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Produkt-Bild: Vicky Cristina Barcelona

Vicky Cristina Barcelona
mit Scarlett Johansson, Penélope Cruz, Javier Bardem, Regie: Woody Allen

DVD von Concorde
Preis bei Amazon: EUR 8,98, Angebote ab EUR 4,98

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Vicky Cristina Barcelona

Produktbeschreibung



Beschreibung:
Es ist Sommer, man ist jung und schön und der spanische Wein perlt mühelos die Kehlen hinunter. Woody Allens neuester Streich erzählt einmal wieder von der Liebe und ihren Spielarten. Das Dreierteam Scarlett Johansson, Penelope Cruz und Javier Bardem gibt das wilde europäische Leben. Ihre Charaktere sind ungezähmt aber dennoch enorm stereotyp: Die naive Amerikanerin, die sich austobt, die psychisch labile Künstlerin und der kreative klassische Verführer. Das ist eine Welt des Filmes, die Gegenwelt stellt das amerikanische Spießertum der Upper Class. Beide Welten greifen stark ineinander, denn im Grunde will die eine stets das, was die andere hat. Warum sollte man es sich auch leicht machen, wenn es auch kompliziert geht. Die emotionalen Irrungen und Wirrungen um Liebe und Zufriedenheit werden spannend und in wunderbar warmen Bildern vermittelt. Man schaut gerne zu, lauscht den spanischen Schimpftiraden und ergötzt sich an Glück und Leid der schönen Menschen, denen es eigentlich doch so gut geht. Dass chronische Unzufriedenheit eine schlimme Krankheit ist, stellt eine der Figuren bezeichnend fest. Schauspielerisch werden angenehme, aber keine Wunderleistungen vollbracht (weshalb Cruz mit dem Oscar als 'Beste Nebendarstellerin' bedacht wurde, bleibt weiterhin rätselhaft). 'Vicky Cristina Barcelona' ist ein - in jeder Hinsicht - hervorragender Film und definitiv seit langem die beste Arbeit Allens. Eine wunderschöne Geschichte, in wunderschönen Bildern, mit wunderschönen Menschen - gleichermaßen humor- wie spannungsvoll erzählt.

  • Verpackung: 1
  • Datenträger: 1


Angaben laut Hersteller
Anzahl Datenträger: 1
Darsteller: Scarlett Johansson, Penélope Cruz, Javier Bardem
Regisseur(e): Woody Allen
Format: PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 3.0), Deutsch (DTS 5.1), Englisc

Aus der Amazon.de-Redaktion


Eine muntere Ménage à trois schwebt dem spanischen Maler Juan Antonio vor, als er den beiden amerikanischen Touristinnen Vicky und Cristina in Barcelona begegnet: Er lädt sie zu einem gemeinsamen Wochenende in sein Haus nach Oviedo ein, doch das entwickelt sich ganz anders als geplant. Während die ungebundene Cristina durchaus Interesse und sich einem neuen Abenteuer gegenüber aufgeschlossen zeigt, ist es Vicky, die kurz vor der Hochzeit steht und ob dieses Vorschlags zunächst völlig entsetzt ist, die mit dem charismatischen Maler im Bett landet. Damit nimmt der turbulente Liebesreigen in der spanischen Sommerfrische seinen Lauf: Vicky heiratet Doug und Cristina zieht bei Juan Antonio ein ? ebenso wie seine temperamentvolle Ex Maria Elena, die schließlich doch noch die Ménage à trois komplettiert. Aber Woody Allen wäre nicht Woody Allen, wenn er die Karten nicht noch einmal neu durchmischen und seine hochkarätige Darsteller-Riege heiter weiter zum Bäumchen-wechsel-Dich-Spiel schicken würde.
Leichtfüßig beschwingt mit einem Schuss Erotik gewürzt liefert Woody Allen mit Vicky Cristina Barcelona eine heitere Hommage auf das Leben und die Liebe vor der sommerlichen Kulisse des malerisch ausgeleuchteten Barcelonas. Die Sommernachts-Sexkomödie lässt grüßen! Nach drei Filmen in London, in denen es hauptsächlich um Klassengegensätze und den Aufstiegswillen des Einzelnen ging, wandelt Allen nun auf den Spuren seinen Regiekollegen Pedro Almodóvar, von dem er auch prompt eine seiner Hauptdarstellerinnen auslieh. Penélope Cruz spielt dann auch alle anderen mit Leidenschaft und Verve glatt an die Wand. Javier Bardem überrascht nach seiner Rolle als eiskalter Killer in No Country for Old Men als vielschichtiger, sensibler Künstler, der wie alle anderen auch beständig auf der Suche nach der wahren Liebe ist. Was auf den ersten Blick als locker-flockige Beziehungskomödie erscheint, ist auf den zweiten Blick eben doch ein typischer Allen: Gibt es die vollkommene Liebe überhaupt? Kann denn nicht nur die unerfüllte Liebe wirklich romantisch sein? Eher ungewöhnlich für Allen ist die sommerliche Leichtigkeit und Entspanntheit, mit der Woody Allen für jede Figur einen anderen Weg aus dem Zwiespalt der Gefühle weist. Natürlich wird viel geredet, was vor allem auch auf den allwissenden Erzähler zurückzuführen ist, der alle Vorgänge und Gedanken ironisch auskommentiert. Eine weitere Hauptrolle spielt die Stadt Barcelona selbst, deren eindrucksvolle Schönheit, begleitet von bezaubernder spanischer Gitarrenmusik, voll zur Geltung kommt. Am Ende suchen alle weiter nach dem gewissen Etwas ? was auch immer das sein möge. -- Ellen Große
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5 Kundenrezensionen:

Liebesreigen in Barcelona
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Es ist erstaunlich. Seit Woody Allen, nun schon jenseits der 70, Filme in Europa macht, läuft er richtiggehend in Hochform auf. "Vicky Christina Barcelona" ist eine erfrischend leichte und sehr entspannte Sommerkomödie. Woody Allen hat sich ganz von seiner slapstick-komischen Vergangenheit, seinen teilweise pseudointellektuellen Pointen und von seiner antiquierten Musikauswahl (alter Jazz) verabschiedet. Herausgekommen ist ein lockeres Liebeskarussell, das es Woody Allen ermöglicht, intelligent und witzig über die Liebe und das Leben zu sinnieren. Insgesamt erinnert der Film etwas an französische Filme (z.B. Eric Rohmer).
Der Film plätschert zunächst etwas dahin, aber wie Penélope Cruz auf der Bildfläche erscheint, kommt richtig Würze in den Film. Die Schauspieler sind einmal mehr sehr gut. Insbesondere Scarlett Johansson, die in ihren drei Woody Allen-Filmen jeweils ganz andere Charaktere verkörpert.
Langweiliges Treiben in Barcelona
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Liebeswirrwarr um zwei Barcelona-Touristinnen. Schöne Gegend, ermüdender Film. Die Extras der "Vicky Cristina Barcelona" Blu-ray beschränken sich auf ein Interview mit Penélope Cruz (3:45 Minuten) und Trailer. Kein Wendecover, aber mit kleinem Beiheft.
Penélope so schön wie nie
5 Punkte 5 von 5 Punkten
ein typischer Woody Allen Look, ein gefühlter Hektoliter Rotwein, spanische Gitarrenmusik und Darsteller, die perfekt in dieses Bild passen...allen voran die Göttin Penélope Cruz, die sich ihren Oscar redlich verdient hat.
der Wechsel zwischen Englisch und Spanisch belebt zudem die Dialoge zusätzlich.

der richtige Sommerfilm...leicht, erotisch und einfach sehenswert - wer jedoch einen Blockbuster erwartet, der wird hier nicht fündig werden. hier stehen nicht Handlung oder Effekte im Vordergrund, sondern Lebensgefühl und spanische Atmosphäre

für Penélope Fans sowieso ein Muss
Zufrieden
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ich halte mich kurz:

Der Film ist gewiss Geschmackssache. Ich persönlich halte ich für einen der besten Woody Allens, weil der dezent ironische Erzählton Raum lässt für Lacher und gleichzeitig ausgewogen über romantische und allzu romantische Gefühle nachzusinnen. Dem Film fehlt - aus meiner Sicht glücklicherweise - die selbstverliebte Schöngeistigkeit älterer Allen-Werke über Liebe, Treue und das Leben. Mir war es auch willkommen, dass er nicht als Darsteller in Erscheinung tritt. Soweit aber ist es wirklich eine Frage des Geschmacks.

Zu Bild und Ton:

+ Wer Barcelona und Spanien im Sommer kennt, der weiß, dass hier Farbe und Licht schön eingefangen sind
+ die leichte Körnung des Bildes ist nach meiner Wahrnehmung kein technisches Defizit, sondern essentieller Teil der Atmosphäre (ich erwarte hier keine Bilder Barcelonas in der Kristallschärfe einer Bildsequenz aus "The Dark Knight")
+ Kontraste und Farben überzeugen mein Auge voll und ganz
+ die akustische Untermalung setzt stark auf Stimmen und Dialog; in Szenen mit Musik aber spielt auch hier die Blu-Ray ihre Stärken aus

- Allen-typisch liegt der Ton nur in Stereo vor
- Bass ist praktisch nicht vorhanden - dafür fehlen aber letztlich auch die Szenen

Wer kann, sollte diese Fassung der DVD vorziehen.

Gleichwohl fehlen neben dem Film Extras. Ich vermisse sie nicht, aber manch anderem mag es so gehen.
Klasse !
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wody Allens Filme sind zwar sehr oft gleich strukturiert aber keineswegs langweilig. Er gehört zu den wenigen Regisseuren bzw. Drehbuchautoren der mit den einfachsten als auch wichtigsten Themen der zwischenmenschlichen Beziehungen eine angenehme und lustige Atmosphäre verschaffen kann.

Genau so ist es auch in "Vicky Cristina Barcelona". Während die bodenständige Vicky sehr genau weiß was sie erreichen möchte, ist ihre Freundin Cristina noch auf der Suche. So kommt es, dass die Beiden den Künstler Juan kennenlernen. Juan, der weiterhin an seiner Ex-Ehefrau nachweint und zeitgleich Vicky und Cristina attraktiv findet, wirkt auf das Publikum meiner Meinung nach interessant und nicht aalglatt. So führt natürlich das Eine zum Anderen.

