|
| |
|
Das Genie und der Wahnsinn
DVD von GOM |
ProduktbeschreibungGOM Das Genie und der Wahnsinn, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 01.04.08 5 Kundenrezensionen:Ein Film, der seinem eigenen Anspruch gerecht wird 4 von 5 PunktenÜber Kunst und die Abgehobenheit von Künstlern ist schon viel geschrieben und gesagt worden. "Das Genie und der Wahnsinn" packt die Kunstkritik an ihrem Unterhaltungswert. Da ist ein Vater, der mit seinen beiden Kindern ins Kino geht und einen Film anschauen muss, der nur noch "Botschaften" und "wichtige" Aussagen enthält, der jedoch in keiner Weise mehr unterhaltsam ist. Der von seiner Impulsivität bestimmte Vater will sein Geld zurück. Das bekommt er auch, jedoch erst nach einer kleinen Reise durch die Welt der Stars und Sternchen. Er wird zum Mitautor eines Films. Natürlich wird dieser Film ein reiner Actionfilm und ohne große Aussage. Die Kritik lobt den Film. "Das Genie und der Wahnsinn" macht aus der Kritik an Kunstfilmen keine abgehobene Kritik, es ist einfach ein unterhaltsamer Film. Wer mehr erwartet, karikiert sich selbst. Und das ist wiederum genial. klasse 5 von 5 Punktenda ich fan von dänischen filmen bin hab ich diesen film blind gekauft.... ich bereue es nicht,denn die dänen haben einen ausgezeichneten geschmack für humor...... zum film selbst .....eine komödie die sich hinter "adams äpfel" nicht verstecken muß.....klasse darsteller .....ulrich thomsen,nicolaj lie kaas...und hinter der kamera steht ein bekanntes gesicht...thomas villum jensen,jedem fan nordischer filme bekannt aus "in china essen sie hunde 1&2".....wir sind doch nur die köche:)..... mehr davon Genial und wahnsinnig 5 von 5 PunktenFreunde von Adams Äpfel und Dänische Delikatessen aufgepasst. Diesmal wird die dänsiche Filmszene auf den Arm genommen! Das Genie und der Wahnsinn ist auch wieder so ein Humorkracher aus Dänemark, der mit einer tollen Story und großartigen Darstellern den Zuseher in seinen Bann zieht. Ulrich Thomsen (Adams Äpfel) und Nikolaj Lie Kaas (Dänische Delikatessen) sind wieder mal grossartig! Mich hat der Film köstlichst amüsiert! Absoluter Kauftipp!! gut, aber es geht auch besser 4 von 5 Punkteneine inhaltsangabe erspare ich mir jetzt mal, da ja herr hitzges schon so nett war, eine zu verfassen. ich selbst bin ein großer fan dänischer filme & habe mir auch diese dvd gekauft. die geschichte ist wie in dänischer manier üblich wunderbar durchgeknallt und exzellent gespielt. lie kaas und thomsen gehören nicht umsonst zu den topschauspielern aus unserem nachbarland. die gags sitzen und langeweile droht nie aufzukommen. den kauf wird man also nicht bereuen müssen. trotzdem möchte ich vor allem "einsteigern" die wahren filmperlen ans herz legen (die großartigen dogma-filme lasse ich dabei mal außen vor): "adams äpfel" und "dänische delikatessen" für diejenigen, die es skurril & boshaft mögen - "flickering lights" und "in china essen sie hunde" für diejenigen, die zusätzlich auch etwas mehr brutalität vertragen können. denn ganz ehrlich, wenn ich die wahl zwischen einem dieser filme und "das genie und der wahnsinn" hätte, dann fiele mir die entscheidung recht leicht: letzteres kann warten. Zum Filmemachen geboren. 4 von 5 PunktenDer Filmemacher und Exzentriker Claus Volter hat mit seinen hochtrabenden Ansprüchen einen Flop gelandet. Rauhbein Tonny trifft das besonders hart, denn er hat für einen Nachmittag das Besuchsrecht bei seinen beiden Kindern und wollte mit ihnen im Kino eine gute Zeit verbringen. Doch Claus Film findet weder das Verständnis von Tonny noch den von seinen Kindern. Er will sein Geld zurück und geht soweit, sich direkt an Claus zu wenden. Dabei kommt es zu einem Unfall, bei dem Tonny verletzt wird. Sein geschickter Anwalt kann erreichen, dass Tonny beim nächsten Film als gleichberechtigter Regisseur mitwirkt. Für Claus eine Katastrophe, aber für das Filmteam und den Film selber letztendlich ein Segen. Der Nonkonformist hat seine eigene Vorstellung von einem guten Film und bringt alles darin ein, was er seit Kindheitstagen zu sehen wünschte. Der Film wird ein Erfolg für alle, auch für Tonny, denn er lernt bei den Dreharbeiten mit seiner eigenen Gewalt besser umzugehen. Der Film erzählt die Geschichte der Resozialisierung zweier Exzentriker, die gemeinsam einen Film drehen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, auch in der Veränderung der beiden Regisseure. Ein unterhaltsamer Streifen über eine originelle Wiedereingliederung in die Gesellschaft. |
|
|
Opium - Tagebuch einer Verrückten
DVD von Ascot Elite Home Entertainment GmbH |
5 Kundenrezensionen:Eher fad und ermüdend 2 von 5 PunktenAlso das Cover der DVD verspricht viel mehr, als dann tatsächlich dahinter ist. Man bekommt einen Einblick, wie es eventuell in einem Irrenhaus um die vorige Jahrhundertwende zugegangen sein kann. Mit den Patienten wird nicht gerade zimperlich umgegangen. Was den Inhalt betrifft: Dr. Brenner kommt neu in die Anstalt; er ist Schriftsteller mit gerade andauernder Schreibblockade sowie morphiumabhängig und sexsüchtig. Ihm wird Gisella, eine junge (schreib)Besessene zugeteilt. Was für ein Zufall aber auch. Das Doktorchen denkt sich nun: die schreibt und schreibt und mir fallt nix gescheites ein, so nehm ich doch einfach ihre Bücher und verkauf sie als meine. Gesagt getan - vorher befreit er sie noch auf ihren Wunsch von ihrem Verstand, was ihr Vergessen ihrer sie quälenden Gedanken bedeutet. Ich fand es die ganze Zeit hindurch ziemlich fad, weil es auch überhaupt nicht darum ging, warum Gisella tatsächlich in die Klapsmühle kam (kranke Mutter nach Jahren der Pflege auf Geheiß des Bösen verhungern lassen...). Auf das wird nicht wirklich eingegangen. Warum hat sie den Schreibzwang? Was schreibt sie da eigentlich? Naja, ich fand's flach und ziemlich fad, nur die Sitauationsschilderung des Alltags der Irrenanstalt ist treffend mit Stimmungsbildern und dergleichen. Langweilig 1 von 5 PunktenWer vor hat den Film zu kaufen, sollte ihn sich erstmal ausleihen. Er ist ehr langweilig, auch wenn das Cover und der Trailer auf Spannung hinweist, ist er doch ehr zurückhaltent. Ich hätte mir mehr erwartet. Da aber die Meinungen bei filmen sehr unterschiedlich sein können, wäre es besser wenn sich jeder eine eigene meinung bilden würde! Liebesgeschichte mal anders! 5 von 5 PunktenProvokativ.Offen.Grenzenlos.Mitreißend.Authentisch. Dieses Psychodrama ist eine willkommende Abwechslung zu allen anderen Liebesgeschichten. Durchzogen von Horror und Wahnsinn, werden hier ganz andere Geschütze aufgefahren. Etwas vollkommen Unerhörtes wird erstaunlich offen erzählt. Dank atemberaubendem Set, der fantastischen Jung-Schauspielerin Kristi Stubo, und der Liebe zum Detail ist dieses Filmerlebnis sehr intensiv und prägend. Ohne große Erwartungen ging ich an diesen Film ran, vollkommen "geflasht" war ich nach dessen Ende! Auf jedenfalls sehenwert!# Ich hoffe er kann auch noch viele weitere Zuschauer verzaubern! Großes Kino. Angucken. Weniger als erwartet 3 von 5 PunktenIch habe diesen Film mit großen Erwartungen gesehen. Er wurde mir als anspruchsvoll empfohlen. Zweifellos besticht er durch seine Bilder. Er ist sehr poetisch. Letzlich beschränkt sich die Handlung aber auf einige wenige Punkte. Der Film bleibt enttäuschenderweise an der Oberfläche, lässt vieles offen und am Ende fühlt man sich unzufrieden. Es gibt kein eindeutiges Ende. Das mag ich an einem solchen Film nicht. Hier wurde es sich zu einfach gemacht. Ulrich Thomsen spielt großartig. Und er schafft es, kaum zu lächeln. Den ganzen Film lang. Auch der Chefarzt ist gut gespielt. Gizella finde ich zu aufdringlich. Aber vielleicht war das so gewollt. Letztendlich 3 Sterne für Opium. Was es ist. 3 von 5 PunktenOpium - das ist keine Liebssgeschichte, kein Softporno, kein Psychothriller und erst recht kein Horrorstreifen. Der Film erzählt von Macht, Abhängigkeit, Ausbeutung, er berichtet von hilflosen Charakteren, von verschwimmenden Grenzen zwischen Gesundheit und Krankheit, von der Geschichte der Psychiatrie und den Anfängen der Psychotherapie. Symbolgeschwängert bis zur Grenze des Erträglichen beeindrucken und strapazieren wunderbare Bilder und teilweise hochkomplizierte Dialoge den Betrachter. Ein vielschichtiger Film mit Tiefgang, zur harmlosen Unterhaltung denkbar ungeeignet. Aber: Etwas weniger dick aufgetragen hätte es auch getan. |
