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Sleepwalker - Der Schlafwandler
DVD von EuroVideo |
ProduktbeschreibungEurovideo Sleepwalker - Der Schlafwandler, USK/FSK: 16+ VÃ--Datum: 16.11.06 3 Kundenrezensionen:Spröde. 3 von 5 PunktenDie Idee des Films ist sehr originell: ein Mann erwacht eines Morgens in seinem Bett, das Laken ist blutgetränkt, seine Frau und die beiden kleinen Kinder sind verschwunden. Er macht eine Entdeckung, die mit ihrem Verschwinden zu tun haben könnte, und die nahelegt, dass er in der entscheidenden Nacht wieder (wie früher schon mal) geschlafwandelt haben könnte. So spannt er sich eine Videokamera auf die Schulter und legt sich ins Bett. Was er am nächsten Tag auf dem Band sieht, ist mysteriös - stellt aber erst den Anfang einer langen Kette von Seltsamkeiten, grauenvollen Fragen und Rätseln dar ... SLEEPWALKER beginnt mit Bildern eines Familienurlaubs, in einer Hütte irgendwo unweit Stockholms, mit der Videokamera gedreht. Zunächst dachte ich noch: "Wow, die dröge Langeweile dieser Bilder, die Langsamkeit, das Nichts-Passieren gibt sicher einen guten Kontrast zu dem, was gleich passiert, wenn der Film richtig anfängt!" Ich musste dann aber, nach quälend langen Minuten mit dieser Sequenz, leider bald feststellen, dass das ein Irrtum war. Denn fast genauso langsam, naturalistisch und oft auch spannungsarm geht der Film dann bis zuletzt weiter... Sicher, die Story gibt mit zunehmendem Verlauf einige Rätsel auf - wobei eine ganze Menge auch nur SEHR konstruiert bis unlogisch wirkt. Und die Auflösung der Rätsel am Ende ist zwar nicht sehr originell, kommt aber überraschend. Vor allem die Schlusszene reißt nochmal einiges raus. Dennoch ist SLEEPWALKER insgesamt so erdrückend langatmig bis zäh, dass ich wirklich niemandem wünschen kann, diesen Film nachts ansehen zu müssen. Verstärkt wird dieser Eindruck noch dadurch, daß fast vollständig auf den Einsatz "filmischer" Mittel verzichtet wird: keinerlei Special Effects, fast durchgängig schwerst realistische Bilder, ein sehr "behutsamer" Soundtrack. Was bei vielen skandinavischen Filmen der letzten Jahre eine Bereicherung war - weil die düsteren Geheimnisse hinter einer Fassade des Alltags so eine noch viel heftigere Wirkung ausübten -, lässt einen hier nur den Mangel an Atmosphäre beklagen. "Spröde" ist hier noch das größtmögliche Kompliment. Für einen TV-"Tatort" o.Ä. ist SLEEPWALKER sicher hervorragend, für die große Leinwand oder auch das DVD-Release reicht's aber eigentlich nicht ganz. Der Story und auch des Endes wegen vergebe ich 6,5 von 10 Punkten, der "Geheimtipp" ist das hier aber sicherlich nicht. tv-thriller aus schweden! 3 von 5 Punktengut gemachter thriller aus schwedischer hand, normalerweise laufen solche filme samstagsabends gegen 23 uhr in ard oder zdf. ist eigentlich nichts für eine dvd, das bild ist dementsprechend mager, durchgehend verrauscht und die tonspur wird quasi nicht benutzt. die story ist nichts neues, aber aufgrund der ständigen wechsel aus (alp)traum und wirklichkeit doch recht spannend umgesetzt. es geht um einen mann, der schlafstörungen in form von schlafwandel hat. die gehen sogar soweit, daß er im schlaf auto fährt. eines morgens wacht er in einer blutlache auf, frau und kinder sind verschwunden. ist der alptraum wahr geworden?.... als leih-dvd kann ich den film empfehlen, für mich persönlich war das ok, war ein annehmbarer filmabend. 4 sterne für den film, da bis zum ende alles offen bleibt, ein abzug wegen des schlechten bildes. Kein schlechter Thriller 3 von 5 PunktenDer Film hebt sich wohlwollend von Produktionen der "Grossen"ab.Die Darsteller agieren sehr gut und man sieht noch unverbrauchte Gesichter.Leider hat der Streifen auch ein paar Längen die mich aber nicht davon abgehalten haben zuende zu schauen.Die Auflösung entschädigt allemal. Als Kauf-Dvd finde ich ihn nicht gut genug aber das ist ja bekanntlich geschmackssache. |
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Invisible - Gefangen im Jenseits
DVD von EuroVideo |
ProduktbeschreibungInvisible Unsichtbar - Gefangen DV |
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Invisible - Gefangen im Jenseits
DVD von Euro Video |
ProduktbeschreibungSpäts nachts stößt der einzelgängerische Klassenprimus Nicklas Gustaf Skarsgard auf die kriminelle Gang der Mitschülerin Annelie Tuva Novotny - wütend schlagen sie ihn zusammen und verscharren ihn im Wald. Als Nicklas am nächsten Morgen die Schule betritt, behandeln ihn alle als sei er unsichtbar Er schreit die Klassenkameraden an und prügelt verzweifelt auf sie ein, aber niemand scheint ihn zu sehen oder zu hören! Da dämmert ihm die schreckliche Wahrheit Er liegt im Todesschlaf - nur ein letzter Lebensfunke steckt in ihm, so dass er als Geist zurückgekehrt ist! Gefangen zwischen Leben und Tod nimmt er Rache, doch ausgerechnet Annelie ist die Einzige, die ihn wahrnimmt und aus dem Zwischenreich retten kann... 4 Kundenrezensionen:Der Albtraum vom Tod 5 von 5 PunktenNiklas (Gustaf Skarsgård) ist ein Musterknabe und der Stolz seiner Mama. Er steht kurz vor dem Abitur und seine Aussichten sind blendend. Mama hat schon alles für ihn geplant, den Studienplatz als Wirtschaftswissenschaftler, die heiße blonde Freundin, die gesamte Zukunft eben, und Niklas traut sich nicht seiner dominanten Frau Mama zu sagen, dass er eigentlich etwas ganz anderes machen und Schriftsteller werden möchte. Oh ja, Niklas hat es nicht leicht, und noch schwerer wird's, als er eines Nachts aus für ihn völlig unerfindlichen Gründen von seiner kriminellen Klassenkameradin Annelie (Tuva Novotny) und ihrer Gang zusammengeschlagen und im Wald verscharrt wird. Der Albtraum aber beginnt als Niklas am nächsten Tag in der Schule auftaucht und niemand ihn wahrnimmt. Bis Niklas begreift, dass er eigentlich gar nicht mehr richtig lebt, ist es für eine Rettung womöglich zu spät. Verzweifelt versucht er Annelie dazu zu bringen der Polizei oder seiner Mutter zu verraten wo sein Körper verscharrt ist, denn ausgerechnet Annelie ist die einzige die ihn hören kann. Weit über eine gelungene Sozialstudie oder ein packendes Teeniedrama hinaus, hebt sich dieser schwedische Mysterthriller angenehm vom amerikanischen High-School-Einheitsbrei (und ganz besonders von seinem amerikanischen Remake) ab und besticht durch eine klischeefreie Story, die bewegend und sehr bedrückend in Szene gesetzt ist und Dank