Penelope hat ihre Rolle grandios gespielt. Sie war wirklich sowas von durchgedreht dass sie einem Angst gemacht aber auch erfreut hat. Man hat die Leidenschaft diese in ihre Rolle gesteckt hat, förmlich gespürt. Den Oscar hat sie nicht umsonst bekommen.

Javier Bardem - Ich hab schon einige Filme von ihm gesehen. Er wirkt zwar unscheinbar aber ich muss sagen, dass er wirklich zu einen der Großen gehört. Noch gestern bewunderte ich seine schauspielerische Darstellung als eiskalten Auftragskiller in No Country for Old Man So bewundere ich ihn heute als geknickten aber auch charmanten Künstler Juan. So wandelbar wie er sind in diesem Business wenige.

Also wer wirklich Wody Allens Filme mag, wird sich mit Vicky Cristina und Barcelona wohl fühlen. Die Story hat obwohl es eine schwere Kost sein könnte, eine Leichtigkeit in der Erzählung, dass die Zeit im Nu verfliegt. Ich kann diesen Film als leichte Kost weiter empfehlen!

Von der Bildqualität her, bin ich gespalten. In einigen aber wenigen Szenen war es wirklich unverständlicherweise sehr körnig. Aber im Großen und Ganzen fühlte man sich in den Orten durch die volle Farbqualität unheimlich wohl. Das Publikum kriegt das Gefühl als würde man direkt im lauwarmen Barcelona, am Abend in einer Cafeteria sitzen und der schönen Musik lauschen.

Aus diesem Grund kriegt der Film von mir volle 5 Sterne!!!
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Produkt-Bild: Match Point (Einzel-DVD)

Match Point (Einzel-DVD)
mit Scarlett Johansson, Emily Mortimer, Jonathan Rhys Meyers, Regie: Woody Allen

DVD von Paramount
Preis bei Amazon: EUR 6,97, Angebote ab EUR 5,35

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: August 2006
Zoom ± Produkt-Bild: Match Point (Einzel-DVD)
  • FSK 6

Produktbeschreibung


Gerade ist Chris Wilson von einem Londoner Tennisclub als Tennislehrer eingestellt worden, da lernt er Tom Hewett kennen, der ihn in den Kreis seiner schwerreichen Familie einfhrt. Tom bahnt damit ein Verhltnis zwischen Chris und seiner Schwester Chloe an. berraschend schnell wird der angenehme junge Mann von der Familie Hewett als knftiger Schwiegersohn gesehen. Seit Chris jedoch Nola, Toms Verlobte, zum ersten Mal gesehen hat, fhlt er sich unwiderstehlich zu ihr hingezogen. Nola, ein erfolgloses amerikanisches Starlet, wird von Toms Eltern als nicht standesgem abgelehnt.
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5 Kundenrezensionen:

An den Haaren beigezogen
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Die erste Hälfte des Filmes gefällt mir sehr gut - ein gelungenes Sittengemälde der englischen upper class mit durchwegs exzellenten schauspielerischen Leistungen.Danach wechselt der Film ziemlich plötzlich das Genre - jedoch der Versuch eines leicht ironischen Thrillers geht vollkommen in die Hose ,die Handlungsweisen des Hauptdarstellers sowie von Nola sind vollkommen unglaubwürdig und an den Haaren beigezogen - die Schlusspointe verfehlt einfach dadurch ihre Wirkung , dass Sie bei einer normalen detektivischen Arbeit ( wie sie jede TV.-Vorabendserie liefert) überhaupt nicht zustande gekommen wäre. Wäre dies das Erstlingswerk eines jungen Regisseurs könnte man getrost darüber hinwegsehen, aber Regie und Buch : Woody Allen - ich kann dies kaum für möglich halten .
Naja
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Der Film ist ziemlich langatmig. In der ersten Hälfte des Film, fragt man sich was ist da überhaupt die story. Nach einer Stunde Langeweile wirds dann auf den Schluss hin relativ spannend und endet dann ziemlich plötzlich.
schlecht in jeder Hinsicht
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Eine absolut unglaubwürdige Handlung. Meyers und Johansson wirken eher wie Brecht'sches Theater als subtiles Schauspiel. Und ein absolut unglaubwürdiger Plot, da dass Alibi des Täters an allen Ecken und Enden zusammenbrechen würde. Das ganze war für mich als denkenden Zuschauer eine Beleidigung. Ein bisher völlig überbewerteter Film und eine große Enttäuschung.
Was soll das!?
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Ich habe mir den Trailer dieses Filmes angesehen und fand ihn wirklich gut. Daraufhin habe ich noch Bewertungen von amazon.de gelesen und ihn einfach gekauft. Ich hatte große Erwartungen an den Film und war mir sicher dass er diesen gerecht werden würden.
Anfangs war der Film echt ganz ok und man hat auch noch das Gefühl gehabt er würde besser werden. Doch ganz im Gegenteil! Er wurde mit jeder Minute schlechter und abgedrehter. Das was am Ende passiert ist hatte absolut nichts mehr mit dem Thema zutun.
Ich war jedenfalls sehr enttäuscht und auch das hübsche Gesicht von jonathan rhys meyers konnte den Film nicht mehr retten. Obwohl er und Scarlett Johansson noch am meisten durch ihre gute Leistung an Schauspiel überzeugen konnten. Deshalb der eine Stern! (und weil ich einen ja geben musste)

Ansonsten würde ich jedem der etwas dramatisches und leidenschaftliches sehen möchte von diesem Film abraten.
Solide, aber wenig originell
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Im Grunde gibt es an "Match Point" nichts auszusetzen. Auch wenn der Film im ersten Viertel etwas zäh ist, entwickelt sich ein interessantes Beziehungsgeflecht. Es geht um Liebe und Lust, um Ehe und Affären und schließlich sogar um Mord. In zwei wesentlichen Punkten unterscheidet sich "Match Point" von den meisten anderen Woody Allen-Filmen: Der Film ist keine Komödie, sondern ein Drama, und er spielt nicht in New York, sondern in London. Abgesehen davon ist aber alles wie immer: Woody Allen schafft eine sehr künstliche Welt, in der privilegierte Oberschichtler sich ihren privilegierten Hobbys (Pferde, Sportwagen, Oper) hingeben, in Bars rumhängen und über das Leben sinnieren. Das alles lässt einen als Zuschauer ziemlich kalt, da die Protagonisten so künstlich und abgehoben sind, dass eine Identifikation kaum zustande kommen kann.

Woody Allen schafft mal wieder ein Setting, in dem eine Hand voll Figuren eine Geschichte durchlebt, in der es um seine klassischen Lebensfragen geht: Was ist der Unterschied zwischen Liebe und Lust? Was ist der Unterschied zwischen einer ernsthaften Beziehung und einer heißen Affäre? Kann man in einer Beziehung auf Dauer Liebe und Lust empfinden und das Feuer der Leidenschaft aufrecht erhalten? Ist es, wenn man das nicht kann, vielleicht nicht die richtige Beziehung? Woran aber ist die richtige Beziehung zu erkennen? ... Das alles wurde bereits in "Der Stadtneurotiker", "Manhattan", "Ehemänner und Ehefrauen", usw. thematisiert. Auch geht es mal wieder um eine größere moralische Frage: Darf man einen Mord an einem Menschen begehen, wenn man dadurch etwas vermeintlich Größeres schützt? Diese Frage hatten wir bereits in "Verbrechen und anderen Kleinigkeiten", wo es darum ging, durch einen Mord die Familie zu retten, und in "Bullets over Broadway" (Rettung der Kunst). Und das alles geschieht in vielen hochtrabenden Dialogen und mit ziemlich wenig Handlung.

Woody Allen hat mit "Match Point" einen guten Film gemacht, der zwischenzeitig großartige Ansätze hat, insgesamt aber dennoch nicht überzeugt, weil er inhaltlich das ewig gleiche Süppchen aufwärmt, das Allen seinem Publikum schon in mehr als vierzig seiner anderen Filme vorgesetzt hat.
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Produkt-Bild: Lovesong für Bobby Long

Lovesong für Bobby Long
mit John Travolta, Scarlett Johansson, Gabriel Macht, Regie: Shainee Gabel

DVD von Universum
Preis bei Amazon: EUR 9,99, Angebote ab EUR 5,14

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Februar 2006
Zoom ± Produkt-Bild: Lovesong für Bobby Long
  • FSK 6

Produktbeschreibung


Als sie vom Tod ihrer Mutter erfhrt, kehrt Purslane Hominy Will nach langer Zeit zurck in ihre Heimatstadt New Orleans. Doch ihre Heimkehr verluft fr die 17-jhrige ganz anders als erwartet. Erst verpasst sie das Begrbnis um einen Tag. Dann stellt sie fest, dass sich der Familiensitz, ein einfaches Holzhaus am Stadtrand, in eine heruntergekommene Bruchbude verwandelt hat. Und zu allem berfluss muss sie sich auch noch mit zwei fremden Mnnern arrangieren, die sich in das Haus eingenistet haben mit dem in die Jahre gekommenen Ex-Literaturprofessor Bobby Long und seinem Schtzling Lawson Pines. Pursys Mutter hat den Dreien das Haus zu gleichen Teilen vermacht, und so entsteht eine unfreiwillige Wohngemeinschaft. Pursy bringt das Domizil nach und nach auf Vordermann - und ist ziemlich genervt von den beiden Mnnern, die sich als Bohemiens gebrden. Doch ganz allmhlich bildet sich eine eigenwillige Freundschaft...
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5 Kundenrezensionen:

Top!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die Meinungen bei amazon brachten mich dazu, diesen Film zu kaufen.
Nach langer Zeit hab ich es heute geschafft, ihn zu gucken - und ich bin ebenso begeistert wie alle anderen vor mir!
Was soll man noch groß dazu sagen? Die drei Hauptdarsteller harmonieren perfekt und sind ein eingespieltes Team. Die Geschichte ist etwas erfrischendes, neues, herzergreifendes.
Mehr gibt es nicht zu sagen, ach doch: Ich möchte jetzt auch unbedingt mal nach New Orleans ;)
Ein hervorragender Film
5 Punkte 5 von 5 Punkten
... tolle Schauspieler und ein sehenswerter Film ist hier präsentiert worden.
Ein Film, der zum Nachdenken anregt.
Schön, dass es noch solche Filme gibt.
Glück macht durch Höhe wett, was ihm an Länge fehlt.
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich habe mir den Film nicht mit besonders großen Erwartungen angesehen. Um so mehr war ich fasziniert und positiv überrascht. Ich kann mich den vorhergehenden Rezensionen nur anschließen. Tolle Schauspieler, tolle Aufnahmen des schwülen New Orleans, begleitet durch vier Jahreszeiten, stimmige Musik (natürlich New Orleans Jazz und Blues), und ein schöner Plot, der zwar vorhersehbar ist aber dennoch sehr berührt, ohne jedoch ins Kitschige abzudriften. Die vielen Zitate aus der amerikanischen Literatur sind gut ausgewählt und greifen die jeweilige Stimmung auf bzw. spiegeln die Charaktere sehr gut wieder.

