaubwürdig und in der Verwendung der Stilmittel sehr kreativ. Assoziationen führen mich zu THE NOTWIST und - wer es bisweilen (noch) verzweifelter und mit männlicher Stimme mag: MARK HOLLIS. Unerreicht, was Modulation, Ausdrucksstärke und Spektrum betrifft natürlich der lang schon verstorbene TIM BUCKLEY. Downer gehts nimmer. Wer danach seelisch wieder aufstehen will braucht ACDC oder den Frohsinn der Beach Boys. Passt in kein Schublade 5 von 5 PunktenBeth Gibbons und Geoff Barrows haben hier ein Album eingespielt, welches in keine richtige musikalische Schublade passt. Ist es Trip Hop ode vielleicht sogar soulig??? Na egal, jedenfalls klingt es toll. Die meist langsamen, groovigen Songs sind mit hervorragenden Basslinien unterlegt, hie und da erklingt eine Snare, dann wieder ein nicht definierbarer Klangkörper. Das ganze ist sehr homogen, nervt nicht, man könnte dabei chillen. Obwohl die Songs sehr viel Abwechslung bieten, kann man auch nach mehrmaligem Hören nicht direkt sagen, dieser oder jener Song sticht heraus. Dafür ist das Album zu harmonisch zusammen gesetzt. Ich war jedenfalls sehr überrascht über dieses Werk und ich glaube es ist eine der CD's, von denen ich mich nicht mehr trenne. |
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Portishead von PortisheadAudio CD von Go Records (Universal)Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 4,23 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Sept. 1997 |
Tracks:
ProduktbeschreibungPORTISHEAD Aus der Amazon.de-RedaktionWie überbietet man ein Debut, das weltweit stilprägend, einmalig und nahezu zeitlos ist? Gar nicht! Obwohl die streng limitierte Vorab-Single "Cowboys" große Erwartungen weckte, blieben Beth Gibbons, Geoff Barrow, Adrian Utley und Dave McDonald mit ihrem zweiten Album hinter Dummy zurück. Zu sehr haben sie sich auf die eine, düstere, filmmusikalische Facette ihrer Musik konzentriert. Lediglich ein Track entspricht noch dem einst untrennbar mit Portishead verbundenen Begriff Trip Hop, nämlich Only You mit dem schönen Henry Mancini-Sample. Ansonsten täuschen großartige, kratzende Sounds und Beth Gibbons' signifikante (diesmal leider fast nur noch jammernde) Stimme nicht darüber hinweg, daß dem Album ein paar Song-Ideen mehr wirklich gut getan hätten. Christian Arndt 5 Kundenrezensionen:Mehr musikalischer Sex 5 von 5 Punkten"Portishead" werden gemeinhin immer gerne als die Godfathers oder doch zumindestens als einer der Begründer des Musikgenres "Trip-Hop" tituliert. Ob dem so ist, mag dahin gestellt sein, es gab ja vorher schon Bands wie "Massive Attack" etc. Nach ihrem genialen Erstling "Dummy" erschien ca. 2 Jahre später leider schon die letzte reguläre Studio-Platte der Engländer, selbstbetitelt "Portishead". Diese steht "Dummy" letztlich in nichts nach...einzig der Effekt des Neuen war natürlich dann schon weg...eine grosse Weiterentwicklung fand löblicherweise nicht statt, wollte man doch einfach weiterhin so gutes Material haben wie auf "Dummy". Für einmal Stagnation, heissa. Auch "Portishead" kann man als Gesamtkunstwerk bezeichnet. Es juckt einen zu keiner Zeit, einen Song zu skippen. Anspieltipps für ein erstes reinhören: "Cowboys", "All mine","Humming". Für "Portishead" gilt das gleich wie für "Dummy": + Beth Gibbons Stimme ist einfach unvergleichlich, zart, zerbrechlich, leicht rauchig-belegt, hauchend, sanft. + Ihre Stimme drift auf sanfte Beats, dezente Scratches, Streicher...alles also sehr sehr relaxed, dabei aber nie langweilig, öd, einschläfernd. Ihr Solo-Album ist übrigens auch sehr zu empfehlen, umfasst das reguläre Werk von Portishead doch nur 2 Studio und ein Live-Album. + Wirklich gute Songs, nicht einfach wie in diesen musikalischen Gefielden weit verbreitet, gesichtslose Tracks. Nein, hier gibt es Wiedererkennungswert. Schade, dass nach diesem Album im grossen und ganzen schon Schicht im Schacht war. Danach kam noch das supere Live-Album und das gleiche als DVD sowie die besagte Solo-Platte von Beth Gibbons. Gerüchte um eine Revival der Band gibt es allerdings ständig... Portishead ist...warm...ist wie ein verregneter Sonntagnachmittag...ist der Soundtrack um mit Frau oder Freundin zu kuscheln...ist wie gedämmtes Licht...Halbschlaf..... Portishead à la bonheur! 5 von 5 PunktenMan schrieb das Jahr 1997 und nahm begeistert zwei großartige sogenannte "Trip Hop" - Aufnahmen zur Kenntnis: zum einen "Mezzanine" von Massive Attack, zum anderen "Portishead". Verwandt sind diese Bands in meinen Augen nur durch Geoff Barrows Ruf des ehemaligen "Kaffeekochers von Massive Attack" und durch die Tatsache, dass beide Bands aus Bristol und Umgebung stammen und bevorzugt Tiefpassfilter verwenden. Dies reicht aber nicht aus, um beide Bands in die gleiche Schublade zu stecken: während Massive Attack ihr Sounddesign in den Vordergrund stellen und für jedes Album neue Vocals engagieren (vom Altmeister Horace Andy und 3D einmal abgesehen), sind Portisheads Sounds ganz und gar auf die Stimme von Beth Gibbons zugeschnitten. Die Präsenz dieser Stimme, ob verzerrt, hauchig oder glasklar, ist beeindruckend: alles andere wird zwangsläufig Untermalung - aber was für eine: der unheimlich transparente, düstere Sound ist von maschinellen Charakter,und doch "lebt" er: Portishead schalten nämlich nicht einfach nur den Drumcomputer und den Tiefpassfilter ein sondern differenzieren: da wird ein typischer düsterer Rhodes-Klang mit einer glasklaren Hochpassfilter-HiHat zusammengebracht, da tauchen gedämpfte Posaunenriffs aus dem Nichts auf. Ein brillianter Adrian Utley, nunmehr vollständiges Bandmitglied, fügt alles andere als sterile Nuancen und Melodiefragmente zum tönenden Klangbild hinzu. Alles andere wäre zuviel, denn in Portisheads Sound ist die Stimme der Fluchtpunkt aller Musik. Hier findet man all das, was der Rest der Band nur untermalen kann: tieftraurige, melancholische Melodien, tönende Schreie der Verzweifelung. Doch immer ist die Stimme so ergreifend schön, dass man es Portishead gerne verzeiht, wenn sie eben nur traurige Lieder schreiben. Auf diesem zweiten Album haben Portishead ihren einzigartigen Sound perfektionniert und subtiler (weil nuancierter) gemacht. Sie wissen, dass die Band ohne Beth Gibbons Stimme nicht existieren könnte und haben diese noch stärker als auf dem ersten Album exponiert. Was diese Stimme stark macht, ist, dass sie niemals aufgesetzt klingt sondern aus den tiefsten und dunkelsten Winkeln der Seele heraufsteigt. Es ist eine ehrliche, und eben darum melancholische Musik. Vor allem ist sie eine der wenigen klanglichen Innovationen mit künstlerischer Aussage, die in den 1990er Jahren hervorgebracht haben. Portishead 4 von 5 PunktenPortishead, eine Band, ein Name! Das Debut