seiner außergewöhnlichen Kameraführung und virtuoser Schnitte und erst Recht Dank der bemerkenswert guten Darsteller ein Meisterwerk dieses Genres geworden ist. Ein paar hammerharte Szenen werden mir wohl unauslöschlich im Gedächtnis eingebrannt bleiben. in toto: Ein langsamer, psychologisch sehr eindringlicher Gänsehaut-Mystery der allerfeinsten Sorte, made in Schweden und wohl gerade deshalb ein herausragender Film. DVD: Laufzeit 95 Minuten Bildformat 16:9 (2.35:1) anamorph Tonformat Deutsch: Dolby Digital 5.1, Deutsch: Dolby Digital 2.0 Stereo Schwedisch: Dolby Digital 5.1 Untertitel: Deutsch (in der Originalfassung nicht ausblendbar!) Bonus Material - leider etwas spärlich: Original Kino Trailer "Visible" Interview mit Marie Biederstedt (Synchronsprecherin von Tuva Novotny - bekannt als Stimme der "Willow" in Buffy Epix-Trailer-Show Sixth Sense auf schwedisch 3 von 5 PunktenEine beachtliche Ausführung der Grundidee aus Sixth Sense. Beachtliche Darsteller, sauberes Drehbuch, kleine Schwächen in der Durchführung. Solche Filme wünschte ich mir mehr von deutschen Jungfilmern. Begeisterung pur! 5 von 5 PunktenVorneweg: Allen, die mit dem Gedanken spielen sich diesen Film anzusehem, weil er hin und wieder in der Kategorie Horrorfilm auftaucht sei gesagt, dass er das nicht ist. Mysterythriller passt deutlich besser. Die ein oder andere makabere Szene is allerdings durchaus vorhanden- aber das erwartet man ja inzwischen schon fast von skandinavischen Filmen... Worum geht's in dem Film also? Gewalt, Schweigen, Mitleid, Verständnis, Vergebung, Erwachsenwerden, Veratwortung. Annelie prügelt mit ihren "Freunden" einen andere Teenager fast zu Tode. Der Film ist aus der Sicht dieses jungen Mannes gedreht und handelt davon, wie er (als eine Art Geist) Kontakt zu Annelie aufnimmt und damit ihr Leben verändert. Großartig gespielt und in keinster Weise kitschig. Ein Film, der einen noch über sein Ende hinaus beschäftigt! beeindruckend tiefgründig 4 von 5 PunktenDer talentierte junge Hochschüler Nicklas versucht einem gleichaltrigen Freund zu helfen und eckt dabei mit der Drogengang um die unnahbare Annelie an. Als er verdächtigt wird, Informationen an die Polizei verraten zu haben, wird Nicklas brutal zusammen geschlagen und im Wald scheinbar tötlich verletzt zurück gelassen. Am nächsten Morgen bemerkt Nicklas in der Schule, dass er von den anderen nicht mehr wahr genommen wird. Verstört und verängstigt macht er sich auf die Suche nach den wahren Hintergründen seiner Unsichtbarkeit und gelangt dabei zu überraschenden Erkenntnissen. "Invisible - Gefangen im Jenseits" beginnt wie eine normale Teenagerkomödie und ist doch alles andere als das. Die Fähigkeit des Hauptdarstellers, unsichtbar durch die Welt zu irren, bietet dem Zuschauer einen interessanten Perspektivwechsel auf der Suche nach der Wahrheit. Die Charakter erscheinen vielschichtig und in ihrer Komplexität geradezu beängstigend real. Die tiefgründige Geschichte ist ergreifend und spannend und bietet viele Elemente eines großartigen Films. Allerdings sind die Aussichten einer schwedischen Produktion ohne große Namen auf internationalen Erfolg eher gering, da dieses außergewöhnliche Drama wohl weitgehend unbekannt bleiben wird. Schade drum! (176 Wörter) |
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Der Rebell des Königs
DVD von SUNFILM Entertainment |
ProduktbeschreibungRebell des Königs, Der DV 3 Kundenrezensionen:Trauriger Versuch 2 von 5 PunktenGrundsätzlich ist die Idee zum Film nicht schlecht, auch der Anfang ist recht vielversprechend, allerdings wird die ganze Story derart vereinfacht, dass jede Handlung vorhersehbar wird. Aus historischer Sicht wird der Zuschauer in die Irre geführt, Daten, Fakten und Details werden völlig durcheinander gewürfelt. Kurz: guter Ansatz, aber schlechte Umsetzung. Schade. Der Rebell des Königs 5 von 5 PunktenHätte ich gesehen, dass es keine Hollywood-Produktion ist, wäre dieser Film vielleicht nicht in meinem DvD-regal gelandet (Vorurteile etc.). - Über die historische Genauigkeit und Kostümmodalitäten lässt sich streiten - wer's genauer haben möchte, der sollte zur Fachliteratur greifen. Wer einen Abenteuerfilm will, der tut einen sehr guten Griff. Der Film überzeugt durch Handlung, Spannungsbogen, Action und auch die Dialoge. Man findet Elemente aus "Der Patriot", "Gladiator" und selbst "Van Helsing". Gelungen! Wunderbarer Schweden Film! 5 von 5 PunktenNicht umsonst wurden die Regisseure Malind und Stein mittlerweile nach USA gerfuen um dort Filme zu drehen. Der hier vorliegende Film ist zu vergleichen mit Mel Gibsons "Der Patriot". Zudem bietet der Film eine sehr gelungene Deutsche Synchroniation mit bekannten Sprechern wie Christian Brückner und Sascha Michelbach. Leider ist kein Bonus auf der Dvd vorhanden. Das jedoch trübt das Sehvergnügen von 160 Minuten nicht. Ein absolutes Muß für Historienfans! |
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Stoned [UK Import]
DVD von Uca |
4 Kundenrezensionen:Spiegelbild einer genialen, aber auch destruktiven Exzentrik 4 von 5 Punkten"A normal day for Brian, a man who died every day." (Pete Townshend) In der Nacht zum 03. Juli 1969 begibt sich der 27jährige Lewis Brian Hopkins Jones in den Swimmingpools seines Anwesens in Hartfield (Sussex), um zu mitternächtlicher Stunde noch ein Bad zu nehmen. Wenige Minuten später wird er von seiner Freundin Anna Wohlin auf dem Boden des Pools vorgefunden und aus dem Wasser gezogen. Der eingetroffene Arzt kann jedoch nur noch seinen Tod feststellen. Nachdem die späteren forensischen Befunde ein(e) stark vergrößerte Leber und Herz infolge eines fortgeschrittenen Alkohol- und Drogenmissbrauchs bescheinigen ,schließt der Untersuchungsrichter die Ermittlungen mit dem Ergebnis "Tod infolge eines Unglücksfalls" ab...... ....31 Jahre später behauptet Anna Wohlin in ihrem Buch "The Murder of Brian Jones", dass Jones von dem Bauarbeiter Frank Thorogood, der zur Tatzeit mit der Renovierung des Hause beschäftigt war und deshalb auch dort wohnte, ermordet worden sei. Thorogood habe die Tat auf seinem Sterbebett dem ehemaligen Fahrer der Rolling Stones, Tom Keylock, gestanden..... Im Jahre 2005 greift der Regisseur Stephen Wolley diese Version vom Tode des Gründers und Namensgeber der Rolling Stones in seinem Film "Stoned" auf. In Rückblenden schildert er das bewegte Leben des musikalischen Multitalents, das über 