|
|
Das Erbe
DVD von SUNFILM |
ProduktbeschreibungDer Sprssling einer dnischen Stahldynastie hat vor Jahren Firma, Familie und Land verlassen. Jetzt lebt er in Stockholm und ist glcklich verheiratet. Nach dem Tod seines Vaters drngt die Mutter den verlorenen Sohn dazu, die Geschfte zu bernehmen, um die angeschlagene Firma zu retten. Trotz gegenteiliger Interessen akzeptiert er und sieht sich bald dazu gezwungen, drastische Manahmen zu ergreifen - ohne die Konsequenzen fr sein eigenes Leben abschtzen zu knnen... 5 Kundenrezensionen:Interessante Story, sehr ernst 4 von 5 Punkten- sehr gute Erarbeitung - sehr ernst gehalten - Gute Leistung der Darsteller - teilweise jedoch zu trocken ein Männer Leben brilliant gezeigt 5 von 5 PunktenIch würde sehr gerne mehr als 5 Sterne vergeben. Dieser Film ist vom Thema und von der Umsetzung her mehr als nur gut. Er trifft. Und berührt. Ein Mann, der Erbe einer Firma, MUSS das Amt des Firmenbosses übernehmen. Und leidet daran. Egal, was es ihn "kostet", er fühlt sich in der Pflicht. Wie in dem Film "ein guter Hirte" wird gezeigt, wie ein eigendlich sanfter, feinsinniger, gebildeter und verantwortungsbewußter Mann an einem hartem Leben bricht. Zu Stein erstarrt. Ulrich Thomsen zeigt, wie immer, sehr genau das Psychogramm eines ganz bestimmten Mannes. Man sieht, er kennt seine Geschlechtsgenossen und die vielfälltigen Ausführungen: Mann. Aber auch die anderen Schauspieler zeigen genau die Charaktere, die in so einem Schicksal vorkommen. Familien Loyalitäten zwingen Menschen in Leben, die sie freiwillig nicht gewählt hätten. Der eigendlich gute Wesenskern bringt manchmal gerade besondere Grausamkeiten hervor. Erst gegenüber sich selbst, dann gegenüber anderen. gute schauspieler, nicht ganz offensichtliche geschichte... 3 von 5 Punktender film *das fest* beleuchtet in einer rückblende das scheitern der beziehung eines glücklichen paares: christoffer *erbt* die verantwortung für die firma, die sein vater aufgebaut und später auch wieder knapp vor den ruin gebracht hat. der vater begeht selbstmord und die mutter verlangt von ihrem sohn, die firma zu retten und die leitung zu übernehmen. christoffer hat ganz offensichtlich bereits einen gescheiterten versuch hinter sich, sich in der firma zu etablieren. über die hintergründe erfährt man nichts, außer, dass christoffer quasi im seelischen notstand die firma verlies und sich nun außerhalb der firma in einem anderen land mit seiner frau maria ein neues leben aufgebaut hat und dort auch sehr glücklich zu sein scheint. zunächst einmal: mir wurde im ganzen film nicht so recht klar, aus welchem grund sich christoffer überhaupt dazu entscheidet, die marode firma doch wieder zu übernehmen und dieses erbe anzutreten - schon vorher ist klar, dass er damit seine frau vor den kopf stößt und auch seine schwester, da deren ehemann ulrich bislang offiziell als zukünftiger chef der firma gehandelt wurde. im grunde hatte ich den eindruck, dass christoffer ganz und gar unter dem scheffel seiner mutter steht, die zwar betont, dass christoffer der mann der stunde ist, der einzige mit dem biss, die firma wieder auferstehen zu lassen - und doch führt eigentlich sie die ganze zeit die regie und bestimmt, welche mitarbeiter (z.b. ulrich) und auch wieviele mitarbeiter entlassen werden. entlassungen hatte die bank zwar im zuge der sparmaßnahmen gefordert, doch es ist christoffers mutter, die eine harte gangart anordnet und noch mehr menschen arbeitslos macht, als selbst von den *bösen banken* überhaupt gefordert. somit zeigt sich christoffer im grunde von anfang an als eine person, die ganz und gar nicht dem bild vom starken macher entspricht, das die mutter in der öffentlichkeit von ihm zeichnet. im gegenteil: die mutter suchte einen handlanger und hat diesen in ihrem loyalen sohn wohl auch gefunden. vielleicht ist dies auch der wahre grund, warum der schwager so unverblümt ausgebootet wird - da hätte sie sicherlich nicht so leichtes spiel gehabt. auch im weiteren verlauf des filmes wird nicht so recht klar, warum christoffer diese familienbürde weiterhin schultert: die banken vertrauen durchaus auf den *nebenbuhler* ulrich und wollen christoffe anfangs gar nicht im boot haben und meiner meinung nach kann spätestens dann auch nicht mehr die rettung von 900 arbeitsplätzen der *edelmütige* grund c?s sein, die zügel in die hand zu nehmen. wie edelmütig die rettung *derer da oben* in wahrheit ist, zeigt allein die grausame geste der mutter, gleich 30-70 menschen mehr über die klinge springen zu lassen, als gefordert. und christoffel zieht, stirnrunzelnd zwar, aber letztendlich doch brav und ohne widerspruch mit. im laufe des films sagt christoffer seiner mutter sogar voraus, dass maria ihn verlassen wird, wenn er weiterhin so agiert, wie er es tut. hier wird nun endgültig klar, dass christopher sich längst entschieden hat: gegen seine frau und gegen seine familie und er geht auch sehenden auges in dieses unglück. als christoffer seiner frau erklären will, dass er das alles (die endlose arbeit, die wesensveränderung etc.) ja auch für sie tue - schließlich habe sie ja auch neulich das neue auto dankend angenommen, zeigt maria im gegensatz zu christoffer biss: nach ihren worten kann sie auf diese dinge sehr wohl verzichten - sie hätte lieber ihren mann zurück. nachdem christoffer sich am ende auch nicht an die vereinbarung hält, nach zwei jahren mit maria nach stockholm zurückzukehren, zieht maria den schlussstrich. selbst das gemeinsame kind, dass sie christoffer zum abschied (vielleicht als letzte geste der hoffnung?) nochmal in die arme gibt, stimmt ihn nicht um. ulrich thomsen spielt seine innere zerrissenheit großartig - betrinkt sich, verletzt sich - und ich frage mich, warum er frau und kind, die er doch offensichtlich über alles liebt gegen macht und mutti tauscht. vielleicht habe ich einfach das wesen der macht oder loyalität nicht begriffen - sollte eines von beiden der grund für sein handeln sein, so möchte ich diese gefühle niemals kennenlernen. da der film keine erklärung für diese existenzielle entscheidung christoffers liefert, vergebe ich auch trotz der gelungenen schauspielerischen leistung nur drei sterne. realitätsnah sind die geschilderten arbeitsbedingungen, wie sie heutzutage überall herrschen: banken fordern die streichungen von arbeitsplätzen und selbst langjährige betriebszugehörigkeit und firmenloyalität zahlen sich nicht aus, wenn im machtpoker die strippen gezogen werden. es ist zum weglaufen, wenn man sieht, wie sich die arbeiter nach der *gesundschrumpfung* darüber freuen, dass 27 kumpels wieder eingestellt werden - während die geschäftsleitung sich in frankreich in der prachtvilla bei hummer und schampus gegenseitig auf die schulter klopft. aber die quintessenz ist ja schnell gezogen: will man am markt bestehen, muss man auch als stahlhändler in europa von rang fünf auf rang eins. und das heißt garantiert: weiter fusionieren und weiter entlassen. Ein unauffälliges Meisterwerk! 