war wirklich einsame Spitzenklasse, doch der neue Silberling der Band findet bei mir keinen rechten Zugang, Beth Gibbons Stimme klingt bei diesen Songs meiner Meinung nach wirklich ein bisschen übertrieben qualvoll, der Sound hingegen ist der alte. Einige gute Stücke finden sich schon auf diesem Album, aber der Rest ist eher gewöhnungsbedürftig, auch das Booklet lässt mit 2 Seiten ein wenig zu wünschen übrig, das Coverdesign ist allerdings schöner als beim Vorgänger! Fazit: Wer Portishead kennen lernen möchte, sollte sich "Dummy" zulegen, 4 Sterne gibt's trotzdem, weil Portishead sind nunn einmal Portishead Diese CD ist eine der Besten aller Zeiten 5 von 5 PunktenOk, wer normalerweise auf Hip-Hop, Heavy-Metal oder Ähnliches steht, ist mit dieser CD sicher falsch beraten.Manche wollen sich nach dem Hören vor lauter Depression vieleicht eine Brücke runterstürzen.Alle Anderen aber können sich auf ein nicht allzu bekanntes, aber unvergessliches Stück Musikgeschichte einstellen.Allein "All Mine" und "Half Day Closing" rechtfertigen den Kauf.Portishead ist einfach der King. Weltschmerz in seiner schönsten Form 5 von 5 PunktenNach langer Wartezeit erschien 1997 endlich das zweite Album der Band PORTISHEAD aus Portishead mit dem Titel "Portishead"; und das Warten hatte sich gelohnt. Für an den Sound von "Dummy" gewöhnte Ohren zunächst etwas befremdlich, überzeugt "Portishead" sehr schnell und überrascht durch den Verzicht auf Samples und den Einsatz eines phantastischen, von Nick Ingman dirigierten Orchesters. Stücke wie "Cowboys" oder "Elysium" kommen härter und agressiver daher als alles vom Vorgänger gewohnte, während "Undenied" fast noch bedächtiger klingt. Und über allem schwebt die unglaubliche, vielfältige Stimme von Beth Gibbons, die in der Lage zu sein scheint, den ganzen Schmerz der Welt auszudrücken. PORTISHEAD verstehen es, atmosphärische, ehrliche und enorm eigenständige Musik zu produzieren, die dem Hörer einen unermeßlichen Genuß bereitet und bei weitem nicht zwingend deprimierend wirkt. Wirklich deprimierend ist allerdings die mittlerweile schon sechs Jahre dauernde Wartezeit auf das dritte Album, an das von den meisten Fans die Hoffnung geknüpft ist, es möge ebenso ein Meilenstein in der Musikgeschichte werden, wie es "Dummy" und "Portishead" schon sind. |
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Portishead - PNYC: Live At The Roseland Theatre , Regie: Dick CarruthersDVD von Universal MusicPreis bei Amazon: EUR 11,95, Angebote ab EUR 9,99 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: April 2002 |
ProduktbeschreibungPortishead Live at the Roseland Theatre, New York City. Tracklisting 1.Humming, 2.Cowboys, 3.All Mine, 4.Half Day Closing, 5.Over, 6.Only You, 7.Seven Months, 8.Numb, 9.Undenied, 10.Mysterons, 11.Sour Times, 12.Elysium, 13.Glory Box, 14.Roads, 15.Strangers, 16.Western Eyes. 5 Kundenrezensionen:das ist musik 5 von 5 Punktenhier haben wir mal wieder richtig schöne musik, zum hören und sehen. da gibt es nicht viel zu sagen, außer das es immer wieder schön ist diese dvd anzuschauen. Gelungen und eindringlich. 4 von 5 PunktenDiese DVD ist musikalisch sehr gelungen. Überraschend waren für mich die von der CD unterschiedlichen Versionen einiger Stücke. Vor allem das fantastische "Sour Times" ist auf DVD deutlich besser gelungen als auf Live-CD (eine fast flotte, sehr jazzige Version). [Das Studio-Original von "Sour Times" wird immer über allen Versionen stehen.] Nicht ganz überzeugt hat mich die Kameraführung beim Konzert - zu Beginn hängt die Kamera permanent irgendwo hoch in der Luft. Das soll aber niemanden, der Portishead schätzt, vom Kauf abhalten. Sehr empfehlenswert! Audiovisuelles Kunstwerk 5 von 5 PunktenEins vorweg: wer bunte, schnelle Musikvideos mag und von Livekonzerten eine bombastische Show mit Licht- und Spezialeffekten erwartet, der sollte die Finger von dieser DVD lassen; PORTISHEAD NYC setzt der MTV-Kultur nämlich einiges entgegen. Die Musik ist (abgesehen von einem noch stärkeren Live-Potential, das nicht ganz ausgenutzt wird) grandios und wirklich rührend. Optisch umgesetzt ist das Konzert äußerst minimalistisch; die Kamera wird niemals hektisch, und die Sepiatöne, die das Bild beherrschen, tragen zur Wirkung der Musik bei und schaffen Atmosphäre. Besonders schön bei der DVD-Ausgabe ist das Bonusmaterial, angefangen beim interaktiven Menü, das für seine Verkehrszeichenoptik schon einen Designpreis verdient hätte. Zahlreiche (teils sehr rare) Musikvideos und die zwei Kurzfilme "Road Trip" und "To Kill A Dead Man" runden das ganze ab, so daß jeder, der sich damals schon die VHS-Version geholt hat, voller Wut in die Auslegeware beißen möchte. Für Fans ein absolutes Muß, aber auch für jeden Musik-, Design-, Kunst- oder Filmliebhaber eine Anschaffung, die nicht enttäuschen wird. Das geht unter die Haut 5 von 5 PunktenNur durch herumzappen zwischen den Musikkanälen bin ich irgendwann bei einem Clip von Portishead hängen geblieben und habe später einmal Teile dieses Konzertes im TV gesehen. Nun mußte ich diese DVD haben und bin von dieser Musik, die sich wohl aufgrund ihrer Zusammensetzung, der Arrangements und der Stimme von Beth Gibbons eine Eigenart entwickelt hat die sich nirgends so richtig einordnen läßt, total hingerissen. Wenn man sich Zeit nimmt und darauf einläßt, geht das wirklich unter die Haut. Sensationell 5 von 5 PunktenWer sich fragt, ob Musik von Portishead auch live funktioniert, der bekommt hier die unzweifelhafte Antwort: Ja. Ein sehr intensive Konzert, technisch nahezu perfekt. |
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Roseland NYC Live von PortisheadAudio CD von Go Records (Universal)Preis bei Amazon: EUR 8,45, Angebote ab EUR 3,89 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: November 1998 |
Tracks:
ProduktbeschreibungPNYC 5 Kundenrezensionen:Hätte mehr erwartet 2 von 5 PunktenEine Meinung vorweg: das Debut von "Portishead" ist mit das beste, was jemals im Easy-Listening/Trip-Hop Sektor eingespielt wurde. Der Nachfolger ist, bis auf ganz wenige Ausnahmen, weichgespülter, überzogener Durchschnitt. So war ich zumindest halbwegs gespannt auf die Live Einspielung mit Orchester. Und wurde bitter enttäuscht. Beth Gibbons beweist zwar, dass sie auch außerhalb sicherer Studiowände glänzen kann, die klassischen Instrumente schaffen es jedoch kaum einmal den Stimmungsaufbau oder das klangliche Volumen der Synthies, die sie ersetzen sollen zu erreichen. Die Studioversionen bleiben so fast immer (deutlicher) Punktsieger, weil es Live einfach sehr dünn und der Kontrast zwischen den "echten" Instrumenten und den Live eingesetzten digitalen Helfern zu groß ist, als dass es homogen klingen könnte. Bei "Glory Box" versagt dann auch noch Frau Gibbons auf ganzer Linie, so dass die Darbietung auf groteske Weise wie eine Karikatur des Originals wirkt. Die Möglichkeiten einer orchestralen Inszenierung werden nur bei "Roads" auf nahezu perfekte Weise ausgespielt; ein absolutes Highlight. "Only You" und "Humming" sind weitere Glanzstücke. Damit endet die Lobeshymne leider schon. Portishead wollen etwas Pompöses liefern, scheitern insgesamt jedoch kläglich mit ihrem überheblichen Versuch die atmosphärische Dichte der Studio Cuts auf die große Bühne zu transportieren. Ein Stern für Beth Gibbons, ein Stern für die erwähnten Highlights. Mehr ist hier einfach nicht drin. Portishead zeigt mal wieder warum sie so gut sind 4 von 5 PunktenOk, wer normalerweise auf Hip-Hop, Heavy-Metal oder Ähnliches steht, ist mit dieser CD sicher falsch beraten.Manche wollen sich nach dem Hören vor lauter Depression vieleicht eine Brücke runterstürzen.Alle Anderen aber können sich auf ein nicht allzu bekanntes, aber unvergessliches Stück Musikgeschichte einstellen.Allein "All Mine" und "Half Day Closing" rechtfertigen den Kauf.Portishead ist einfach der King.Am Besten gleich noch die DVD kaufen, die schickt einen dann endgültig in Trance schon wegen beth und dem sound kaufen! 5 von 5 Punktenist ja schon 'ne weile her, dass mir dieses scheibe als yinyl-doppler untergekommen ist. samstag abend ist sie wieder mal gespielt worden und hat mich wieder so begeistert, dass heute eine rezension darüber fällig war.... klar kennt man die nummern aus den davorliegenden alben, aber ebenso klar ist, dass diese scheibe eine völlig andere soundqualität bietet. "dummy" und "portishead" schätzte ich zwar immer wegen der guten musik, aber die gequetschte dynamik, die verzerrungen und der ins lästige tendierende sound liess mich immer vor der zeit abdrehen... diesen beiden scheiben würde ich für die soundqualität nicht mehr als zweieinhalb sterne geben. bei dieser live-aufnahme kann man zwar auch nicht von einer audiophilen offenbarung sprechen, aber beth gibbons stimme hat luft und die einzelinstrumente ebenfalls, das orchester ist eine bereicherung im hintergrund und es ist kein problem, die scheibe durchzuhören und dann nochmal von vorne zu beginnen. der schleppende rhytmus und das düstere an- und abschwellen der songs kommt durch die orchesterbegleitung viel besser zur geltung und für den sound würde ich drei bis vier sterne hergeben. aus diesem grund ist die scheibe meines erachtens ein muss, selbst wenn man die beiden obgenannten alben sein eigen nennt. wem beth gibbons stimme am herzen rührt (und das sind sicher nicht wenige) dem sei auch ihr soloalbum mit rustin man "out of season" empfohlen - eine tolle, wunderschöne scheibe, mit noch besserer klangqualität als diese hier! Live noch besser 5 von 5 PunktenDiese CD ist meiner Meinung nach die beste von Portishead. Was auf den Studioalben schon grandios ist, ist live noch intensiever und teilweise auch zugänglicher. Also: Kaufen - jetzt! Live wie im Studio... 5 von 5 PunktenZunächst einmal, die CD ist großartig, allerdings besitze ich auch die CDs "Portishead" und "Dummy" und mal abgesehen von "sour times" klingt jedes Stück fast identisch zu den Studioaufnahmen, was zwar einerseits bewundernswert, andererseits auch sehr schade ist... denen, die schon eines der Alben besitzen rate ich daher eher zum Kauf der entsprechenden DVD, die zusätzliches Bonusmaterial bietet. |
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Glorytimes von PortisheadAudio CD von Import (Megaphon Importservice)Preis bei Amazon: EUR 17,99, Angebote ab EUR 9,86 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: November 2000 |
Tracks:Disk 1
Disk 2
ProduktbeschreibungGLORYTIMES Eine Kundenrezension:Eine weitere Perle aus Portishead 5 von 5 PunktenBei den meisten Bands lohnt es sich nicht, neben den Alben noch die Singles zu besitzen. Nicht so bei Portishead: mit ihren (zum größten Teil von ihnen selbst eingespielten) Coverversionen von "Sour Times" und "Glory Box" schaffen sie jedesmal neue, eigenständige Stücke in einer beachtlichen Bandbreite bei gleichzeitiger Stilsicherheit. Außerdem findet man hier das Instrumentalstück "Theme from To Kill A Dead Man", das als musikalische Untermalung des gleichnamigen Portishead-Kurzfilms von 1994 diente. Obwohl es relativ kurz ist, lohnt sich die Anschaffung der CD allein schon deswegen. Einfach großartig! |
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Third [Vinyl LP] von PortisheadSchallplatte von Island (Universal)Preis bei Amazon: EUR 17,95, Angebote ab EUR 16,68 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: April 2008 |
Tracks:
Aus der Amazon.de-RedaktionAls Portishead aus dem gleichnamigen Vorort von Bristol 1991 an den Start gingen, existierte der Begriff TripHop noch gar nicht. Bis auf Massive Attack oder Kruder & Dorfmeister sorgte keine Band für eine derartige Euphorie wie Portishead. Viele, viele Jahre später liegt das Genre im Hospiz, ihre einstigen Protagonisten aber zeigen sich auf Third nach 10-jähriger Abstinenz quicklebendig. Was soll man zu Third sagen? Sensationelles Comeback, famoses drittes Studioalbum, Befreiungsschlag? Trifft alles zu, vor allem aber begeht das englische Trio nicht den Fehler, überambitioniert zu klingen oder den Meilenstein Dummy zu kopieren, woran sie ja schon einmal scheiterten. Das Wundersame und Faszinierende an diesem immer aufregenden, düsteren Album ist, wie Sängerin Beth Gibbons sich mit herzzerreißendem, bedrückenden Gesang Platz macht in den fertig vorgelegten, mal vertrackten, mal grimmigen, mal pulsierenden Kompositionen von Soundtüftler Geoff Barrow. Inspiriert und beeinflusst wurde er wieder von Krautrock oder Filmmusik, aber neu sind die Querverweise an Pioniere wie die Silver Apples oder Pierre Henry, und neu ist auch dieses auf Können basierte Selbstbewusstsein musikalische Wagnisse einzugehen, keine Kontraste zu scheuen. Silence ist alles andere als Ruhe, ist Rhythmik pur und endet einfach abrupt. In Hunter kollidieren Störgeräusche mit zartem Folk, Nylon Smile ist hypnotisch wie ein Can-Stück, und wie Beth Gibbons sich in dem absoluten Killer-Track We Carry On mit geisterhafte Stimme Gehör verschafft, packend! Dann ist da noch die Singleauskopplung Machine Gun, angetrieben von geschredderten, unwiderstehlichen Beats. Die Pop-Saison 2008 kann mit Third ein Werk ohne Radio-Ohrwurm aber elf großen Hits bestauen. -- Sven Niechziol 5 Kundenrezensionen:Verstörend, überraschend und betörend schön ! 