15 verschiedene Musikinstrumente (darunter auch Saxophon, Klarinette und Sithar) beherrschte und bereits als 17-Jähriger das erste von drei unehelichen Kindern zeugte. Dazu gehören auch seine Asthmaanfälle, die Zurschaustellung seines Mod(e)-Gehabes und seine Sucht nach allem Neuen, das ihn jedoch schon nach kurzer Zeit wieder langweilte. Der Schwerpunkt des Films liegt allerdings in den Szenen, welche die allmähliche Entfremdung des Musikers und Menschen Brian Jones(dargestellt von Leo Gregory, der für diese Rolle den Empire Award 2006 als "Bester Newcomer" erhalten wird) von seinen Bandkollegen zeigen. Neben exzentrischen und provokativen "Soloauftritten" waren es vor allem auch Drogen-, Alkohol und Sexexzesse, und der damit verbundene Rückzug von der Studioarbeit, mit denen er sich allmählich von der Band isolierte. So konnte er eben noch interessiert und großzügig sein, im nächsten Moment jedoch alles daran setzen, sich bei jedermann unbeliebt zu machen. Im Film fehlen zwar das Monterey Pop Festival (Juni 1967), ebenso wie sein letzter öffentlicher Auftritt mit der Gruppe im "Rolling Stones Rock and Roll Circus" (Dezember 1968). Anderen tatsächlichen Umständen und Ereignissen wurde jedoch, wenn auch wohl aus dramaturgischen Gründen in Reihefolge und Ablauf mitunter abgewandelt, Rechnung getragen. Wie der von Jones geschriebene und produzierte Soundtrack für den deutschen Avantgarde-Film "Mord und Totschlag" in dem seine Freundin Anita Pallenberg (Monet Mazur) mitwirkt, die im darauffolgenden Jahr zu Richards (Ben Wishaw, der in "das Parfüm" den Protagonisten Jean-Baptiste Grenouille gab) changieren wird. Filmisch in Szene gesetzt wurden auch die die Aufnahmen von "The Master Musicans of Jajouka" (1968) die Jones mit marokkanischen Musikern machte und die erst 2 Jahre nach seinem Tod auf dem Album "Brian Jones Presents The Pipes Of Pan At Joujouka" als ein Meilenstein der Weltmusik veröffentlicht werden sollten. Die Bewährungsstrafe für den Besitz von Marihuana, aufgrund der Jones kein Visum für die im Herbst 1969 geplante US-Tournee der Rolling Stones erhalten sollte, wird angesprochen. Die für den weiteren Weg der Rolling Stones entscheidende Szene liegt im Besuch Mick Jaggers (Luke Woolfson, einem Pirat der Karibik II) Keith Richards und Charlie Watts (James D. White) am 8. Juni 1969, bei dem sie ihm mitteilen, dass die von ihm gegründete Gruppe künftig ohne ihn weitermachen wird. Was von Jones gelassen aufgenommen wird, da er sich bereits mit Plänen für seine neue Band befasst. "Stoned" trägt ebenso wie sein gleichermaßen genialer, wie destruktiver, Protagonist exzentrische Züge und ist nicht zuletzt wegen seines Soundtracks (einem Mix aus Original- und Coverversionen) besonders als Alternative zu "Das Wilde Leben" zu empfehlen. 4 Amazonsterne. Ein Muss für jeden Stones-Fan? Nicht wirklich... 3 von 5 PunktenTrotz des Hinweises auf der DVD-Hülle ("Ein Muss für alle Stones-Fans") war ich beim Kauf dieses Filmes skeptisch - und die Skepsis sollte sich (leider) bewahrheiten! Der Film zeigt hauptsächlich (mit wenigen Rückblenden) die letzten Lebensmonate eines von Drogen und Alkohol gezeichneten Brian Jones, der eine sehr eigenwillige Beziehung zu seinem neuen Architekten oder "Kammerdiener" (der ihn durch diese letzte Lebensphase begleitet) aufbaut, die irgendwo zwischen Freundschaft und Psychospielchen hin- und herpendelt. Vielleicht spiegelt das die etwas schizophrene Persönlichkeit Jones gar nicht so schlecht wider. Aber ehrlich gesagt erinnert mich das Genze eher eine eine (zugebenermaßen nicht seichte) Kriminalgeschichte, die mit jedem x-beliebigen anderen Star auch hätte verwirklicht werden können. Positiv hervorheben möchte ich an dieser Stelle auch die schauspielerischen Leistungen - durchwegs solide! Nun aber zur Kritik: Mit der Geschichte der frühen Stones hat der Film herzlich wenig zu tun. Zwar spielen Keith Richards, Mick Jagger und sogar Charlie Watts (natürlich nicht die Originale!) mit, allerdings kommen sie insgesamt viel zu kurz! Und auch die Story dreht sich im Grunde überhaupt nicht um die Bandgeschichte. Für echte Fans ist bestenfalls der Vorspann, der einen Club-Gig zeigt, wo die Stones "Little Red Rooster" von sich geben, interessant. Aber ansonsten ist bezüglich "Ein Muss für alle Stones-Fans" absolute Fehlanzeige! Störend empfinde ich auch, dass kaum Stones-Nummern für den Filmsoundtrack herangezogen wurden. Lediglich "eigengemischte" Neuversionen von "Not fade away" und eben "Little Red Rooster" sind zu hören. Ach ja: Das kitschig anmutende "Time is on my side" (ebenfalls eine Neuversion), das den vermeintlichen Märtyrertod Jones (und dessen Leben danach) etwas zu stimmungsvoll untermalt, hätte ich an dieser Stelle beinahe vergessen... Dabei hätten einige Originale dem Film doch so gut getan und noch dazu so hervorragend gepasst (da hätte man beispielsweise das komplette "Their Satanic Maquesties Request" als Soundgrundlage hernehmen können). Aber gut: Musik ist Musik und Film ist Film. Und als Film ist "Stoned" in stilistischer Hinsicht jedenfalls interessant. Vor allem diverse Drogen-Wahnvorstellungen und LSD-Trips sind filmisch nicht uneindrucksvoll verarbeitet worden... Der Titel "Stoned" passt also durchaus. Den Hinweis ("Ein Muss für alle...") sollte man jedoch fairerweise wieder von der DVD-Hülle entfernen, um unentschlossene Stones-Fans nicht förmlich zum Kauf der DVD zu zwingen (ich hoffe, man versteht mich richtig:))! Außerdem finde ich es sehr fragwürdig wie die Todesart Brain Jones hier dargestellt wird. Als Kenner sämtlicher Stones-Lektüren finde ich es beachtlich, dass man hier ohne weiteres steif und fest behauptet, Jones sei ermordet worden! Wie aus sämtlichen Zeitzeugengesprächen hervorgeht, ist es wohl nicht auszuschließen, dass Jones ermordet wurde, allerdings ist es ebenso wahrscheinlich, dass sein Körper den ständigen Exzessen einfach nicht mehr standgehalten hat, zumal es ja angeblich (soweit ich weiß) keinerlei Spuren von Gewalteinwirkung gegeben haben soll... Und wenn Mick, Keith und Charlie und sogar Jones ehemalige Lebensgefährtin Anita Pallenberg in diversen Interviews nicht konkret von einem Mord sprechen, so würde es mir als Filmschaffender nicht im Traum einfallen, einen Mörder preiszugeben und anschließend im Abspann noch zu behaupten, der Mord sei gestanden worden... Was ich sagen will: Es ist in Ordnung, wenn ein