... 
Produkt-Bild: Daughtry

Daughtry von Daughtry

Audio CD von SonyBMG
Preis bei Amazon: EUR 12,95, Angebote ab EUR 7,11

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Daughtry

Tracks:

  • It's Not Over
  • Used To
  • Home
  • Over You
  • Crashed
  • Feels Like Tonight
  • What I Want
  • Breakdown
  • Gone
  • There And Back Again
  • All These Lives
  • What About Now

Produktbeschreibung


DAUGHTRY
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Ausgezeichnets Album
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieses Album ist ein wahres Meisterwerk. Kein einziges Lied ist nur mittelmäßig. Jedes Lied hat seinen eigenen Reiz. Die Gitarrenriffs sind einfach nur geil. Die Stimme schön rockig und sehr angenehm zu hören.
Mit diesem Album kann man absolut nix falsch machen. Sehr fetzig!

Meine Anspieltipps: Crashed, Its not over, Feels like tonight

Fazit: KAUFEN,KAUFEN,KAUFEN!!!!!!!! ;)
That`s - What I Want
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
ist mein Liebling. Kurz, fett, satt und trotzdem melodiös und abwechslungsreich. Ein Highlight für alle Rock-Liebhaber, die etwas Power vertragen. Einfach geile Druckluft aus den Boxen.

Es gibt noch etliche wirklich gute Songs auf dem Album, die Singles sind ja nicht gerade erfolglos, aber - eine Einzelkritik ist einfach ein wenig vom Geschmack abhängig.

Am Stück gehört, mag das Ding vielleicht irgendwann anfangen zu nerven,
aber:
Wann gab es zuletzt solch ein Debut:
10/12 Songs selbst geschrieben.
Singles laufen wie geschnitten Brot.
Es gibt nicht einen schlechten Song auf der CD.

DSDS und American Idol: Da ist denen wohl ein Mißgeschick passiert -
die hatten doch tatsächlich einen guten Musiker unter den Kandidaten
und haben das zu spät bemerkt !

In Deutschland kann das nicht passieren, wenn ich mir die Charts so ansehe. Danke Dieter !
Eine Bombe!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Also ich muss sagen dass ich mir erst die übrigen Rezesionen durchgelesen habe bevor ich das Album gekauft hab. Und ich habe es nich bereut. Es sind so wohl kräftigere als auch ruhigere Lieder auf der CD. Man muss wirklich nicht ein mal vor drücken. Man kann sich absolut jedes Lied anhören da jedes einfach super ist. Ich kann das Album nur weiter empfehlen.
Kennen wir das nicht ???
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Man darf sich schon EIN KLEIN WENIG wundern wenn man denkt, das schon in ähnlicher Form gehört zu haben.
So ergings mir bei PLAN A von Thomas Godoj.
Hier ist die Antwort. Wenn auch um einiges härter als PLAN A ( weil PLAN A ja für den deutschen Markt bestimmt) und nat. ohne deutsche Texte.
Die Macher um Thomas haben sicher mitbekommen, welch großartiger Künstler da bei Amerikas DSDS mitsingt.
Und wie gut sein Debüt angenommen wird.
Ich würde fasst darauf wetten, das dieses Album EIN KLITZEKLEINES BISSCHEN bei der Produktion von Thomas Debüt-Album pate stand.
Was aber sicherlich kein Fehler war.

Also alle Godoj-Fans und natürlich auch die Fans sauber produzierter, eingängiger Rockmusik.
Mein Tipp: kaufen
Genau das richtige für eine Tour nach Las Vegas....
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Im Februar 2007 besuchte ich Freunde in Santa Monica und nutzte natürlich auch die Gelegenheit im bekannten Virgin Store auf dem Hollywood Boulevard in Los Angeles rein zu schauen.

Als ich eintrat lief durch den Haus-DJ gerade eine Platte, die ich fälschlicherweise erst als Nickelback zu erkennen glaubte. Schnell merkte ich aber, dass dies nicht stimmen konnte. Der nette DJ klärte mich dann auf: Die Stimme gehörte Chris Daughtry, Frontmann der nach ihm benannten Band.

Die Hintergründe zu seinem grossen Outcoming als Rockstar über die TV-Show Pop Idol, das Original unseres DSDS-Abklatsches, wurden mir auch noch eben schnell dargelegt. Was mich aber letztendlich überzeugte, die Platte gleich dort zu kaufen war die Begeisterung, über die der DJ von dem Werdegang sprach.

Schon lange vorher im Musikgeschäft gelang ihm zwar mit Pop Idol der Durchbruch, aber sowohl die Band in ihrer Zusammensetzung als auch der Musikstil wurden nicht verändert. Dadurch zeigte sich die Bodenständigkeit der Mitglieder und von Chris Daughtry im speziellen.
Spricht man hier nun seit dem Release in Deutschland oft von Mainstream American Rock ist es viel mehr die Art von Musik, die vielerorts schon seit Jahren in den Hinterhöfen der kleinen Studios produziert wird. Und Bands wie Blink 182 oder auch in der jüngeren Vergangenheit Sunrise Avenue haben diesen Stil schon vorher vermehrt auch nach Deutschland getragen. Das nächste Beispiel ist gerade mit den norddeutschen Rückwanderern Stanfour bei uns zu hören.

Somit ist Daughtry ganz klar kein Act, der nur auf der Welle mitschwimmt und sich diesem Stil angepasst hat. Vielmehr profitieren die Jungs um Chris Daughtry von dem allgemeinem Erfolg diese Musikstils in der Welt, wodurch sie auch bis nach uns kamen.

Wie auch immer: Die Platte spielten wir bei einem Trip nach Las Vegas (gute 6 Stunden Fahrt von LA für eine Tour) sowohl bei Hin- als auch Rückfahrt rauf und runter. Und ich war schnell vom der Platte begeistert! Einprägsame Melodien, rockiger Sound und teilweise grandiose Solis (Slash ist ebenfalls auf der Platte zuhören) lassen die Scheibe richtig knallen! Richtige gute Auto-Fahr-Musik, wie sich zeigte.

Die Veröffentlichung in Deutschland kam etwa 6 Monate nach meinem USA-Trip, und ich kann nur sagen: Die Platte hatte es echt verdient zu uns zu kommen. Was mir auch viele Bekannte schon vorher bestätigen, als ich sie reinhören lies.

Fazit: Kaufen, wenn du ein Rock-Fan bist!
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Secret Voyage

Secret Voyage von Blackmore'S Night

Audio CD von Steamhamme (SPV)
Preis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 8,82

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juni 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Secret Voyage

Tracks:

  • God save the keg
  • Locked within the crystal ball
  • Gilded cage
  • Toast to tomorrow
  • Prince Waldeck's galliard
  • Rainbow eyes
  • The circle
  • Sister Gypsy
  • Can't help falling in love
  • Peasant's promise
  • Far far away
  • Empty words

Aus der Amazon.de-Redaktion


Blackmore´s Night sind eines der größten Phänomene im zeitgenössischen Musikgeschäft und werden auch mit Secret Voyage wieder Erfolge in aller Welt feiern.
Als Ritchie Blackmore 1997 sein erstes Blackmore´s-Night-Album veröffentlichte, rieben sich viele Musikliebhaber, die den Briten nur als hart rockenden Gitarristen von Deep Purple und Rainbow kannten, irritiert die Ohren. Doch Blackmore hatte mal wieder den richtigen Riecher gehabt, sein idyllischer Mix aus Renaissance-Musik, Folk und dezentem Rock entwickelte sich zum Erfolgsprojekt, und auch auf Secret Voyage überzeugt der musikalische Mystiker wieder mit einer gelungenen Gratwanderung zwischen Kitsch und Kunst, zwischen extrem eingängigen, behutsam modernisierten Folk-Hymnen und anspruchsvollen Instrumental-Arrangements. Blackmores Lebensgefährtin und Muse Candice Night krönt die Lieder mit ihrem glockenhellen Gesang, während Ritchie ein breites Repertoire an altertümlichen Instrumenten ausprobiert und die Kompositionen mit seinen gewohnt erstklassigen Gitarren-Licks zusammenhält. Als Farbtupfer gibt´s zudem noch eine Coverversion des Elvis-Klassikers "Can´t Help Falling In Love". -- Michael Rensen
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Altbekannt mit nur einem Fehlgriff
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Typisch Blackmores Night. Ich kann mich den anderen Meinungen nur anschließen. Nur can't fall in Love ist in meinen Augen der größte Fehlgriff der Band. Was das soll wissen wohl nur die Götter...
Was mich besonder beglückt ist die Vinylversion. Das wünsche ich mir von den anderen Alben auch.
Gut bleibt Gut
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Liebe Blackmore Freunde: man sollte sich endgültig mal damit abfinden, dass der Meister mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zu DeeP Purple zurückkehrt oder Rainbow wieder auferstehen läßt !
Seine Band ist Blackmor's Night, also was hat ma erwartet, etwa eine total neue Musik ?
Secret Voyage reiht sich von der Qualität in die anderen BN Alben ein. Mit Locked within the crystall ball ist vielleicht eines der Besten oder das Beste Stück von Ritchie und Candice überhaupt veröffentlicht worden. Daneben gefallen mir noch sehr gut The Circle (düster) und die gelungene Ballade Gilded cage. Bei diesen Melodien kommt das sagenhafte Kompositonsvermögen von Blackmore deutlich hervor. Gelungen ist auch das eigene Covern von Rainbow Eys (bei mir aber erst nach dem vierten o. fünften Hören) Über Can't help falling in Love sag ich nichts.
Was mir für fünf Sterne fehlt, ist das Fehlen einer kräftigen Rocknummer, wie noch auf dem Vorgänger vorhanden, ansonsten ein ganz feines Blackmore's Night alben.
Für alte Raionbow Fans: mal the Circle hören und an Rainbow Rising denken.
Schöne Musik zum Träumen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Zuallererst bin ich ja der Meinung dass, wer für Ritchie Blackmore zu Deep Purple und Rainbow-Zeiten schwärmt und mit "fader Renaissancemusik" nichts anfangen kann, sich nicht alle 11 Alben von Blackmore's Night kaufen und sich dann jedes Mal erneut darüber beklagen sollte, dass der Mann nun eben **nicht** mehr Rainbow und Deep Purple macht. Irgendwann muss man sich halt auch mal mit der Tatsache abfinden, dass auch Rocker älter werden und mal was anderes machen möchten :o)

Als nächstes: Blackmore's Night machen keine *Renaissance*musik, zumindest nicht das, was wir Europäer darunter verstehen. Aber wer schon einmal in den USA auf einem der beliebten "Ren Faires", wo BMN ja auch gerne auftreten, war, der wird wissen, dass die Grenzen dort nicht so eng gefasst sind. Und obwohl Ritchie natürlich Brite ist und auch die meisten Mitglieder der Band, ist die Musik doch sehr auf das US-Publikum zugeschnitten.

BMN machen also eine Mischung aus Mittelalterlich, Renaissance (wobei zu diesen beiden Kategorien nur die Verwendung altertümlicher Instrumente zählen dürfte), Folk, Fantasy, Pop und Rock. Dass das Ganze gut ankommt zeigt sich unter anderem daran, dass eingängige BMN-Songs immer wieder gerne als Untermalung für diverse TV-Shows herhalten müssen; sowie an der Besucherzahl der Konzerte (auf denen übrigens auch so mancher Altrocker anzutreffen ist).

Mit "Secret Voyage" haben BMN nun endlich wieder ein Album geschaffen, das an den Erfolg von "Under a violet moon" oder "Shadow of the Moon" anknüpfen kann. Der unmittelbare Vorgänger "Village lantern" war auch nicht schlecht, hatte jedoch für meinen Geschmack nur 3-4 Highlights, während der Rest halt so dahinplätscherte und mit "Olde Mill Inn" sogar eine gar grauslige Nummer in bestem amerikanischen Kitsch-"Renaissance"-Klischee aufwies.