5 von 5 PunktenAls ich von "Das Erbe" hörte, dachte ich an die wenigen anderen Filme aus Skandiavien, aus Dänemark vor allem. Dass neben anderem das Thema "Familie" und deren Strukturen gut dargestellt wird, interessiert an solchen Filmen. Es ist der Blick mit der Handkamera auf die Schauspieler. Die Protagonisten tragen die Szene, was mich an diesen Filmen so beeindruckt. Irgendwie kommt es so nämlich mehr auf die Geschichte an. Nach "Das Fest" von Vinterberg und "Idioten" von von Trier suchte ich nach einem ähnlich gutem Film aus Dänemark. Ich habe es in "Das Erbe" gefunden. In "Das Erbe" wird das Industriellen-Mileu gezeigt. Christoffer steht eigentlich zwischen den Stühlen. So ganz hineinghören tut er nie. Es schimmert auch das symbolische Verhältnis zwischen Kleinen und Großen immer wieder durch. Ein Film, bei dem ich öfter an Thomas Mann Verfilmungen denken musste. In Buddenbrooks ging es über Kaufmänner, hier eigentlich eher über Großindustrielle. Ein Meisterwerk! Zeitnah, man spürt die Luft, die da herrscht, in den Chefetagen und deren Familien... in diesen Etagen der Macht. Nach diesem Film werde ich sicher keine Aktiengesellschaft gründen wollen. Ich würde mich selbst kompromittieren, indem der Kapitalismus keinerlei Rücksicht oder Ausnahmen gestattet, als dass das Geschäft zählt. Es ist gut gelungen, die Auswirkungen sozusagen kapitalistischer Ordnungsprinzipien in Bezug auf das individuelle Leben aufzuzeigen ohne irgendwie moralisch sein zu wollen oder gar Anklage zu erheben. Sondern nur das sich verändernde Leben von Christoffer wird gezeigt. Wo man am Ende beinahe sicher der Meinung sein wird, wie man sich wohl selbst entschieden hätte, das Erbe anzunehmen oder abzuschlagen. Wenn da nur nicht so eine Stimme im Ohr läge, wie im Film in Form seiner Mutter oder sonstiger Verpflichtung. Verpflichtung. Bei einem Erbe ist das meist der einzig nennenswerte Haken bei der Sache. Wieder ein dänischer Film der Spitzenklasse 5 von 5 PunktenDen 5-Sterne Rezensionen ist nur noch der Verweis auf "Der Richter" hinzuzufügen, welcher dieselbe Problematik behandelt. |
|
|
Der Liebeswunsch
DVD von EuroVideo |
ProduktbeschreibungLIEBESWUNSCH 5 Kundenrezensionen:Aus den Fugen 4 von 5 PunktenWas löst man als Mann so aus, wenn man sich auf eine Affaire einlässt? Vor allem, wenn es um eine schwächere Frau geht, die zwar verheiratet ist und ein Kind hat, aber dennoch einsam ist und ihr Leben nicht im Griff hat? Wie schnell kann man dann ein Leben endgültig zerstören? Die vielleicht stärkste Szene des Films zeigt eine - wie so oft - wunderbar spielende Jessica Schwarz als Anja, eine junge Mutter, die in ihrer Ehe mit einem älteren, vor allem aber steifen und immer kontrolliert handelnden Mann alles andere als glücklich ist. Sie spielt in dieser Szene mit einer Maske und fragt sich, wie viel von diesem Leben mit sozialer Sicherheit, einem schönen Haus, einer Familie und Freunden eigentlich wahr ist. Tragen in diesem Film nicht alle Masken? Und ist Anja nicht die einzige, die dies merkt? Dass sich diese Anja auf eine Affaire einlässt, liegt deshalb wohl nahe. Dass dagegen der Mann, der ebenfalls verheiratet ist, sich darauf einlässt, das ist nicht ganz so klar. Der Film wird von seinem Ende her erzählt, und daher steht am Anfang dieser Mann in einer leeren Wohnung und fragt sich mit Recht, wie es zu der finalen Katastrophe kommen konnte. Der Film erzählt sich so in Form von Erinnerungen der Protagonisten. Eine Kette von Schlüsselszenen aus dem Leben der Beteiligten wird gezeigt, meist aber nicht immer chronologisch. Der Film gewinnt dadurch recht schnell an Fahrt; dass hier mehrere Jahre erzählt werden, fällt einem zuerst garnicht auf. Gelegentlich wird auch mit parallel erzählten Szenen gearbeitet. Rückblenden versetzen eigentlich immer Tiefschläge. Genau wie die blassen Farben dieses Films, die eine kalte, gefühlsarme Welt symbolisieren, in der diese Anja am Ende doch ein Fremdkörper ist, der sich verabschieden muss. So treffen dann die Folgen eines Ehebruchs die Ehebrecher. Aber der Film schwingt gerade nicht so die moralische Keule, die man nach dem Lesen dieser Inhaltsangabe erwarten würde. Oft diskutieren die Protagonisten über die Frage, ob dass alles, was hier erlebt wird, nicht doch einfach Schicksal, damit unabwendbar wäre. Die beiden Männer in diesem Spiel sind nicht ohne Grund Arzt und Jurist, zwei Berufe, die Menschen sehr stark prägen und in denen die beiden mit den Momenten klarkommen müssen, in denen Menschen krank sind oder scheitern. Als Juristen und Ärzte müssen sie diese Momente professionell managen. Und dennoch schaffen es beide nicht, ihr privates Leben wirklich auf die Reihe zu bekommen. Auch das Weiterleben kann nach den geschilderten Ereignissen eine Strafe sein. Amor fou reverse 4 von 5 PunktenDie Studentin Anja übernimmt den Job eines Haushüters bei dem Ehepaar Marlene und Jan. Dabei lernt Anja Leonard, ein guter Freund von Marlene und Jan kennen. Leonard ist Jurist, von Beruf erfolgreicher, anerkannter Richter und seinem Denken Materialist. Leonard umwirbt Anja und heiratet sie. Dadurch lernt Anja auch Marlene und Jan besser kennen. Von Marlene erfährt sie, dass diese zunächst mit Leonard leiert war und sich wegen Jan von ihm trennte. Auch Anja verfällt dem Freigeist Jan und verlässt Leonard. Der unstete Jan lässt keine gemeinsame Zukunft mit Anja zu. Anja begingt zu trinken und hat ihr Leben nicht mehr im Griff. Während Jan seine eigenen Wege geht, kommen sich Marlene und Leonard wieder näher. Anja wird zur Verliererin in dem Spiel der Erwachsenen. Die Handlung begingt mit dem Freitod von Anja und wird aus der Perspektive von Jan erzählt. Jenem Mann, der letztendlich diese Entscheidung auslöste. Der Film lebt von pittoresken Szenarien und filigranen Dialogen. Wie in einer griechischen Tragödie sind die Protagonisten ihrem Schicksal unterworfene Figuren, die einem höheren Schachspieler zu folgen scheinen. Dies wird besonders bei den drei Älteren deutlich. Nur Anja hadert mit dem Schicksal und zerbricht daran. Schlechtester Tobias Moretti Film! 2 von 5 PunktenIch bin ja ein totaler Tobias Moretti Fan, aber dies hier ist der schlechteste Film, den er je gedreht hat. Der Film ist langatmig, die Personen handeln merkwürdig und im Prinzip ist der ganze Film ein einziges Psychodesaster... Einer der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe - die DVD wird wohl in meinem Regal verstauben... zerplatze Träume und falsche Erwartungen 5 von 5 Punktendas Buch war schon ein Bestseller und die filmreife Darstellung dieser Crew ist absolut top. Ein leiser Film, der spannend unterhält, ohne große Actionszenen und Getöse auskommt. Die Tragödie spitzt sich langsam zu und erschüttert den Betrachter. Gefühlvoll und mitreißend. Ein Film für alle, die ihr Hirn nicht ausschalten, wenn Sie einen DVD - Abend einlegen. merkwürdiger Film 2 von 5 Punkten...weil ich nicht verstehe, warum die personen so handeln wie sie handeln. der film hat mich demnach nicht vom hocker gerissen. ich empfand ihn außerdem als sehr langathmig. |
|
|
Alien Teacher
DVD von Ascot Elite Home Entertainment |