Film als Kunstform seine ganz eigene Geschichte erzählt. Man sollte sich aber letztlich nicht auf irgendwelche Pseudoaussagen berufen, um Wahrheitsanspruch zu erheischen!! Das ist dass, was mich eigentlich am allermeisten gestört hat. Das geht schon in Richtung "unterste Schublade", wenn sie wissen, was ich meine... Nun denn: Als Film ist "Stoned" in Ordnung. Aber den Wahrheitsanspruch sowie den Hinweis - "Ein Muss für alle Stones-Fans" könnte man sich schenken. Dann könnte man den Streifen nämlich durchaus aus einem anderen Blickwinkel betrachten und am Ende noch Gefallen daran finden. Offenbar möchte das die Marketing-Abteilung aber nicht und verkrämt lieber sämtliche echte Stones-Fans... Kurz: Nicht überall wo "Stones" draufsteht sind auch wirklich die "Rolling Stones" drinnen, was man in diesem Falle aber natürlich keineswegs der Band ankreiden kann, die sich vom Film aus verständlichen Gründen offensichtlich distanziert hat! 3 Sterne für den Film an sich, weil er im Grunde nicht übel gemacht ist! Aber alles was die Stones angeht, vergessen wir in diesem Zusammenhang lieber ganz schnell wieder... Sex and Drugs. And Rock'n Roll? 3 von 5 PunktenZugegeben: Der Film "Stoned" vermittelt dem Betrachter sehr eindrucksvoll, wie das Leben und Wirken (oder Nicht-Wirken) des Brian Jones in den letzten Monaten vor seinem Tod ausgesehen hat. Aber ist es wirklich das, was einen Stones-Fan oder einen Musikliebhaber an dieser Person interessiert? Klar, die mysteriösen Umstände seines Todes 1969 im Pool seiner Villa blieben über Jahrzehnte ungeklärt. Auch das merkwürdige Verhältnis zu dem Bauunternehmer Frank Thorogood, der in den Monaten vor Jones' Tod eine zentrale Schlüsselfigur darstellt, die nach heutigen Erkenntnissen auch dessen Mörder war, wird hinlänglich beleuchtet. Aber könnte man da nicht einen Krimi draus machen, über die Todesumstände jeder x-beliebigen prominenten Person? Mal ehrlich: Ich hätte mir gewünscht, daß der Film etwas mehr über die Anfangsjahre der wohl größten Rockband aller Zeiten, die schon zu Lebzeiten zur Legende geworden ist, rüberbringt. Jones war genialer Gitarrist, Visionär und Mitbegründer einer neuen Lebensphilosophie und nicht nur - wie im Film dargestellt - eine exzentrische Tunte mit ausgeprägtem Hang zu Alkohol- und Drogenmißbrauch sowie Sexorgien. Mich stört, daß Jones nur in sehr fragmenthaften und kurzen Rückblenden überhaupt mit einer Gitarre in der Hand zu sehen ist. Darüber hinaus kommt sowohl die Musik - wegen der Jones in die Geschichte eingegangen ist - als auch die Charaktere seiner Mitstreiter Keith Richards und Mick Jagger viel zu kurz. Auf dem Cover der DVD steht: "Ein Muß für jeden Stones-Fan." Nee, Freunde. Die Stones werden hier zu Hintergrund-Statisten degradiert, die Musik der Stones spielt nur eine untergeordnete Rolle und es wird sehrwohl der Niedergang der Rocklegende Brian Jones beleuchtet, nicht aber der Aufstieg und die Vorgeschichte seiner Exzesse.... kurze Rückblenden ausgenommen. Einem Jüngeren Publikum erschließt sich nicht, wer Brian Jones wirklich war, und das ist schade. Dennoch hat mir der Film den Zeitgeist jener Jahre näher gebracht und ich habe viele Parallelen zu den Biografien anderer trauriger Genies entdeckt, wie z.B. die von Syd Barrett, dem Gründer von Pink Floyd, den das gleiche Schicksal ereilt hat, als genialer Visionär im Drogen- und Sexorgiensumpf zu versanden, bis die eigens von ihm gegründete Gruppe ihren Gründer feuert. Ich würde sagen: 3 Sterne. Spiegelbild einer genialen, aber auch destruktiven Exzentrik 4 von 5 Punkten"A normal day for Brian, a man who died every day." (Pete Townshend) In der Nacht zum 03. Juli 1969 begibt sich der 27jährige Lewis Brian Hopkins Jones in den Swimmingpools seines Anwesens in Hartfield (Sussex), um zu mitternächtlicher Stunde noch ein Bad zu nehmen. Wenige Minuten später wird er von seiner Freundin Anna Wohlin auf dem Boden des Pools vorgefunden und aus dem Wasser gezogen. Der eingetroffene Arzt kann jedoch nur noch seinen Tod feststellen. Nachdem die späteren forensischen Befunde ein(e) stark vergrößerte Leber und Herz infolge eines fortgeschrittenen Alkohol- und Drogenmissbrauchs bescheinigen ,schließt der Untersuchungsrichter die Ermittlungen mit dem Ergebnis "Tod infolge eines Unglücksfalls" ab...... ....31 Jahre später behauptet Anna Wohlin in ihrem Buch "The Murder of Brian Jones", dass Jones von dem Bauarbeiter Frank Thorogood, der zur Tatzeit mit der Renovierung des Hause beschäftigt war und deshalb auch dort wohnte, ermordet worden sei. Thorogood habe die Tat auf seinem Sterbebett dem ehemaligen Fahrer der Rolling Stones, Tom Keylock, gestanden..... Im Jahre 2005 greift der Regisseur Stephen Wolley diese Version vom Tode des Gründers und Namensgeber der Rolling Stones in seinem Film "Stoned" auf. In Rückblenden schildert er das bewegte Leben des musikalischen Multitalents, das über 15 verschiedene Musikinstrumente (darunter auch Saxophon, Klarinette und Sithar) beherrschte und bereits als 17-Jähriger das erste von drei unehelichen Kindern zeugte. Dazu gehören auch seine Asthmaanfälle, die Zurschaustellung seines Mod(e)-Gehabes und seine Sucht nach allem Neuen, das ihn jedoch schon nach kurzer Zeit wieder langweilte. Der Schwerpunkt des Films liegt allerdings in den Szenen, welche die allmähliche Entfremdung des Musikers und Menschen Brian Jones(dargestellt von Leo Gregory, der für diese Rolle den Empire Award 2006 als "Bester Newcomer" erhalten wird) von seinen Bandkollegen zeigen. Neben exzentrischen und provokativen "Soloauftritten" waren es vor allem auch Drogen-, Alkohol und Sexexzesse, und der damit verbundene Rückzug von der Studioarbeit, mit denen er sich allmählich von der Band isolierte. So konnte er eben noch interessiert und großzügig sein, im nächsten Moment jedoch alles daran setzen, sich bei jedermann unbeliebt zu machen. Im Film fehlen zwar das Monterey Pop Festival (Juni 1967), ebenso wie sein letzter öffentlicher Auftritt mit der Gruppe im "Rolling Stones Rock and Roll Circus" (Dezember 1968). Anderen tatsächlichen Umständen und Ereignissen wurde jedoch, wenn auch wohl aus dramaturgischen Gründen in Reihefolge und Ablauf mitunter abgewandelt, Rechnung getragen. Wie der von Jones geschriebene und produzierte Soundtrack für den deutschen Avantgarde-Film "Mord und Totschlag" in dem seine Freundin Anita Pallenberg (Monet Mazur) mitwirkt, die im