Bei "Secret Voyage" dagegen klingen keine zwei Stücke gleich. Besonders positiv fällt die Experimentierfreudigkeit mit anderen Instrumenten als dem Dudelsack, Flöte, Harfe und Schalmei auf: So bekommen wir hier Zimbeln zu hören, ungarische Geigen und allerhand exotisches anderes. Die Lieder sind abwechslungsreich und stimmungsvoll (Peasant's promise) von heiter-beschwingt bis traurig-anrührend (Sister Gypsy, das ein wenig an "Ocean Gypsy" vom Shadow of the Moon-Album erinnert). Teilweise klingen orientalische Weisen an, dann fühlt man sich wieder in ein typisches "Zigeuner"-Lager-Ambiente versetzt ("Toast to tomorrow") und möchte am liebsten zu dem flotten umta-umta-umtata-Rhythmus mittanzen. Auch "traditionelle" BNM-Stücke gibt es, wie z.B. "Rainbow eyes" oder "Gilded cage", die für meinen Geschmack ein bißchen zu brav daherkommen, aber an alte Klassiker sicherlich anknüpfen. Solche wenigen 'Schwachstellen' werden aber durch die überdurschnittlich herausragenden anderen Nummern mehr als wettgemacht.

Natürlich klingt irgendwann mal jedes Album einer Band irgendwie "gleich", aber genau das macht doch auch einen unverwechselbaren Stil aus. Würde die Band plötzlich ganz was anderes machen, würden die Fans auch wieder aufjohlen. Klar, wenn man 3 BMN-Alben hintereinander hört, verschmilzt alles irgendwie zu einem Brei und wird Candices ohnehin gewöhnungsbedürftige Stimme nervig, aber man sollte ja auch wissen, wo dann mal Schluß ist ;-)

Innerhalb ihrer eigenen Stildefinition haben BNM hier dann tatsächlich ein abwechslungsreiches, interessantes und dennoch für sie typisches Album mit schöner Musik zum Träumen geschaffen.

Auch mit dem "leidigen" Elvis-Cover kann man leben. Coverversionen sind ja fast schon Tradition auf einem BNM-Album, und der gute Ritchie kann ja nicht auf jedem Album eine alte Deep Purple-Nummer einspielen ;-)

Alles in allem gebe ich "Secret Voyage" fünf Sterne und eine glatte Kaufempfehlung. Anspieltips: "Toast to tomorrow", "The circle", "Sister Gypsy", "Peasant's promise".
Bemerkenswerte Fortschritte, zum Teil Gewohntes und ein Rückschritt
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Als Fan von Ritchie Blachmore in all seinen Schaffensphasen" hab ich mir das neue Blackmore's Night-Album Secret Voyage kürzlich zugelegt.

Extrem positiv fiel mir sofort das profesionell gestaltete Klapp-Cover auf. Tolles Art-Work. Ich kann nach wie vor nicht verstehen, wieso Blackmore's Night bis dahin bei den CDs so amateuerhafte Covers veröffentlichten. Schon mal ein dicker Pluspunkt!

Weiterhin sind Blackmore's Night gereift, was die Arrangements betrifft. Die waren von der ersten CD an filigran ausgearbeitet und in gutem Sound geboten. Dies wird hier verbessert fortgesetzt und man ist an vielen Stellen mit noch mehr Liebe zum Detail als auf den Vorgängern zu Werke gegangen (z. B. das vielschichtige Arrangement im ersten Stück God Save The Keg). Die musikalischen Einflüsse beziehen ihren Input diesmal deutlich hörbar aus ganz Europa und teilweise aus dem Orient. Mag sein, dass dies nur Nuancen sind, für mich aber deutlich erkennbare Fortschritte.

Darf beim Gitarrenspiel von Ritchie Blackmore noch von Fortschritten reden? Die Vergangenheitsanbeter werden es mir vielleicht übel nehmen, aber Ritchie spielt auf Secret Voyage deutlich timingfester und songdienlicher als auf vielen seiner Veröffentlichungen aus der Hard-Rock-Zeit. Da war je nach Tagesform auf manchen Platten ganz schönes Gefrickel zu hören und von den Sounds gelegentlich ganz zu schweigen. Man merkt auch Ritchies E-Gitarrenspiel an, dass er in den letzten 10 Jahren viel Akustik-Gitarre gespielt hat (das meine ich positiv). Zurück zu Secret Voyage: Die Soli sind mehr auskomponiert, was ich persönlich in diesem (!) musikalischen Kontext begrüße. Die Fans stärker improvisierter Gitarrensoli werden es natürlich nicht so schätzen und vielleicht die Spontaneität vermissen. Auch die Gitarrensounds passen sich hervorragend in das Klangbild von Blackmore's Night ein; das wirkt alles wie aus einem Guss!.

Kompositorisch bleibt alles beim gewohnten Renaissance-Pop/Folk: Einige Balladen, ein paar schnellere Songs, die traditionelle Mit-Klatsch-Nummer sowie das Solo-Gitarreninstrumental. Die Kompositionen basieren meist auf traditionellen Melodien, dazu einige Eigenkompositionen und zwei Fremdkompositionen.

Was für mich ein Riesenrückschritt auf Secret Voyage ist: Meiner Meinung nach sind alle Schlagzeugspuren und viele Bass-Aufnahmen direkt aus dem Computer. Es sind auch keine Credits für Drums und Bass auf dem Cover erkennbar. Der Drum-Sound ist recht dumpf und schwammig, die Programmierung monoton (z. B. Rainbow Eyes) und läßt den Schwung in den schnelleren Passagen nicht recht aufkommen. Das geht dann manchmal schon nahe an Fahrstuhlmusik. Das muss gerade im Zusammenhang mit den schönen Naturinstrumenten wirklich nicht sein. Da waren Blackmore's Night schon weiter. Daher Punktabzug.

Nun zu den einzelnen Stücken:

God Save The Keg

Ein hymnisch-getragener instrumentaler Beginn der CD mit sattem orchestralem Arrangement inklusive kurzer Chorpassage. Klasse Start.

Locked Within A Chrystal Ball

Einer der etwas schnelleren Songs und mit Sicherheit das Highlight auf Secret Voyage. Mystische Lyrics, tolle Melodieführung und ein Refrain, der im Ohr hängen bleibt. Das Ganze gewürzt mit passenden E-Gitarren-Einwürfen, einem ruhigen instrumentalen Mittelpart mit E-Gitarren-Solo und einer schönen, mehrstimmigen Steigerung am Ende. Alles drin und dran an dem Long-Song von über 8 Minuten. Jau, so geht's!...jetzt liegt die Latte aber hoch, gell?

Gilded Cage

Die erste Ballade. Kommt nach dem super Locked Within A Chrystal Ball" doch sehr getragen einher. Schönes Violin-Solo, das mir aber ein wenig zu brav gespielt, aufgenommen und abgemischt ist. Da wäre mehr Dramatik drin gewesen.

Toast To Tomorrow

Die Mit-Sing- und Mit-Klatsch-Nummer auf Secret Voyage. Musikalisch scheint's mir hier Richtung Griechenland und dem östlichen Mittelmeerraum zu gehen. Viele fröhliche Geigen-Einlagen und live macht das Ganze nach einigen Ouzos bestimmt auch Spaß. Die Rock-Fans wenden sich sicherlich mit Grauen ab. Für mich auf einer Studio-CD grenzwertig, aber ok, da die CD ansonsten viel zu ruhig ausgefallen wäre.

Prince Waldeck's Galliard

Schöne Komposition von Ritchie in der Form des alt-ehrwürdigen Galliarde-Tanzes, vorgetragen als Solo-Stück auf der akustischen Gitarre. Stilvoll und genre-typisch gespielt. Könner am Werk!

Rainbow Eyes

Die Band läßt den Rainbow-Klassiker vom "Long Live Rock and Roll"-Album wieder auferstehen. Die Ballade war dort super und ist es auch in der Blackmore's Night-Version. Gitarrenarbeit ganz prima. Die sequenzerhaften Drums nehmen dem Stück allerdings viel von seiner filigranen Schönheit.

The Circle

Etwas hymnischer Song mit philosophischem (:-)) Text darüber, dass es nix Neues unter der Sonne gibt und sich alles im Kreis dreht. Musikalisch gibt's dazu einen orientalisch angehauchten Instrumentalpart.

Sister Gypsy

Ballade über Unangepaßtheit und Freiheit im Drei-Viertel-Takt mit schönem Streicher-Arrangement.

Can't Help Falling in Love With You

Cover des alten Elvis-Song. Im recht flotten Tempo und typischer Blackmore's Night Soundgestaltung gespielt, gefällt mir das Arrangement gut, was auch daran liegt, das mir die Elvis-Aufnahme immer zu süßlich war. Gute Gitarrenarbeit von Ritchie an der E-Gitarre.

Peasant's Promise

Gitarren-Vorspiel auf der akustischen Gitarre. Typischer Blackmore's Night Love-Song über das Liebesversprechen eines armen Bauern im Mittelalter, der in den Krieg zieht. Erinnert mich in der Melodieführung der Strophe an eine Folk-Pop-Version eines Songs von Loreena McKennitt.

Far Far Away
Akustik-Folk-Song, in dem es textlich um nie verwirklichte Träume geht. Typischer Blackmore's Night Song.

Empty Words

Ganz ruhiger Abschluß mit einer unauffälligen, aber wie immer "schönen" Akustik-Ballade, in der es um viel Geschwätz ohne Inhalt (eben leere Worte) geht. Irgendwie hätte ich mir für diese CD nach dem starken Anfang einen Knaller als Finale gewünscht...

Dazu gibt's noch ein Castle-Video mit dem Titel-Song der letzten CD The Village Lanterne".

Als Fazit: Ich gebe Secret Voyage von Blackmore's Night 4 Punkte, da es derzeit nicht viele Interpreten gibt, die Renaissance/Pop-Musik so ungewöhnlich aufwendig und so gekonnt umsetzen sowie sich dabei auch über die Jahre fortentwickeln. Daher ist es auf jeden Fall ein hörenswertes Album, gerade auch für jemanden, der Blackmore's Night noch nicht kennt. Negativ auffällig ist der Spannungsbogen, der leider im Laufe der CD nachläßt. Die Klasse der ersten Songs kann nicht ganz gehalten werden und es schleichen sich gegen Ende einige Selbstplagiate und Arrangement-Wiederholungen ein. Einige schnellere Songs würden dem Album insgesamt gut tun, um nicht zu sehr ins Balladenhafte abzutriften.