5 von 5 PunktenNun ist das neue Jahr 2009 kaum älter als 12 Stunden, da habe ich die für mich in diesem Jahr beste, erhellendste, bedeutendeste Platte möglicherweise gerade beim Frühstück schon gehört - Portishead: Third. Kurz vor Ende des letzten jahres viel zu spät bestellt. Die Kopfhörer noch auf bin ich wie hypnotisiert- was für ein Ereignis. Für mich das zeitgemäßeste Stück Musik, das ich in den letzten Jahren gehört habe. Soundtrack und Kommentar zu einer Wirklichkeit, in der Wirklichkeit immer erkennbarer aus Wirklichkeitskonstruktionen zusammengesetzt ist, die nebeneinanderstehen, manchmal zusammenpassen und manchmal nicht, sich gegenseitig relativieren und selbst in der Synthese noch irritierend widersprüchlich bleiben. (Auf der Zeitung neben mir das botoxunterspritzte, zerschnittene und irgendwie verstörend zusammengesetzte Gesicht von Mickey Rourke, während im Fernsehen etwas über Israels Angriffe auf Gaza berichtet wird, wo ein Vater mit zerrissener Kleidung und schmutzigem Gesicht, ein schlaff in seinen Armen hängendes Kind in die Kamera hält, von dem ich meine, es schon einmal in Berichten über den Irakkrieg gesehen zu haben... mitten in meinem Wohnzimmer jetzt... ...( Wer guckt trauriger- der Vater oder Mickey Rourke in seinem glänzenden Anzug auf dem roten Teppich über dem verschnippelten und maskenartigen Gesicht ?) - Darunter, im Ticker, die Aktienkurse auf dem neusten Stand...und ich selbst...Neujahrmorgen, Fernseher an, in den PC guckend, Kopfhörer noch auf, umgeben von medial Irrealem und Virtuellen, das dann doch eigentlich entsetzlich wirklich ist (vermutlich) ...ich stelle den Fernseher aus und mein Blick fällt nochmal auf das Foto von Mickey Rourke. Seine Augen. Dann auf den PC-Monitor mit der sich öffnenden Amazon-Seite. Und auf die mit dem blitzartigen Erlöschen des Programms im grün-schwarzen Dunkel des ausgeschalteten Fernsehers aufgetauchte Spiegelung meiner selbst. Oder ist das auch nur ein Film ?) All das Neben- und Ineinander verschiedenster Wirklichkeiten finde ich auf ""Third" in großer Schönheit ausgedrückt und manchmal als mir Zugemutetes wieder: Töne, Geräusche, Melodien und Rhythmen stehen nebeinander und gehen ineinander über, obwohl sie nichts miteinander zu tun haben. Hubschrauber schrappen durch die Gehörgänge, während eine Melodie anfängt, die irgendwie schön ist, aber im Entstehen schon wieder abbricht. Dann ein Rhythmus- stampfend, elekrisierend, hypnotisch- in dem ich mich verliere...da bricht auch er mittendrin ab.Plötzlich Geräusche wie von Maschinen,Krieg oder Fabrik, dröhnend, ein elektrifiziertes Piepen, wie in der Ferne, das plötzlich lauter wird, näherkommt und einem überraschend auf die Pelle rückt, während es zum Rhythmus des nächsten Tracks wird, Versatzstücke, bei aller Fremdheit und Unterschiedlichkeit ineinanderverwoben zu etwas Erkennbarem mit der Melodie aus einem noch ungedrehten Film, der gerade in meinem Kopf entsteht...die ich gerne weiterhören würde und die dann tatsächlich (auch das jetzt überraschend) ganz ruhig weitergeführt wird und für einen Moment etwas wie Ruhe und Geborgenheit schenkt. ...Bis sie an ein natürliches Ende kommt, aus dem plötzlich wie in Zeitlupe eine ganz und gar kalte und unnatürlich Salve wabernder Basstöne auftaucht, die mich an die Schlussszene von Terminator 2 erinnert. Dann, wie von einem metallischen Hämmern aufgescheuchte Vögel in einer verlassenen Mülldeponie, fliegen Echos auf und verschwinden. Dazwischen Beth Gibbons Gesang - der durch die durch die Trümmer einer völlig verschnippelten Welt irrt und doch zu keinem Zeitpunkt von seiner sehnsüchtig-sehnsuchtsvollen Zartheit abrückt. Inmitten einer schroffen, keine klare Orientierung mehr bietenden ununterscheidbar anorganischen-organischen Wirklichkeit besingt und behauptet sich ihre so verletzliche Stimme ganz unzerstörbar lebendig. Wahrhaft ergreifend und inmitten all des Austauschbaren unaustauschbar individuell und seelenvoll. Großartig. (Ist nicht das Ergreifende an Mickey Rourke sein ganz und gar unoperierbarer Blick, der um so unverstellter und unerbittlicher an den Verlust seiner Identität erinnert, je künstlicher der Rest wirkt?) In keinster Weise ein Album für nebenher. Und längst nicht für jede Stimmung. Aber: ein wirkliches Ereignis, das man sich gönnen sollte, wenn man Zeit hat, sich drauf einzulassen und mit ein paar nicht immer nur wohligen Gänsehäuten gut leben kann. Mir ging es nach dem Hören so, dass ich gar nicht genau wußte, was ich da gerade gehört habe, ob das - wie ein anderer Rezensent schrieb, noch Musik oder noch etwas Anderes, mehr als Musik sei. In jedem Fall ist es zugleich verstörend, überraschend und betörend schön. In meinen Augen haben Portishead sich hörbar weiterentwickelt. Obwohl ich ihre Musik schon damals großartig fand, hatte ich nicht erwartet, etwas so gleichermassen Kunstvolles wie Unmittelbares, manchmal fast Rohes und in dieser scheinbaren Widersprüchlichkeit ungeheuer Zeitgemäßes zu hören zu bekommen.Toll. Mein Jahr fängt musikalisch mehr als gut an. Vorher reinhören. 2 von 5 PunktenWas ich empfehlen würde, nicht kaufen ohne vorher kurz mal reinzuhören. Für mich eine Spur zu abstrakt. Das Durcheinander das sich von Titel zu Titel wie ein roter Faden zieht führte mich zum schnellen durchhorchen. Besser man begräbt dieses "Meisterwerk" im Garten! Geräusche, Klänge, Lieder, Musik und dann die nächste Stufe 5 von 5 PunktenEs ist heilig Abend und bereits fast 1:30Uhr in der Nacht. Ich habe die CD sowie "Dummy" unter anderem als Geschenk bekommen. Ich muss eingestehen, dass mir die Band bis jetzt eher unbekannt war....komme eher aus dem Bereich des Free Jazz, höre aber natürlich auch viele andere Stilrichtungen die oft den Bereich Musik verlassen und eine Ebene höher wandern. Ich habe hier einige negative Berichte gelesen, die ich durchaus verstehen, jedoch nicht teilen kann. Wie soll ich das am besten erklären. In jedem Bereich (Film, Literatur, Musik) gibt es unterschiedliche Ansprechfaktoren. Film: Es gibt Actionfilme die für Adrenalin sorgen. Liebesfilme, welche die Schmetterlinge im Bauch wecken sollen, Dramen etc. welche auf die Tränendrüse drücken und dann gibt es Filme wie z.B. von David Lynch welche nichts davon bewirken sollen, die sind zum Teil nicht mal dafür gemacht, um jemanden zu gefallen. Anhand von geschickt aneinanderhängender Scenen, Tönen und Bildern werden andere Bilder, Gefühle im Menschen projeziert bzw. ausgelöst. Ich weiss, dass dies jetzt nicht hierher gehört, doch ich wollte die Paralle dazu ziehen, was man auch in der Musik findet. Musik: Ich selbst komme noch aus der elektronischen Szene (früher viel Electro, Drum`n Base, Goa, Gabba etc gehört). Zum Ausgehen war es optimal, da durch den monotonen Ton, der oft den Beat vom Herzschlag hat Adrenalin ausgeschütet wird (wissen nicht alle). Ich habe damals und dann auch später, viel Rock/Pop gehört, weil hier wieder andere