Mein Fazit: Wunderbarer Film, den man auch mehrfach ansehen und immer wieder neu entdecken und genießen kann. Sollte in keiner Sammlung fehlen.
bewegendes melodram.
5 Punkte 5 von 5 Punkten
eigentlich mag ich solche filme nicht, aber lovesong for bobby long hat was.
ich weiss nicht ob es an der interessanten und bewegenden story liegt, oder an den brilliant agierenden darstellern, oder doch vielleicht an den fesselnden dialogen, aber dieser film hat charme und witz, fesselt einen und regt zum nachdenken an.
die geschichte dreier gescheiterter existenzen, die in einer unfreiwilligen wohngemeinschaft das zusammenleben üben müssen und dabei mit schwächen und stärken, den eigenen und denen der anderen, konfrontiert werden ist schlichtweg fazinierend und zieht einen sofort in ihren bann.
schade das es solche filmischen juwele nicht allzu häufig gibt.
ich jedenfalls empfehle diesen film auch leuten die normalerweise mit melodramen nichts anfangen können.
5 sterne für lovesong for bobby long.
Wundervoll und selten!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
.. tja was soll man noch sagen, viele der vorangegangenen Rezensionen sprechen mir direkt aus dem Herzen.

Die Geschichte rund um den gefallenen Literaturprofessor, der mit einem seiner ehemaligen Studenten zusammen das alkoholreiche Lotterleben genießt und um die etwas hoffnungslose Pursy, die in das Leben der beiden stolpert, wird gefühlvoll und in wunderschönen Bildern erzählt.
Hier wechseln sich Melancholie und Komik so wundervoll ab, dass man manchmal gar nicht weiß ob man nun lachen oder eher etwas bedrückt sein soll. Es ist eine warme Geschichte, die den Zuschauer auf wundersame Weise, leicht beschwingt einfach mitträgt und ihn in ihren Bann zieht! Dabei wird der Film von absolut wundervollen Schauspielern getragen.. allen voran sei John Travolta genannt, aber auch Scarlett Johansson und Gabriel Macht sind in absoluter Bestform und scheinbar wie geboren für diese poetische Geschichte. Es kommt einem wirklich so vor, als würde man mit diesen etwas skurrilen, aber sehr liebenswerten Menschen zusammen leben und mit ihnen das zerfallene Haus (was eigentlich bildlich dafür steht, wie es im Leben der 3 aussieht) nach und nach wieder zu dem machen, was es einmal war. Zusätzlich zum an sich schon grandiosen Film kommt noch ein wundervoller Soundtrack, der nicht passender hätte gewählt werden können.

Fazit: absolut Sehenswert!!
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Produkt-Bild: Nanny Diaries

Nanny Diaries
mit Scarlett Johansson, Laura Linney, Paul Giamatti, Regie: Shari Springer Berman, Robert Pulcini

DVD von Universum Film GmbH
Preis bei Amazon: EUR 8,99, Angebote ab EUR 2,77

3 Punkte.
3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Nanny Diaries

5 Kundenrezensionen:

Zuviel Zucker
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Der Erfolg ihres gemeinsamen Romans hat Emma McLaughlin und Nicola Kraus sehr überrascht. Die beiden jungen Autorinnen sind Insider auf dem Nannysektor und haben ihre Erfahrungen schriftstellerisch verarbeitet. Getreu dem Motto, dass Fiktion eben doch interessanter als das wirkliche Leben ist, haben sie die Figuren ihres Dramas liebevoll ausgestaltet und mit ihrer Botschaft, materiell verwöhnten, aber emotional vernachlässigten Kindern mehr Aufmerksamkeit zu schenken voll in die Herzen ihrer Leser getroffen. Auch die Filmindustrie wurde auch die köstliche Gesellschaftssatire mit Herz und Biss aufmerksam, die 2007 unter der Regie von Shari Springer Berman und Robert Pulcini verfilmt wurde. Liebevoll ausgestattet und mit sehr guten Darstellern besetzt, konnte bei dem Film eigentlich gar nichts schiefgehen. Leider schwächen die eingebauten märchenhaften Elemente und das versüßte Filmende den Biss der Buchvorlage. Das Ergebnis ist ein eher durchschnittliches Selbstfindungsdrama mit obligatorischer Romantik.

Annie Braddock hat eben das Abschlusszeugnis in Anthropologie in der Tasche und möchte nun mit ihren Talenten den amerikanischen Markt erobern. Leider fällt ihr bereits auf die erste Frage im Vorstellungsgespräch nichts ein. Woher soll sie eigentlich wissen, wer sie selbst ist? Als sie sich im Central Park eher trübsinnige Gedanken über ihre Zukunft macht, fällt ihr Blick auf einen kleinen Jungen, den sie gerade noch retten kann, bevor er von einem abgelenkten Radler überrollt wird. Dankbar reicht die Mutter ihr die Hand und fragt nach ihrem Namen. Statt Annie versteht Mrs. X aber nur Nanny und schon bekommt Annie eine Flut von Visitenkarten von verzweifelten, reichen Müttern zugesteckt, die unbedingt mehr Zeit für sich brauchen. Unsere Heldin beschließt, ihre Karrierepläne erst einmal auf Eis zu legen und Feldforschung im Familiensektor zu betreiben. Sie nimmt den Job als Nanny bei der Familie X an. Allerdings hat der Job eindeutig seine Tücken. Der kleine Grayer, der seine letzte Nanny vermisst, hasst Annie. Sie muss in einer Besen-kammer schlafen und ihre neue Arbeitgeberin erwartet von ihr, dass sie fast rund um die Uhr bereit steht. Die letzte Nanny wurde entlassen, weil sie nur ein Date hatte! Männer sind also für Annie tabu, aber gleich am nächsten Tag läuft ihr der schnuckelige Nachbar von Familie X über den Weg, der bei ihr nur Harvard Hottie heißen wird. Außerdem hat sie ihrer Mutter noch nicht gestanden, dass sie sich für einen Dienstbotenjob weg wirft. Ihre beste Freundin Lynette hält sie für leicht verrückt, dass sie diesen Horrorjob behält. Aber Annie hat ihr Herz bereits an den kleinen, einsamen Grayer verloren, dessen Mutter sich keine Zeit für ihn nimmt. Der Vater X ist sogar noch schlimmer und vernachlässigt Frau und Sohn, um Geld zu scheffeln und seine Geliebte zu bedienen. Annie singt Grayer französische Lieder vor, schleppt ihn zu wichtigen Spielterminen und Partys und versucht nebenbei noch die hohen Anforderungen der exzentrischen Mrs. X zu erfüllen. Aber auch Harvard Hottie gibt nicht auf und möchte Annies Herz erobern. Der gemeinsame Familienurlaub bringt die perfekte Nanny dann auch an die persönlichen Grenzen. Aber ein Abschied von dem liebenswerten Grayer würde Annie und dem Kleinen das Herz brechen. Aber vielleicht liegt diese Entscheidung auch gar nicht in Nannys Hand...

Ein roter Schirm, der im Film als Symbol dafür steht, dass Annie ihren Problemen davon schweben will, erinnert an "Mary Poppins" und es ist bestimmt kein Zufall, dass auch die Filmmusik an den Klassiker erinnert. Leider hat Annie aber keine zauberhaften Fähigkeiten, die ihre Arbeit erleichtern. Mrs. X hat bestimmt nicht nur zufällig einen Mantel im Schlangenlederlook an, als sie Annie im Central Park zuerst begegnet. Leider hat unsere Heldin dieses Warnzeichen bemerkt und hält die extravagante Upper East Side Dame noch für etwas Besonderes. Annies Lieblingsplatz in ihrer Heimatstadt New York ist das Naturkundemuseum. Die Schaukästen des Museums wurden filmisch erweitert und der Zuschauer kann typische Szenen aus dem Großstadtleben der Reichen und Erfolgreichen betrachten. Annie merkt an, dass es in Afrika ein Sprichwort gibt: Es bedarf eines ganzen Dorfes, um ein Kind groß zu ziehen. An der Upper East Side jedoch bedarf es für die Erziehung des Kindes nur einen Menschen: Die Nanny!

Die Extras sind bei dieser DVD erwähnenswert, weil sie interessanten Aufschluss über die Hintergründe dieses Filmes geben. Da gibt ein Interview, in dem die Autorinnen des Buches munter über die Entstehungsgeschichte ihres Romans sprechen und auch ihre Eindrücke von dem filmischen Ergebnis wiedergeben. Sie haben bis zum Alter von 23 Jahren selbst als Nannys gearbeitet. "Mit 21 Jahren, so sagen sie, siehst Du Dich in der Welt Deiner Arbeitgeber um und Du denkst, wenn Du Dich anstrengst, könntest Du es genauso wie sie haben. Und dann siehst Du, wie sie wirklich leben und dann möchtest Du auf keinen Fall so werden wie sie. Die Frau ist in ihrem Bereich und das Kind soll in seinem Bereich bleiben. So willst Du nicht enden." Im Making of kommen die verschiedenen Schauspieler zu Wort und auch der Drehort New York wird gezeigt. Einige Szenen spielen im Central Park, der aber niemals für Dreharbeiten gesperrt wird. Eine anregende Herausforderung für die Crew.