ProduktbeschreibungA - Spielfilme A-Z - Alien Teacher 4 Kundenrezensionen:Vikaren - Großes Kino! 5 von 5 PunktenDer deutsche Titel "Alien Teacher" klingt ziemlich billig und so war ich zunächst eher skeptisch, was diesen Film anbelangt. Doch da ich großer ScienceFiction-Fan bin und zugleich auch einige Kinder- und Jugendfilme aus Skandinavien schätze, wollte ich mir diese Kombination nicht entgehen lassen. Das Ergebnis: viel besser als erwartet! Visuell hebt sich der Titel deutlich von diversen billigeren europäischen Jugendfilmen ab und wirkt stilistisch wie ein ausgewachsener Hollywood-Film, der den Sepia-Grünstich von Genre-Filmen der letzten Jahre sehr gut imitiert. Die Regie ist wirklich gelungen, auch die Jungdarsteller und ihre erwachsenen Kollegen spielen solide. Die Story ist zwar nicht völlig neu aber solide und erfrischend umgesetzt. Cooler Streifen, der für kleinere Kinder sicher ungeeignet ist, da er stellenweise ziemlich gespenstisch und gruselig rüberkommt und eine beängstigend-klaustrophobische Wirkung entfaltet. Die Bild- und Tonqualität der DVD ist überraschend gut und im oberen Spektrum dessen, was das Medium hergibt, anzusiedeln. Dennoch würde man sich gerade bei diesem Film eine HD-Version auf Blu-Ray wünschen, da der Film wohl erst dann seine volle visuelle Entfaltung finden würde. ab 6 Jahre? Nein 3 von 5 PunktenFSK 6??? Ich weiß nicht, wo die FSK Fuzzys bei diesem Film gewesen sind. Ich denke mal auf dem Klo. Gesehen haben sie ihn nicht, sonst würde diese hirnrissige Bewertung nicht zustande kommen. Ich bin ja nicht so FSK treu ergeben und drücke auch gerne mal ein Auge zu, aber hier ist es angebracht, andere darauf hinzuweisen, das FSK6 nicht zu empfehlen ist eher FSK 10 oder 12 (ich weiß es gibt kein 10). Also ich kann bei dieser Bwertung nur den Kopf schütteln. Vielleicht ist ja an sich dieses ganze FSK Kasperle Theater was für das Klo? grübel grübel... Frauen kommen von der Venus. Oder so. 3 von 5 PunktenSo sieht das also aus, wenn ein Spezialist für Erwachsenen-Thrill einen Kinderfilm inszeniert: phantasievoll, tempogeladen, stets auf der Seite seiner Protagonisten stehend ohne sich anzubiedern oder Realitäten zu verleugnen, was etwa kindliche Nettigkeiten untereinander angeht. Als eine neue Vertretungslehrerin eine dänische sechste Klasse heimsucht, ist Carl endlich nicht mehr der einzige Loser, das einzige Opfer: sie macht sie alle auf eiskalte, rücksichtslose Weise fertig, gibt jeden einzelnen Schüler vor allen anderen der Lächerlichkeit preis. Es scheint fast folgerichtig, dass ausgerechnet Carl damit die geringsten Probleme offenbart: er schluckt es nur stoisch, offenbar gleichgültig, wehrt sich nicht. Schließlich ist er es gewöhnt, dass man auf ihm herumhackt. Und schließlich zählt für ihn ohnehin nur die Erinnerung an seine Mutter. Die nicht tot, sondern nur irgendwo anders ist. Als Carl dann jedoch zufällig entdeckt, welches Geheimnis hinter der bösartigen Hexe steckt, ändert sich das: er muss dringend auch seine Klassenkameraden von seinen Erkenntnissen überzeugen. Nur wie tut man das, wenn man von allen grundsätzlich für einen Spinner gehalten wird? Und wenn der Gegner mit allen Wassern gewaschen ist? Und das ist er bzw. sie: die neue Lehrerin kennt alle Tricks, um insbesondere der Elternschaft gegenüber nicht nur unschuldig zu erscheinen, sondern sogar liebevoll, pädagogisch versiert, nur aufs Aller-, Allerbeste der Kinder bedacht. Hier beweist Regisseur Bornedal sowohl Menschenkenntnis als auch Lust an Perfidie: wie sich das Alienwesen in Gestalt von Ulla Harms ein ums andere Mal aus der Affäre zieht, ist schlichtweg genial geschrieben. Und man fühlt sich fast automatisch in die hilflose Haut der Kinder versetzt, wenn die Dame aber auch jeden Ansatz von Zweifel an ihr und ihren Methoden mit genau den richtigen Worten und Handlungen im Nu zerstreut. The Substitute, so der internationale Titel des Films (der nur in Deutschland einen anderen englischen Titel verpasst bekommen hat...?), macht über weite Strecken enorm viel Spaß und ist ideal geeignet, um in einen schönen Film-Nachmittag einzusteigen. Eine zwar absolut nicht neue, aber in ihrem Rahmen spannend gestaltete Story, fast nie nervende Kinderfiguren, glaubwürdige Dialoge, lustige Situationen ein Kinderfilm in diesem Genre kann kaum besser funktionieren. Ok, aber da der durchschnittliche Leser von amazon-Kritiken die sechste Klasse schon ein wenig länger hinter sich gelassen haben dürfte, muss man ganz ehrlich sagen: The Substitute ist nun wiederum auch kein Film, von dem man vollends begeistert sein kann. Wäre ja vielleicht auch ETWAS bedenklich, wenn unsere Erwartungshaltung der von 11-Jährigen entsprechen würde. So konnte ich manchmal eben doch nicht anders, als mir noch etwas mehr Bösartigkeit, Konsequenz oder auch einfach nur Tempo zu wünschen. Gerade im letzten Drittel verbleibt mir das Geschehen dann doch deutlich zu lieb, die Auflösung ist klamaukig und billig umgesetzt und es gibt eine ganze Reihe von Szenen, die man halt schon reichlich peinlich finden kann. Insofern: hey, es ist ein Kinderfilm, und als Kind wäre ich verdammt froh gewesen, so was Smartes vorgesetzt zu bekommen. Im fortgeschrittenen Alter reicht es aber doch nicht zu mehr als 6,5 von 10 Punkten. Unter anderem auch, weil Madame Lehrerin zwar grandios fies, aber für mich schon ZU klebrig-abstoßend und damit schwer erträglich gezeichnet ist. ein abgedroschener titel aber 5 von 5 Punktenein wunderbarer film. karl, dessen mutter gerade bei einem autounfall gestorben ist, bekommt eine neue vertretungslehrerin. nach und nach stellen er und seine klassenkameraden fest, dass sie eine ausserirdisches wesen in einer menschlichen hülle ist. die jagd beginnt, aber wer jagt nun wen? der film ist gruselig, spannend, mit abgefahrenem schwarzen humor der vielleicht nur von erwachsenen zu verstehen ist. ich würde sagen er ist ab 12, auch wenn kein blut fliesst...aber wer seine kinder gerne nachts im bett tröstet..... die gedanken von will smith in mib, dass seine lehrerin eine ausserirdische sein muss wird hier filmisch umgesetzt...wer adams äpfel mochte wird auch diesen film mögen. |
|
|
Nach der Hochzeit
DVD von Universum |
ProduktbeschreibungNach der Hochzeit DV 5 Kundenrezensionen:genialer film 5 von 5 Punktenin aller kürze: ein wirklich gelungener film und für alle freunde des dänischen films oder mads mikkelsens vorbehaltlos zu empfehlen! Absolut sehenswert !!! 5 von 5 PunktenEin wunderbarer Film. Er hat mit gutem Recht so viele Preise abgesahnt. Eine Gute Geschichte, sehr berührend ohne sentimental zu werden, grandiose SchauspielerInnen. Für mich einer der besten Filme in den Letzten drei Jahren. Großes Gefühlskino 5 von 5 PunktenNach der Hochzeit überzeugt durch hervorragende Darsteller, gekonnte Aufnahmen und viel Feingefühl!! Die Story ist spannend erzählt und überrascht mit unerwarteten Wendungen. Großes Gefühlskino ohne Kitsch!! Unbedingt anschauen!!! Sehr anspruchsvoll!!! Stille 5 von 5 PunktenNach dieser Film hat eine innere Stille mich noch lange begleitet. Ich bin tief beindruckt von dieser Film. Die Geschichte geht sehr unter die Haut und die Darsteller sind unglaublich gut. Während das Schreiben von diese Rezension kann ich auch nur schweigen und mir fehlen die Worte um diese großartige Fim zu beschreiben. Lese besser die andere positive Rezensionen....., ich kann nur eines empfehlen: kaufe diese Film und sei tief in der Seele berührt. Mit herzlichen Grüßen von eine Holländerin in Bayern Pia de Jong nö, nicht wirklich 1 von 5 PunktenNicht jeder Film, der aus Skandinavien kommt und in dem nicht wirklich was passiert, ist sehenswert. Hier wird eine ganz kleine, nichtssagende Geschichte auf ein zweistündiges Kinoformat aufgeblasen. Der stocksteife Hauptdarsteller ist offenbar nur zu einem Gesichtsausdruck in der Lage. Vielleicht leidet er aber auch an Gesichtslähmung, ich möchte nicht ungerecht sein. Nach Ende des Films war ich tatsächlich sehr nachdenklich. Aber nicht die Geschichte hat mich ins Grübeln gebracht, sondern wieso dieser Film soviel Zuspruch erfährt. Wahrscheinlich habe ich ihn nicht verstanden. Aber vielleicht hat der Kaiser ja auch überhaupt keine Kleider an. |