Ich denke, dass sich Blackmore's Night auf dem nächsten Album ein wenig neu erfinden werden müssen, um nicht in Wiederholungen zu erstarren. Die Ansätze und die Möglichkeiten sind allemal vorhanden (siehe Locked Within A Chrystal Ball).
Großes Ohrenkino
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wenn es einen Namen gibt, der beim Begriff Rockgitarrist fällt, dann ist das Ritchie Blackmore, zusammen mit Tony Iommi der wohl einflussreichste Saitenhexer der Rock- und Metalgeschichte. Dass Herr Blackmore seit geraumer Zeit mit den härteren Klängen nicht mehr viel anfangen kann, ist zwar endlos schade, aber wenigstens hat sich der Mann aus Weston-super-Mare nicht komplett aufs Altenteil zurückgezogen, sondern musiziert mit seiner Lebensgefährtin Candice Night seit 1997 in der passend benannten Folk/Mittelalter Band Blackmores Night.
Gut, Folk oder Mittelalter Band mag ohne nähere Erklärung etwas missverständlich sein, denn wirklich vergleichbar mit Combos wie Schandmaul oder Schelmish ist das britische Sextett keineswegs. Vielleicht passt der Begriff Renaissance-Rock besser, denn vom vitalen, fast schon dörflich zu nennenden Sound der vorher genannten Gruppen, der mich regelmäßig an Dorffeste und Ritterturniere erinnert, ist Blackmores Night denn doch recht weit entfernt. Hier herrscht eine verspielte, fast schon zerbrechliche Grundstimmung vor, die eher an Feen und höfische Atmosphäre denken lässt als an Jahrmarktmusik (das ist beileibe nicht abwertend gemeint). Allerdings ist das keineswegs der einzige Stil, dem die Gruppe huldigt, denn neben luftig-leichten Liedern gibt es dann zur Abwechslung auch den ein oder anderen richtigen Rocksong (Herr Blackmore kann wohl doch nicht ganz aus seiner Haut schlüpfen) und das tut dem Album sehr gut, so wird jedwede Langeweile vermieden. Außerdem hat Ritchie dadurch die Gelegenheit zu zeigen, dass er nichts an seinem Instrument verlernt hat. Denn, auch wenn er nicht immer die Stromgitarre auspackt, ist sein Stil durchweg auf dem ganzen Album zu erkennen, sogar bei Klängen, die von einer Balalaika oder einer Flamenco-Gitarre stammen könnten. Und genau diese Vielfältigkeit im Stil macht den Unterschied zwischen Secret Voyage und anderen mittelalterlich angehauchten Werken aus: Es ist einfach sehr erfrischend, das Album zu hören, Abnutzungserscheinungen, wie ich sie hin und wieder bei anderen CDs dieses oder ähnlich gearteter Genres habe, fehlen hier völlig. Neben der Abwechslung und der gewohnt einmaligen Behandlung der Sechssaitigen punktet dieser Rundling natürlich auch durch die charismatische Stimme der Frontfrau Candice Night. Mal zaubert sie hauchzart-engelsgleich ein ätherisches Gefühl in die Songs, dann wieder zeigt sie, dass sie auch bei rockigen Stücken eine exzellente Figur zu machen in der Lage ist. Der Rest der Band fällt qualitativ auch nicht ab, da sind durchweg Könner am Werk. Die Produktion ist, wie bei einem solchen Wer auch zu erwarten, über alle Zweifel erhaben und die Spieldauer von gut 50 Minuten gehört ebenfalls positiv erwähnt. Neben zehn Eigenkompositionen haben noch zwei Coverversionen ihren Weg auf den Tonträger gefunden und während das blackmorsche Eigencover Rainbow Eyes erwartet gut abschneidet, hat mich die Version des im Original unsäglichen Cant Help Falling In Love doch wirklich verblüfft, das klingt nämlich ganz fein, das haben die Briten einen sehr feinen Song draus gemacht.
Klar, Metal ist das nicht mehr, dem hat Herr Blackmore wohl abgeschworen, aber wen interessiert das schon? Wer auch nur das Geringste mit diesem Genre anfangen kann, findet in Secret Voyage das perfekte Album. Das ist ganz großes Kino und eine klare Kaufempfehlung!
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: All Nightmare Long (CD1) 3 Tray Digipack

All Nightmare Long (CD1) 3 Tray Digipack von Metallica

Audio CD von Mercury (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 7,77

3 von 5 Punkten
3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Dezember 2008
Zoom ± Produkt-Bild: All Nightmare Long (CD1) 3 Tray Digipack

Tracks:

  • All Nightmare Long - Album Version
  • Wherever I May Roam - Live
  • Masters Of Puppets - Live

5 Kundenrezensionen:

Absolute Sauerei
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Als eingefleischter Metallica-Fan (seit 20 Jahren) habe ich in guten wie in schlechten Zeiten zur Band gehalten und sie auch verteidigt. Aber nun ist auch bei mir das Limit erreicht, um mal etwas loszuwerden. Für mich ist es grundsätzlich ok, von einem Song 2 CD und 1 DVD zu vermarkten. Was bei All Nightmare Long allerdings ein echter Schlag ins Gesicht für die Fans ist, ist die Tatsache, dass das gelieferte Material bereits existiert: die Live-Versionen der CD 1 + CD 2 sind als Download bei livemetallica.com per Download verfügbar (Gratis für Besitzer der Limited Deluxe Coffin Box), der Song All Nightmare Long ist auf allen 3 Scheiben in der selben Version verfügbar (sogar als Audio auf der DVD). Selbst die Dokumentation Berlin Magnetic wurde bereits mehrfach im Free-TV ausgestrahlt. Lediglich die 3 Live-Videos waren neu (und das in keiner besonders guten Qualität).

Ich kritisiere hier lediglich den Umfang der Single. Der Song und auch Death Magnetic sind absolut spitze und es gibt derzeit kein Album, dass ich so oft höre. Ich werde auch weiterhin Metallica-Fan bleiben. Nur werde ich in Zukunft meinen Konsum dieser Band auf die Alben von Metallica beschränken.
Achtung, Abzocke!
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Auch wenn Metallica auf einmal wieder ganz brauchbare Musik machen, scheint sich an der Abzockermentalität nichts geändert zu haben. Schon in den unseligen 90ern fielen Metallica durch völlig überzogene Auskopplungen aus ihren mittelmäßigen Alben auf. Da wurden erstens unglaublich viele Singles ausgekoppelt (teilweise 5 oder 6, wenn ich mich recht entsinne) und dann noch mindestens zwei verschiedene Versionen, die sich der echte Fan und Sammler natürlich kauft, weil der die geschätze 93. Version von "Master of Puppets" live natürlich haben muss. Hier geht es genauso los. Drei (!) Versionen einer Maxi-CD, die allesamt jeweils ganz netten Bonus liefern, aber nichts, das die Welt noch nicht gesehen/gehört hätte. Wenn die Herrschaften so viel zu veröffentlichen haben, sollen sie doch bitteschön wie vor 4 Jahren bei der "Some kind of monster"-EP eine CD draus machen, die dann auch meinetwegen etwas teurer als eine einfache Single ist. Aber sowas hier finde ich unter aller Sau! Die zwei Sterne gibt es von mir dafür, dass die Musik ziemlich klasse ist. Zu den Livetracks muss man wohl nichts sagen, das sind echte Klassiker. Aber auch "All nightmare long" rockt echt und ist an sich eine würdige Single...
Auf gar keinen Fall Abzocke!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Was ist Abzocke bei diesen Singles? Gar nichts! Abzocker bei Singleveröffentlichungen sind für mich Bands wie Bon Jovi, die Rolling Stones oder Iron Maiden, die ihre Fans zum 1000. Mal mit Liveversionen von Livin on Prayer, Wanted dead or alive, Satisfaction, JJFlash und Run to the hills abspeisen, während METALLICA auf CD 1 Livemitschnitte vom Albumreleasekonzert am 12.09.2008 von WHEREVER I MAY ROAM und SEEK AND DESTROY sowie auf CD 2 von MASTER OF PUPPETS und BLACKENED in absolut herausragender Qualiät veröffentlichen. Die DVD ( also Disc 3 ) enthält dann einen rund 20-minütigen Bericht über die Show in Berlin mit THAT WAS JUST YOUR LIFE, END OF THE LINE sowie THE THING THAT SHOULD NOT BE ( letzteres leider deutlich im Sound bearbeitet - Publikum völlig weggemischt ) in voller Länge, sowie einem rund sieben minütigen Filmchen über die Aufwärmsession für ROCK IM PARK 2008. Eine amerikanische Band, die 3!!!!! Singles mit extra Material veröffentlicht, dass ausschliesslich einen Bezug zu Deutschland hat - was kann man da als Fan vor Ort mehr wollen? Ok, noch ein paar Zusatzkonzerte nächstes Jahr, aber sonst?? 3 absolut geile Teile, die den Komplettkauf in meinen Augen absolut rechtfertigen!
ja, Abzocke!
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Nachdem Metallica mit "Death Magnetic" wieder ein gutes Album mit durchschnittlichem Sound gemacht haben, gibt es nun eine neue Single mit dem Titelstück "All Nightmare Long". Dazu gibt es die mit enthusiastischen Publikumsreaktionen eingefangenen Oldies "Whereever I May Roam" und "Master Of Puppets" in der Liveversion. Die Single ist ein Digipack, wo auch noch Platz für die zwei weitere Singles namens "All Nightmare Long" ist. Teil zwei und drei wohlgemerkt. Auf der zweiten CD gibt es neben dem Titelsong die Livesongs "Blackened" und "Seek And Destroy", während Nr. 3 eine DVD ist, wo der Titelsong als Standbild läuft, ohne Videoclip, sowie eine kleine Dokumentation vom Berliner Fanclub Konzert (ganz gut) und Backstageeinblicke bzw. Warmup von "Rock Im Park" (öde) Auftritt zu erleben gibt. Das ist alles nur nett und nicht viel! Fans, die alle drei Singles kaufen sind locker 21 ¬ für oft gespielte Livesongs und einen dreimal gespielten Titelsong los. Das riecht nicht nur nach Abzocke, es ist auch eine! Hier wird die Sammlermentalität von beinharten Fans ausgenutzt. Das haben Metallica und ihr Label auch schon früher erfolgreich gemacht und sie machen es wahrscheinlich deshalb jetzt auch wieder, da genug Leute die armen Millionäre unterstützen. Schade, ein paar kleinere Metalbands und Newcomer hätten es sicherlich eher verdient...
Am Besten hätten die Metallicats einfach den Gig aus Berlin auf ne Bonus DVD zur Single (ohne Aufpreis) gepackt und hätten sich so basisnah gezeigt!
top cd
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
top cd für sammler und es ist ja für sich selbst überlassen ob man die cds kauft oder nicht, wer beim berlin 2008 gig dabei war ist die cd(s) ein muss, super quali und das video rockt auch, ist schick aufgemacht ! hab selber alle 3 cds bei amazon für 15 eu bekommen... gruss von metallica city
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Use Your Illusion II

Use Your Illusion II von Guns N' Roses

Audio CD von Geffen (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 3,80

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 1991
Zoom ± Produkt-Bild: Use Your Illusion II

Tracks:

  • civil war
  • 14 Years
  • Yesterdays
  • Knockin' On Heaven's Door
  • Get in the ring
  • Shotgun blues
  • Breakdown
  • Pretty tied up
  • Locomotive
  • So fine
  • Estranged
  • You could be mine
  • Don't cry
  • My world

Aus der Amazon.de-Redaktion


Hätte man auf Füllmaterial verzichtet und anstelle dessen die besten Songs von Teil 1 mit draufgepackt, wäre Use Your Illusion II als eines der besten Rock-Alben überhaupt in die Geschichte eingegangen. So aber finden sich hierauf neben großartigen Songs wie "Civil War", "14 Years" und "Estranged" auch das absolut unverzeihliche "Get In The Ring" und "Knocking On Heaven's Door" -- eine Coverversion, die einerseits zwar gut gedacht war, aber restlos über's Ziel hinausschoß. Auch die zweite Version von "Don't Cry" ist nicht der Rede wert. Dennoch: Die Gunners hatten auch ihre guten Momente -- und dann waren sie wirklich ausgezeichnet! Einige Songs dieses Albums sind denn auch nicht zu übertreffen. --Genevieve Williams

Produktbeschreibung


USE YOUR ILLUSION II
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Der unsterblichen Illusion Zweiter Teil
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Use Your Illusion - welch ein Doppelschlag!

Das erste Album: rockig, bodenständig, schafft die Illusion der Hoffnung; "Coma" macht frei, an das Gute zu glauben.
Das vorliegende: desillusioniert.