Emotionen angesprochen wurden (Freiheit, dieses "Mir gehört die Welt"-Feeling). Mit Blues konnte ich wieder gut entspannen, doch ich habe gemerkt, dass es dann immer schwieriger wurde, Musikrichtungen zu finden, die etwas neues in einem auslösen. Es ist wie eine Weiterentwicklung, wenn man wirklich ein Musikliebhaber ist. Was ich viele Jahre nicht verstehen konnte, war wieso Leute Jazz bzw. noch absurder Free Jazz hören. Nach knapp 20 Jahren habe ich es endlich verstanden. Es ist nicht immer das was man "nur" hört, und es ist oft gar nicht die Frage ob es einen gefällt oder nicht, sondern es gibt Bands bzw. Musikrichtungen die es schaffen den Horizont zu erweitern. Die CD läuft nun zum 3ten mal durch und ich bin mehr und mehr fasziniert. Der Ausdruck "Musik nicht von dieser Welt" wäre hier unangebracht und eher eine Beleidigung, denn Musik kann jeder machen.....und das hier ist deutlich mehr als das. gewohnt super 5 von 5 Punktenwenn man diese frau singen hört, möchte man mitheulen und das meine ich nicht negativ, ich mag die stimme sehr gerne, die geht unter die haut.ja und die musik ist wie geschaffen für diese stimme. zwar sind nicht alle songs herausragend, wie beim 1. album, aber die 5 sterne giebt es für die songs "silence", "the rip" und "small". die anderen songs sind ok, doch diese drei sind der hammer. nun zum thema weiterentwicklung: da mach ich doch einen dicken haufen drauf! wer braucht weiterentwicklung wenn die songs gut sind und zu einer band passt? die stones und u2 haben sich auch weiterentwickelt und die klingen jetzt richtig schlecht. weiterentwicklung bedeutet meistens "radio-und chartstauglich", wer braucht das schon? Tagebucheintrag 5 von 5 PunktenTagebucheintrag 25.04.2008 Es ist also passiert..."Sie" sind auf der Erde gelandet. Aber was wollen sie bei uns? Haben sie friedliche oder feindliche Absichten? Diese Frage steht im Raum und kann nur durch eine einzige Botschaft beantwortet werden-ihre Musik. Nach einem ersten kurzen, aber äußerst intensiven Hörgenuss wird schnell klar: Dieser Sound ist definitiv nicht von diesem Planeten!! Hier ein metallenes Hämmern und Pochen, dort ein Kratzen und Summen im Echolot.Mal ein wilder, unvorhersehbarer Tempowechsel, mal ein perfekter Rhythmus.Aber immer bleibt der unverkennbare Eindruck, alles wurde direkt im Mutterschiff der "Aliens" aufgenommen. Und ständig die mystisch-depressive und doch gleichzeitig herzerwärmende Stimme "ihrer" Sängerin. Diese Stimme schafft eine dermaßen hypnotische Atmosphäre, dass es zeitweise wirklich beängstigend ist... Tagebucheintrag 05.09.2008 "Sie" sind längst wieder weg.Ihre Musik ist noch da.Und wie!! Die Botschaft hat sich mir auch erschlossen.Obwohl das kein Wunder ist.Nachdem ich seit damals täglich die 11 Tracks rauf & runter gehört habe, wäre alles andere nicht nur für mich eine gewaltige Enttäuschung. Was mir noch aufgefallen ist:Sie müssen schon viel früher einmal auf der Erde gewesen sein.Viele Elemente des Sounds sind eindeutig von der Menschenmusik unterschiedlichster Jahrzehnte inspiriert. Vielleicht ist ihr Heimatplanet doch nicht so entfernt von unserem... Tagebucheintrag 21.11.2008 Die elf Songs bekomme ich einfach nicht aus meinem Kopf.Was ich aber nicht negativ sehe.Im Gegenteil!Ich warte gespannt auf das nächste Meisterwerk der freundlichen Besucher.Denn dass sie damals nicht feindlich gekommen sind, sondern um das dritte Auge der Menschen zu öffnen, dürfte nicht nur mir klar geworden sein. Schade finde ich es allein, dass ich doch tatsächlich immer mal wieder auf Menschen treffe, die die Genialität des "Alien"-Sounds nicht zu schätzen wissen.Ignoranten!Aber so war es mit zukunftsweisender Musik ja bekanntlich schon immer... |
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Third von PortisheadAudio CD von Import (Megaphon Importservice)Preis bei Amazon: EUR 15,90, Angebote ab EUR 14,21 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Oktober 2008 |
Tracks:
Aus der Amazon.de-RedaktionAls Portishead aus dem gleichnamigen Vorort von Bristol 1991 an den Start gingen, existierte der Begriff TripHop noch gar nicht. Bis auf Massive Attack oder Kruder & Dorfmeister sorgte keine Band für eine derartige Euphorie wie Portishead. Viele, viele Jahre später liegt das Genre im Hospiz, ihre einstigen Protagonisten aber zeigen sich auf Third nach 10-jähriger Abstinenz quicklebendig. Was soll man zu Third sagen? Sensationelles Comeback, famoses drittes Studioalbum, Befreiungsschlag? Trifft alles zu, vor allem aber begeht das englische Trio nicht den Fehler, überambitioniert zu klingen oder den Meilenstein Dummy zu kopieren, woran sie ja schon einmal scheiterten. Das Wundersame und Faszinierende an diesem immer aufregenden, düsteren Album ist, wie Sängerin Beth Gibbons sich mit herzzerreißendem, bedrückenden Gesang Platz macht in den fertig vorgelegten, mal vertrackten, mal grimmigen, mal pulsierenden Kompositionen von Soundtüftler Geoff Barrow. Inspiriert und beeinflusst wurde er wieder von Krautrock oder Filmmusik, aber neu sind die Querverweise an Pioniere wie die Silver Apples oder Pierre Henry, und neu ist auch dieses auf Können basierte Selbstbewusstsein musikalische Wagnisse einzugehen, keine Kontraste zu scheuen. Silence ist alles andere als Ruhe, ist Rhythmik pur und endet einfach abrupt. In Hunter kollidieren Störgeräusche mit zartem Folk, Nylon Smile ist hypnotisch wie ein Can-Stück, und wie Beth Gibbons sich in dem absoluten Killer-Track We Carry On mit geisterhafte Stimme Gehör verschafft, packend! Dann ist da noch die Singleauskopplung Machine Gun, angetrieben von geschredderten, unwiderstehlichen Beats. Die Pop-Saison 2008 kann mit Third ein Werk ohne Radio-Ohrwurm aber elf großen Hits bestauen. -- Sven Niechziol 5 Kundenrezensionen:Verstörend, überraschend und betörend schön ! 5 von 5 PunktenNun ist das neue Jahr 2009 kaum älter als 12 Stunden, da habe ich die für mich in diesem Jahr beste, erhellendste, bedeutendeste Platte möglicherweise gerade beim Frühstück schon gehört - Portishead: Third. Kurz vor Ende des letzten jahres viel zu spät bestellt. Die Kopfhörer noch auf bin ich wie hypnotisiert- was für ein Ereignis. Für mich das zeitgemäßeste Stück Musik, das ich in den letzten Jahren gehört habe. Soundtrack und Kommentar zu einer Wirklichkeit, in der Wirklichkeit immer erkennbarer aus Wirklichkeitskonstruktionen zusammengesetzt ist, die nebeneinanderstehen, manchmal zusammenpassen und manchmal nicht, sich gegenseitig relativieren und selbst in der Synthese noch irritierend widersprüchlich bleiben. (Auf der Zeitung neben mir das botoxunterspritzte, zerschnittene und irgendwie verstörend zusammengesetzte Gesicht von Mickey Rourke, während im Fernsehen etwas über Israels Angriffe auf Gaza berichtet wird, wo ein Vater mit zerrissener Kleidung und schmutzigem Gesicht, ein schlaff in seinen Armen hängendes Kind in die Kamera hält, von dem ich meine, es schon einmal in Berichten über den Irakkrieg gesehen zu haben... mitten in meinem Wohnzimmer jetzt... ...