|
|
Adams Äpfel
DVD von EuroVideo |
ProduktbeschreibungEurovideo Adams Ã"pfel, USK/FSK: 16+ VÃ--Datum: 10.05.07 Amazon.deIn Adams Äpfel prallen ein Neonazi und ein Pastor aufeinander. Eine tiefschwarze dänische Komödie in bester britischer Tradition. Wer sich ein wenig mit dem dänischen Filmschaffen im neuen Jahrtausend auseinandergesetzt hat, wird zwangsläufig immer wieder über einen Namen stolpern: Anders Thomas Jensen ist als Regisseur und vor allen Dingen als Drehbuchautor für einen beachtlichen Teil der in Deutschland wahrgenommenen Filmproduktion unseres nördlichen Nachbarlandes verantwortlich. Von den Dogma Knallern Mifune, Open Hearts oder Wilbur bis hin zu den sympathisch-schrägen Komödien Blinkende Lichter, In China essen sie Hunde oder Dänische Delikatessen, Jensen hatte überall seine Finger mit ihm Spiel. Ein bemerkenswerter Output, zumal die genannten Filme nur einen kleinen Teil seines Schaffens wiederspiegeln. In Adams Äpfel nun, ist Jensen wieder hinter den Regiestuhl geklettert. Herausgekommen ist sein bislang stärkster Film. Es geht um den überzeugten Gutmenschen Ivan, ein Landpfarrer in der dänischen Provinz, dessen Barmherzigkeit vor nichts und niemandem Halt macht. Ivan resozialisiert in seiner Oase der Nächstenliebe überführte Straftäter. Als es den überzeugten Alt-Neonazi Adam, einen 40-jährigen Erbärmling, in Ivans Kirche verschlägt, sind die Rollen klar verteilt ? scheinbar. Doch in Anders Thomas Jensens Filmen kommt es häufig anders als man denkt. Schon sehr bald wird deutlich, dass Adam, der eigentlich unter der wohligen Behaglichkeit seiner Hitlerbildchen die Resozialisierungsmassnahme aussitzen will, der ignoranten Gutmütigkeit des Pastors nicht gewachsen ist. Alles an diesem Film scheint darauf ausgelegt festgefahrene Erwartungshaltungen auszuhebeln. Wenn etwa der apfelkuchenbackende Neonazi auf den Araber Kahlid (Ali Kazim) trifft, das Feindbild schlechthin also, verkehren sich die wohlerprobten, leidlich durchexerzierten Rollen des Arthaus Kinos. Der Araber ist weder Opfer noch hilflos, er stellt sich als dreister Tankstellenräuber heraus, der es gar nicht erwarten kann dem ?Schwuchtelstaat? Dänemark zu entkommen. Doch auch die weiteren Schäfchen aus Ivans Besserungsanstalt haben es in sich: ein dicker trotteliger Triebtäter, eine schwangere Alkoholikerin die ?in Indonesien für den WWF gearbeitet hat?; Figuren aus einem Houllebecq Roman oder schlimmeres? Nein, mitnichten. Das größte Verdienst von Adams Äpfel ist die geradewgs traumwandlerische Sicherheit, mit der Jensen auf der scharfen Klinge seines Humors zu spazieren versteht. Jeder bekommt sein Fett weg und am Ende gewinnt doch das Gute. Dass das lakonisch-schräge Lustspiel den jährlich vergebenen ?Kulturpreis der dänischen Pastoren? verliehen bekam ist vielleicht ein bisschen zu viel des Guten. Aber was will Jensen machen, er lebt schließlich im Mutterland der Libertinage. Thomas Reuthebuch 5 Kundenrezensionen:der wunderbare dänische Humor 5 von 5 PunktenOha, nun, wie ich es beinahe geahnt habe, hat mein Kommentar wieder einmal Überlänge. Naja. :) Ich konnte nicht anders. ;) Wir haben den Film in Reli gesehen (wir kamen aus dem Lachen nicht heraus) und da habe ich ihn mir gleich bestellt, weil er mich so begeisterte. Allein die verschiedenen Charaktere, die aufeinandertreffen und sich über die Geschichte hin verändern, machen den Film so interessant. Weil es wenige Personen sind, die im Mittelpunkt stehen, sind deren Charaktere umso mehr ausgeprägt und gestaltet. Da ist Ivan, der auf völlig absurde Weise alles verneint und leugnet, was schlecht ist, und dafür immer eine andere Erklärung findet, die in sein positives Weltbild passt, egal wie absurd sie auch sein mag - für ihn ist das die Realität. Genau das ist es, was Adam - einen gewalttätigen Neonazi, der in dieser Kirche eigentlich nichts will als die aufgedrängte Zeit dort totzuschlagen - an Ivan fasziniert und gleichzeitig schockiert. Aus der in seinen Augen lächerlich gestellten Aufgabe, einen Apfelkuchen zu backen, wird eine ernste Absicht. Außerdem versucht Adam alles - es ist ein regelrechter innerer Drang - um Ivans Weltbild zu verändern und ihm die harte Realität vor Augen zu führen, die Ivan seit Jahren so verbissen leugnet. Diese Entwicklung - das Verdrängen Ivans - ist eingetreten wegen eines Schicksals, das für einen einzigen Menschen schon kaum zu ertragen sein muss: Mutter bei der Geburt gestorben, vergewaltigt vom Vater, ein behindertes Kind, Frau und Schwester ebenfalls gestorben, und schließlich sogar eine tödliche Krankheit. Selbst für die offensichtlichsten Dinge - Gunnars Alkoholflaschen (oder auch: Hustensaft) und Khalids 17.000 in bar - findet Ivan eine harmlose Erklärung. Aber im Endeffekt läuft diese nur auf eines hinaus: Der Teufel testet Ivan. Das ist das, was er glaubt, um sein Schicksal erklären und ertragen zu können. Das Aufeinandertreffen der beiden Charaktere Adam und Ivan und deren Veränderung ist der Hauptpunkt und das Interessanteste an der ganzen Geschichte. Khalid, der die deutsche Sprache ja laut Ivan "tiptop" spricht und Strickmützen im Sommer trägt, weil er aus wärmeren Gefilden kommt, und Gunnar, der "seit xx Monaten trocken ist", sorgen ebenfalls für viele amüsante Momente. Doch in all dem Humor kommen der Ernst und die gut durchdachte Erzählstruktur der Geschichte nicht zu kurz. Ich finde es wahnsinnig interessant und berührend zu sehen, wie "böse" Menschen wie Adam und Khalid, der gerne mal ohne großes Nachdenken zur Waffe greift, von Ivans Schicksal berührt werden und doch so menschlich wirken können. Eine Beispielszene, als Khalid auf Esben und seine Kumpanen geschossen hat mit der Begründung: "Ich hatten Stress. Kann nix ertragen, dass Ivan traurig. Ist eines von diese scheiß Tage." Ich liebe den Humor in diesem Film - wunderbar trocken und so absurd, dass man nicht anders kann, als zu lachen und sich unzählige Sprüche zu vermerken. Meistens wechseln sich erschrockene Blicke und Lachen ab. Zum Beispiel, als Adam auf den gutmütigen Ivan einschlägt, der ohnehin schon am Boden liegt, ist man mehr als entsetzt und bedrückt. Als dann aber wenige Szenen später Ivan mit blutendem Gesicht und schiefer Nase den Raum betritt mit den Worten: "Ich fahr' mal ins Krankenhaus, wartet nicht mit dem Essen auf mich", kann man es nicht glauben, wie jemand SO sein kann. Dass Gunnar dann noch fragt: "Kommst du an `nem Laden vorbei?", macht es nicht gerade besser. Der Arzt, ein Mann der Wissenschaft, der die Wahrheit raushaut, trocken und unverblümt, lässt einen auch des Öfteren schockiert dreinblicken. "Ich muss hier weg. Dahin, wo die Menschen sterben, wenn sie krank sind, und nicht in irgendwelchen Gärten rumsitzen und Cowboy-Burger fressen, wenn sie eine Kugel in den Kopf gekriegt haben!" Auch eines meiner (langen) Lieblingszitate ist dieses hier, als Ivan und Adam bei Poul am Sterbebett sitzen: Ivan: "Hör auf zu jammern! Herrgott noch mal, mach es nicht schlimmer, als es ist! Jeder baut mal Mist, davon lassen wir uns doch nicht die Petersilie