"Civil War", der Paukenschlag. Einer der besten Bandsongs. Trauriger Text, hehre Message.
In der Folge hantelt man sich durch: mal lieblich ("14 Years", sieht man hier vom wahrhaft defätistischen Text ab, "Yesterdays", Mördergitarre!, "Knockin' On Heaven's Door", "Breakdown"; aggressiv, herausfordernd, auf den Punkt: "Get in the Ring", "Shotgun Blues", "Pretty tied up", "Locomotive" mit der kreissägenden Lead von Slash, "You could be mine", Appetite-würdiger Kracher wahrhaft terminatorischer Dimension); alles quasi als Vorspiel, um in "Estranged" zu kulminieren: traurig, desillusioniert wird dem Hörer das Seelenleben des Helden geschildert, um - auch hier (vergleiche "Coma" des Parallelalbums) - in eine Art Nahtoderfahrung zu münden, die wiederum zwingend nur durch eine gitarrische Klangexplosion überwunden werden kann und Platz für Hoffnung macht.
Und fürwahr: die beiden Soli von Slash zählen nicht umsonst zum wenigen Besten, was die solierende Zunft jemals hervorbringen durfte: ist das erste noch der - songtypischen - Verstörung gewidmet, explodiert das folgende regelrecht in einem Klangfarbenreichtum und Emotion (der Hoffnung!), dass man meinen könnte, die Inspiration zu diesem Meisterwerk und das handwerkliche Geschick wären in der Tat überirdisch. Nicht zu toppen!

Leider - Gruß an die Produktion - wird teilweise übertrieben: "Locomotive" etwa, ein an sich knallharter Gitarrensong, wird durch dutzende Overdubs an die Wand gedrückt. Hier wäre weniger mehr gewesen.

Aber insgesamt: Mit diesem Doppelschlag haben GNR eine ganze Welt neu erfunden und gesagt, was in der Rockmusik zu sagen war und (für lange Zeit) gesagt werden konnte.
Man möge sich nur aktuelle Ergüsse aktueller "Supergroups" zu Gemüte führen: hier mäandert das Niveau zwischen Selbstverkitschung (Bon Jovi), einfallsloser Monotonie (Nickelback) und allenfalls (vergeblichem) Bemühen, wie uns Dutzende "angesagte Rockbands" (in Wahrheit Teeniegruppen) nachdrücklich vor Augen führen.

Wer wirkliche Rockmusik mit Tiefgang sucht - der wird mit den Illusionsräubern bestens bedient.
Der fulminante letzte Aufschrei des Hardrock!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wenngleich ich Teil 2 etwas besser finde als Teil 1 sehe ich es trotzdem als EIN Doppelalbum und nicht als zwei separate Werke.
"Use your illusion" ist erstmal definitiv kein Meilenstein, denn für gewöhnlich steht ein Meilenstein am Anfang von Etwas und gibt eine Richtung auf innovativste Weise vor. Das taten die Gunners hiermit nunmal nicht.
Aber: "Use your illusion" ist ein Höhepunkt - der Höhepunkt des Hardrock. Und mit diesem Höhepunkt wurde auch gleichzeitig das Ende des herkömmlichen Hardrock begründet. Besser konnte es nämlich nicht mehr werden und wurde es ja auch nicht. Kurze Zeit später war der Hardrock tot.
Auch wenn ich kein bekennender Guns Roses - Fan bin, so muss ich doch ganz klar sagen, dass "Use your illusion" einfach ein geiles Rock-Doppelalbum ist. Und damit meine ich auch die hier so oft zitierten Lückenfüller. Sicherlich hätte den einen oder anderen Song auch eine Schülerband mit bissel Wut im Bauch ebenso hinbekommen, aber ein Doppelalbum mit über 30 Songs besteht nunmal nicht nur aus Hits! Und warum die nicht ganz so starken Tracks weglassen und die besten auf ein Album komprimieren? Blödsinn! Die Gunners spielen auf "Use your illusion" alle Facetten des Hardrock - das Eine kommt halt nicht so gut an wie das Andere, aber alles hängt mit Hardrock zusammen! Ich persönlich höre grundsätzlich beide Alben am Stück und dann auch grundsätzlich ohne irgendwelche Lieder zu überspringen! Außer "my world", dass nun eher nicht mal mehr als Lied einzuordnen ist und für meine Begriffe absolut unterirdisch aber gottseidank recht kurz ist.
Favoriten gibt es viele: So fine, double talkin jive, you could be mine, civil war, estranged, dead horse und und und...!
Und auch wenn ich von Axl Rose nicht viel halte, aber ohne "Use your illusion" wäre die Rockwelt (und meine bescheidene Plattensammlung) um ein großes Werk ärmer!
Gehört ohne Zweifel zum Rock-Pflichtprogramm.
sexy bichhaltung
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
man muss sich das einmal vorstellen: use your illusion i und ii, das war damals, 1991, nicht ein doppel-album, sondern ein doppel-doppel-album, ein vierfachalbum - also acht vinyl-lp-seiten lang. üblicherweise umfasste eine lp damals 10 bis 12 titel, auf den beiden use your illusion-teilen finden sich insgesamt 30, wobei auch ein paar neunminüter darunter sind.

die klassische aussage der kritik zu einem doppelalbum lautet: hätte man die besten songs zu einem album zusammengefasst, dann wäre es eines der besten aller zeiten geworden. so aber ... bla. eine wohlfeile aussage, weil a) jeder zustimmt, und man b) niemals den wahrheitsbeweis antreten muss.

in wahrheit geht es bei den großen doppelalben der rockgeschichte nicht darum, "beste" songs aufzufädeln. sondern es geht darum, mit den mitteln von songs und sounds eine ganze geschichte zu erzählen, ein bild zu malen, einen film zu drehen. bei "blonde on blonde" oder "the beatles" oder "exile on mainstreet" oder meinetwegen auch dem neuen paul-weller-album ist jeder song wichtig für das gesamtbild, auch die scheinbar nebensächlichen. sie sind gesamtstatements.

hätte man aus beiden use your illusion-teilen die besten zehn songs herausgeholt, hätte man eine prunkvolle, aber seelenlose hit-aufzählung bekommen.

aber, ganz ehrlich: EIN doppelalbum mit 20 songs hätte vielleicht doch gereicht...

wie auch immer: großen respekt für den als akribie getarnten größenwahn (und umgekehrt), mit dem gnr hier alle ihre einflüsse scannen, ordnen und vor dem hörer ausbreiten - von blues über punk bis zum bombastpop. diese alben haben niemals die wucht und dringlichkeit und explosionskraft und gefährlichkeit ihres debütalbums, aber die schiere größe dieser arbeit hier hat etwas erhabenes und schimmerndes. selten hat sich archivartätigkeit und buchhalterei so sexy angehört.

dieses album hier - also use your illusion 2 - ist die näher am pop und näher an der charts gebaute variante. es ist das axl-rose-mäßigere album, weiter weg vom ursprünglichen gnr-sound als teil 1. die songs sind plakativer, das album hat mehr hits - und es geht ausgesprochen gut ins ohr.

obwohl axl rose - und sein ein bisschen nerviger drang, die lieder mit musik vollzustopfen (hier beginnt, was dann bei chinese democracy ausartete) und zu kleinen hörspielen zu gestalten - hier dominiert, zeigt auch teil 2, wie wichtig bei gnr die einzelnen bandmitglieder waren. izzy stradlin ist hier als songschreiber zwar nicht ganz so dominant wie auch teil 1, aber dennoch hat er die meisten credits. slash wiederum veredelt zb das großartige estranged durch wirklich fantastische gitarrenlinien. duff steuert einen hübschen song bei und groovt wieder wunderbar mächtig (leider spielt der neue schlagzeuger, der berüchtigte holzhacker matt sorum, wesentlich weniger subtil als steven adler).

was passiert, wenn axl rose als songwriter auf sich gestellt ist, beweist "shotgun blues". das stück klingt wie aersosmith, die sich als punkband versuchen. das lied beruht auf spannenden ideen, aber es entwickelt sich nicht und führt nirgendwo hin. oder "breakdown": das ist im prinzip ein piano-betriebener pseudo-elton-john-rocker, er groovt gut, strotzt vor netten einfällen, versumpft aber rasch. und "my world", eine art rap-psycho-porno-hörspiel, ist schlicht lächerlich (wenn der text auch sehr ehrlich empfunden sein dürfte, ein kurzer blick in axls psyche).

axl rose ist hier noch fantastisch bei stimme, aber er übertreibt es immer wieder mit dem gesangliche method-acting - oft wünscht man sich, er würde einfach nur singen, anstatt ein lied in sieben interpretationen vorzutragen - und zwar gleichzeitig.

insgesamt zeigt dieses album, wozu gnr als team fähig waren, solange ihre labile interne statik noch hielt. es zeigt aber auch schon überdeutlich die sollbruchstellen. es ist beeindruckend durch seine überlebensgröße - und es ist zeitlos aufgrund seiner hinreißenden songs. sogar das abgrundtief eitle get in the ring rockt so großartig, dass man geneigt ist, den text zu überhören.
Preis-Leistung inakzeptabel
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Im Vergleich zu anderen Konzert DVDs leider ziemlich bescheiden. Zum einen sind gerade einmal 8 richtige Songs auf der DVD - andere Künstler schaffen es für das selbe Geld auf 15-30 Stücke! Auch die stimmliche Qualität des Konzertes ist reichlich bescheiden.

Eigentlich sehr schade, da GNR für mich eine der besten Bands aller Zeiten ist. Da hätte man sich schon etwas mehr Mühe geben können....
Enttäuschend
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Vorab: Ich bin echter Guns'N'Roses Fan! Slash ist einer der Gründe warum ich mir eigene Gitarren gekauft habe!

Aber: Die DVD überzeugt weder durch Klang noch durch eine ausgefeilte Show! Die Jungs rocken zwar durch die Show, aber weder kommt anständig was aus den Boxen noch kann man sich das schrille Gequäke von Axl reinziehen! Im Studio sind die Jungs einfach besser! Das hört sich nicht besser an, als eine Coverband!
Einzig Paradise City kann durch Intro und Slash punkten.

Also: Wer kein absoluter Fan ist und wirklich alles von den Jungs sammelt, sollte besser die Finger weg lassen.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Skin and Bones

Skin and Bones von Foo Fighters

Audio CD von Rca Int. (Sony BMG)
Preis bei Amazon: EUR 17,95, Angebote ab EUR 6,09

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2006
Zoom ± Produkt-Bild: Skin and Bones

Tracks:

  • Razor
  • Over And Out
  • Walking After You
  • Marigold
  • My Hero
  • Next Year
  • Another Round
  • Big Me
  • Cold Day In The Sun
  • Skin And Bones
  • February Stars
  • Times Like These
  • Friend Of A Friend
  • Best Of You
  • Everlong

Aus der Amazon.de-Redaktion


Semiakustisch gibt sich eine der Modern Rockbands auf diesem Live-Mitschnitt, welcher Ende August 2006 in Los Angeles entstand. Die 15 Songs bieten, mit Schwerpunkt auf Stücke aus In Your Honour (2005), einen (Best-Of-)Querschnitt durch die fünf Foo-Fighters-Veröffentlichungen seit ihrem Platten-Debüt 1995. Treffend, die Kritik der Washington Post über diesen Abend: "Unplugged, unerschrocken, unvergesslich!"
Vorneweg, für Chronisten: Sechs Lieder entstammen dem In Your Hand-Bestseller ("Razor", "Over & Out", "Another Round", "Cold Day In The Sun", "Friend Of A Friend", "Best Of You"), vier von The Colour And The Shape ("Walking After You", "My Hero", "February Stars", "Everlong"), einer aus There Is Nothing Left To Lose ("Next Year"), einer von Foo Fighters ("Big Me") und ein weiterer von One By One ("Times Like These"). Dazu gibt es das (neue) Titelstück sowie Marigold. Die von den Foo Fighters erstmals auf Tournee gespielte Dave-Grohl-Komposition ist B-Seite der Nirvana-Single Heart-Shaped Box (1993)! Personell verstärkt wurden Dave Grohl (Gesang, Gitarre), Chris Shiflett (Gitarre), Nate Mendel (Bass) und Schlagzeuger Taylor Hawkins (Ex-Alanis Morissette) an den drei Abenden im Pantages Theater durch Petra Haden (Violine, Gesang), Tochter des renommierten Jazz-Bassisten Charlie Haden, dem ehemaligen Wallflowers-Keyboarder Rami Jaffee, Percussionist/Vibraphonist Drew Hester sowie dem Foo-Fighers-Gründungsmitglied und einstigem Nirvana-Tour-Gitarristen Pat Smear.
War schon eine CD ihres In Your Honour-Bestsellers akustischen Songs vorbehalten, so ging es im Anschluss an die Welttournee zum aktuellen Album ab Ende 2005/Anfang 2006 auf eine kleinere Unplugged-Gastspielreise durch die USA sowie Australien im Herbst, gefolgt von einigen Auftritten im US-Vorprogramm von Bob Dylan. In welchen differenzierten, aber zugleich intensiven Arrangements die achtköpfige Band nun binnen 73 Minuten die hier veröffentlichten Lieder präsentiert, ist schlichtweg beeindruckend. Obwohl zum Teil erstmals (!) in bislang ungehörten "Akustik"-Versionen, steht das Resultat doch stets ganz im Einklang mit dem CD-Titel, welcher übersetzt soviel bedeutet wie "Haut und Knochen". Derartig auf ihre Essenz konzentriert, zeigt sich, wie Songs nur durch ihre pure, ursprüngliche Substanz jenseits jeglicher rein elektrischer Instrumentierung begeistern können!
Da Videos zu ihren Singles in der Geschichte der Foo Fighters von Anfang eine große Bedeutung hatten, erscheint die vorliegende CD - um fünf Tracks (On The Mend, Still, See You, What If I Do?, Ain't The Life) und Features erweitert! - auch als DVD. Diese ist nach Everywhere But Home (2003) und dem Booleg Stage Actors (2004) die dritte in der Band-Diskographie. Sowohl das eine als auch andere Medium lohnt die Anschaffung, weil in jedem Fall außergewöhnlich gute, handgemachte Musik geboten wird! Thomas Hammerl