darauffolgenden Jahr zu Richards (Ben Wishaw, der in "das Parfüm" den Protagonisten Jean-Baptiste Grenouille gab) changieren wird. Filmisch in Szene gesetzt wurden auch die die Aufnahmen von "The Master Musicans of Jajouka" (1968) die Jones mit marokkanischen Musikern machte und die erst 2 Jahre nach seinem Tod auf dem Album "Brian Jones Presents The Pipes Of Pan At Joujouka" als ein Meilenstein der Weltmusik veröffentlicht werden sollten. Die Bewährungsstrafe für den Besitz von Marihuana, aufgrund der Jones kein Visum für die im Herbst 1969 geplante US-Tournee der Rolling Stones erhalten sollte, wird angesprochen. Die für den weiteren Weg der Rolling Stones entscheidende Szene liegt im Besuch Mick Jaggers (Luke Woolfson, einem Pirat der Karibik II) Keith Richards und Charlie Watts (James D. White) am 8. Juni 1969, bei dem sie ihm mitteilen, dass die von ihm gegründete Gruppe künftig ohne ihn weitermachen wird. Was von Jones gelassen aufgenommen wird, da er sich bereits mit Plänen für seine neue Band befasst. "Stoned" trägt ebenso wie sein gleichermaßen genialer, wie destruktiver, Protagonist exzentrische Züge und ist nicht zuletzt wegen seines Soundtracks (einem Mix aus Original- und Coverversionen) besonders als Alternative zu "Das Wilde Leben" zu empfehlen. 4 Amazonsterne. |
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Possession - Die Angst stirbt nie [Blu-ray]
Blu-ray von Ascot Elite Home Entertainment |
4 Kundenrezensionen:Nette Story, aus der man hätte mehr machen können... 3 von 5 PunktenIch, als riesen Sarah-Fan, seit es "Buffy" gibt, hab mir den Film am Wochenende mit leuchtenden Augen gekauft. Laut der Zusammenfassung auf der Rückseite der DVD, konnte ich mich auch auf einen super spannenden Film freuen. Leider wurde meine Erwartung nicht erfüllt. Die Grundidee des Films ist wirklich super, aber die Umsetzung eher schlecht gelungen. Der Film schafft es nicht Spannung aufzubauen und die Handlungen der Hauptcharaktere sind teilweise nicht nach zu vollziehen. Außerdem kommen wenig Gefühle rüber, die Personen wirken kalt und durch die oberflächliche Behandlung der Charaktere, kann man sich nicht in sie hinein versetzen. Außerdem kommt es einem so vor, als würde die Geschichte im Film nur über ein paar Tage, höchstens Wochen und nicht über Monate gehen, was den Zuschauer staunen lässt, wie schnell Jess sich auf Roman einlässt. Der Film bekommt von mir drei Sterne, weil ich die grundlätzliche Geschichte mag und die Schauspieler ihre Rollen so gut wie möglich gespielt haben. Außerdem wollte ich, obwohl die Spannung den Film über fehlte, doch wissen, wie es zu Ende geht. Wobei mich die Umsetzung des Endes auch enttäuscht hat, hätte mir da gewünscht zu wissen, wie die ganze Geschichte aus geht... oder wollen die noch einen zweiten Teil drehen?!?!? Possession - Horrorfilm "NEIN", guter Thriller "JA"! 4 von 5 PunktenWenn man das Cover der Blu ray betrachtet, möchte man meinen, dass man einen Horrorfilm in den Händen hält. Dem ist nicht so. Possession ist ein kurzweiliger, gut gemachter Thriller mit überzeugenden Schauspielern. Die Story bietet nicht viele Überraschungen, aber dennoch erzeugt der Film eine düstere und beklemmende Atmosphäre. Ein Großteil der Handlung spielt in dem Haus der Haupakteurin Jess (Sarah Michelle Gellar), die nicht weiß, wem oder was sie nach dem schicksalsträchtigen Unglück glauben soll. Ihrem Verstand oder doch einem Menschen, den sie verabscheut, der ihr aber trotzdem sehr vertraut ist... (ich möchte nicht spoilern, deswegen erzähle ich nichts weiter zur story). Die Schauspieler agieren sehr professionell. Lee Pace überzeugt zu 100% als Roman. Man nimmt ihm das menschliche Ungeheuer ab, als auch den liebenden und fürsorglichen (Ehe)Mann! Durch seinen Charakter "Roman" werden so manche unerwartete Wendungen erzeugt. Sarah Michelle Gellar ist eine erfahrene Schauspielerin. Sie weiß, wie sie sich in Szene setzen muss. Die Tränen rollen gekonnt. Sie beherrscht das Mimikspiel, wie keine andere Schauspielerin. Fantastisch. Obwohl sie in der Rolle der Jess ein wenig zu distanziert wirkt und man sich hier und da gewünscht hätte, dass sie ein wenig mehr Emotionen zeigt. Nicht das sie gefühlskalt wirkt, aber man weiß aus anderen Filmen (the air i breathe), zu was sie befähigt ist. Die Chemie zwischen den beiden Schauspielern passt aber. Kein Wunder, denn im wirklichen Leben scheinen sie gut befreundet zu sein. Die Blu ray überzeugt durch ein gestochen scharfes Bild. Als extras ist unter anderem ein alternatives Ende zu sehen, welches um einiges besser ist, als das im Film gezeigte. Es hätte dem Film noch mehr Dramatik im psychologischen Sinne verliehen. Schade. So kann ich Possession denjenigen empfehlen, die einen dramatisch-psychologischen Thriller sehen möchten. Es ist kein Horrorfilm, auch wenn er so vermarktet wird. Es ist keiner!!!!!! 5 Sterne hätte ich vergeben, wenn das Alternative Ende gewählt worden wäre, aber so vergebe ich gerundete 4 Sterne für einen eigentlich wirklich guten und interessanten Film. Schimäre 4 von 5 PunktenDas glückliche Paar Jessica und Ryan feiert ihren ersten Hochzeitstag. In ihrem großen Haus lebt zur Zeit auch noch Roman, Ryans vorbestrafter Bruder. Roman ist das Gegenteil von seinem liebenswürdigen Bruder Ryan. Jähzorn und eine hohe Gewaltbereitschaft kennzeichnen Roman. Beide Brüder erleiden einen schweren Autounfall und liegen auf der Komastation. Nach einigen Monaten erwacht Roman und gibt vor Ryan zu sein. Zwar lässt sich sein Äußeres kaum leugnen und selbst der Hund meldet seine Bedenken an. Aber seine Verhaltensmuster entsprechen fortan jenen von Ryan. Jessica Gefühlswelt gerät aus den Fugen und fühlt sich trotz aller Bedenken zu Roman hingezogen. Immer wieder tauchen Verdachtsmomente auf, die Jessica zweifeln lassen. Zudem ist Jessica schwanger. Die Lage spitzt sich zu. Die recht interessante Kernidee ist für einen realistischen Logiker schwer verdauliche Kost. Filigrane Dialoge und zahlreiche Schlüsselhandlungen erschaffen aber ein Umfeld, in dem man den Protagonisten folgen mag. Hauptszenario ist das Wohnhaus und so liegt der Fokus auf zwei Personen, die einander observieren und abschätzen. Zahlreiche Accessoires, insbesondere ein Halsanhänger, werden von einer voyeuristischen Kamera präzisen aufs Korn genommen und ins rechte Bild gesetzt. Gerade diese professionelle Kameraführung erschafft Atmosphäre und Spannung. Regie und Schauspieler liefern einen ordentlichen Thriller ab, der mit dem Surrealen spielt, ohne es wirklich einzusetzen. Irreführender Titel und Cover, sonst aber lobenswert! 