Rein optisch besticht die Geschichte der Nanny mit Herz natürlich schon sehr. Scarlett Johannson ist wie immer ein Hingucker und sie spielt die mutige Nanny mit Überzeugung. Laura Linney darf sich als eiskalte Mrs. X in Szene setzen und sie kann einfach umwerfend aussehen. Als Gesellschaftssatire dagegen ist der Film etwas zu lasch. Die Romanze mit Harvard Hottie, die im Roman eher stiefmütterlich behandelt wurde, wurde filmisch etwas mehr ausgestalten, aber wirklich romantisch wirken Scarlett Johannson und Chris Evans dann doch nicht. Als eher leichtere Unterhaltung für einen verregneten Sonntagnachmittag ist der Film durchaus okay, aber aus der Buchvorlage hätte man eindeutig mehr machen können!
feldstudie trifft reales leben...
4 Punkte 4 von 5 Punkten
ein schöner film über das leben einer nanny...das buch wurde im film sehr gut umgesetzt...auch wenn die handlung teilweise geändert wurde, die kernaussage und der charm der feldstudie bleibt erhalten...

nichts lässt einen schöner die welten zwischen arm und reich, zwischen herrn und diener erkennen, wie diese charmante anektdote über eine junge frau, die versucht, ein kind einer anderen zu erziehen...
Mieser Film
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Dieser Film ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass man nicht jedes Buch verfilmen sollte. Das Buch "Die Tagebücher einer Nanny" ist schön geschrieben, ein humorvoller Frauenroman. Doch die Schrullen der Darsteller, die diesem Roman die Würze verleihen, sind im Film einfach nur nervig. Die Darsteller wirken allesamt überdreht, die Sprache ist entsetzlich, und man kann mit keinem der Protagonisten sympathisieren. Was im Buch glaubwürdig rüberkommt ist hier im Film derart überzogen dargestellt, dass keinerlei Bezug mehr zur Wirklichkeit dargestellt werden kann. Zum Glück hatte ich den Film nicht gekauft, sondern nur in der Mediathek ausgeliehen.
Ganz nett, aber eben nicht mehr
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Eine Komödie mit Scarlett Johansson - immerhin die derzeitige Lieblingsschauspielerin von Woody Allen -, verspricht eigentlich ein gewisses Niveau, aber die "Nanny Diaries" halten leider nicht, was die Besetzung verspricht.

Annie Bradock (Scarlett Johansson) will nach ihrem College-Abschluß ein Sabbatical einlegen und über ihre berufliche Zukunft nachdenken. Was könnte da besser sein, als einen potentiell leichten Job als Nanny bei einer reichen Upper-East-Side Familie anzunehmen.
Ihr Schützling, der kleine Grayer (süß gespielt von Nicholas Art), ist anfangs nicht gerade ein pflegeleichtes Kind.
Gestresst durch wechselnde Aufpasserinnen und verunsichert durch die ständige Abwesenheit seiner Eltern, taut er erst nach geraumer Zeit auf.
Die ebenfalls gestresste Mama Mrs.X (wirklich glaubhaft von Laura Linney gespielt) ist eher damit beschäftigt zu shoppen und ihre Ehe mit Mr.X (Paul Giamatti als wahres Ekel) zu retten. Dieser kennt nur seine Geschäfte sowie seine diversen Affären und ignoriert seine Familie völlig.

Annie schafft es mit ihrer liebevollen Art eine Beziehung zu ihrem Schützling aufzubauen. Und so scheint es, dass sich das Leben für Grayer vorteilhaft entwickelt.
Als Annie jedoch den smarten Hayden (Chris Evans, als "American-College-Boy"), einen Nachbarn, näher kennen lernt, wird ihr bewußt, dass sie sich, trotz der negativen Erfahrungen mit ihrer Arbeitgeberin, die sie rund um die Uhr mit einer "Nanny-Cam" bespitzelt, aus ihrer Verantwortung für Grayer nicht so einfach zurückziehen kann. Das Kind sieht in ihr den einzigen Halt, eine Situation, die früher oder später nicht mehr tragbar sein wird.
Dennoch beschließt Annie, ihren Job zu kündigen, ihre Arbeitgeberin kommt ihr jedoch zuvor, weil sie Annie verdächtigt, eine Affäre mit Mr.X zu haben.

Ihres Jobs verlustig, hat Annie nun keine Skrupel mehr, ihrer Arbeitgeberin durch eine Aufnahme mit der "Nanny-Cam" die Vernachlässigung und Gleichgültigkeit ihrem Sohn gegenüber aufzuzeigen.
Eine Aktion, die letztendlich dazu führt, dass sich Mrs.X von ihrem promiskuitiven Mann trennt und ihren Sohn eigenhändig erzieht.

Regisseur Robert Pulcini wollte mit "Nanny Diaries" eine Hommage an "Mary Poppins" abliefern, was ihm jedoch nicht gelungen ist. Die Zitate aus dem legendären Disney-Film sind platt und lieblos.
Die Story jedoch in das heutige Manhattan zu verlegen ist sinnvoll, da Pulcini hier jedes Klischee eines vernachlässigten und unglücklichen reichen Kindes bedienen kann.
Pfiffig auch die Idee, Annie Bradock als studierte Ethnologin einen "Feldversuch" in Sachen Kindererziehung durchführen zu lassen. Dieser wird von der Protagonistin als Ich-Erzählerin aus dem Off kommentiert - ein sehr gelungener Regie-Einfall.

"Nanny-Diaries" hätte eigentlich eine schöne Familien-Komödie werden können, wenn der Plot nicht jegliches Klischee von reichen, ihre armen Bediensteten ausnutzenden, Schmarotzern bedienen würde. Hier hat der Regisseur leider weder mit Satire noch mit Ironie gearbeitet.
Die "Mary Poppins"-Zitate sind platt und eigentlich völlig unnötig. Einzig die Spiellaune der Akteure und die Idee, den Plot als "Feldversuch" zu dokumentieren machen den Film Drei-Sterne-tauglich.
Wunderschöner Film
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Zum Inhalt des Films wurde wohl schon genug gesagt, deshalb will ich euch nur sagen, dass dieser Film mich umgehauen hat. Er hat mir so viel mehr gegeben als ich erwartet habe, ich war regelrecht überrascht und als ich ihn fertig gesehen hatte, hatte ich auch so ein Gefühl wie nach "Der Teufel trägt Prada."
Wirklich verblüffend...

Schon allein für dieses Gefühl und noch so vieles mehr, verdient der Film meiner Meinung nach 5 Sterne.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Scoop - Der Knüller

Scoop - Der Knüller
mit Scarlett Johansson, Hugh Jackman, Woody Allen, Ian McShane, Regie: Woody Allen

DVD von Concorde
Preis bei Amazon: EUR 9,99, Angebote ab EUR 3,79

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juli 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Scoop - Der Knüller
  • FSK 6

Produktbeschreibung


Concorde Scoop - Der Knüller, USK/FSK: 6+ VÃ--Datum: 04.07.07

Amazon.de


Für einen echten Knüller braucht es einen Reporter, der selbst von den Toten aufersteht, um einer Spur nachzugehen.
Genau so einer ist Joe Strombel, der ? frisch verstorben ? den entscheidenden Hinweis auf die Identität des berüchtigten Tarotkarten-Killers erhält. Während der Sensemann ihn gerade über den Totenfluss übersetzt, büchst Strombel aus und materialisiert sich während einer Zaubervorstellung des großen Splendini. Er enthüllt sein Geheimnis der jungen amerikanischen Journalistik-Studentin Sondra Pransky, die so gleich Blut leckt und mit dem widerstrebenden Magier im Schlepptau die Fährte aufnimmt. Allerdings verliebt sie sich prompt in den Hauptverdächtigen, den angesehenen Geschäftsmann und britischen Aristokraten Peter Lyman.
Während der rabenschwarze Vorgänger Match Point, in dem Scarlett Johansson erstmals als Allens neue Muse fungierte, bei Kritik und Publikum gleichermaßen auf Begeisterung stieß, ist Scoop - trotz des Titels ? leider kein echter Knüller. .
Während sich in Manhattan Murder Mystery noch Allen und Diane Keaton die Dialogbälle zu spielten, bekabbeln sich nun Allen als Magier Splendini und Johansson als blondes Naivchen. Die Grundidee ist typisch Allen ? und vollkommen aberwitzig -, aber alles andere ist nicht wirklich neu und man wird das Gefühl nicht los, das alles ? vermutlich sogar bei Allen selbst ? schon einmal besser und vor allem komischer gesehen zu haben. Die Geschichte ist leichtfüßig erzählt, das Miteinander der Charaktere geht spielerisch von der Hand, aber insgesamt ist das Geschehen eher routiniert in Szene gesetzt und wirkt ein wenig altmodisch. Wenn man es eher gediegen mag, muss das natürlich kein Nachteil sein, zumal Allens gewitzter Humor immer für einen Lacher und jede Menge abstruse Situationen gut ist. Als besonderes Schmankerl für die Damenwelt weckt Hugh Jackman in der Rolle des äußerst attraktiven und charmanten Hauptverdächtigen nur die besten Erinnerungen an Cary Grant, wie man ihn aus Hitchcocks Verdacht oder Über den Dächern von Nizzakennt. -- Birgit Schwenger
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5 Kundenrezensionen:

Ich liebe diesen Film!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieser Film ist einfach witzig, witzig, witzig! Die Handlung ist ja hinlänglich beschrieben, weswegen ich hier keine Kurzzusammenfassung liefern möchte. Ich möchte den Film einfach jedem ans Herz legen, der Woody Allens Ironie und Sarkasmus liebt, hier eingebettet in eine undramatisch unterhaltsame Story, die niemals den Atem stocken lässt und schöne Bilder liefert. Hugh Jackman spielt seinen Part großartig, völlig glaubwürdig und unaufdringlich, Scarlett Johansson gefällt einmal mit weniger übertriebenem Sexappeal als sonst und Woody Allen als Magier Sid Waterman bringt mich auch nach 20 Mal anschauen immer wieder zum Lachen in seinem Part als tolpatischiger Hilfsdetektiv. Ich finde es unfassbar, wie man sich dieses Drehbuch ausdenken konnte. Dies ist wirklich mein Liebingsfilm!
erstklassischer humor!!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
dieser film hat absolut meinen humor getroffen. es gibt sehr viele brillante stellen, an denen ich vor lauter lachen noch mal zurückgespult habe!! hugh jackman ist dabei noch ein extra augenschmaus. absolut sehenswert!
Unterhaltsamer Film, DVD könnte besser sein
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ein Journalist (Ian McShane) kommt der Story seines Lebens auf die Spur: Der junge Aristokrat Peter Lyman (Hugh Jackman) ist ein Serienkiller! Das behauptet zumindest seine frühere Sekretärin. Dummerweise ist besagter Journalist, ebenso wie die Sekretärin, gerade frisch verstorben und kann den Fall so nicht selbst lösen. Er kontaktiert die junge Journalistikstudentin Sondra (Scarlett Johansson), als diese gerade in der Magieshow des Großen Splendini (Woody Allen) in seine magische Box tritt. Sondra und Splendini machen sich daran, Peter auszuforschen, doch dabei verlieben er und Sondra, die sich zwecks Tarnung als jemand anderes ausgibt, ineinander. Ist Peter wirklich ein Killer und wenn nicht, lässt sich ihre Beziehung trotz aller Lügen noch retten?