verhageln, oder?!" - "Du bist ja verrückt, Menschenskind." - "Wieso sagst du das, Poul? Wieso verdirbst du uns die gute Stimmung, wieso bist du so unverschämt zu mir? Wie du willst, von mir aus diskutieren wir darüber, was ich bin und was ich nicht bin, aber ehrlich gesagt, das muss jetzt nicht sein, wir sollten daran denken, was Gott sagt. Gott verzeiht alles, Poul. Gott verzeiht alles, Poul." Oder auch: "Kommt, kommt, alles, was Krach macht, wird abgegeben!" Manchmal möchte man Ivan schütteln und manchmal in den Arm nehmen, alles in allem hat man ihn einfach nur gern, genau wie es ja sogar bei Adam schließlich der Fall ist. Über die Synchronisation und die schauspielerische Leistung lässt sich nur sagen: tip top! Ich würde gerne weitere Filme mit Mads Mikkelsen sehen, weil er mich sehr überzeugt hat. Auch Ulrich Thomsens (Adams) Gesichtsausdrücke sind nicht zu verachten. Alles in allem habe ich selten einen Film gesehen, der mich so eingenommen hat, dass ich noch Tage später darüber lachen und nachdenken musste. Es kommen viele wiederholend auftauchende Symbole vor, nicht zuletzt in Bezug auf das Eingreifen der dritten Macht, die sich an der Geschichte beteiligt: zum Beispiel die Bibel, die ständig an derselben Seite aufschlägt und die Geschichte schließlich auf Umwegen zu einem guten Ende führt. Über die Interpretation und die Aussage des Filmes lässt sich streiten, doch man lernt in jedem Fall, dass Gott keinen Menschen hasst, auch wenn es so scheint. Und wie kreativ der menschliche Geist werden kann, wenn es darum geht, sich seine eigene Sicht der Dinge zu schaffen. Und wie veränderungsfähig wir sind. Das glaube ich zumindest. Alles andere, was man durch diesen Film gelernt zu haben glaubt, kann jeder für sich selbst überdenken. Ich werde weiterforschen und gucke den Film dafür auch gerne noch einmal. Oder auch öfter. ^^ :) DamDamAdam 5 von 5 PunktenDurchgeknallte Groteske mit Tiefgang und absurden, zum Lachen reizenden Spezialszenen. Sonderbar wie etwa "Magnolia". Aber sehenswert und unvergessen. Sensationell unkonventionell... 5 von 5 PunktenAuf die Handlung des Films will ich nicht weiter eingehen,ich kann nur jedem,der auf schwarze Komödien steht,raten,sich diese anzuschauen... Etwas derartiges habe ich nie zuvor gesehen,denn bei diesem Film kann man nicht wissen was als nächstes kommt;-) Es ist definitiv kein Film,der jedem gefallen wird und das macht ihn aus...der trockene dänische Humor ähnelt dem von "Dänische Delikatessen und "In China essen sie Hunde"...die ich auch sehr empfehlen kann. Schräg aber gut 5 von 5 PunktenEin mehr als schräger Film, den die Dänen uns hier präsentieren. Zugegeben, für eine Komödie bekommt man ziemlich viel Hirnmasse zu sehen - und doch ist der Film jede Minute wert. Fernab ausgetretener Hollywood-Klischees wird uns eine ungewöhnliche, mit mitreißende Geschichte erzählt, über einen, der sich überhaupt nicht bessern möchte. Im Gegenteil, der Skinhead Adam ist nach kürzester Zeit in der dänischen Landpfarrei entschlossen, den Pfarrer Ivan ins Verderben zu stürzen und von seiner positiven Lebenseinstellung frei zu schälen. Doch Adam beißt sich die Zähne aus - an Stellen, mit denen weder er noch sonst jemand gerechnet hätte. Überraschend, geistreich, ungewöhnlich, klamaukig - der Humor ist schwärzer als die CDU in einer Neumondnacht. Irre die Skandinavier 5 von 5 PunktenVorab: Ich bin ein großer Fan skandinavischer Filme und hatte auch dem entsprechend hohe Erwartungen. Ich wurde nicht enttäuscht! Hab ihn mir das erste mal mit ein paar Freunden, bei einem gemütlichen DVD-Abend, angeschaut... wobei wir vor lachen sowieso nur die hälfte des Films mitbekommen haben. Story: Vorhersehbar, aber keineswegs langweilig! zum Totlachen! DVD: nicht besonderes, keine erwähnenswerten Extras (vobei das bei dem Preis auch total unwichtig ist!) Kaufen! Kaufen! Kaufen! |
|
|
Flickering Lights
DVD von CINE PLUS |
ProduktbeschreibungFlickering Lights DV Aus der Amazon.de-RedaktionDer 40-jährige Kleinkriminelle Torkild (Soren Pilmark aus Lars von Triers Geister) hat die Nase voll vom Gaunerleben, hat ihm doch eben erst die Freundin wegen seines ehrlosen Lebenswandels den Laufpass gegeben. Zusammen mit seinen drei Kompagnons plant er einen letzten Coup und anschließend die Flucht ins sonnige Barcelona. Während Ersteres gelingt, endet die Fahrt in den Süden in einem heruntergekommenen Waldrestaurant in tiefster dänischer Provinz. Im Gegensatz zu vielen seiner dänischen Regie-Kollegen hat Mifune-Autor Anders Thomas Jensen in seinem Film Flickering Lights mit den strengen Gesetzen der Dogma-Reihe nichts am Hut. Mit einer geradezu entwaffnenden Ehrlichkeit richtet der Regisseur den Fokus auf das gar nicht so simple Eigenleben der Hauptcharaktere. Besonders gelingen ihm dabei die elegant eingefügten Rückblenden, die die Kindheitstraumata der vier Gangster mit einer großen Portion schwarzen Humors erklären. Wer Spaß an durchgeknallten Gangster-Filmen hat, wird mit Flickering Lights bestens bedient. Tierfreunde werden dagegen kaum auf ihre Kosten kommen: In wüsten Schießorgien werden Eichhörnchen, Kühe und anderes Getier gnadenlos niedergemäht. --Marc Osmers Amazon.de DVD-BewertungDa Flickering Lights durchaus Kult-Potenzial besitzt, ist es umso ärgerlicher, dass die DVD frei von jeglichen Extras angeboten wird. Für unentwegte Dänemark-Fans gibt es als Trostpflaster zumindest die Originalfassung (in Dolby Digital 2.0). Die Bildqualität ist angesichts einer kleinen Independent-Produktion überaus bemerkenswert. --Marc Osmers 5 Kundenrezensionen:Toller Film 4 von 5 PunktenWer nicht immer nur auf Hollywood-Schinken steht --> unbedingt diese Filmrichtung versuchen. Skurril und auch die Filme "Adam's Äpfel" und "Dänische Delikatessen" kann ich im Kombo-Paket empfehlen - hat mich auf eine neue Filmschiene gebracht - witzig, skurril, crazy - sehr gut gemacht! makaber, politisch inkorrekt, sehr schön 5 von 5 PunktenNein, dieser Film ist nicht schön, ja, dieser Film ist politisch absolut inkorrekt, und ja, er ist grandios. Ich schätze, man muss, wie schon für die anderen bekannten Dänemarkfilmen ( Dänische Delikatessen, Adams Äpfel etc.) einen bestimmten Humor mitbringen, sonst kann man sowas nicht sonderlich komisch finden. Ich allerdings habe wirklich sehr gelacht. Durchgeknallter Unsinn! 2 von 5 PunktenBin durchaus ein Freund skandinavischer Filme und genieße oft den anderen Humor, auch die angenehm un-amerikanische Dramatik. Dieser Film fällt jedoch durch, auch wenn es hier um Charaktere geht, die näher beleuchtet werden sollen. Alles sehr konstruiert. Die legendäre Olsenbande ist dagegen wenigstens herrlich unernst. Da ich die nordischen DVDs gern in Originalsprache mit deutschem Untertitel sehe, fiel auf, dass es nur ohne Untertitel klappt, was bei dem schnellen "Geschwätz" dann doch im Original überfordert. Schade - doch mehr als 2 Sterne wären echt zu viel. Super wenn man es mag 5 von 5 PunktenDieser Film ist klasse. Das heisst man muss den Dänischen Humor schon mögen. Lange ist es ruhig und die "paukenschläge" sind auf den Punkt gesetzt. Es ist recht schwarzer humor und makaber, die dialoge sind subtil aber passend und gut gesetzt. Hat bei uns Kinofans für nen wunderbaren abend Kurzweile gesorgt. Zudem ist die Bildqualität wirklich hervorragen! Wir nutzen zwar einen guten Upscaler aber dennoch was aus der DVD raus zu hollen war: Respekt! Super film, ungeeignete Veröffentlichung 3 von 5 PunktenDer Film an sich ist super, nur hat die DVD leider keine Extras (ist bei dem Preis zu verschmerzen) und keine Untertitel. Wem bittesehr nützt eine Dänische Tonspur wenn man keine Untertitel hat? |