4 von 5 PunktenSarah Michelle Gellar, eine der größten Scream-Queens der heutigen Horrorfilmszene, scheint langsam aus dem Buffy-und-Co.-Alter herauszukommen. Auch wenn POSSESSION immer noch einen deutlichen Mystery-Einschlag hat, so ist ihre Rolle in dem insgesamt eher gemächlichen Thriller doch deutlich hausbackener, als wir es in den meisten ihrer Filme gesehen haben. Als liebevolle Ehefrau mit einem Job als Rechtsanwältin wirkt sie fast schon ein wenig zu spießig, als man es ihr abnehmen will. Doch ich greife vorweg... Jessica und ihr Mann, der Künstler Ryan, haben sich kennen- und lieben gelernt, als sie seinen Bruder Roman vor Gericht verteidigt hat. Die beiden Brüder sind eigentlich starke Gegensätze: Ryan einfühlsam, romantisch und liebevoll, Roman ein Krimineller, dem auch bei Frauen mal die Hand ausrutscht. Dennoch steht Ryan zu seinem Bruder und versucht, ihn zu unterstützen, wo er nur kann. Doch Jessica hat Angst vor Roman und fühlt sich unwohl, seit er mit ihnen gemeinsam im Haus wohnt. Nach einem Streit packt Roman seine Sachen und will abhauen. Getrieben von ihrem schlechten Gewissen ruft Jessica Ryan an, der sich sofort auf den Weg macht, um seinen Bruder zu suchen. Wie es das Schicksal so will, krachen die beiden Wagen der Brüder auf einer Brücke im starken Nebeltreiben frontal aufeinander, beide werden schwer verletzt und landen im Koma... Ein paar Wochen später, Jessica hat schon alle Hoffnungen aufgegeben, erwacht Roman wieder, doch er ist schwer mitgenommen und ist steif und fest davon überzeugt, eigentlich Ryan zu sein. Erstaunlicher Weise verhält er sich auch wie Ryan, macht die gleichen Dinge, die auch Ryan gemacht hat, geht denselben Interessen nach... Jessica ist verwirrt und verängstigt, denn auch eine Hypnose kann dieses Verhalten nicht erklären. Zudem besitzt Roman Detailkenntnis von Begebenheiten, die er unmöglich wissen kann. Sollte hier etwas wie eine Seelenwanderung stattgefunden haben? POSSESSION thrillt nicht im eigentlichen Sinne des Wortes. Kernelement der Handlung ist vielmehr die Verzweiflung und Zerrissenheit von Jessica: einerseits kann sie nicht glauben, was ihr erzählt wird, andererseits sprechen viele Details dafür, und ausserdem wünscht sie sich so sehr, ihren Mann wieder in die Arme schließen zu können... Die Regisseure Joel Bergvall und Simon Sandquist verstehen es, den kleinen Dingen in dieser Geschichte große Bedeutung beizumessen. Die eigentliche Auflösung der Geschichte wird hierbei im Endeffekt schon fast zur Nebensache, und interessanter Weise gibt es unter den Extras ein alternatives Ende, das fast die gesamte zweite Hälfte des Films zeigt und viele Dinge anders wiedergibt. Hier wurde nicht nur, wie man es häufig als alternatives Ende aufgetischt bekommt, das letzte Bild verändert, sondern der gesamte Plot des Films bekommt eine völlig andere Richtung und wird auch konsequent völlig anders zum Abschluss gebracht. Gäbe es diese Alternativfassung des Films nicht als Extra, würde mich die Geschichte nur halb so gut unterhalten. Die unterschiedlichen Möglichkeiten, die sich aus der Ausgangssituation ergeben, sind aber so klasse ausgebaut worden, dass man hier einfach nur Bonuspunkte verteilen kann. Neben der darstellerischen Leistung von Sarah Michelle Gellar, Lee Pace und Michael Landes ist vor allem der Schnitt in der Szene lobenswert zu erwähnen, in der die beiden Brüder den Unfall bauen. Leider ist dies auch die einzige Szene, in der die Geschichte ein wenig rasanter erzählt wird. Das ansonsten eher gemächliche Tempo lässt die als Thriller gedachte Story dann eher als psychologische Charakterstudie mit Mysterie-Anleihen entarten. Nichtsdestotrotz ist POSSESSION durchaus empfehlenswert und zeigt, dass Sarah Michelle Gellar schauspielerisch mehr auf dem Kasten hat, als sich zu fürchten oder Dämonen zu jagen... |
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Slim Susie
DVD von Splendid |
ProduktbeschreibungSplendid Slim Susie, USK/FSK: 16+ VÃ--Datum: 09.01.06 4 Kundenrezensionen:Übel 1 von 5 PunktenKeine Frage, aufgrund der überwiegend positiven Bewertungen hatte ich mich sehr auf diesem Film gefreut. Auf dem Cover wird geworben mit "Pulp Fiction meets Trainspotting". Leider hatte der Film nicht einen Hauch von diesem beiden Cultfilmen. Der Film fängt zwar lustig an, aber entwickelt sich zunehmend zu einer großen Enttäuschung endet mit einem großen Gähnen. Ich kann nur jedem raten die Finger von diesem Film zu lassen. Schlimmer gehts nimmer. In diesem Sinne! Hasta la vista! Großer Trashstreifen 5 von 5 PunktenVieles gerade im Bezug zum Inhalt dieses Films ist hier nun bereits gesagt worden. Ich selbst habe ihn einmal zum Geburtstag bekommen und war rein von der Aufmachung der DVD sehr abgeschreckt, denn sie sieht furchtbar billig aus. Der Film ist jedoch ganz großes Kino. Sicherlich ist er nicht Pulp Fiction oder Trainspotting, aber was ihn unteranderem auszeichnet sind seine kleinen Anspielungen auf derartige Filme (wie z.B. das Schild an Pölzers Gartentor oder der Verweis auf Tony Montana vom Polizisten). Auch die Kameraeinstellungen finde ich persönlich sehr spektakülär. Im Dorf wird ein skurilles Bild kreeirt mit seltsamen, z.T. beissenden Farben, welches z.T. nahezu künsterlisch erscheint. Die Schauspieler, von denen ich zuvor keinen einzigen kannte, sind meiner Meinung nach, ganz ganz große Klasse! Leider ist die deutsche Synchronstimme, vor allem der weiblichen Darsteller, allen voran der Pizzaverkäuferin ziemlich unterdurchschnittlich (in erster Linie sehr monoton), aber ich glaube, dass ist leider in vielen schwedischen Filmen der Fall... Der Soundtrack ist durchwachsen, gerade die Musik, die während des Titelmenüs läuft ist doch arg trashig. Für mich hat dieser Film Kultcharakter. Ich habe ihn in und mit meinem Freundeskreis schon mehrfach gesehen und freue mich jedes Mal aufs Neue über die fantastische Ausgestaltung der einzelnen Charaktere (allen voran wohl der Polizist!). Wer "Pulp Fiction", "Die üblichen Verdächtigen", "Fight Club" und ähnliche Filme mag, der sollte unbedingt zugreifen! Dorf, Drogen und der Wunsch: Den ganzen Mist nie wieder sehen zu müssen. 