Produktbeschreibung


SKIN AND BONES
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Das geht unter die "skin" und in die "bones"!!!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieses Album ist einfach ein Pflichtkauf für alle, die die FFs auch nur ansatzweise mögen.

Gefühlvoll, authentisch & einfach nur GEIL.

Best of You klingt HIER noch mal besser als die Studio-Version und das muss schon was heißen!!!!!!!!

Jeder der die Acoustic Songs auf In Your Honor nicht mochte, wird sie hier lieben. So ging es auch mir, denn sie klingen auf diesem album einfach BESSER.

KAUFEN!!!!!
Schön...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
...die Foos auch mal auf diese Art erleben zu können. Dave Grohl zeigt, dass er nicht nur Dave Gröhl ist und singt treffsicher und melodiös, mit Höhen und Tiefen die Nummern der Band, die teils von sich aus ruhig waren (wie die der zweiten CD von In your Honour) oder die eigens für dieses Set zu akkustischen Versionen umgeschrieben wurden (wie Times like these oder My Hero). Dabei gibt es auf diesem Album kein Lied, dass ich als "Hänger" bezeichnen würde. Einfach ein schönes Album zum Hinsetzen, Anhören und sich der Musik verlieren. Klasse!
Katastrophal emotionslos
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Als Foo Fighters-Fan bin ich maßlos enttäuscht von diesem Album. Es ist lustlos, ohne Gefühl und rockt nicht die Bohne. Teilweise sind die hier vorgetragen Versionen so kommerzig und seicht, was manche wohl mit gefühlvoll verwechseln, dass es wirklich eine Qual war, die Platte zu bis zum Ende durchzuhören. Es gibt ja wirkliche starke unplugged-Alben, dieses hier gehört nicht dazu. Hört Euch lieber die neue Scheibe (Echoes, Silence, Patience & Grace) an, die macht wieder Spaß. Aber von dem Ding hier: Finger weg!
Richtig gut!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das Album "Skin and Bones" der Foo Fighters ist ein kleines Meisterwerk. Über (Musik-)Geschmack lässt sich bekanntlich vortrefflich streiten, aber ich kann dieses Unplugged-Album nur jedem Freund von "Live-Alben" wärmstens empfehlen.
ICH LIEBE ES!!!!!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Diese cd bzw. dieses meisterwerk muss man einfach haben! Man kann es einfach immer und immer wieder hören. Mir kommt sogar vor, dass di cd mit jedem mal hören besser wird...obwohl das eigentlich fast unmöglich ist!!

aufjedenfall kaufen...stellt nirvana unplugged meilenweit in den schatten!
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Made in Japan 25th Anniversary

Made in Japan 25th Anniversary von Deep Purple

Audio CD von EMI (EMI)
Preis bei Amazon: EUR 13,45, Angebote ab EUR 6,99

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Januar 1998
Zoom ± Produkt-Bild: Made in Japan 25th Anniversary

Tracks:

Disk 1
  • Highway Star
  • Child In Time
  • Smoke On The Water
  • The Mule
  • Strange Kind Of Woman
  • Lazy
  • Space Truckin'
Disk 2
  • Black Night
  • Speed King
  • Lucille

Produktbeschreibung


MADE IN JAPAN 25TH ANNIVERSARY

Aus der Amazon.de-Redaktion


Nach dem fetten Sound zu urteilen, mit dem Deep Purple auf ihrem klassischen 72er Set mit "Highway Star" loslegen, ist klar, daß diese Band aus einer Ära stammt, die Größe im Sound zu würdigen wußte. Ritchie Blackmores Gitarre und Jon Lords Keyboards beherrschten die Abende auf der Japantournee des Quintetts und gaben der Band von Anfang bis Ende eine Dichte, die vom harten und lauten Beat des Schlagzeugers Ian Paice zusammengehalten wurde. Auf dieser Tour, mit ihrem damals neuesten Studiowerk Machine Head im Gepäck, schwelgten Deep Purple in einigen großartigen, in die Länge gezogenen Improvisationen, welche im Hauptset meist die 10 Minuten Grenze überschritten und mit der inzwischen legendären Live-Rezitation von "Space Truckin'" abgerundet wurden. Dieses Live-Opus wird mit Recht von vielen als Meilenstein in der Geschichte des Hard Rock angesehen. Es ist ein Dauerbrenner. --Andrew Bartlett
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Einzigartig
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Deep Purple auf "Made in Japan" ist eines der, ja, schönsten Alben aller Zeiten.
Was an Deep Purple besonders begeistert ist die stilistische Gratwanderung, besonders bei Stücken wie "Space Trucking", ein geradezu impressionistisches Werk (Wer macht den Zeichentrickfilm dazu???) in dem man das klapprige Raumschiff vor dem inneren Auge durch das Weltall rangieren sieht. Die Futuristen der 20er Jahre hätten ihre Freude daran gehabt.

"Space Trucking" bietet mit seinem 2-Minütigen (und den restlichen 18 Minuten) furiosen, "apokalyptische Reiter" Orgel/Schlagzeug-Duett den avantgardistischen Höhepunkt aller Deep Purple-Werke. Es ist dieser immer wieder durchschimmernde Avantgardismus der Deep Purple (allerdings nur bis 1974!!!) die besondere Würze gibt. Dionysischer, rauschhafter Avantgardismus von hohem Befriedigungswert. Da wäre für junge Musiker, die bei o.g. Duett weitermachen, wo Deep Purple gewissermaßen aufhörte, eine spannende Ausgangsbasis. Besonders die immer originellen Klänge der Instrumente die zu der Zeit noch ohne die breiige, alles verkleisternde (über-)Komprimierung auskommen, die aus jeder "Rock"-Scheibe Dosen-Futter machen. Experimentierfreude und eine fundierte musikalische Vielseitigkeit machen dieses Album (und andere DP-Alben bis 1974) anders als viele andere Alben.

Spannend dass bei aller Lautstärke eine große Dynamik herrscht, also laute und leise Passagen, eine stetige Metamorphose, herrliche inspirierte Imrovisationen auf spannendem Gerüst. Das Duett (noch einmal) ist gleichzeitig brachial und federleicht, ephemer, zerbrechlich... Wenige Musiker schaffen diese Verbindung selbstverständlich einzugehen (es gibt sie aber z.B. einige Stücke von emerson, Lake & Palmer, frühe Genesis etc.), in der Klassik noch am ehesten, von der Deep Purple, mit Jon Lord, ja einen großen Posten in sich haben. Obwohl "Space Trucking" mehr "Kunst" ist als die Orchesterwerke von Jon Lord.

Ein Album das mir nach 35 Jahren immer noch besser gefällt, je älter ich werde und je öfter ich es höre... Befreiend, berauschend, einzigartig...!
Göttlich...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
HI!

kA, wo meine erste Rezension hin is, also schreib ich einfach eine neue :)

Das beste LiveAlbum ever!!!

Gillian singt sowas von genial hier.... (kein Wunder, da war er noch was jünger ;) ) *göttlich*
Paice haut an den Drums RICHTIG rein! Hört man schön beim Song "The Mule (Drum Solo)"
Blackmore geht auch sowas von ab!! Bin zwar mehr der MorsreFan, aber Blackmore spielt einfach anders, und auf diesem Album ist es ebenfalls *göttlich*
Lord geht auch ab wie Schmitz' Katz
und Glover is wie immer cool am Bass (den man aber leider nur bei "Smoke on the Water" richtig hört)

ALSO: KAUFT DAS ALBUM!!! :D

bye,TheDude.
Und 10 Sterne sind noch zu wenig
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe es nie verstanden, warum Deep Purple zu diesem Zeitpunkt der Durchbruch in Amerika verwehrt blieb. Musikalisch ist diese Band eine absolute Einheit. Alle Musiker sind Profis ihres Faches. Leider hat die MK II Formation durch ewige Streitereien unter den Musikern ein schnelles Ende gefunden. Weiterhin vestehe ich auch nicht, dass Led Zeppelin stets als erste Band des Hard-Rock Genres genannt wird. Deep Purple waren für mich mit den Alben "In Rock", "Fireball" und "Machine Head" Led Zeppelin absolut ebenbürdig.
"Made in Japan" hat für mich keine einzige Schwachstelle. Die Aufnahme klingt so frisch und lebendig, als hätten die 3 Konzerte letzte Woche stattgefunden. Unter den Live Rock Alben bleibt es für mich unerreicht. Das Album hat mich bisher 36 Jahre meines Lebens begleitet - und mit Sicherheit kann ich sagen -, dass es mir weitere Jahre Freude bereiten wird ohne langweilig zu werden.
MUST HAVE
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Einfach genial, diese Aufnahmen. Ich kenne bislang keine LP oder CD, die mich immer wieder so fesselt. Diese CD macht glücklich, gute Laune, lässt einen Luftgitarre spielen, die Live-Atmosphäre ist fühlbar, du bist dabei....

Freunde, besser geht nicht!
Die Mutter aller LIVE Alben
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
eigentlich ist ja schon alles gesagt und geschrieben worden, aber auch ich möchte hier vor diesem Geniestreich meinen Hut ziehen.
Ich kenne keine andere Band - ausgenommen LED ZEPPELIN vielleicht - die es schaffen, Ihren Songs mit jeder Live Performance soviel Ausdruck und Kaft zu verleihen.
Dieses hier ist wahrlich ein aussergewöhnliches Tondokument.

Ich selber habe DEEP PURPLE live zum ersten Mal in der MK II Besetzung 1993 in Köln zu Ihrer "A BATTLE RAGES ON" Tour gesehen. Und dieses Konzert war eines meiner besten Konzerterfahrungen. Gänsehaut.