Es handelt sich hier um eine Mischung zwischen Krimi, Komödie und Romanze mit dem typischen Woody Allen Humor. Die Darsteller sind toll, die Handlung intelligent und der Film macht Spaß.
Enttäuschend finde ich an der DVD, dass fast kein Bonusmaterial vorhanden ist (ein schriftliches Allen-Interview, Texttafeln zur Karriere der Hauptdarsteller, der Trailer, das war's). Bei einem solchen Film und dieser Besetzung könnte man mehr erwarten.
Boulevardkrimi mit Allen aber wenig Esprit
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Welch eine Enttäuschung!
Fast überall las ich im Vorfeld Gutes über dieses Filmchen. Außerdem spricht der Name Woody Allen ja meistens schon für sich.
Aber - und Kenner wissen dies längst - auch der Meister persönlich schwächelt gelegentlich.
Sccop ist so ein Fall. Bleibt lediglich ein uninspirierte Krimimankomödie, die man so oder ähnlich schon hundertfach gelesen oder gehört hat.
Und das Drehbuch bietet hier einfach nichts von dem, was bei Filmen dieser Art oftmals Woddy Allens Markenzeichen ist: Keinen doppelten Boden, keinen Esprit, so gut wie keine Überraschungsmomente.
Schauspielerisch ist alles ganz ordentlich und man muss Woody Allen einfach lieben, wenn er mit einem Smart auf der falschen Straßenseite um sein Leben fährt. Auch Scarlett Johanssen ist niedlich anzuschauen.
Dieses reicht aber nur für wohlwollende zwei Sterne und einen herzhaften Lacher (Stichwort: Promiskuität). Mehr ist hier nicht drin und ich rate dringend vom Kauf der DVD ab.
Viel versprechender Titel - nicht mehr!
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Wer diesen Film als gut bewertet, der hat noch nicht viele gute Krimis oder Kriminalkomödien gesehen. Vor allem erwartet man sich von einem Woody Allen Film deutlich mehr.
Was die Story anbetrifft, so findet sich hier eine Jack the Ripper Geschichte, garniert mit einer dümmlich agierenden amerikanischen Journalistikstudentin (Scarlett Johansson), einem abgetakelten zweitklassigen Zauberer (Woody Allen) und einem verstorbenen Sensationsreporter, der als Geist versucht einen Mordfall auf zu decken. Schon die Anfangsszenen irritieren einen etwas, denn zuerst findet man sich auf der Beerdigung des Journalisten, dann erzählen ein paar betrunkene Kollegen von ihm, wie er zu Lebzeiten gearbeitet hat und schliesslich sieht man den Verschiedenen auf einem Boot mit anderen Verstorbenen und dem "Sensenmann" auf ihrem Weg gen Hades. Dort trifft er auf die ebenfalls gerade gestorbene Sekretärin eines bekannten Adligen der Londoner Society, die davon überzeugt ist, dass ihr ehemaliger Chef sie vergiftete, weil sie ihn für der "Tarrot-Karten-Mörder" gehalten hat.
Jetzt kommt Sandra Pransky ins Spiel. Man lernt sie kennen, als sie sich von einem bekannten englischen Regisseur abfüllen und gleich flach legen lässt. Damit hat sie die Plakette der "dummen Blondine" bereits jetzt schon auf der Stirn, denn eigentlich wollte sie ja ein Interview mit ihm machen. Kurz darauf stolpert sie dann in die Zauberkiste von Sidney - von dem keiner weis, warum er Magier und das ausgerechnet in London ist; kommt er doch aus den USA, genau wie Sandra - und dort erscheint ihr der tote Sensationsreporter, weil er ihre "journalistischen Schwingungen" aufgefangen hat. Ihr berichtet er von seinem Verdacht gegen den Adligen Peter Lyman (Hugh Jackman) und verspricht ihr eine riesen Sensationsstory, garniert mit der mysteriösen Warnung, dass es für sie lebensgefährlich werden könnte. Spätestens jetzt weis man im grunde wie der Film ausgeht, aber hofft noch auf ein Wunder. Sidney und Sandra heften sich also als trampeliges Duo an die Versen von Peter Lyman und beginnen ihre Recherche. Ein scharfes Bild von Peter Lyman hat Sandra auf google.com leider nicht gefunden, trotzdem erkennt sie ihn sofort, als er aus einem Londoner Bürogebäude tritt und sich ein Taxi nimmt - und das mit Brille! Um ihn kennen zu lernen schleichen sie sich dann mit Hilfe von Sandras gut betuchter Londoner Freundin (wenigstens erklärt der Film warum Sandra in London abhängt) in einen Wellness Club ein, wo auch Peter Lyman täglich schwimmen geht. Sidneys Idee: Sandra spielt Ertrinkende, Peter Lyman rettet sie! Dem Handlungsverlauf zuträglich verliebt sich Peter gleich in Sandra, die sich jetzt Jade Spence nennt und Sidney als ihren Papi ausgibt, und öffnet ihr sobald Tür und Tor und Geheimraum seiner Wohnung, was die Nachforschungen für Sidney und Sandra ungemein erleichtert. Zumal der, im passenden Moment, immer wieder erscheinende tote Journalist so praktische Tipps wie den Zugangscode zum Geheimraum in petto hat. Als kleine Slapstickeinlage vergisst Sidney diesen dann, als er die Tür bereits geöffnet hat, wird ausversehen im Safe eingesperrt, kann aber kurz vor der Entdeckung doch wieder klar denken und sich befreien. Die Hinweise verdichten sich immer mehr, dass Peter tatsächlich der Tarrot-Karten-Killer ist. Trotzdem geht Sandra weiter tapfer mit ihm ins Bett. Man kann sich ja mal irren, oder vieleicht doch den entscheidenden Hinweis finden. Ausserdem ist sie hin und weg, und als der tatsächliche Tarrot-Karten-Killer gefasst wird scheint die Welt so heil. Das Ende vom Lied wird nicht verraten.
Nur soviel sei jedoch noch gesagt: Der Film bietet weder Spannung, noch Erotik und meines Erachtens auch kaum feinsinnigen Humor. Die Liebesgeschichte ist zu dünn, die Schauspieler wenig gefordert, Woody Allen ganz er selbst und somit für die Story unpassend, die Handlung schleppend, die Szenen zu konsequent aufeinander aufbauend (ohne Überraschungen), der Kriminalfall zu unlogisch, die Geistergeschichte hanebüchen, das Ende vollkommen enttäuschend und so war das Filmvergnügen für mich eher gering. Hätte man den Film konsequent als Slapstikkomödie bzw. Persiflage auf Krimis konstruiert, mit wesentlich überzeichneteren Charakteren und anderer Besetzung hätte was daraus werden können. So wartet man 90 min vergebens auf zündende Gags, dramatische Wendungen, oder wenigstens knisternde Erotik - immerhin ist Hugh Jackman als Peter Lyman schon ein Hingucker!
Mit Filmmusik ist es auch dünn gesäht. Immer wenn es spannend sein soll ertönt Schwanensee! Etwas mehr Abwechslung hätte da auch gut getan. Mein Film war es definitiv nicht!
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Produkt-Bild: Das Mädchen mit dem Perlenohrring (2 DVDs)

Das Mädchen mit dem Perlenohrring (2 DVDs)
mit Scarlett Johansson, Colin Firth, Cillian Murphy, Regie: Peter Webber

DVD von Concorde
Preis bei Amazon: EUR 7,99, Angebote ab EUR 3,69

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2005
Zoom ± Produkt-Bild: Das Mädchen mit dem Perlenohrring (2 DVDs)
  • FSK 6

Produktbeschreibung


Holland, Mitte des 17. Jahrhunderts, das Goldene Zeitalter der Niederländischen Malerei. Zu den großen Namen dieser Ära gehört auch der von Johannes Vermeer, der um 1665 mit seinen Kindern, Ehefrau Catharina und Schwiegermutter Maria Thins ein prunkvolles Haus im Zentrum der Stadt bewohnt. Die Kinder verbreiten eine ständige Unruhe, der der hochsensible Künstler in sein Atelier im ersten Stock entflieht, um dort hinter verschlossenen Türen mit perfektionistischem Drang seine Auftragsarbeiten zu erstellen. Eine Welt, in die seine Familie keinen Zutritt findet.

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Nach der Oscar-Nominierung für Lost in Translation beeindruckt Scarlett Johansson als Magd Griet. Mitte des 17. Jahrhunderts muss sie im Haushalt des Malers Vermeer den Unterhalt für die ganze Familie verdienen. Zu Griets vielfältigen Aufgaben gehört es u.a. das Atelier des Meisters zu putzen. Dabei fühlt sie sich immer mehr in den Bann des Künstlers gezogen, der ihr intuitives Kunstverständnis zu schätzen lernt. Über alle Standesdünkel und moralische Grenzen hinweg entwickelt sich eine außergewöhnliche Beziehung zwischen Muse und Künstler. Als Vermeers Mäzen Van Ruijven (Tom Wilkinson) Griet gegenüber jedoch aufdringlich wird und ein Porträt von ihr verlangt, droht die Situation zu eskalieren. Griet ist hin und her gerissen zwischen ihren innersten Überzeugungen und ihren Gefühlen für Vermeer und die Welt, die er ihr eröffnet hat.
Peter Webbers Verfilmung der fiktiven Entstehungsgeschichte des berühmten Gemäldes von Vermeer überzeugt vor allem durch die exzellente Photographie sowie die Ausstattung und Kostüme, die zu Recht mit Oscar-Nominierungen bedacht wurden. Einzelne Aufnahmen sind so detailliert in Szene gesetzt und kunstvoll ausgeleuchtet, dass sie selbst ein Gemälde von Vermeer sein könnten. Die atmosphärische Dichte der Bilder ist allein schon ein filmisches Meisterwerk. Die stärksten Augenblicke des Films sind eindeutig die stillen Momente zwischen Magd und Maler: Die Spannung ergibt sich allein aus Blicken, aus Gesten und kleinen Andeutungen ? fast wirkt der Film in diesen Einstellungen wie ein Stummfilm. Colin Firth (Bridget Jones gibt Vermeer als wortkargen Künstler, für den allein sein Werk zählt und der letztlich auf niemanden Rücksicht nimmt. Scarlett Johanssons geheimnisvolles und zugleich melancholisches Gesicht spiegelt all das perfekt wieder, was das Gemälde so faszinierend macht. Der Film krankt ein bisschen daran, dass die ursprüngliche Version von über drei Stunden auf 95 Minuten zusammen geschnitten wurde. Kennt man den Roman von Tracy Chevalier, auf dem der Film basiert, kann man die fehlenden Handlungselemente und Beweggründe der Charaktere vor dem inneren Auge ergänzen. Anderenfalls beschleicht den Zuschauer hier und da das Gefühl, es würde etwas fehlen. -- Birgit Schwenger
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5 Kundenrezensionen:

Die Kunst läßt uns an der Überzeitlichkeit teilnehmen
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Jan Vermeer - was Leben, Kunst und Kunsttheorie angeht - auch heute noch ein großes Rätsel.................das Original im MoMA in NY läßt Ehrfurcht aufkommen! Der Film , der in schlichten, aber umso wirksameren Bildern arbeitet, vermittelt eine Ruhe, eine Selbstvergessenheit, aber auch verborgene Sinnlichkeit, die nicht nur den Kunstkenner und - freund mit Freude und Zufriedenheit erfüllt, absolut ein Highlight in der Filmproduktion über Kunst und Künstler, verglichen mit anderen lauten und schnell vergessenen Filmen dieser Art, nur zu denken an den wirren Film über Gustav Klimt!
Faszination pur
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Der berühmte Maler Jan Vermeer lebte in der Zeit von 1632 bis 1675 in der holländischen Stadt Delft. Nur 37 seiner Bilder sind bis heute bekannt. Unter anderem gehört das Bild "Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge" zu seinen bekanntesten Bildern.

Die Autorin Tracy Chevalier schrieb ihren Roman rund um dieses Gemälde. Als der Vater des jungen Mädchens Griet sein Augenlicht verliert, muss Griet bei einer kinderreichen Familie als Dienstmagd arbeiten, um Geld für ihre Familie dazu zu verdienen. Unter anderem muss Griet in dem Haus der Familie Vermeer das Malzimmer des Herrn putzen. Dabei fallen ihr nicht nur die Malutensilien auf, sondern vielmehr auch der Maler selbst, welcher eine ungehörige Anziehungskraft auf sie auszustrahlen vermag.

Doch diese Sympathie scheint nicht nur einseitig zu sein. Auch Vermeer hat Interesse an dieser jungen, scheuen und unbedarften Magd. Doch zielt sein Interesse nicht vielmehr nur darauf ab, sie malen zu wollen? Schon sehr bald hilft Griet ihm heimlich, seine Farben vorzubereiten. Heimlich deshalb, weil es gegen die Sitten einer guten Erziehung verstoßen würde, wenn der Herr des Hauses sich mehr als nötig mit der Dienstmagd abgibt. Doch bleibt diese Heimlichkeit wirklich unentdeckt? Und wie weit werden Vermeer und Griet gehen? Und was würde passieren, wenn Vermeer das Mädchen gerne malen würde?

Den Produzenten dieses Films ist wahrhaftig ein Meisterwerk gelungen. Man sollte einen Film eigentlich nicht mit dem dazugehörigen Buch vergleichen, aber in diesem Fall steht der Film dem Vergleich stand. Sehr nah an der Handlung des Buches, besetzt mit wunderbaren Schauspielern, taucht man derartig in die Geschichte des 17. Jahrhunderts hinein, dass ich persönlich mich am Ende im Jahre 2009 irgendwie fehl am Platze fühlte.

Einige Szenen fehlen im Film, was natürlich damit zu tun hat, dass ein Film zeitlich begrenzt ist. Ganz wunderbar finde ich es aber, dass diese Szenen in der Special-DVD zu sehen sind. Das Ende ist zwar auch anders als das Buch, doch lässt es Platz für eigene Gedanken und Ideen.

Der Film kommt ohne viel Worte aus. Sehr faszinierend umgesetzt wurde die Verbindung zwischen Vermeer und Griet, welche fast ausschließlich aus Gesten und der Mimik besteht. Ein wahrer Film für die Augen. Das Bild von Vermeer hat ebenfalls eine Faszination in mir ausgeübt, die mich auch jetzt noch sehr gefangen hält.

Wer das Buch kennt und liebt, wird auch diesen Film lieben. Und wer das Buch noch nicht kennt, sollte es unbedingt lesen!

Chapeau dafür, dass die Filmemacher mir gezeigt haben, dass es doch geht, ein Buch sehr gut umzusetzen!
Perlen
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ich habe den Film mit dem Mann gesehen, den ich liebe. Nun weiß ich etwas mehr über ihn.
Schön!!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein sehr schöner, einfühlsamer Film, den ich zu meinen Favoriten zähle.
Da ich sowohl ein Fan von S.C. als auch von C.F. bin, musste ich mir den Film natürlich ansehen, denn bei solch guten Schauspielern kann eingentlich nur etwas gutes bei rauskommen.
Und ich wurde nicht enttäuscht.
Melancholisch kühle, aber sehr faszinierende Atmosphäre, wunderschöne, teilweise verstörende Story und absolut ausdrucksstarke Schauspieler.
Kann diesen Film eigentlich jedem empfehlen.
Oft sehr still, leise, aber die Blicke und die Ausstrahlung der Darsteller in den Szenen sagen viel mehr. Worte können so manchen Blick von Colin Firth gar nicht beschreiben!
Klasse!
Perfekte und betörende Inszenierung
5 Punkte 5 von 5 Punkten
der damaligen Zeit. Und sicher nichts für Leute, die Action erwarten.
Das Holland in genau jener Zeit wird einfach in wunderschönen Bildern eingefangen und die Bilder sprechen hier, nicht die Worte. Das ist dem Regisseur und der Kamera hervorragend gelungen.
Scarlet Johannson verkörpert die schlichte Magd dieser Zeit, wortkarg, herumgeschubst, und ohne Rechte ausgezeichnet. Behält trotzdem ihre Souveränität, auch wenn sie weiß, dass ihr das Modell Sitzen letztendlich ihre Arbeitsstelle kostet. Sie ist nicht dumm, aber sie kann nicht anders, sie braucht die Anstellung.
Auch das Ehepaar Vermeer und die herrschsüchtige, eifersüchtige Gattin sind gut dargestellt.
Ein ruhiger, ausdrucksstarker und berührender Film! Tolle Szenen als Griet im Atelier des Malers das Blau mischt oder Vermeer ihr ein Ohrloch sticht. Man atmet direkt die Gerüche der Zeit, als Griet am Markt zum Einkaufen geht...
Für alle Geschichts oder Niederlande Fans kann ich nur das großartige Buch "Das Erbe" von Rien Poortvliet empfehlen, auch wenn es vor Vermeers Zeit spielt.
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Produkt-Bild: Ein Amerikanischer Traum

Ein Amerikanischer Traum
mit Nastassja Kinski, Scarlett Johansson, Tony Goldwyn, Regie: Éva Gárdos

DVD von Ascot Elite Home Entertainment
Preis bei Amazon: EUR 11,99, Angebote ab EUR 2,99

3 Punkte.
3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Ein Amerikanischer Traum

Eine Kundenrezension:

solides Drama
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Vorsicht, das Cover täuscht! Scarlett Johansson ist im Film "Ein Amerikanischer Traum" etwas jünger als erwartet, der Streifen wurde auch schon 2001 gedreht. Es handelt sich um die Geschichte einer Familie aus Ungarn, welche nach der Übernahme des Landes durch Stalin, 1950 aus dem Land nach Amerika flieht (stilecht in Schwarz-weiß, was an alte, ähnliche Filme erinnert). Das jüngste Kind das Baby Maria kann nicht mit und soll nachkommen, was nicht klappt. Jahrelang (nun in bunt) wächst es bei liebevollen Pflegeeltern auf, seine Familie baut sich eine gute Existenz in den USA auf und schreibt Bittbriefe an Gott und die Welt. Als Maria durch ihre Großmutter aus Ungarn mit 6 Jahren und einem Trick in die USA geschleust wird, ist es natürlich ein Kulturschock. Die Darstellerin der Maria ist echt niedlich und macht ihre Sache gut, doch schon ist sie ein Teenager (jetzt Scarlett Johansson) und rebelliert gegen ihre übervorsichtige Mutter (gut wie immer: Natassja Kinski) die Angst hat ihr Kind an Männer und Alkohol zu verlieren. Dabei wird Maria nur erwachsen! Als es eskaliert, fliegt sie zurück nach Ungarn mit Hilfe ihres gütigen Vaters und trifft dort Pflegeeltern und Großmutter wieder.
Ausstattung, Darsteller und Geschichte haben Klasse, doch das letzte Drittel bzw. das recht einfache und abrupte Ende enttäuschen bei diesem doch soliden Nachkriegsfamiliendrama. Leider gibt es überhaupt keine Extras auf dem Silberling und ich kann nur vermuten, ob dies eine wahre Geschichte ist.
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Produkt-Bild: Lost in Translation

Lost in Translation
mit Bill Murray, Scarlett Johansson, Giovanni Ribisi, Regie: Sofia Coppola

DVD von CONSTANTIN
Preis bei Amazon: EUR 7,99, Angebote ab EUR 2,37

3,5 Punkte.
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: August 2004
Zoom ± Produkt-Bild: Lost in Translation
  • FSK 6

Produktbeschreibung


Bob Harris Bill Murray und Charlotte Scarlett Johansson sind zwei ziellose Amerikaner inmitten einer fremden Kultur auf der anderen Seite der Welt, in Japans Hauptstadt Tokio. Bob, ein in die Jahre gekommener Schauspieler, der gerade in der Stadt einen Werbespot für Whiskey dreht, und Charlotte, eine junge und frisch verheiratete Frau, die ihren Mann Giovanni Ribisi, einen viel beschäftigten Fotografen, begleitet. In einer schlaflosen Nacht lernen sich die beiden an der Bar eines Luxushotels kennen und kommen ins Gespräch. Was als eine zufällige Begegnung beginnt, entwickelt sich überraschend schnell zu einer aussergewöhnlichen und sehr intensiven Freundschaft. Bei ihren gemeinsamen Streifzügen durch die fremde Metropole geraten die beiden ungleichen Charaktere immer wieder in amüsante und bizarre Situationen, welche den beiden ungeahnte Perspektiven eröffnen und einen überraschenden Blick auf ein bisher unbekanntes Leben. Mit der erfrischend intelligenten Komödie LOST IN TRANSLATION präsentiert die junge Regisseurin Sofia Coppola, nach ihrem beeindruckenden Regiedebüt "The Virgin Suicides", ihr nächstes Meisterwerk, welches mit dem Oscar und dem Golden Globe für das beste Drehbuch ausgezeichnet wurde. Hinzu kam ein weiterer Golden Globe als bester Film in der Kategorie Comedy/Musical. Der Film, der ausschliesslich an Originalschauplätzen gedreht wurde, ist eine Hommage an die Freundschaft, die Stadt Tokio und die vielen flüchtigen Begegnungen im Leben.