4 von 5 PunktenDer Vergleich mit Trainspotting ist im Grunde schon treffend, wobei Trainspotting für mich der eindeutig bessere Film ist. Trainspotting spielt eben eine andere Liga... Gut, dass Slim Susie offensichtlich gar keine Kopie sein will und deshalb ein witzig-makaberer Film geworden ist. Mögt ihr neben Trainspotting Filme, wie z.B. "In China essen sie Hunde", "Old men in new cars" oder die alte TV-Serie "Olsen Bande"? Ich denke, dann könnte euch der Film gefallen. (Obwohl er auch an diese Werke für mich nicht ganz heran kommt.) Das Ende hätte ich ganz anders gestaltet, aber es ist soweit passend (und es gibt eins...!). Komme selber aus einem Provinz-Nest und habe viele Aspekte des Lebens abseits der Metropolen wiedergefunden. Irgendetwas muss man doch gegen die Langeweile tun. Kaff ist eben überall Kaff... Außerdem hat die DVD eine umfangreiche Auswahl interessanter Filme in der Trailershow (Extras). Diese Trailer stellen Filme vor, die auch etwa den beschriebenen Filmgeschmack treffen könnten. Im Verhältnis wären 3,5 Sterne angemessen, aufgerundet 4. Erik sucht seine Schwester und seine Vergangenheit. 4 von 5 PunktenDesillusioniert kehrt Erik von Stockholm in seine heimatliche Provinz zurück. Zudem ist seine Schwester Suzie spurlos verschwunden. Die behördlichen Ermittlungen weisen keine Ergebnisse auf und Erik begingt selbst zu recherchieren. Er besucht alte Freunde und Lokalitäten, wo sich seine Schwester gerne aufhielt. In zahlreichen Gesprächen erfährt Erik manches über den kleinen Ort und über Suzie. Seine kleine Schwester hatte es faustdick hinter den Ohren. Sex and Crime kannte sie nicht nur aus dem Fernsehen, sondern war selbst recht aktiv auf diesem Gebiet. Den anderen Einwohner scheint es ebenso zu ergehen, sie haben ihre kleinen und größeren Verfehlungen und nerven damit die Umwelt. So kommt der ermittelnde Erik mit einigen verrückten Einzelschicksalen in Kontakt und stellt mit Erstaunen fest, das alle mehr oder weniger miteinander zu tun haben. Seine Schwester scheint durch einen Sterbefall auf der Pflegestation zu einer Menge Geld gekommen zu sein. Dies weckte die Begehrlichkeit einer Krankenschwester. Wie durch göttliche Fügung gelingt es Erik alle Fäden geordnet zusammen zu bringen und seine Schwester zu finden. Die Geschichte wird in dem so beliebte Philip Marlowe Stil erzählt. Die beteiligten Figuren mit ihrem Einzelschicksal werden liebevoll wie ein Diorama dargestellt. Wie Puzzlestücke fügen sich zum Schluss alle Teile sorgfältig zu dem alles erklärenden Ganzen zusammen. Ein pfiffiger, humorvoller Krimi der nördlichen Art. |
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The Wedding Photographer (2009) ( Bröllopsfotografen ) [ Schwedische Fassung, Keine Deutsche Sprache ]
DVD von Sandrew Metronome |
ProduktbeschreibungSchweden Edition, Blu-Ray/Region B DVD: TON: Schwedisch ( Dolby Digital 5.1 ), Schwedisch ( Dolby DTS-HD Master Audio ), Dänisch ( Untertitel ), Englisch ( Untertitel ), Finnisch ( Untertitel ), Norwegisch ( Untertitel ), Schwedisch ( Untertitel ), WIDESCREEN (2.35:1), BONUSMATERIAL: Anamorphic Widescreen, Hinter den Szenen, Szene Zugang, Trailer(s), Wechselwirkendes Menü, SYNOPSIS: When the factory in Molkom shuts down, Robin leaves his beloved hometown to try his luck in Stockholm as a wedding photographer. This experience changes not merely his outlook on life but also his hairstyle. |
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Midsummer
DVD von EuroVideo |
ProduktbeschreibungEurovideo Midsummer, USK/FSK: 16+ VÃ--Datum: 12.02.04 Aus der Amazon.de RedaktionNach dem Selbstmord seiner Schwester fährt der frischgebackene Abiturient Christian trotz schwerer Schuldgefühle mit einer Gruppe von Freunden zum traditionellen Mitsommerfest in ein einsames Waldhäuschen. Dort häufen sich schon bald mysteriöse Vorfälle. Christian vermutet, dass der Geist seiner toten Schwester mit ihm in Kontakt treten will... Horror aus Dänemark? Abgesehen von Ole Borndals großartigem Nightwatch bisher eine Rarität. Mit Midsummer gibts nun einen qualitativ ähnlich überzeugenden Genre-Vertreter, der beweist, dass Horrorstreifen auch ohne Blutvergießen unter die Haut gehen können. Im Gegensatz zu vielen uniformen Teen-Slashern setzt Regisseur Carsten Myllerup auf dichte Grusel-Atmosphäre und stimmig fotografierte Bilder (im Cinemascope-Format). Die jugendlichen Darsteller sind hierzulande zwar gänzlich unbekannt, wirken aber durchweg authentisch. Die Auflösung des unheimlichen Treibens ist dann ebenfalls gut und schlüssig geraten und kann mit einem schönen Story-Twist aufwarten (wenngleich der geschulte Horror-Fan das Ganze sicher schon vorher erraten hat). Für einen relativ unbekannten Film wie Midsummerüberrascht die DVD mit einer einwandfreien Umsetzung. Besonders die Tonspuren sind bei der Unterstützung der gezielt eingestreuten Schockmomente sehr effektiv und bieten sowohl die deutsche Synchronisation wie auch den dänischen Originalton jeweils in Dolby Digital 5.1 und Stereo. Auch die Ausstattung an Bonusmaterialien ist durchaus ordentlich. Neben Trailer und Produktionsinfos finden sich noch einige deleted Scenes sowie der Kurzfilm "Leaving Grey" von Sebastian Panneck. Marc Osmers 4 Kundenrezensionen:Unruhige Geister. 4 von 5 PunktenNach dem Abitur fährt Christian mit vier weiteren Jugendlichen zum Mittsommerfest zu einem entlegenen Blockhaus in Ferien. Die Stimmung ist ausgelassen und die fünf feiern ein wenig. Christians Stimmung ist betrübt, denn seine Schwester hat unlängst Selbstmord begangen. Melankolisch und hochsensibilisiert nimmt Christian seltsame Dinge wahr. So taucht der Schlüsselbund seiner Schwester immer wieder auf. Zudem sieht er ein junges Mädchen die Wälder durchstreifen. Christian begingt zu recherchieren und entdeckt ein dunkles Geheimnis. Die Geschichte wird spannend und glaubwürdig erzählt. Die surrealen Einlagen stimmulieren und zerstören nicht die Logik des Handlungstrangs. Das Annähern an das Geheimnis wird raffiniert in die Länge gezogen. Die Pointe bleibt bis zum Schluss offen. Ein gut gemachter Thriller. Guter nordischer Film, aber nicht einer der Besten 3 von 5 PunktenGleich zu Beginn: Ich stehe auf skandinavische Filme. Aber Midsummer fällt für mich in der sonst hochstehenden Qualität der nordischen Filmemacher ganz klar ab. Es liegt nicht an der Umsetztung des Skripts, denn diese ist gut. Aber das Drehbuch erinnert mich zu sehr an die gängige Hollywood-Manier. Die Gesichichte ist schnell erzählt: Die Schwester der Hauptfigur macht Selbstmord. Der Brunder ist von Schuldgefühlen geplagt, macht sich Vorwürfe, er erlebt einige merkwürdige Dinge, erzählt sie, es nimmt ihn niemand ernst, alle glauben er drehe durch, die Geschichte beginnt sich zu klären und ein Verbrechen wird aufgeklärt. Für mich ist Midsummer dennoch ein sehenswert Film, aber sicher keiner den man gesehen haben muss. Ganz klare STRONG-VIEW-EMPFEHLUNG !!! 