Wer dieses Album nicht kennt hat definitiv etwas verpasst.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Feel the Noize - Greatest Hits

Feel the Noize - Greatest Hits von Slade

Audio CD von Polydor (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 3,94

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Januar 1997
Zoom ± Produkt-Bild: Feel the Noize - Greatest Hits

Tracks:

  • Get Down And Get With It
  • Coz I luv you
  • Look wot you dun
  • Take me bak 'ome
  • Mama weer all crazee now
  • Gudbuy t'Jane
  • Cum on feel the noize
  • Skweeze me pleeze me
  • My Friend Stan
  • Everyday
  • Bangin' Man
  • Far far away
  • How does it feel
  • In For A Penny
  • We'll Bring The House Down
  • Lock Up Your Daughters
  • My oh my
  • Run run away
  • All Join Hands
  • Radio Wall of Sound
  • Merry xmas everyone

Produktbeschreibung


FEEL THE NOIZE/VERY BEST OF SL
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Sehr gute "Best of (21 Classic Hits)" dieser britischen Gruppe,
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
die Anfang der 70er Jahre ihre großen Erfolge hatten. Von den Tantiemen des Songs "Merry Xmas Everybody" können die vier ältere Herren bestimmt immer noch sehr gut leben. "Get Down And Get With It" fetzt auch heute noch richtig gut und die anderen Hits, wie z. B. "Mama Weer All Crazee Now", "Cum On Feel The Noize", "Far Far Away" und "My OH My" bestechen nicht durch geistreiche Texte, sondern durch Hammerriffs und exzellenten (Party) - Gesang. LAUT hören, staunen und abrocken !!!
Ein Muß für jeden Fan der Rockmusik
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieser Sampler enthält Hits der Mega-Band Slade aus den frühen 70ern bis ins Jahr 1991. Etwas schwach vertreten sind die 80er Jahre, aber die größten Erfolge My oh My und Run Run Away sind vorhanden. Die Stücke sind remastered und wirklich ein Muß für die Sammlung eines jeden Fans. Auf jeden Fall kaufen!
Bisher beste Compilation!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
SLADE bedeuteten für mich als Teenie der Einstig zur Rockmusik, und allein dafür bin ich der Band ein Leben lang dankbar!
Diese Kollektion ist der bisher beste Versuch, alle großen Hits von Slade auf eine CD zu zwängen. Leider entfallen die Singles, die es nicht in den Top 20 schafftgen, es aber durchaus verdient hätten
(wie z.B. Thanx for the memory, We'll bring the house down etc.)
Doch da täte eine 2 (oder gar 3?) CD-Collection Not, um alle Singles unterzubringen.
Dies in einem schönen Booklet mit raren Fotos und Songcredits, aber wovon träume ich Nachts...? ;-)
Bis dahin, hier zugreifen!
Komplette Sammlung - Tonqualität empfehlenswert
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Eine vollständige Sammlung der großen Erfolge.
Im Gegensatz zu "Wall of Hits" ist das Material besser überarbeitet (falls es bei "Wall of Hits" überhaupt bearbeitet wurde). Klar, ab und an rauscht es, aber zum Beispiel "Far far away" klingt hier wesentlich besser Tonumfang und Kanaltrennung betreffend. Der absolute Hifi-Hörgenuß kann auch von dieser Scheibe nicht befriedigt werden, in Anbetracht der betagten Songs dürfte das aber auch kaum zu schaffen sein.
Sehr gut gefällt mir die chronologische Anordnung der Songs (ausser "Merry x-mas everybody"), was für meinen Geschmack bei einem Hitsampler auch sehr viel Sinn macht.
Der Mehrpreis für diese Scheibe ist zwar heftig, lohnt aber.
Gute Zusammenstellung - Hard-Rock Singles
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Was macht heute noch das Besondere an Slade aus. Es gab eine Unzahl an harten Rock Bands in den späteren Jahrzehnten, aber gerade Slade hat einen gewissen Charme, der mit alten Erinnerungen verbunden ist.
1971 und 72 war die Hitparade meist voll mit deutschen Schlagern und melodiösen Songs wie Middle of the Road. Da war es für viele Kinder und Teens (die sich noch nicht für LPs und Deep Purple interessierten) ungewohnt, diese lauten Hard-Rockklänge in so hohen Chartpositionen erstmals zu hören.
Die Gruppe lebte von der schneidenden Stimme Noddy Holders, den lauten Gitarrenriffs und der Violine (manchmal). Die Texte waren absichtlich voller Schreibfehler und Cockney-Slang und verrückt, aber irgendwie doch zugänglich und positiv. Es war - zum Glück - noch nicht die Zeit der neurotischen und lebensfeindlichen Texte einiger Gruppen der späteren Zeit. Sie verbreiten trotz des agressiven Sounds eine gute Stimmung.
Anspieltips "Take me bak ome" (der lauteste Kracher in den Charts im Urlaub 1972), "Mama we all crazy now", "Merry Christmas" (das seither zur Weihnachtszeit unzähliger Male jedes Jahr wieder im Radio zu hören ist).
Die große Zeit von Slade war von 1971 bis 74, wo sie permanent in den oberen Plätzen der Charts waren. Welche Heavy-Gruppe bis heute kann das von sich behaupten? Dann wurde es etwas still um die Engländer, viele betrauerten dies, so sehr hatte man sich an Sweet und Slade gewöhnt. Diese CD zeigt, daß Slade auch Talent für softere Songs hatten, die auch gut im Ohr bleiben ("My oh My"). Für die heute schon Älteren ein Muß und auch eine Infoquelle, was die Gruppe später noch so gemacht hat, sie hatten ja durchaus noch den einen oder anderen kleiner Hit.
Als weitere CD von Slade empfehle ich "Slade - Alive" ein mitreißendes Livedokument mit intimer Atmosphäre von 1970.
Thomas Richter
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Master of Puppets

Master of Puppets von Metallica

Audio CD von Vertigo (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 15,45, Angebote ab EUR 7,97

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 2003
Zoom ± Produkt-Bild: Master of Puppets

Tracks:

  • Battery
  • Master Of Puppets
  • The Thing That Should Not Be
  • Welcome Home (Sanitarium)
  • Disposable Heroes
  • Leper Messiah
  • Orion
  • Damage, Inc.

Produktbeschreibung


MASTER OF PUPPETS

Aus der Amazon.de-Redaktion


Master of Puppets, ein Meilenstein des Metal, gilt als Metallicas bestes Album (und es ist auch das letzte mit Bassmann Cliff Burton). Macht und deren Missbrauch sind die zentralen Themen dieser intelligenten, tiefgründigen Songs, die mit Vollgas daherkommen. Wobei letzteres nicht heißt, daß es sich um kurze Stücke handelt: Die acht Titel des Albums erstrecken sich über eine Stunde; umso bemerkenswerter, daß nicht ein einziges Mal Langeweile aufkommt. Sowohl bei den Texten als auch bei den Melodien überzeugt Metallicas Zugang zum gewählten Thema: "Welcome Home (Sanitarium)" ist aus der Sicht eines Insassen einer geschlossenen Anstalt geschrieben; "Master of Puppets" handelt vom Triumph und Selbsthaß derer, die ihre Macht mißbrauchen, während "Disposable Heroes" die Dinge aus der Perspektive eines Soldaten wiedergibt.
Jeder, der von Metallica nur das kennt, was gewöhnlich im Radio läuft, sollte sich diese Platte anhören. Die Überraschung ist garantiert. --Genevieve Williams
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Der dritte Streich auf annähernd gleichem Niveau
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Unglaublich hoch haben sich Metallica die Messlatte mit den beiden legendären Vorgängern "Kill 'Em All" und "Ride The Lightning" gelegt. So hoch, dass es - zumindest aus meiner Sicht - nicht möglich war, sie zu überspringen. Genauso ist es auch gekommen...

"Master Of Puppets" übertrifft meiner Ansicht nach die beiden extrem starken Vorgänger nicht, aber das exorbitante Niveau wird gehalten. Im Songwriting ist eine deutliche Veränderung hin zu noch mehr Details zu hören, was nur eine konsequente Fortsetzung des von Beginn an eingeschlagenen Kurses ist. Damit ist die grobe Marschrichtung vorgegeben. Eine weitere - sehr starke - Verbesserung von Gesangsleistung und Produktion ist ebenfalls zu bemerken, was den Songs sehr gut zu Gesicht steht.

Am Beginn der Platte steht allerdings mit "Battery" ein sehr einfaches, punkig-thrashiges Stück, das unglaublich nach vorne geht. Besser kann man ein Album kaum einläuten, der Song ist dank des einprägsamen Intros auch live zur Konzerteröffnung fantastisch geeignet. In eine ähnliche Kerbe haut der Rausschmeißer "Damage Inc.". Dazwischen gibt es mit "Welcome Home (Sanitarium)" eine grandiose, für Metallica typische Halbballade mit intelligentem Text, mit "Orion" ein sehr gutes Instrumental (das aber nicht ganz an das Meisterwerk auf diesem Gebiet, "The Call Of Ktulu", heranreicht) und mit "Disposable Heroes" einen komplexen Thrasher in Überlänge, der allein schon aufgrund der tollen Gitarrenarbeit auf Anhieb zu gefallen weiß. Alles andere überragend ist natürlich der Titeltrack, wohl eines der besten und abwechslungsreichsten Stücke, die die Band je geschrieben hat. Von der harten Strophe über den Mitschrei-Refrain bis hin zu den doppelläufigen Gitarren-Leads im Mittelteil stimmt an dieser Nummer einfach alles, in meinen Ohren der Höhepunkt des Schaffens der Jungs aus der Bay Area (lediglich "One" und "The Four Horsemen" kommen da einigermaßen hin). Was man der Truppe auch noch zugute halten muss, sind die sehr guten, kritischen Texte, die vor allem im Titeltrack, "Welcome Home (Sanitarium)" und "Disposable Heroes" vom Hocker reißen.

Weniger begeisternd, aber immer noch über dem Durchschnitt liegt für mich "Leper Messiah", das zwar ein sehr gutes Solo hat, aber ansonsten mehr schlecht als recht zünden will, was im Vergleich zu den vorangegangenen Nummern allerdings auch schwierig ist. Schwer zu bewerten ist für mich außerdem "The Thing That Should Not Be", ein tonnenschwerer Groover, der live zwar sehr gut kommt, auf Platte aber nie so richtig Fahrt aufnimmt. Das Stück ist zwar nicht schlecht und weit vom Totalausfall entfernt, nur wirklich glücklich werde ich damit auch nicht - das ist jedoch Meckern auf hohem Niveau.

Letztendlich habe ich also in der ersten und zweiten Hälfte der Platte jeweils ein Stück, das ich nicht als so perfekt empfinde (gemessen am Rest der Nummern) - damit ist für mich "Ride The Lightning" der beste Output von Metallica. Für 5 Sterne reicht das bei mir immer noch, wenngleich auch nicht ganz so klar wie bei der 1984er Göttergabe. Ohne mein heutiges Wissen um das, was Metallica in den folgenden 2 Jahrzehnten machten (von dem mir einiges gefiel, einiges nicht...) hätte ich vielleicht sogar einen Stern abgezogen.
das vorletzte wirklich gute Metallica-Album
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Faszinierend. Als ich in der 9. Klasse war, hat mir ein Kumpel dieses Album ausgeliehen und mir hat es damals nicht gefallen. Zu Metallica bin ich über den Umweg des Black Albums gekommen, das ja eigentlich gar nichts mehr mit den alten Metallica-Sachen zu tun hat. Mir hat es damals aber noch sehr gut gefallen. Auf alle Fälle habe ich mir dann irgendwann mal die Mühe gemacht, mir auch die älteren Sachen genauer anzuhören und - oh Wunder - während Nothing else Matters mit jedem Mal hören mehr und mehr verloren hat, haben mir die älteren Sachen immer besser gefallen. Welches der drei ersten Alben nun das Beste ist, darüber läßt sich streiten. Ob das "Justice"-Album an die ersten drei herankommt (meiner Meinung nach nicht, weil Cliff Burtons Bass fehlt) auch. Aber Master of Puppets ist in jedem Fall ein Meilenstein der Metalgeschichte. Das geht los mit dem Opener Battery, der gleich einmal zeigt wo es langgeht. Master of Puppets ist vielleicht sogar der beste Metallica-Song. Sanatorium ist ebenfalls ein absoluter Kracher und Orion sowieso (ich mochte die Instrumentals von Metallica schon immer; einschließlich Pulling Teeth auf Kill em all). Fazit: Vielleicht das Beste Album von Metallica.
Das beste Metal-Album aller Zeiten!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Nach einem Monat Dauerrotation der wirklich geilen "Death Magnetic" wird's mal wieder Zeit für DAS Metallica-Götteralbum schlechthin:

MASTER OF PUPPETS!!!!