( Wer guckt trauriger- der Vater oder Mickey Rourke in seinem glänzenden Anzug auf dem roten Teppich über dem verschnippelten und maskenartigen Gesicht ?) - Darunter, im Ticker, die Aktienkurse auf dem neusten Stand...und ich selbst...Neujahrmorgen, Fernseher an, in den PC guckend, Kopfhörer noch auf, umgeben von medial Irrealem und Virtuellen, das dann doch eigentlich entsetzlich wirklich ist (vermutlich) ...ich stelle den Fernseher aus und mein Blick fällt nochmal auf das Foto von Mickey Rourke. Seine Augen. Dann auf den PC-Monitor mit der sich öffnenden Amazon-Seite. Und auf die mit dem blitzartigen Erlöschen des Programms im grün-schwarzen Dunkel des ausgeschalteten Fernsehers aufgetauchte Spiegelung meiner selbst. Oder ist das auch nur ein Film ?) All das Neben- und Ineinander verschiedenster Wirklichkeiten finde ich auf ""Third" in großer Schönheit ausgedrückt und manchmal als mir Zugemutetes wieder: Töne, Geräusche, Melodien und Rhythmen stehen nebeinander und gehen ineinander über, obwohl sie nichts miteinander zu tun haben. Hubschrauber schrappen durch die Gehörgänge, während eine Melodie anfängt, die irgendwie schön ist, aber im Entstehen schon wieder abbricht. Dann ein Rhythmus- stampfend, elekrisierend, hypnotisch- in dem ich mich verliere...da bricht auch er mittendrin ab.Plötzlich Geräusche wie von Maschinen,Krieg oder Fabrik, dröhnend, ein elektrifiziertes Piepen, wie in der Ferne, das plötzlich lauter wird, näherkommt und einem überraschend auf die Pelle rückt, während es zum Rhythmus des nächsten Tracks wird, Versatzstücke, bei aller Fremdheit und Unterschiedlichkeit ineinanderverwoben zu etwas Erkennbarem mit der Melodie aus einem noch ungedrehten Film, der gerade in meinem Kopf entsteht...die ich gerne weiterhören würde und die dann tatsächlich (auch das jetzt überraschend) ganz ruhig weitergeführt wird und für einen Moment etwas wie Ruhe und Geborgenheit schenkt. ...Bis sie an ein natürliches Ende kommt, aus dem plötzlich wie in Zeitlupe eine ganz und gar kalte und unnatürlich Salve wabernder Basstöne auftaucht, die mich an die Schlussszene von Terminator 2 erinnert. Dann, wie von einem metallischen Hämmern aufgescheuchte Vögel in einer verlassenen Mülldeponie, fliegen Echos auf und verschwinden. Dazwischen Beth Gibbons Gesang - der durch die durch die Trümmer einer völlig verschnippelten Welt irrt und doch zu keinem Zeitpunkt von seiner sehnsüchtig-sehnsuchtsvollen Zartheit abrückt. Inmitten einer schroffen, keine klare Orientierung mehr bietenden ununterscheidbar anorganischen-organischen Wirklichkeit besingt und behauptet sich ihre so verletzliche Stimme ganz unzerstörbar lebendig. Wahrhaft ergreifend und inmitten all des Austauschbaren unaustauschbar individuell und seelenvoll. Großartig. (Ist nicht das Ergreifende an Mickey Rourke sein ganz und gar unoperierbarer Blick, der um so unverstellter und unerbittlicher an den Verlust seiner Identität erinnert, je künstlicher der Rest wirkt?) In keinster Weise ein Album für nebenher. Und längst nicht für jede Stimmung. Aber: ein wirkliches Ereignis, das man sich gönnen sollte, wenn man Zeit hat, sich drauf einzulassen und mit ein paar nicht immer nur wohligen Gänsehäuten gut leben kann. Mir ging es nach dem Hören so, dass ich gar nicht genau wußte, was ich da gerade gehört habe, ob das - wie ein anderer Rezensent schrieb, noch Musik oder noch etwas Anderes, mehr als Musik sei. In jedem Fall ist es zugleich verstörend, überraschend und betörend schön. In meinen Augen haben Portishead sich hörbar weiterentwickelt. Obwohl ich ihre Musik schon damals großartig fand, hatte ich nicht erwartet, etwas so gleichermassen Kunstvolles wie Unmittelbares, manchmal fast Rohes und in dieser scheinbaren Widersprüchlichkeit ungeheuer Zeitgemäßes zu hören zu bekommen.Toll. Mein Jahr fängt musikalisch mehr als gut an. Vorher reinhören. 2 von 5 PunktenWas ich empfehlen würde, nicht kaufen ohne vorher kurz mal reinzuhören. Für mich eine Spur zu abstrakt. Das Durcheinander das sich von Titel zu Titel wie ein roter Faden zieht führte mich zum schnellen durchhorchen. Besser man begräbt dieses "Meisterwerk" im Garten! Geräusche, Klänge, Lieder, Musik und dann die nächste Stufe 5 von 5 PunktenEs ist heilig Abend und bereits fast 1:30Uhr in der Nacht. Ich habe die CD sowie "Dummy" unter anderem als Geschenk bekommen. Ich muss eingestehen, dass mir die Band bis jetzt eher unbekannt war....komme eher aus dem Bereich des Free Jazz, höre aber natürlich auch viele andere Stilrichtungen die oft den Bereich Musik verlassen und eine Ebene höher wandern. Ich habe hier einige negative Berichte gelesen, die ich durchaus verstehen, jedoch nicht teilen kann. Wie soll ich das am besten erklären. In jedem Bereich (Film, Literatur, Musik) gibt es unterschiedliche Ansprechfaktoren. Film: Es gibt Actionfilme die für Adrenalin sorgen. Liebesfilme, welche die Schmetterlinge im Bauch wecken sollen, Dramen etc. welche auf die Tränendrüse drücken und dann gibt es Filme wie z.B. von David Lynch welche nichts davon bewirken sollen, die sind zum Teil nicht mal dafür gemacht, um jemanden zu gefallen. Anhand von geschickt aneinanderhängender Scenen, Tönen und Bildern werden andere Bilder, Gefühle im Menschen projeziert bzw. ausgelöst. Ich weiss, dass dies jetzt nicht hierher gehört, doch ich wollte die Paralle dazu ziehen, was man auch in der Musik findet. Musik: Ich selbst komme noch aus der elektronischen Szene (früher viel Electro, Drum`n Base, Goa, Gabba etc gehört). Zum Ausgehen war es optimal, da durch den monotonen Ton, der oft den Beat vom Herzschlag hat Adrenalin ausgeschütet wird (wissen nicht alle). Ich habe damals und dann auch später, viel Rock/Pop gehört, weil hier wieder andere Emotionen angesprochen wurden (Freiheit, dieses "Mir gehört die Welt"-Feeling). Mit Blues konnte ich wieder gut entspannen, doch ich habe gemerkt, dass es dann immer schwieriger wurde, Musikrichtungen zu finden, die etwas neues in einem auslösen. Es ist wie eine Weiterentwicklung, wenn man wirklich ein Musikliebhaber ist. Was ich viele Jahre nicht verstehen konnte, war wieso Leute Jazz bzw. noch absurder Free Jazz hören. Nach knapp 20 Jahren habe ich es endlich verstanden. Es ist nicht immer das was man "nur" hört, und es ist oft gar nicht die Frage ob es einen gefällt oder nicht, sondern es gibt Bands bzw. Musikrichtungen die es schaffen den Horizont zu erweitern. Die CD läuft nun zum 3ten mal