5 von 5 PunktenWahnsinn - es gibt sie noch, Filme mit guter story, glaubhaften Darstellern, grandioser Atmosphäre und einer Stimmung, die den Zuschauer ganz unterschwellig aber umso mehr erschaudern lässt und einen vollkommen in seinen Bann zieht. Ich bin eigentlich ein durch Hollywood-Slasher Filme recht verdorbenes Wesen, habe mir unzählige Teenie-Scream und Collegegören-Scary_movies angeguckt - immer mit einem gewissen Grad der Belustigung. Nun aber weiss ich wieder was gutes Kino ist, was ein motiviertes und talentiertes Team auf Filmstreifen bannen kann. Diese story hat alles was man sich wünschen kann. Sie ist atmosphärisch, geisterhaft, nachvollziehbar, unberechenbar und wunderschön. Fast war es für mich schmerzhaft mich am Ende des Filmes von alledem trennen zu müssen - sowas passiert einem Cineasten nur sehr sehr selten. Wer auf mehr als nur Film steht, wer das mysteriöse liebt und gerne mal von der Mainstream-Teenie-Gruselhighway abbiegen möchte auf die Panoramastrecke - der sollte sich diesen Film holen und sich einsaugen lassen in fremdes und doch so vertrautes Kino - weil es ist wie man es sich in seinen besten Erwartungen wünscht - und nur selten zu sehen bekommt. Ganz ganz grandios - Vergleiche mit den von anderen erwähnten Filmen werden diesem Streifen nicht gerecht und sollten distanziert betrachtet werden. Was hier lauert ist eine Perle - und die sind bekanntlich immer recht schwer zu finden. Gotcha! Viel Vergnügen!!! I know where you died last Summer. 4 von 5 PunktenJa, in der Tat, in vielen Punkten fühlt man sich bei MIDSUMMER an eine nordeuropäische Variante von I KNOW WHAT YOU DID LAST SUMMER erinnert. Aber eben an eine NORDEUROPÄISCHE - und das heißt nicht nur, daß den Figuren hier wesentlich mehr Gewicht beigemessen wird. Sondern auch, daß auf dem Stoff und seiner Inszenierung eine deutlich spürbare Schwere liegt bis lastet, teils fast greifbare Melancholie. Der Film beginnt bereits sehr dramatisch: mitten auf einer ausgelassenen Party zum Ende der Schulzeit bringt sich die 18jährige Sofie durch eine Überdosis Schlaftabletten um. Keiner begreift, warum sie das getan hat; ihr Bruder Christian und ihre Freunde sind fassungslos. Trotzdem - und vor allem, um Christian auf andere Gedanken zu bringen - fahren sie zwei Monate später, wie geplant, auf ihren traditionellen Trip nach Schweden. Bei reichlich Bier und Sex wollen die drei Jungs und die beiden Mädels in einem einsamen Landhaus in den schwedischen Wäldern die Mittsommernacht begehen. Als sie dann auch noch die attraktive Einheimische Linn kennenlernen, steht dem Relaxen nichts mehr im Wege. Wäre da nicht der seltsame alte Nachbar, der immer wieder um ihr Haus herumschleicht; und wären da nicht die Merkwürdigkeiten, die vor allem Christian auffallen: Regelmäßig, wenn sie mit ihrem Auto auf dem Weg zum Haus eine bestimmte Stelle passieren, geht der Motor aus; das Auto scheint nachts selbsttätig die Scheinwerfer einzuschalten, und - besonders beängstigend: Als sie sich umbrachte, hatte Sofie einen Schlüssel in der Hand. Dieser taucht plötzlich auf, und egal, wie sehr Christian auch versucht, ihn loszuwerden, er kommt immer wieder zurück. Versucht Sofie etwa, mit ihm Kontakt aufzunehmen? Bildet er sich das alles nur ein? Oder spielt ihm jemand einen bösen Scherz? Diese Frage läßt der Film bis kurz vor seinem Ende offen, und zwischendurch lenkt er einen auch mindestens einmal auf eine falsche Fährte - wobei ich mir aber nicht sicher bin, ob dies wirklich absichtlich geschieht. Überhaupt läßt sich MIDSUMMER viel Zeit, ist sehr ruhig inszeniert, man braucht etwas Geduld. Und man braucht die Bereitschaft, sich auf die Geschichte und ihre Figuren einzulassen - denn es gibt (zunächst) weder Blut noch sonstige Effekte, die für "Kurzweil" sorgen würden. Dafür gibt es sehr glaubwürdige und gut entwickelte Charaktere, deren Emotionen, deren Schmerz und auch Angst man fast spüren kann, und die man ihnen jederzeit abkauft. Was es außerdem gibt, sind ein hervorragender Indie-Pop-Soundtrack, umwerfend hübsche Mädels und ein paar wunderschöne Landschaftsaufnahmen. Vor allem aber eine sehr ungekünstelt und dadurch "frisch" wirkende Inszenierung - gepaart mit sehr viel Ernsthaftigkeit. Die Auflösung der mysteriösen Vorfälle geschieht, wie gesagt, erst kurz vor dem Schluß des Films. Zum Glück. Denn sie ist leider, wenn auch so nur schwer vorhersehbar, vollkommen daneben: billig, nicht eben glaubwürdig, schon 100 mal gesehen - das kostet den Film Sympathie. Und es nimmt ihm einen Teil seiner Klasse. Wenn man allerdings nicht allergisch auf Jugendliche in einem Horror-/Psychothriller reagiert und noch dazu einen freien Kopf und etwas Muße hat - sollte man sich MIDSUMMER ansehen. Für mich einer der besseren Filme des Fantasy FilmFests 2003. 7,5 von 10 Punkten. |
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Wer zu spät kommt... / The Best Man's Wedding (Jalla! Jalla!) [ Australische Fassung, Keine Deutsche Sprache ]
DVD von Palace Films |
ProduktbeschreibungAustralien Edition, PAL/Region 0 DVD: TON: Schwedisch ( Dolby Digital 2.0 ), Englisch ( Untertitel ), ANAMORPHIC WIDESCREEN (1.85:1), BONUSMATERIAL: Filmographies, Foto-Galerie, Szene Zugang, Trailer(s), Wechselwirkendes Menü, SYNOPSIS: Komödie um die multikulturelle Freundschaft zwischen einem libanesischen Emigranten und einem jungen Schweden, die durch eine originelle Mixtur unterschiedlichster Probleme und Problemchen miteinander verbunden sind. Während der eine mit einer entfernten Verwandten verheiratet werden soll, bekommt der andere Potenzprobleme. Freundschaft, Liebe und die Konflikte der Kulturen und Generationen werden leicht, temporeich und mit viel Sinn für Situationskomik inszeniert, wobei der Film vor allem durch präzises Timing, witzige Dialoge und vielfältige filmische Ausdrucksmittel besticht. SCREENING/VERGEBEN IN: Europäische Film-Preise, |
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