Werte Freunde der Stromgitarrenmusik, auch nach 22 Jahren gibt es keine andere Scheibe, die mich immer noch so fesseln kann wie diese Großtat. Die MOP ist die perfekte Metal-Scheibe und somit der Maßstab für jedes Album davor und danach. Eine "Reign in blood" ist sicher deutlich brutaler, eine "Back in black" hat sich häufiger verkauft, die "Number of the beast" oder "Kill em all" sind historisch wohl wichtiger, die "Operation Mindcrime" komplexer, die "Ride the lightning" einfacher zu konsumieren, aber die MOP ist einfach das beste aus allen Welten. Hart, brutal, komplex und doch ungemein eingängig. Die Songs sind ohne Ausnahme großartig und jeder für sich ein Klassiker! Hier gibts keine schwache Sekunde, keine Füller. Ein Album wie ein Tornado. Wenn er über dich weggezogen ist, bist du Metallica-Fan.

Einzelkritik:

A-Seite (für alle Alt-Fans...):

1. Battery: Schon das legendäre Akkustik-Intro treibt mich zum Wahnsinn, dann die hyperfett produzierten Gitarren (ich weiß, heute macht man das noch viel brutaler...) und ab geht die Luzie. Einer der besten Thrasher aller Zeiten. 11 von 10

2. Master of puppets: Vielleicht der beste Metal-Song aller Zeiten. Mucke UND Text perfekt. Abwechslungsreich, brutal und ein göttlicher Refrain. Wer diesen Killer nur einmal live erlebt hat, weiß was ich meine... Alle singen:
Come crawling faster - Obey your master - Your life burns faster - Obey your master - Master
12 von 10

3. The Thing That Should Not Be: YES! Zündet nicht unbedingt beim ersten Hören, ist aber die Mutter aller tonnenschweren Metallica-Hymnen. Zähflüssig, kochend heiß und alles niederwalzend wie Lava. Was ein Riff.
11 von 10

4. Welcome Home (Sanitarium): Die typische Metallica-Halbballade. Nicht, daß Fade to black oder One schlecht wären, aber das hier ist einfach die beste (ich kann vor lauter Kopfschütteln und Gröhlen kaum tippen...) Einfach göttlich und zig mal besser als Nothing else matters.
Es beginnt ruhig, irgendwie bedrückend (selten haben Musik und Text besser zusammen gepaßt...), dann ein vollkommen geniales Break, eine Tempoverschärfung, die im absoluten Finale Furioso gipfelt. Einfach ein perfekter, einzigartiger Metalsong, der von niemandem niemals wieder getoppt werden kann. Will man einem Außerirdischen Heavy Metal erklären, reichen diese 6.27 Minuten.
12 von 10

Ohne Witz, ich hatte damals Tränen in den Augen als ich diese vollkommen epochale A-Seite das erste Mal durch hatte... 1986 war ich aber auch erst 16 und deutlich fanatischer (hysterischer?) als heute... :o))

B-Seite:

5. Disposable Heroes: DER Brutalo-Killer. Treibend, komplex und zeitweise ultraschnell. Wer sich Thrasher nennt, wird hier vollkommen ausrasten. Selbst Slayer haben in ihren besten Tagen keinen ähnlich intensiven 8 Minüter auf die Reihe bekommen...
11 von 10

6. Leper Messiah: Rhythmisch vertrackter, aber möderisch treibender Headbanger, der sich ab dem Solopart zum genialen Semi-Thrasher steigert. Nicht der eingängiste, aber am meisten unterschätze Track der MOP.
10 von 10

7. Orion: Instrumental. Alleine schon wegen Cliff Burton eine Pflichtnummer. Ok, Ktulu ist noch ein bißchen besser...
10 von 10

8. Damage Inc.: Letzte Kräfte mobilisieren für das Grande Finale. Und was für eines... Thrash pur. Das Break bzw. Riff vor dem wahnsinnigen Solo ist ähnlich geil, wie das von Raining blood. Mehr braucht man wohl nicht sagen... Besser geht es nicht mehr!
11 von 10

Im Schnitt ne glatte 11...;o))

Die besten Tracks, die besten Soli, Hetfield in nie wieder erreichter Form, ein göttlicher Cliff Burton, für die damalige Zeit ein ultrafetter Sound und selbst Ulrich trommelt alles in Grund und Boden. Es war damals schon klar, daß dieses Album nicht mehr getoppt werden kann. (Burton hin, Burton her...) Und dieses Niveau wurde auch bis heute nicht mehr erreicht. Basta, Ende, Fertig!

11 von 10
Metallica's Eintrittskarte für den Olymp.
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Damals als Metallica noch durch und durch eine Thrash Metal-Band waren, war dieses Album der Höhepunkt ihres Schaffens. Meiner Meinung nach gab es zwar mit "...And Justice for All" noch ein Album das zumindest genauso gut war, aber die "Master" ist nichtsdetotrotz ein absolutes Meisterwerk. Metallica tun hier eigentlich nur was sie bis dahin immer gemacht haben: Harte, schnelle Thrash-Riffs, geniale Gitarrensolos, kritische Songtexte, usw. Aber bis dahin hatten sie sich soweit weiterentwickelt das dieses Album nicht nur ein Geniestreich wie die beiden zuvor, sondern ein absolutes Überalbum wurde. "Master" ist der zweite Teil einer Album-Trilogie, die sich mit einem Thema beschäftigen. Auf der "Lightning" war es der Tod, später auf "Justice" sollte es Ungerechtigkeit sein und auf "Master of Puppets" geht es um Machtmissbrauch/Unterdrückung/Abhängigkeit. Machtmissbrauch durch Kriegsgeile Offiziere (Dis. Heroes), Unterdrückung durch Sekten (Leper Messiah) und Abhängigkeit von Drogen (Titeltrack). Doch all diese Zustände werden schließlich mit "Damage Inc." in Schutt und Asche gelegt.
Cliff Burton gibt auf seinem leider letzten Album vor dem Busunglück nochmal alles. Und James Stimme wird immer reifer und er lässt das Kreischen sein. Es fällt auf das immer mehr ruhige und harmonische Teile in die Songs einfließen. Für Thrash-Fans schlecht, weil natürlich weniger Härte geboten wird, trotzdem ist dieses Album immer noch hart genug und gerade wegen der ruhigen Passagen ein Meilenstein, der den Namen auch verdient hat.

Titelbewertung:
Battery: Fantastischer Auftakt! Mit ruhigen Akustikgitarren fängt der Song an nur damit er zu einem der härtesten Thrashsongs von Metallica wird. (5/5)
Master of Puppets: Zweifellos eins ihrer besten Stücke! Der Song ist schon geil genug, aber wenn der absolut himmlische Mittelteil einsetzt ist man hin und weg! Genial! (5/5)
The Thing that should not be: Düsterer, langsamer Song mit mächtig Groove. (4/5)
Welcome Home (Sanitarium): Schöne, typische Metallica-Ballade. Ist live noch besser! (5/5)
Disposable Heroes: Ein Hammerriff nach dem anderen in diesem Thrasher. Allerdings ist er etwas lang. (4/5)
Leper Messiah: Sehr geile Midtempo-Nummer, die gerade im Mittelteil nur noch geile Riffs hat und auch das Solo ist vom feinsten. (5/5)
Orion (Instrumental): Respekt an Mr. Burton. Bei diesem Instrumental ist mal wieder alles dabei. Tolle Riffs, Soli und vor allen Dingen ein weiterer himmlischer Mittelteil. Fantastisch! (5/5)
Damage Inc.: Ähnlich dem Opener. Harter Thrashsong mit geilen Riffs! Sauberer Abschluss! (5/5)

Metallica haben mit "Master of Puppets" definitv einen absoluten Meilenstein des Thrash Metal abgelegt. Darüber muss man nicht diskutieren. Sie haben bewiesen das Thrash Metal nicht nur 60 Minuten hartes Geknüppel sein muss sondern auch melodisch und vielseitig sein kann. Mit diesem Album hatten sich die vier Jungs aus Kalifornien bereits auf den Olymp befördert, auch wenn der finanzielle Erfolg erst später eintrat.
Kaufempfehlung für alle die Metallica auch nur ein bisschen leiden können und naürlich für alle, die Metal in Perfektion hören wollen.

R.I.P Cliff Burton
must have album
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Diese Album gehört ohne Zweifel zu jenen, die in eine gute und annähernd vollständige CD-Sammlung gehören. Im Gegensatz zum legendären "Black" Album sind Metallica hier noch nicht dem Mainstreamzwang erlegen, klingen ursprünglicher, schneller und aggresiver, als es in späteren Alben der Fall ist. Das mag nicht jedem gefallen, jedoch gibt ein Vergleich beider Alben sehr schön die Entwicklung wieder die diese gefeierte Band im Laufe der Zeit gemacht hat.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Black Roses

Black Roses von the Rasmus

Audio CD von Vertigo Be (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 6,00

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Black Roses

Tracks:

  • Livin' In A World Without You
  • Ten Black Roses
  • Ghost Of Love
  • Justify
  • Your Forgiveness
  • Run To You
  • You Got It Wrong
  • Lost And Lonely
  • The Fight
  • Dangerous Kind
  • Live Forever

Aus der Amazon.de-Redaktion


Drei Jahre hat sich die Band um Sänger Lauri Ylönen Zeit gelassen, um einen ebenbürtigen Nachfolger für das letzte Album Hide From The Sun zu präsentieren. Und das ist der Band aus Finnland über weite Strecken mit Black Roses auch gelungen, auch wenn die immer stärkere Hinwendung zu poppigen Melodien, die schon auf dem letzten Longplayer zu beobachten war, nicht jedem Fan vorbehaltlos zu Begeisterungsstürmen hinreißen dürfte. Trotz der extremen Eingängigkeit der elf neuen Nummern und dem verstärkten Einsatz von Keyboards, Synthersizern und Samplern verzichten The Rasmus aber nach wie vor nicht auf kernige Gitarrenriffs und sorgen so dafür, das die musikalische Bodenhaftung nicht verloren geht. Für die Produktion verpflichtete das Quartett Desmond Child (Kiss, Bon Jovi, Alice Cooper), der nicht nur für den klanglichen Feinschliff sorgte sondern sich auch als Songwriter einbrachte. So entstand die erste Single Livin In A World Without You mit seiner tatkräftigen Mithilfe. The Rasmus setzen bei fast allen Songs auf ein opulentes Klangbild und aufwendige Arrangements. Zu den Höhepunkten zählt neben dem Titel Ten Black Roses vor allem das rockige, mit einer unwiderstehlichen Melodie gesegnete Ghost Of Love sowie Dangerous Mind, das ein wenig an die Anfangstage der Band erinnert. Aber auch die Kunst, perfekte Balladen zu schreiben, beherrschen sie perfekt, was sie zum Abschluss mit Live Forever eindrucksvoll beweißen. Mit Black Roses liefern The Rasmus erneut ein extrem bodenständiges Album ab, ohne größere Überraschungen. -- Norbert Schiegl

Produktbeschreibung


BLACK ROSES
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Ein überraschend gutes Album
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ich muss zugeben, dass das letzte Album eine absolute Enttäuschung war. Ob es nun an den beiden gelungenen Vorgängern "Into" & "Dead Letters" lag, kann jeder selbst beurteilen der diese Alben besitzt. Für mein Teil bin ich äußerst skeptisch an das neue Album herangegangen. War doch beim letzten Album "Hide From The Sun" alles im "In The Shadows" Stil und meiner Meinung zu lieblos produziert, so erkennt man an diesem Album das genaue Gegenteil. Schon beim ersten Anhören der CD wurde ich von "Black Roses" im Gesamtpaket positiv überrascht. Kaum ein Song ist misslungen, abgesehen von "Ten Black Roses" und "Dangerous Kind". Als neutraler Beobachter dieser CD bleibt eindeutig festzustellen, dass dieses Album eine Mischung von Into und Dead Letters hat. Empfehlenswert sind die tiefgängigen Lieder wie "Ghost of Love" & "Justify". Aber auch der Rest, welcher von mir noch nicht erwähnt worden ist, ist zu empfehlen. "The Fight" sticht dabei am meisten heraus. Fängt der Song doch ungewöhnlich hart an, endet er im typischen The Rasmus Pop-Rocksound.