|
|
Das Fest
DVD von ARTHAUS |
ProduktbeschreibungHotelier Helge feiert seinen 60. Geburtstag. Die ganze Familie, Freunde und Verwandte reisen an, um in dem schönen Landhotel den Festtag zu begehen. Aber wie so oft bei Familienfesten ist es hinter den Kulissen alles andere als idyllisch. Doch das soll die große Party nicht stören. Man setzt sich an die feierliche Tafel, und es kann beginnen. Christian, der älteste Sohn, hält die Eöffnungsrede und deckt völlig unerwartet ein düsteres Kapitel in der Familiengeschichte auf... Wie sein Kollege Lars von Trier "Breaking The Waves" verpflichtete sich der dänische Regisseur Thomas Vinterberg dem DOGMA 95, das oberflächliche Action verbietet. Mit verstörender Intensität inszeniert er ein Familienmelodram, dessen schonungslose Direktheit und scharfe Ironie die Brüchigkeit familiärer Strukturen aufzeigt. Auf dem Internationalen Filmfestival in Cannes 1998 wurde "Das Fest" mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Aus der Amazon.de-RedaktionIn Thomas Vinterbergs Film Das Fest liegt die Katastrophe schon lange zurück. Nun, da Familienoberhaupt Helge seinen 60.Geburtstag im Kreis der Lieben feiern will, versammeln sich um ihn die Opfer und ihr Anhang zum unfrohen Fest. "Die Familie", erklärt der Regisseur dazu, "gewinnt immer." Sie überdauert die Verbrechen, die sich innerhalb der Gemeinschaft ereignet haben. An Flucht ist nicht zu denken. Der dänische Sommer kennt kein Erbarmen -- die Handkamera auch nicht. Sie kommt den Menschen gefährlich nahe, sucht Körperkontakt und flieht ihn wieder. Mit den wackligen Einstellungen und den rohen, körnigen Aufnahmen fördert sie langsam die quälende Wahrheit hinter der Kulisse der heilen Großfamilie zu Tage. Die Wahrheit über einen Vater und seine Kinder, die Wahrheit hinter einem aufgesetzten Lächeln, einer gespielten Höflichkeit, einem Zornausbruch. "Ich mache Filme", so Thomas Vinterberg, "weil ich im Kino zeigen kann, was die Menschen voreinander verbergen." Vor einigen Jahren hat der Däne Vinterberg gemeinsam mit seinem Kollegen Lars von Trier (Idioten) ein filmisches Manifest unterzeichnet, das vor Selbstbewusstsein strotzt: Das "Dogma 95". Das Keuschheitsgelübde für Regisseure verbietet seinen Anhängern nahezu alle Annehmlichkeiten des modernen Kinos. Vorgeschrieben sind Handkamera, Originalschauplätze und die Einheit von Zeit und Ort. Filter und künstliche Lichtquellen sind tabu. Bei Vinterbergs Film geht der Purismus auf. Die ungelenken Einstellungen aus der Videokamera, mit denen er seine Geschichte erzählt, verleihen den Szenen der Familienhölle zusätzlichen Schwung und verstören den Blick nachhaltig. Das Fest hat die Kraft einer ohnmächtigen Wut, die ästhetische Gewohnheiten ebenso sprengt wie die Regeln des kultivierten Soziallebens. Nichts erscheint so, wie man es kennt. Jede Szene ein Schock, ein Einspruch gegen die vorprogrammierten Emotionen der Filmindustrie. Ein echtes Erlebnis. --Carola Feddersen 5 Kundenrezensionen:Papa wollte baden 4 von 5 PunktenRunde Geburtstage sind normalerweise ein Anlass, die zurückgelegte Wegstrecke des Jubilars in verklärter Nostalgie hochleben zu lassen. Die etwas dunkleren Kapitel, die es wohl in jeder Biografie mehr oder weniger gibt, spart man dabei anstandshalber freilich aus. Bei dieser wohlbetuchten dänischen Großfamilie, die zum 60. Geburtstag des Familienpatriarchen (Henning Moritzen) zusammenkommt, ist von Anfang an alles anders. Eine Bilderbuchfamilie, die seinen Vorstellungen entspricht, kann der wohlhabende Hotelier weiß Gott nicht vorweisen. Der jüngste Sohn Michael (Thomas Bo Larsen) ist ein chauvinistischer Choleriker, der im Hinterzimmer des Anwesens eine Bedienstete zusammenschlägt, die damit drohte, die gemeinsame Affäre seiner Frau zu offenbaren. Seine Schwester Helene (Paprika Steen) wiederum hat sich beharrlich dem Wunsch ihrer Eltern verweigert, Jura zu studieren. Der Erstgeborene Christian (Ulrich Thomsen) hat in den Augen seines alten Herren den Makel, dass er immer noch ledig ist. Er ist auch so verdächtig ruhig und hat immer diesen nachdenklichen Blick im Gesicht. Den langen Weg vom Bahnhof kam er gelaufen, anstatt ein Taxi zu nehmen, als wollte er vor der anstehenden Transgression noch einmal in sich gehen. Auf dem Geburtstagsbankett wird ihm als ältesten Sohn die Ehre zu Teil, die Lobrede auf seinen Vater zu halten. Und da wird ganz schnell klar, warum er so bindungsunfähig und introvertiert ist: Der Vater hat ihn als Kind missbraucht. Zusammen mit seiner zweiten Schwester, die sich deswegen das Leben nahm. In dieser Rede mit dem obskuren Titel "Papa wollte baden" lässt er jetzt alles raus, was sich über die Jahre an unausgesprochenen Worten angestaut hat. Von innen nach außen, ohne Rücksicht auf Verluste. Ein verbales Massaker in feierlichem und subliminalem Ton vor versammelter Verwandtschaft. Dabei hatte der Jubilar sein Schicksal selbst in der Hand. Denn er konnte die Art und Weise seiner Lobpreisung aus zwei Umschlägen zwischen einer geschönten und einer wahren Rede selbst wählen. Er setzte auf den grünen Umschlag und zieht so die Wahrheit. Wer denkt, dass jetzt die Party gelaufen ist, der irrt. Die emotionalen Eisberge, die da vor Christian sitzen, halten kurz inne und feiern weiter, als wäre nichts gewesen. Auch die Mutter macht sich durch ihr Schweigen mitschuldig, um die heile Welt einer Familie nicht zu gefährden, die längst nicht mehr existiert. Die Schuld wird beim Opfer gesucht. War Christian nicht immer schon ein wenig geisteskrank? Da steht Christian wieder auf, klopft erneut mit dem Messer an das Glas und läutet so die nächste Runde im verbalen Kampf gegen den Schänder ein, der an der langen Tafel genau ihm gegenüber am anderen Ende sitzt. Ein kathartisches Outing wird hier als Brechen der Kruste des Schweigens in Form eines gnadenlosen Showdowns inszeniert, bei dem auf jegliche Art von Subtilität gepfiffen wird. Ohne Umschweife und Untertöne wird von Angesicht zu Angesicht miteinander abgerechnet. Das Fest ist von seiner Machart her ein puristischer Film. Die starren Kameraeinstellungen wirken fast schon wie Aufnahmen von einer Überwachungskamera. Die abrupten Bewegungen der Handkamera evozieren sehr gut die nervöse Stimmung, die über der Festgesellschaft liegt. Auf die übliche Ausleuchtung der Sets wurde genauso verzichtet wie auch auf Filter und einen professionellen Soundtrack. Die Ausstattung ist spärlich. Der Name des Regisseurs fehlt im Abspann. Thomas Vinterberg lebt mit dieser Art des reduzierten "Film pur" die Keuschheitsregeln der Dogme 95. Einige der selbst auferlegten Verbote umgeht er dabei geschickt, indem er als Substitut für den fehlenden Soundtrack die Geburtstagsgesellschaft regelmäßig singen lässt. Dass sein Name in den Credits doch noch auftaucht, ermöglicht ein Cameo-Auftritt als Taxifahrer. Im Mittelpunkt steht aber nicht nur das Entlarven der Schandtat, sondern eng damit verknüpft vor allem die Familienstruktur und -hierarchie. Spätestens als der Patriarch ganz am Anfang des Films seinen ältesten Sohn gönnerhaft die Wange tätschelt, wird ganz schnell klar, wo hier die Referenzen liegen und wer bei der Figurenzeichnung (im wahrsten Sinne des Wortes) Pate stand. Vinterbergs Faible für Figuren wie Vito, Sonny und Michael Corleone kommt hier klar zum Ausdruck. Die Idee, auf Hochglanz zu verzichten und im spartanischen Digital-Video-Format große Geschichten klein und authentisch zu erzählen, löste eine Welle aus, die selbst in Hollywood mittlerweile viele Imitatoren (z.B. Jonathan Demmes "Rachels Hochzeit") anzieht. Wir trinken... 