Aus der Amazon.de-Redaktion


Wie in einem angenehmen Traum umgibt Sofia Coppolas Lost in Translation den Zuschauer mit einer Aura aus fantastischem Licht, stimmungsvoller Geräuschkulisse, faszinierender Liebe und einem Gefühl von Déjà-Vu, selbst wenn man noch nie jene neonbeleuchtete Version von Tokio besucht hat.
Genauso ergeht es auch Bob Harris. Der etwa 50-jährige Schauspieler hat einen lukrativen Vertrag für eine Whiskey-Werbekampagne unterschrieben, anstatt etwas Gutes für seine Karriere oder seine weit von ihm entfernte Familie zu tun. Nachdem er Probleme mit dem Jetlag und seinem japanisch sprechenden Regisseur hat und sich in der Großstadt nicht zurechtfindet, freundet er sich mit der 25-jährigen verheirateten, aber unter Liebeskummer leidenden Charlotte an, die mit enormer Gelassenheit von der 18-jährigen Scarlett Johansson verkörpert wird. Selbst bevor sie von ihrem Ehemann, einem Fotografen, beinahe verlassen wird, fühlt sie sich ebenso wie Harris verloren, wobei ihr zudem noch ihre Jugend im Wege steht.
Wie Charlotte und Bill ihre Seelenverwandtschaft entdecken wird man als Zuschauer noch über Jahre hinweg in Erinnerung behalten. Der Film unter der Regie von Sofia Coppola (The Virgin Suicides) besticht mehr durch seine Atmosphäre als das Drehbuch: Wir wirbeln durch Tokioter Partys, Karaoke-Bars und das seltsame Nachtleben, bis wir immer in dem unmöglich edlen Hotel landen, wo die beiden abgestiegen sind. Die Anflüge bittersüßer Einsamkeit von Bill und Charlotte werden klug und romantisch behandelt, aber anders als in modernen Filmen aus Hollywoodstudios handelt es sich hierbei nicht um eine Hals-über-Kopf-Liebesromanze.
Sicher und beständig endet der Film in einem viel diskutierten Schlussakkord, der manche vielleicht ein wenig vor den Kopf stoßen wird, aber dennoch jene Filmliebhaber, die schon immer "Paris im Herzen trugen", mit einer neuen cineastischen Liebeserklärung belohnt. --Doug Thomas
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5 Kundenrezensionen:

Langweile kombiniert mit Rassismus
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Ich hatte einen witzigen ("Komödie") und netten Film mit viel Situationskomik erwartet. Komödie ist der Film aber nicht, es gibt nichts zu lachen, nur zu langweilen. Die stereotype und meist schlichtweg falsche Darstellung der Japaner ist der üblichen Arroganz der Amerikaner geschuldet. Unter anderem erdreisten sich die Hauptdarsteller (in Japan!), sich über die Japaner lustig zu machen, weil sie kein Englisch können, dabei verschwenden sie selbst keinen Gedanken daran, sich wenigstens Japanisch-Grundkenntisse anzueigenen. Vermutlich wurde der in diesem Film latente Rassismus der amerikanischen Macher in der Allgemeinheit deswegen nicht thematisiert, weil er schlichtweg normal ist und sich auch der europäische Konsument schon lange daran gewöhnt hat. Ein einziges Trauerspiel, nicht nur vom humanistischen Standpunkt.
Einer der genialsten Filme aller Zeiten.
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Schon beim ersten Mal Anschauen im Kino habe ich mich in diesen Film verliebt.
Denn eigentlich sitzen auch viele von uns irgendwie in diesem Hotel in Tokio fest,
umgeben von einer unverständlichen und schrägen Welt. Mit Suntory Whiskey in der Hand sinniert man über das eigene Leben und plant einen Gefängnisausbruch....;-)
Perfekt von Coppola umgesetzt...Bill Murray ist die Idealbesetzung, Scarlett Johansson war nie mehr so gut.
Solch einen Film gibt es nur einmal in 50 Jahren.
Ich frage mich gerade, ob ich Mitleid mit denen haben sollte, die diesen Film nicht verstehen, oder ob diese Mitleid mit mir haben sollten.
Verständigungsprobleme
4 Punkte 4 von 5 Punkten
"Mehr hat er nicht gesagt?!", fragt immer wieder verdutzt ein alternder Filmstar seine Dolmetscherin, nachdem diese das minutenlange hektische Einreden eines japanischen Werbefilmregisseurs mit einem einfachen Satz übersetzte. Dass irgendetwas bei der Übersetzung verlorengegangen sein muss, wird sich in wechselnder Gestalt als Running Gag wie ein roter Faden durch den Film hindurchziehen. Sofia Coppolas in Weltschmerz getränkte Tokio-Ballade schildert die Begegnung zweier gestrandeter Seelen, die ruhelos in einem Hotel wie Schiffbrüchige im Meer scheinbar unausweichlich aufeinander zu driften. Verloren in einem Land, das ihnen fremd ist, mit einer Sprache, die sie nicht verstehen. Bob, ein desillusionierter Zyniker, der gerade ein paar Werbespots abdreht, und Charlotte, die ihren Mann, einen Fotografen, bei Terminen begleitet. Zwei Personen, die kaum unterschiedlicher sein könnten und doch seelenverwandt sind. Der in die Jahre gekommene Spötter mitsamt seinen Rotweinqualen und die junge Melancholikerin, die ohne Halt orientierungslos durchs Leben irrt. Beide begegnen sich zufällig an der Hotelbar und entwickeln auf ihrem nächtlichen Streifzug durch die endlosen Straßenschluchten der überbevölkerten Megacity inmitten einer Flut von grellen Neonlichtern eine tiefe Freundschaft. Sie finden zueinander, weil beide vorher in Gesprächen auf dem Abstellgleis mit den zahlreichen Personen, die sie ständig umgeben, in kommunikativer Isolation vereinsamen. Nicht nur weil bei mancher Übersetzung aus dem Japanischen etwas abhanden gekommen scheint, sondern auch weil Bobs Frau am Telefon Meilen entfernt in der Heimat nur die neue Innendekoration des trauten Heims im Kopf hat und Charlottes Mann im Stress die Zukunftsängste seiner Frau nicht mehr wahrnimmt. So blickt Charlotte einsam aus dem Fenster auf das Lichtermeer der pulsierenden Riesenmetropole, während Bob ein paar Zimmer weiter sogar sich selbst nicht mehr versteht, weil er beim Zappen im Fernsehen sein Abbild aus alten Filmen sieht, das ebenfalls japanisch spricht. Insofern ist das ein Film über Kommunikation und deren Scheitern, der leicht und zugleich traurig ist und der intensiv und fühlbar der Intimität der beiden Protagonisten bei ihrer Suche nach Geborgenheit nahekommt. Zwischen zerwühlten Betten, verwinkelten Hotelfluren und steril ausgestatteten Räumen knüpfen Charlotte und Bob diese tiefe emotionale Bindung, die ihnen jeweils von ihrem Umfeld verwehrt wird. Etwa wenn beide zusammen in platonischer Vertrautheit im Hotelzimmer auf dem Bett liegen und beim Fernsehen mit innerem Schmerz über das Leben und das Älterwerden philosophieren, ohne das etwas passiert, was sie ihren Partnern verheimlichen müssten. Oder in einer bizarren Karaoke-Bar sich melancholisch in die Augen sehen, während Charlotte "Brass In Pocket" von den Pretenders intoniert. Als sie die Zeile "I'm Special" singt, greift Bob zum Mikro, steigt in den Gesang ein und widmet ihr seine ganze Aufmerksamkeit. Im Film selbst "geschieht" nicht viel, die Handlung ist eher unspektakulär. Die Veränderungen vollziehen sich in und zwischen den beiden Protagonisten. Sofia Coppola komponiert ein Opus Magnum der kleinen Gesten und sanften Zwischentöne, der tröstenden Stille als Gegenkontrast zur anonymen Hektik der urbanen Metropole, der liebevollen Blicke und der leisen Worte, die die beiden Verlorenen auch verstehen können. Wer Filme wie Virgin Suicides gesehen hat, wird Coppolas Handschrift sofort erkennen. Die stille Melancholie zieht sie bis zum Schluss mit schmerzvollem Akzent konsequent durch. Das gängige Schema der klassischen Romanze schiebt sie in ihrer gediegenen und nuanciert gezeichneten Form beiseite. Sie nimmt sich Zeit für ihre beiden Protagonisten und begleitet sie auf liebevolle Art und Weise. Umrissen sind Figuren und Handlung nach Personen und selbst durchlebten Begebenheiten aus ihrem Privatleben. Die Songs aus dem Soundtrack sind schwelgerische Lieblingsstücke aus ihren Jugendjahren (u.a. von My Bloody Valentine und The Jesus & Mary Chain). Glänzend aufgelegt ist Bill Murray als kauziges Pendant an der Seite von Scarlett Johansson.
geniale Schauspieler in einem tollen Film!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Der fast fünfzigjährige Bob Harris ist für einige Tage nach Tokio gereist, um Werbeaufnahmen zu machen. Der bekannte Schauspieler wird von Dreharbeiten zu Talkshows und Presseterminen gereicht. Die Arbeit macht ihm keinen Spaß. Lieber würde er Theater spielen und zu Hause bei seiner Familie sein. Doch seine Frau kommt ganz gut ohne ihn zurecht und die Kinder gewöhnen sich immer mehr an ein Leben ohne Vater. Er sitzt in der Hotelbar, trinkt Whiskey und fühlt sich von der Welt verlassen.
Charlotte, fünfundzwanzig und grade mit dem Philosophiestudium fertig, ist mit ihrem Mann nach Tokio gereist. Er ist als Fotograf so sehr im Stress, dass er kaum merkt, wie einsam seine Frau sich in der fremden Stadt fühlt. Zugleich fühlt er sich angezogen von einer Zufallsbekanntschaft, die mit ihrem hohlen Geschwätz und ihrer in den Vordergrund gestellten Körperlichkeit das genaue Gegenteil seiner eher intellektuellen Frau ist. Charlotte sucht den Weg in die Bar, fühlt, wie ihr Mann sie innerlich bereits verlassen hat, und weiß mit ihrem Leben nichts anzufangen.
Bob und Charlotte begegnen sich mehrmals, ehe ihnen klar wird, dass sie beide einsam und ziellos sind. Es entwickelt sich ohne Worte und Erklärungen eine innige Freundschaft, die Ausdruck ihrer Seelenverwandtschaft ist. Die Beiden ziehen gemeinsam durch die Bars und Diskotheken der Stadt. Ihnen gelingt es nicht, ihre Einsamkeit abzuschütteln. Nur der gegenseitige Halt ist für einen kurzen Moment tröstend.