Als Fazit kann man eindeutig sagen, dass The Rasmus sich weiterentwickelt haben und sich vom "In The Shadows" Stil verabschiedet haben. Wenn sie so weiter machen, dürfte der Erfolg auch wieder nach Deutschland zurückkehren. Schlecht ist das Album keineswegs, auch wenn der Mainstream das größtenteils anders betrachtet. Was diesem Album fehlt, ist das gewisse etwas, welches "Dead Letters" oder "Intro" hatten.
Nicht enttäuscht...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
...wird man von diesem langersehnten Album.
Es ist in jedem Fall genauso gut, wenn nicht sogar besser als die Vorgänger. Alle Lieder sind richtig, richtig gut!
Vor allem Ghost of love^^
Also: Es lohnt sich!
Super Album
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Noch besser als wie das letze Album, klasse Songs absolute Ohrwürmer.
Das Album läuft bei mir hoch und runter.
Sage nur absoluter Pflichtkauf.
gut, besser, black roses
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Eigentlich geht es mir nur darum, zu zeigen, wie sehr mir das neue Album von The Rasmus gefällt. Denn im Großen und Ganzen haben meine Vorposter bereits alles Wichtige erwähnt.
Dieses Album bekommt von mir auf jeden Fall 5 Punkte. Seit ich das Album besitze läuft es bei mir rauf und runter. Und ich kann immer noch nicht genug davon bekommen. Ich kann noch nicht einmal behaupten, dass mir ein Lied gar nicht gefällt. Und das will mal etwas heißen. Insgesamt haben sie sich zum letzten Album stark verbessert. Und darüber bin ich sehr froh! Damals war ich doch von einigen Liedern etwas enttäuscht.
Aber zurück zu Black Roses! Super gut gelungen!!! Meine persönlichen Lieblingslieder sind u.a. Live forever, Ten black roses, The fight, Dangerous kind, You got it wrong,...! :)
Und noch kurz zur DVD! Auch wenn es "nur" englische Untertitel sind, ist die DVD doch sehr unterhaltsam und gibt einen schönen Einblick in die Entstehung des Albums und die Hintergründe. Und mal ehrlich, die meisten dürften des Englischen mächtig sein...!
Danke an The Rasmus für dieses geniale Album und macht weiter so! Ich freue mich auf das Konzert nächstes Jahr!
Wieder ein super Album
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Black Roses bietet gewohnten The Rasmussound, viele schöne Rocksongs und auch das eine oder andere ruhigere Lied.
Letzteres wäre Live Forever. You Got It Wrong und The Fight gehören hingegen zu den härteren. Manchmal wird es sogar elektronisch.
Insgesamt gibt es also wieder viel Abwechslung.

Die Bonus DVD, der Spezial Edition, ist sehr informativ. Sie ist auf finisch mit englischen Untertiteln, deutsche gibt es leider nicht.

Fazit: Black Roses ist für jeden The Rasmus Fan ein Muss und auch für alle anderen emphelenswert.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: American Idiot

American Idiot von Green Day

Audio CD von Reprise (Warner)
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 4,00

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 2004
Zoom ± Produkt-Bild: American Idiot

Tracks:

  • American Idiot
  • Jesus Of Suburbia
  • Holiday
  • Boulevard Of Broken Dreams
  • Are We The Waiting
  • St. Jimmy
  • Give Me Novacaine
  • She's A Rebel
  • Extraordinary Girl
  • Letterbomb
  • Wake Me Up When September Ends
  • Homecoming
  • Whatsername

Produktbeschreibung


AMERICAN IDIOT
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Danke George!
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Wir, die wir in unserer gesamten Karriere nicht einen politischen Song geschrieben haben, die wir uns seit der Gründung auch nicht einmal politisch, oder in irgendeiner Form zum gegenwärtigen Tagesgeschehen geäußert haben; wir, deren Songs sich immer zuverlässig unter der 3 Minuten-Grenze bewegten und deren textliche Hauptbestandteile immer nur Mädchen, Drogen und Abhängen waren und die wir auf das Image des unreifen Rotzlöffels immer größten Wert gelegt haben, schmeißen plötzlich ein Konzeptalbum über die Ungerechtigkeit der amerikanischen Innen-, Außen-, und Sozialpolitik auf den Markt, kleiden uns wie Zuhälter, machen in Interviews plötzlich auf seriös und drehen richtig teure und episch aufbereitete Videos: Und das alles nicht etwa, nachdem George Bush 2000 ins Weiße Haus gewählt wurde, sondern 5 Jahre danach, als alle Welt schon gegen Bush war und Interpreten wie Ministry, Jello Biafra und sogar die Dixie Chicks den Weg zum musikalischen Bush-Bashing freigemacht haben - und damals noch echte Anfeindungen ertragen mussten.

Nun gut, die Verspätung dieses Protestalbums ist kein faires Argument; besser spät als nie, kann man da sagen, aber wenn man sich diese Scheibe anhört, dann fällt einem doch wieder auf, dass ein weiter Graben liegt, zwischen ernsthafter politischer Agitation durch künstlerische Betätigung und bloßem Agitprop, der an die niedrigsten Instinkte appelliert, und für den sich konsequenterweise immer eine verlässliche Fangemeinde von pickeligen Kindern im Rüpelalter finden, die zwar keine Steuern bezahlen und noch bei ihren Eltern wohnen, aber schon angeblich genau darüber bescheid wissen, dass wir "vom System" ausgebeutet werden.

Um es klar zu sagen: Wenn man rein nach dem musikalischem Mehrwert geht, dann ist "American Idiot" (herrlich subtiler Titel übrigens) ja gar nicht schlecht; was mich nur abstößt, ist die Selbstgefälligkeit, das Gewollte und nicht Gekonnte dieser Musik: Vom aggressiven Eröffner, mit dem man auf zukünftigen Touren Konzerte eröffnen wird und die Massen zum Kochen bringt, über die gefühlsduselige Ballade eines gewissen Boulevards, zu den sage und schreibe zwei Liedern, die die 9-Minuten-Grenze überschreiten, trieft diesem Album die Gier und die Gewissheit auf den kommerziellen Erfolg aus allen Poren. Die Jungs von Green Day haben mit diesem Album nichts riskiert, sie sind auf den fahrenden Zug aufgesprungen, als Bush hassen schon Michael Moore reichgemacht hat, und haben politische Opposition zu einem harmlosen Massenartikel reduziert, das man nach dem selben Prinzip zu sich nimmt, wie Kaugummi aus einem Automaten.

"American Idiot" ist das höchste der Gefühle für eine Zielgruppe, die noch nie in ihrem Leben eine Zeitung gelesen hat, aber kann auch nur irgendjemand, der sein 16. Lebensjahr schon hinter sich hat, dieser einstündigen Anhäufung von Vereinfachungen, banalen und veralteten Einsichten (Textauszug: "a nation controlled by the media") und politischen Halbstarkenphantasien, mehr als 3 Sterne geben? Ich sage nein.
Seit "Dookie" hatten Green Day einen massiven musikalischen Durchhänger, der drei Alben lang anhielt. Nach dem schauderhaften "Warning" dachte man schon an eine Auflösung der Band: Mit "American Idiot" führten sie die Charts an füllten auf der ganzen Welt wieder die Hallen und dürfen sich nun sage und schreibe sechs Grammys ins Regal stellen - das alles haben sie indirekt nur dem Mann zu verdanken, den sie hier dreizehn Songs lang runterputzen.
Punkrock, whatever
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich muss meinem Vorredner in einem Recht geben: "Boulevard of broken dreams" und "Wake me up when September ends" sind auf gar keinen Fall "Punkrock-Hymnen" (häääähh??? Punk = schnell + schmutzig), bestenfalls etwas schönes balladenartiges, schlimmstenfalls fast schon kitschig.

Aber egal. Solange es nicht in Überdosis kommt, kann ich mir das anhören. Dass das Zeug die Trötkiste hoch und runter gespielt wird, verdirbt es einem auf Dauer, aber dafür kann Green Day nichts. Der stärkste Song ist "Holiday", fühlt sich eigentlich jemand anderes dabei auch ein bisschen an "The Wanderer" von Iggy Pop erinnert? Aber auch egal, erstklassige Nummer.

Was auch das Album erstklassig macht ist, dass es vom ersten bis zum letzten Song herausragend komponiert ist. Es sind auch ein paar sperrigere Sachen dabei, die aber definitiv Rock der ersten Liga sind. Mit Punk hat das Ganze nur noch manchmal zu tun ... Mainstream sicher (im guten Sinne, als dass es einer Menge Leute gefälllt) aber eben auch einfach Hölle gut.

Ein anderer Vergleich der vielleicht hilft: Was die Hosen mit "Auswärtsspiel" abgeliefert haben ist in etwa das, was Green Day mit "american idiot" abliefert: Das beste Album der "reiferen" Phase, immer noch knackig rockig (und manchmal punkig), aber nicht mehr so fix und dreckig wie die früheren Sachen.
Eine wirklich gute Scheibe
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Also man muss sagen, dass Green Day was wirklich Gutes vorgebracht haben. Dieses Album ist geradezu eine Geschichte, die man gerne hören möchte. Natürlich kann man das Album und jedes seiner Stücke als Einzelne sehen, doch irgendwie bilden die 13 Songs ein Ganzes.
Der 1. Titel haut dann schon mal auf den Putz, eines meiner Lieblingslieder der CD. Was mich ein wneig gestört hat waren nun mal die sher langen Lieder, da mein MP3 Player das nicht so mochte... aber gut, sind einfach klasse.
Tolle CD!
Nach wie vor ein gutes Pop-Punk-Album
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ja, ich mag Green Day. Dazu muss man stehen. Immerhin haben mich ihre früheren Werke (von "1039" bis hin zu "Nimrod") durch meine Jugend begleitet, und das sind immer noch gute Alben. Spätestens mit "Warning" versuchten Green Day dann, erwachsen zu klingen. Diesen Versuch kann man nicht unbedingt als geglückt ansehen, denn so prall war dieses von vielen Akustikgitarren durchzogene Album dann doch nicht. 2004 kam dann das "Comeback" mit "American Idiot", welches ein voller Erfolg wurde. Die Songs sind im Schnitt wieder flotter, die Texte allerdings nicht mehr so kindisch. Gut, es ist einfach, auf der Anti-Bush-Welle mitzureiten, aber das funktioniert nun einmal (und ist immer noch besser als eine Pro-Bush-Welle). Die Stücke sind immer noch recht einfach gehalten, Ausnahmen bilden da die zwei fast je zehn Minuten langen "Jesus Of Suburbia" und "Homecoming", welche in mehrere Teile aufgesplittet sind. Dass ein Teil von erstgenanntem Stück genau wie "Ring Of Fire" klingt, ist verzeihlich. Mit "Holiday" liefern Green Day sogar eines ihrer besten Lieder überhaupt ab, und sogar die Halbballade "Boulevard Of Broken Dreams" hat den Test der Zeit bestanden. Denn obwohl die Nummer überall rauf- und runtergedudelt wurde, hängt sie mir immer noch nicht zum Halse raus. Nicht jeder Titel auf "American Idiot" ist ein Volltreffer, aber dennoch kann das Album absolut überzeugen.
Eine weihnachtliche Überrasching !!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Hey, hatte eigentlich die CD fü