durch und ich bin mehr und mehr fasziniert. Der Ausdruck "Musik nicht von dieser Welt" wäre hier unangebracht und eher eine Beleidigung, denn Musik kann jeder machen.....und das hier ist deutlich mehr als das. gewohnt super 5 von 5 Punktenwenn man diese frau singen hört, möchte man mitheulen und das meine ich nicht negativ, ich mag die stimme sehr gerne, die geht unter die haut.ja und die musik ist wie geschaffen für diese stimme. zwar sind nicht alle songs herausragend, wie beim 1. album, aber die 5 sterne giebt es für die songs "silence", "the rip" und "small". die anderen songs sind ok, doch diese drei sind der hammer. nun zum thema weiterentwicklung: da mach ich doch einen dicken haufen drauf! wer braucht weiterentwicklung wenn die songs gut sind und zu einer band passt? die stones und u2 haben sich auch weiterentwickelt und die klingen jetzt richtig schlecht. weiterentwicklung bedeutet meistens "radio-und chartstauglich", wer braucht das schon? Tagebucheintrag 5 von 5 PunktenTagebucheintrag 25.04.2008 Es ist also passiert..."Sie" sind auf der Erde gelandet. Aber was wollen sie bei uns? Haben sie friedliche oder feindliche Absichten? Diese Frage steht im Raum und kann nur durch eine einzige Botschaft beantwortet werden-ihre Musik. Nach einem ersten kurzen, aber äußerst intensiven Hörgenuss wird schnell klar: Dieser Sound ist definitiv nicht von diesem Planeten!! Hier ein metallenes Hämmern und Pochen, dort ein Kratzen und Summen im Echolot.Mal ein wilder, unvorhersehbarer Tempowechsel, mal ein perfekter Rhythmus.Aber immer bleibt der unverkennbare Eindruck, alles wurde direkt im Mutterschiff der "Aliens" aufgenommen. Und ständig die mystisch-depressive und doch gleichzeitig herzerwärmende Stimme "ihrer" Sängerin. Diese Stimme schafft eine dermaßen hypnotische Atmosphäre, dass es zeitweise wirklich beängstigend ist... Tagebucheintrag 05.09.2008 "Sie" sind längst wieder weg.Ihre Musik ist noch da.Und wie!! Die Botschaft hat sich mir auch erschlossen.Obwohl das kein Wunder ist.Nachdem ich seit damals täglich die 11 Tracks rauf & runter gehört habe, wäre alles andere nicht nur für mich eine gewaltige Enttäuschung. Was mir noch aufgefallen ist:Sie müssen schon viel früher einmal auf der Erde gewesen sein.Viele Elemente des Sounds sind eindeutig von der Menschenmusik unterschiedlichster Jahrzehnte inspiriert. Vielleicht ist ihr Heimatplanet doch nicht so entfernt von unserem... Tagebucheintrag 21.11.2008 Die elf Songs bekomme ich einfach nicht aus meinem Kopf.Was ich aber nicht negativ sehe.Im Gegenteil!Ich warte gespannt auf das nächste Meisterwerk der freundlichen Besucher.Denn dass sie damals nicht feindlich gekommen sind, sondern um das dritte Auge der Menschen zu öffnen, dürfte nicht nur mir klar geworden sein. Schade finde ich es allein, dass ich doch tatsächlich immer mal wieder auf Menschen treffe, die die Genialität des "Alien"-Sounds nicht zu schätzen wissen.Ignoranten!Aber so war es mit zukunftsweisender Musik ja bekanntlich schon immer... |
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Third (Ltd. Lp Box Set Inkl. Usb Stick) [Vinyl LP] von PortisheadSchallplatte von PolydorPreis bei Amazon: EUR 57,95, Angebote ab EUR 53,42 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: April 2008 |
2 Kundenrezensionen:Düster, elektronisch, schön! 5 von 5 PunktenIm Gegensatz zum bisher einzigen Kritiker trage ich weder Scheuklappen vor meinen Ohren, noch ist mein musikalischer Geschmack vor 10 Jahren hängengeblieben... Was Portishead hier abliefern ist mit Sicherheit eins der besten Comebacks einer `großen`Band überhaupt! Ja, die Platte ist minimalistisch, ja die Platte ist düster, und ja, Portishead waren noch nie so elektronisch... Ja, und...? Gerade das macht den Reiz aus, gerade wegen dieser Faktoren und Beth Gibbons` nach wie vor wunderbar betörender Stimme nimmt einen diese Platte mit auf eine unglaublich bezaubernde Reise durch musikalische Sphären. Im übrigen ist die Aufmachung der Special Edition wirklich gelungen; so will tolle Musik auch fürs Auge presäntiert werden, da hatte die andere Kritik tatsächlich recht... Klasse gemachtes Sammlerset aber die Musik ist ernüchternd 3 von 5 PunktenTja, wie lange haben Portishead nichts mehr (außer gewisse Solo-Sachen) veröffentlicht? Ich glaube über 10 Jahre... Und was gab es da schon für Highlights von der Band. Das Dummy zu Beispiel ein Hit reiht sich an den nächsten. Man hat es damals rauf und runter hören können. Das zweite Album war schon etwas schwerer zu verdauen, aber immer noch hörenswert. Dann das Live-Album mit dem großen Orchester mit allen großen Hits im neuen Gewand. Einfach genial, grade für einen Vinylfreak wie mich... Daher gleich blind die Box von Third bestellt und riesig darauf gefreut. Also auf gemacht das Ding: Klasse, wenn man die riesige Schachtel öffnet, leuchtet einem das Portishead Logo entgegeg, in dessen Mitte der USB-Stick vertieft und dreidimensional als "P" steckt. Coole Idee und dafür gab 's die drei Punkte. Der Stick ist ein Gig groß, also kann man auch sonst was mit anfangen. Das ganze Album ist als MP3 enthalten (kennt man beispielsweise auch von der Beipack-DVD von Type O Negatives Red Edition von Dead again, sehr praktisch für Schallplattenkäufer), diverse Videos sind auch noch drauf, sodaß nur noch ca. 25% des GIGs frei sind. Also man bekommt wahrlich etwas geboten. Dann die Doppel-LP von third und eine 12 Inch Single von Mashine-Gun. Also ein riesen Paket. Da aber Musik die ertse Geige bei Plattenkauf spielen sollte, bin ich hier leider bitter enttäuscht worden. Kein eines Stück kam an die Qualität von Glory Box, Roads oder sonstigem ran. Schlimmer noch: Nach 10 Jahren schreiben und creativ sein, hört sich das Teil an, wie wenn jemand in irgend einem Keller am Keyboard rumexperimentiert und das recht schlecht. Dahinter wird absolut uninspiriert gesungen, wie wenn meine drei Katzen was zu Essen haben wollen. Das Album läuft einem absolut nicht rein. Tut mir echt leid das schreiben zu müssen. Vor diesem Album war Beth Gibbons einer meiner beliebtesten Sänger/Sängerinnen. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und ggf. gibt es ja Leute, die das mögen. Gesamtfazit für mich: Ausführung sehr gut, die Musik, die dazu kommt mangelhaft... Also von Portishead werde ich mir zukünftig nichts mehr kaufen. Der Weg, den die Band beschritten hat, ist nicht mehr meiner. Sowas kommt vor. |
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Dummy von PortisheadSchallplatte von Go!Disc (Universal)Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 17,19 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Juli 2001 |