5 von 5 PunktenWir trinken auf Papi, der jahrelang seine Kinder vergewaltigt hat. Wir trinken auf Mami, die dabei weggesehen hat. Wir trinken auf alle, die es wußten und nicht gehandelt haben. Die im Schweigen Verschworenen. Wir trinken auf die Schwester, die das Elend nicht mehr ertragen und sich das Leben genommen hat. Wir trinken mit dem, der die Wahrheit in die Runde der scheinheiligen Heuchler spuckt, weil er seine unterdrückte Wut und seinen Schmerz nicht mehr hinunterschlucken kann. Wir lernen, daß manchmal die Küche mit ihrem Personal ein besserer Platz ist, als der Festsaal mit den erlesenen Gästen. Obwohl der Film eine grauenhafte Bildqualität und eine wirklich schelchte Kameraführung hat, die einem zum Thema noch zusätzliche Übelkeit bereitet, gebe ich trotzdem fünf Punkte,- alleine für den Mut, ein Tabuthema, das so gerne unter den Eßtisch gelogen und unter den häuslichen Teppich gekehrt wird, so gekonnt anzupacken, denn das nächste Kind ist nicht weit... Die Story hätte eine Neuverfilmung in besserer Qualität verdient. Hiermit meine ich nicht die Schauspieler, sondern lediglich die Qualität der Aufnahmen. Wenn sich einer heranwagt, wäre ggf. auch noch ein etwas anderes und glaubwürdigeres Ende denkbar. Mehr mag ich aber nicht meckern, denn der Film ist wichtig. Wichtig für all die Ungehörten und Ungesehenen. psychologisch gelungener film 5 von 5 Punktender hotelier helge feiert seinen 60. geburtstag. schon bei der anreise der vielen gäste zeigen sich erste auffälligkeiten bei den beiden söhnen (henning moritzen, thomas bo larsen), der eine aggressiv gehemmt, der andere völlig überschießend. die auffälligkeiten gehen weiter, zunächst nur beim aggressiv enthemmten sohn in seiner eigenen familie. dann hält christian, der älteste, die rede, die sein vater von zwei möglichen ausgesucht hat .... in dieser offenbart der sohn eine schreckliche vergangenheit:"wenn vater mit uns baden gin..." alsbald beginnen alle abwehrformationen, die in familiensystemen wirken, zu greifen: flucht, verdrängung, schuldig sprechen des opfers .... das ringen um die wahrheit beginnt .... ein sehr mutiger film über ein tabuthema, welches auch die auffälligkeit der ganzen familie und ihrer mitglieder inklusive der ganzen umgebung aufzeigt sowie das ringen der opfer um anerkennung der wahrheit. ein absolut sehenswerter film Ein Wahnsinns-Film, der an die Nieren geht! 5 von 5 PunktenDieser Film ist absolut realistisch, zwar verstörend, aber sehr sehr gut! So wie Christian vor allen Gästen (und wichtigen Menschen, die der Familie nahestehen) die Wahrheit über das jahrelange Trauma sagt, ist für mich ein richtiger Weg, mit diesem Thema abzurechnen. Obwohl man damit keine Wunden heilen und nichts ungeschehen machen kann (in diesem Film u.a. besonders schlimm: der Selbstmord der jahrelang missbrauchten Tochter). Natürlich geht es auch auf anderem Weg (Anzeige, Gefängnisstrafe), doch die Realität zeigt uns leider immer wieder, wie schwierig und oftmals sinnlos das Vorhaben ist. Davon abgesehen müssen sich Opfer erstmal zu so einem langwierigen und schmerzlichen Prozess entscheiden, und dazu kommt das jahrelang geprägte Verständnis von "familiärem Zusammenhalt" und gesellschaftlichem Ansehen. Das wird jedoch unwichtig, an dem gemessen, was die Opfer durchmachen. Daher tut Christians Reaktion und das Öffentlich-Machen sehr gut. Es ist ein wenig Balsam für die Seele. Warum sollte auch der Täter (und Mitwissende, die nichts getan haben!) seine Strafe nicht bekommen, VOR ALLEM, wenn sie in gesellschaftlicher Abgrenzung besteht. Schließlich ist es auch für andere wichtig zu wissen. Ich kann diesen Film nur empfehlen! Ich war absolut gefesselt. Die Hölle, das sind die Anderen 5 von 5 PunktenDer erfolgreiche Hotelier Helge feiert seinen sechzigsten Geburtstag. Die Großfamilie, Freunde und Geschäftsfreunde kommen zur pompösen Feier in das Landhotel in dem die Familie seit Jahrzehnten wohnt. Unter der aufgesetzten Familienfeier-Harmonie brodeln Konflikte und Anspannung. Christian, der älteste Sohn hält eine Geburtstagsrede der solche Heuchelei nur schwerlich standhalten kann. 'Wenn Papa baden wollte' mit diesen Worten beginnt sein Bericht über den sexuellen Mißbrauch den Patriarch Helge jahrelang an ihm und seiner Zwillingsschwester verbrochen hat. Die Schwester, der ein Absprung vom Elternhaus nie gelang, hatte sich kürzlich umgebracht. Christians Zeugnis wird verleugnet, die Festtagsharmonie gekittet. Der Koch und die Serviererinnen haben sich jedoch mit Christian verbündet: Die Autoschlüssel der Gäste verschwinden ? Das Unfaßbare muß erfaßt werden |
|
|
Tage des Zorns
DVD von Warner Home Video - DVD |
5 Kundenrezensionen:Deutlich besser als erwartet 5 von 5 PunktenKlasse DVD was Bild und Ton angeht. Die Umsetzung des Themas und die Schauspieler sind hervorragend (siehe auch andere Rezensionen, möchte das nicht endlos widerholen). Ein Film der wirklich packt und nachdenklich macht ohne den Finger zu heben. Klare Empfehlung Gut,aber....... 4 von 5 PunktenDer Film ist sehenswert, aber Mads M.sollte nicht zuviele Filme in so kurzer Zeit machen (Flickering Lights, Dänische Delikatessen, Adams Äpfel, Nach der Hochzeit, Tage des Zorns ). Ich finde das er so langsam nicht mehr seine schauspielerischen Leistungen durch Filme wie Exit, Bad Boy im Bond in Frage stellt. Er sollte sich mehr auf die Skandinavischen Filme konzentrieren und dabei bleiben. Dennoch ist der Film gut und es gelingt Ihm wieder einmal seine Rolle überzeugend zu spielen. Trotz des abers....... sehenswert!!!!!! Sehr guter Film nur die FSK fragwürdig! 5 von 5 PunktenEndlich nach "Der Pianist" und "Schindlers Liste" endlich mal wieder ein sehr guter, informativer und realistischer Film. Teilweise sehr brutal also die FSK 12 ist sehr unverständlich für mich, da sichtbare Hinrichtungen und das erschießen von Männern und Frauen aus nächster Nähe in den Kopf keine Szenen für 13-Jährige Kinder ist. Ein Film über Helden, die teilweise eigentlich Anti-Helden sind. Für mich war es wirklich ein echter Zufallskauf und bin 100 prozentig zufrieden mit dem Kauf. An manchen Stellen für mich ein wenig langatmig aber das geht ja auch vorbei. Story(basiert auf wahre Begebenheiten) : ***** Spannung : **** Schauspielerische Leistung : **** Ton/Qualität : ***** Geschichtsdrama mit Actionfilmcharakter 5 von 5 PunktenDieser Film ist zu Recht mit einem Preis gekrönt worden, vermittelt er doch das Thema Widerstand in einer spannenden und zugleich differenzierenden Darstellungsweise. Dänischer Widerstand gegen die deutsche Besetzung in der NS-Zeit, dieses Thema erscheint zunächst sehr speziell, der Film verrät jedoch einiges über das menschliche Verhalten in geschichtlichen Extremsituationen, weshalb vieles übertragbar ist. Die Darsteller, insbesondere Mads Mikkelsen, tragen zu einem gelungenen Film bei. Zu empfehlen! Bewegend und ernst 5 von 5 Punkten- Besetzung 1A - Tolle Aufarbeitung der wahren Story - Beste Unterhaltung! - ACHTUNG: Stimmt nachdenklich! |
|
...
Impressum
• Kontakt
• Startseite
• Produktkategorien
• Geschenkgutscheine
•
Auf diesen Link bitte nicht klicken Computer Elektronik Notebooks Laptop
Auf diesen Link bitte nicht klicken Computer Elektronik Notebooks Laptop
Gewisse Inhalte, die auf dieser Website erscheinen, stammen von AMAZON EU SARL.
Diese Inhalte werden so, wie sie sind zur Verfügung gestellt und können jederzeit geändert oder entfernt werden.