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ProduktbeschreibungDUMMY Aus der Amazon.de-RedaktionAus der Zusammenarbeit des "Studio-Gottes" Geoff Barrow und der Sängerin Beth Gibbons entstand Dummy -- zur selben Zeit wie ein kurzer Film Noir mit dem Titel To Kill A Dead Man. Die selbe düstere, qualvolle und wild-melodramatische Stimmung durchdringt auch dieses Album. "Sour Times" (der Hit in dem Gibbons wieder und wieder "nobody loves me, it`s true" weint) und das noch gespenstischere "Glory Box" bilden die Stützen dieses Albums und bestimmen seinen Sound. Düstere Klangbilder erinnern an alte Soul- und Filmmusik, dazu entmenschlichtes, hohes Piepen und eine Beth Gibbons, die schmachtend einen Gefühlsausbruch nach dem anderen erleidet. Dazu das stete Pulsieren von Bass und Beats. Dieses langsame Stoßen und Knarzen ist ein Stilmittel, das seinen Ursprung in der Szene von Bristol hat. Eine Szene, aus der auch Barrows frühere Kollegen von Massive Attack stammen. --Douglas Wolk 5 Kundenrezensionen:Noch zarter als Massive Attack 5 von 5 PunktenDiese Band ist noch zarter als Massive Attack auf den TripHop-Wegen dieser Galaxis unterwegs. Auch kommt sie ganz ohne Raps aus, denn sie hat sich allein auf Scratches und eine Frauenstimme spezialisiert. Der erste Song "Mysterons" zieht nur so an einem vorbei, wobei es in "Sour times" schon fast jazzig durch den Einsatz einer Hammondorgel zugeht. Schleppende wabbernde Klänge, die einem in die Ohrmuschel kriechen, erklingen in "Strangers" und "Biscuit". Was die Scratches angeht, weise ich auf den Song "Wandering star" hin: Erstklassige Arbeit, genauso wie die Versamplerung des Samplers in "Biscuit". Auch ist auf dieser Platte die Drumarbeit hervorragend, besonders zu merken in "Numb". Der Gitarreneinsatz in "Glory box" passt ebenfalls perfekt und verhilft der Platte zu einem würdigen Abschluß. Das Lied "Roads" hat es in sich, denn beim Einsatz der Streicher könnte man losheulen. All über dem steht aber die Stimme der Sängerin Beth Gibbons, die hauchzart ist und manchmal kurz vor dem Einbrechen steht, den Zuhörer aber immer wieder in ihren Bann zieht. Teilweise erinnert sie daher an Björk, wenn sie etwas druckvoller, wie in "It}s a fire" und "Glory box" wird, sogar an Skin von Skunk Anansie. Diese Platte hat etwas ganz Großes an sich. Für mich einer der Wichtigsten, wenn nicht die beste Platte im elektronischen Bereich, im TripHop-Sektor gesehen aber allemal. DAS "TripHop" Meisterwerk 5 von 5 PunktenMan traut sich ja gar nicht, diese wundervolle Platte zu beschreiben. Als Laie schon gar nicht. Eigentlich ist seit 1994 alles über Portishead gesagt, und dennoch schwebt noch so viel im Raum, so sind es diese Klassiker des TripHop die uns berühren, uns Kraft schenken und uns doch gleichzeitig melancholisch stimmen. Es ist unglaublich, welche Wirkung diese Songs auf die Psyche haben? Jedes einzelne Stück auf der Platte ist ein Meisterwerk. Die Soundtüftler aus Bristol haben ganze Arbeit geleistet. Seit der zweiten Scheibe "Portishead" 1998 und ihrem "LiveAlbum" warten Fans seit Ewigkeiten auf weiteres Material dieser Ausnahmeband. Nicht umsonst wird dieses Album in den 500 besten Alben Listen aller Zeiten geführt. Ob nun das unglaublich stimmungsvolle "Sour Times", die Fünf-Uhr-Morgens-Aufsteh-Hymne "Roads" oder das abschließende in magischen Klängen verpackte "Glory Box". Musik um sich fallen zu lassen, und dennoch Musik die man verstehen MUSS um sie zu genießen. Wer bisher nicht viel mit elektronischer Musik anfangen konnte, einschließlich mir, den werden Portishead sofort nach dem Hören verzaubern und die Sucht nach derartiger Musik wird sich verstärken. Musikalischer Sex 5 von 5 Punkten"Portishead" werden gemeinhin immer gerne als die Godfathers oder doch zumindestens als einer der Begründer des Musikgenres "Trip-Hop" tituliert. Ob dem so ist, mag dahin gestellt sein, es gab ja vorher schon Bands wie "Massive Attack" etc. Fakt ist jedoch, dass Portishead mit ihrem Erstlingswerk "Dummy" einen zeitlosen Meilenstein des "Trip Hop" und auch darüberhinaus geschaffen haben, der heute noch so unvergänglich klingt wie zu seiner Veröffentlichung. Das Album ist dabei ein Gesamtkunstwerk, das von der ersten bis zur letzten Sekunde zu überzeugen weiss und dabei eine unvergleichliche Stimmung aufbaut. Von daher ist es schwer, überhaupt einzelne Songs heraus zu heben. Wer einfach mal auf die Schnelle ein Ohr riskieren will, sollte vielleicht "Sour Times, Wandering Star, Numb, Glory Box" anspielen. + Beth Gibbons Stimme ist einfach unvergleichlich, zart, zerbrechlich, leicht rauchig-belegt, hauchend, sanft. + Ihre Stimme drift auf sanfte Beats, dezente Scratches, Streicher... alles also sehr sehr relaxed, dabei aber nie langweilig, öd, einschläfernd. ihr Solo-Album ist übrigens auch sehr zu empfehlen, umfasst das reguläre Werk von Portishead doch nur 2 Studio und ein Live-Album. + Wirklich gute Songs, nicht einfach wie in diesen musikalischen Gefielden weit verbreitet, gesichtslose Tracks. Nein, hier gibt es Wiedererkennungswert. Portishead ist...warm...ist wie ein verregneter Sonntagnachmittag...ist der Soundtrack um mit Frau oder Freundin zu kuscheln...ist wie gedämmtes Licht...Halbschlaf..... gebrochen 4 von 5 PunktenSongs, die sich um die zerbrechliche Stimme von B. G. herumweben, hin und wieder überraschend kräftige solistische Ausflüge von Einzelinstrumenten (track 11), dazu avandgardistische Noises auf düsterem Grundpegel. Auf alle Fälle nichts Frohlockendes. Das Gegenteil davon, aber glaubwürdig und in der Verwendung der Stilmittel sehr kreativ. Assoziationen führen mich zu THE NOTWIST und - wer es bisweilen (noch) verzweifelter und mit männlicher Stimme mag: MARK HOLLIS. Unerreicht, was Modulation, Ausdrucksstärke und Spektrum betrifft natürlich der lang schon verstorbene TIM BUCKLEY. Downer gehts nimmer. Wer danach seelisch wieder aufstehen will braucht ACDC oder den Frohsinn der Beach Boys. Passt in kein Schublade 5 von 5 PunktenBeth Gibbons und Geoff Barrows haben hier ein Album eingespielt, welches in keine richtige musikalische Schublade passt. Ist es Trip Hop ode vielleicht sogar soulig??? Na egal, jedenfalls klingt es toll. Die meist langsamen, groovigen Songs sind mit hervorragenden Basslinien unterlegt, hie und da erklingt eine Snare, dann wieder ein nicht definierbarer Klangkörper. Das ganze ist sehr homogen, nervt nicht, man könnte dabei chillen. Obwohl die Songs sehr viel Abwechslung bieten, kann man auch nach mehrmaligem Hören nicht direkt sagen, dieser oder jener Song sticht heraus. Dafür ist das Album zu harmonisch zusammen gesetzt. Ich war jedenfalls sehr überrascht über dieses Werk und ich glaube es ist eine der CD's, von denen ich mich nicht mehr trenne. |
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