Vorsicht, dieser Film hat - entgegen der obigen inhaltlichen Zusammenfassung - keinen bemerkenswerten Inhalt. Er könnte bei Zuschauern, die eine sich entwickelnde Geschichte, einen Spannungsbogen oder eine Aussage erwarten, vielleicht gar Action und rasante Geschehnisse, schwere Enttäuschung hervorrufen. Die beiden Hauptdarsteller, der annähernd fünfzigjährige Bill Murray und die erst achtzehnjährige Scarlett Johansson, zeigen zwar eine beeindruckende schauspielerische Leistung, aber eine Geschichte erzählen sie nicht. Der Film ist ganz seinem Titel verpflichtet. "Lost in Translation" bedeutet im übertragenen Sinn, dass zwei Menschen im Nirgendwo verloren zu sein scheinen. Bob ist reich, hat Familie und alles läuft glatt - zu glatt. Er sieht keinen Sinn in dem, was er tut, merkt, dass er sich seiner Frau und seinem Leben entfremdet hat, und weiß nicht, wie er das ändern kann. Charlotte steht am Anfang ihres Berufslebens, weiß nicht, was sie tun soll und wem sie vertrauen kann. Sie fühlt, dass ihre Ehe mit ihrem Mann vor dem Ende steht, sie haben keine gemeinsamen Interessen mehr und leben aneinander vorbei. Sie fühlt sich einsam und verlassen, ohne Ziel und Sinn, und versucht sich neu zu orientieren. Diese zwei Seelen berühren sich und führen eine Art Tanz auf. Sie begegnen sich, kreisen umeinander und trennen sich wieder. Beiden gibt diese "Beziehung" einen Impuls für ihr weiteres Leben, beide sind, nachdem sie unwiederbringlich auseinander gleiten, ein wenig weniger einsam und finden ein Stück weit zu sich selber.
Der Film begleitet diesen Tanz, verharrt neben den beiden, ohne in sie zu dringen. Diese Beobachtung kann langweilig erscheinen. Doch gelingt der Regisseurin Sofia Coppola ein einmaliger Film. Sie vermittelt eine innere Welt, eine Reise zu sich selbst und zu einem anderen, eigentlich fremden Menschen mit einer Akkuratesse und in solch stilsicheren Bildern, dass man wie gebannt zuschaut, wie sich Bob und Charlotte finden und wieder verlieren.
Selten vermochte ein Film mit derart wenig Inhalt so sehr seine Zuschauer zu fesseln. Der überraschende Erfolg dieses Films gründet sich auf der grandiosen Leistung der Hauptdarsteller, der gelungenen Regieleistung Coppolas und vor allem der einmaligen Bildsprache dieses Dramas. Oder dieser Komödie. Denn ein Etikett lässt sich schwer finden, das für diesen Film aussagekräftig wäre. Der leise Humor der Geschichte, die feinsinnige Ironie der Bilder, der bitterböse Sarkasmus Bobs, die unschuldig wirkende Melancholie Charlottes - alles fügt sich zu einem wahren Kunstwerk zusammen, das nicht eine einzige Minute langweilig ist.
Die Extras sind recht interessant, aber nicht wirklich notwendig. Weder die entfernten Szenen, noch die Produktionsnotizen muss man gesehen haben. Einzig die sehenswerten Musikvideos sind ein Vergnügen.

Fazit: Dieser Film ist grandios. Obwohl nichts passiert, gelingt es ihm, einen Großteil seiner Zuschauer zu fesseln und zu begeistern. Eine Minderheit wendet sich mit Schaudern ab und lässt kein gutes Haar an ihm - aber das ist eindeutig das Qualitätsmerkmal jedes großartigen Films.

Stefan Erlemann
Traumhafte Melancholie in der fremden Metropole
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Lost In Translation

Ein bewegend, verträumtes, herzhaftes Filmchen von Sofia Coppola. zwei überragende Hauptdarsteller liefen vielleicht ihre beiden besten Leistungen ab. Die Bilder von Tokio ziehen mich magisch an. Das ist ein Film der ans Herz geht, der mir eine gute Zeit gibt, der mich glücklich macht. Grob betrachtet passiert in dem Streifen eigentlich nichts, was es wert ist auf die Kinoleinwand zu kommen. Aber das ist es nur grob betrachtet. Für mich ist es ein Trip in die Gefühlswelt zweier Menschen, die eigentlich unterschiedlicher kaum sein könnten. Dabei spielen Musikauswahl und die Kameratechnik eine entscheidende Rolle. Der Film liefert auch viel zu lachen, zb als eine jap. Dame Bob Harris im Hotelzimmer aufsucht, oder der niedliche Karaokeabend mit erfrischenden Gesangseinlagen. Die Harmonie der beiden Darsteller stimmt und zieht den Film absolut mit. Ein wahres, aber stilles, Meisterwerk und gleichzeitig mein absoluter Lieblingsfilm, den man immer und immer wieder sehen möchte.

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Produkt-Bild: Die Schwester der Königin

Die Schwester der Königin
mit Scarlett Johansson, Eric Bana, Regie: Justin Chadwick

DVD von Universal Studios
Preis bei Amazon: EUR 9,97, Angebote ab EUR 2,89

3,5 Punkte.
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juli 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Die Schwester der Königin
  • FSK 12

Produktbeschreibung


Universal Die Schwestern der Königin, USK/FSK: 12+ VÃ--Datum: 10.07.08

Aus der Amazon.de-Redaktion


Die Schwester der Königin erzählt von zwei Schwestern, die sich um die Gunst eines Königs streiten und nutzt historische Fakten als Alibi für eine erfundene Geschichte, die zwar unterhaltsam, aber nicht immer völlig glaubwürdig ist. Anne Boleyn (Natalie Portman) ist die rehäugige Jungfrau, die von ihrem machthungrigen Onkel angewiesen wird, König Heinrich den Achten (Eric Bana) zu bezirzen. Ihre scheue Schwester Mary (Scarlett Johansson) stand immer in ihrem Schatten: Anne ist hübscher, angesehener und wird von vielen Männern begehrt. Als nun der König Mary als Geliebte erwählt, stellt sich Anne gegen ihre Schwester und erstrebt fortan, nicht nur die Gefährtin des Königs, sondern dessen neue Königin zu werden. Obwohl zwei Amerikanerinnen die weiblichen Hauptrollen spielen und ein Australier deren knackiges Objekt der Begierde, sind im Original dieses modern angehauchten Historienfilms die passenden englischen Akzente zu hören. Die Mutter der beiden Boleyn-Mädchen stellt zwar fest, dass ihre "Töchter zum Vorteil der Männer wie Vieh gehandelt werden", aber es ist Anne, die sich mit vollem Körpereinsatz darum bemüht, dass Heinrich sich mit ihr einlässt. Als er sie bittet, sich ihm hinzugeben, antwortet Anne ? die ein an Carrie Bradshaw erinnerndes 'B' als Schmuckstück um den Hals trägt ? "Mach mich zu deiner Königin." Soll man als Zuschauer wirklich glauben, dass Heinrich der Achte, der mächtigste Mann im Land, sich von Katharina von Aragon scheiden lassen, sich von der katholischen Kirche abspalten und England in Aufruhr versetzen würde, nur weil Anne sich weigerte, mit ihm zu schlafen, bis er durch all ihre Reifen gehüpft ist? "Für dich habe ich dieses Land zerrissen," faucht er, bevor sie ihm endlich zu Willen ist. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Philippa Gregory bietet Die Schwester der Königin eine attraktive Besetzung und eine bekannte Handlung mit ein paar kitschigen Wendungen. Kieran McGuigans Kameraführung ist atemberaubend und trägt ebenso zum Gesamteindruck des Films bei wie die Dialoge. Sie wirkt sogar noch besser: Sätze wie "Und? Hat er dich gehabt?" klingen schon fast komisch. Aber die weitschweifigen Aufnahmen von Heinrichs Königreich und die behutsam inszenierten Nahaufnahmen von Portman und Johansson sind in ihrer Schönheit umwerfend und sagen, was man mit Worten nicht ausdrücken kann. --Jae-Ha Kim

Produktbeschreibung


Die Schwester der Königin erzählt die Geschichte der schönen Geschwister Anne und Mary Boleyn, zu einer Zeit, in der in Europa Geschichte geschrieben wurde. Getrieben vom blinden Streben ihrer Familie, kämpfen die Schwestern um die Liebe zum attraktiven wie leidenschaftlichen König Henry VIII. Während sich letztlich beide das Bett des Königs teilen, kann nur eine den Thron erklimmen. Für eine stürmische Regentschaft, die schon nach kurzer Zeit ihr tragisches Ende nimmt ? durch das Schwert des Henkers.
Ein kostbares und sinnliches Meisterwerk voller Machenschaften, Romantik und Intrigen.




Pressestimmen
  • Opulent, leidenschaftlich, dramatisch: So schön wurden Intrigen selten inszeniert! Jolie
  • Sensationelle Stars in einem Geschichts- Psychothriller über Liebe, Gier, Macht. Besser als Shakespeare lesen. BILD
  • Leidenschaft pur! TV14
  • Tolle Darsteller, Wahnsinns-Kostüme, fesselnde Handlung! InTouch
  • Liebe, Gier, Eifersucht, Verrat: Der düstere Kostümfilm bietet alles, was die Abgründe menschlicher Leidenschaft hergeben. GALA
  • Faszinierendes Porträt zweier machtbesessener Rivalinnen! Joy
  • Gefährliche Liebschaften mit zwei starken Rivalinnen! TVdigital
  • Fakten und Fiktion vermischen sich zu einem faszinierenden Intrigen-Reigen! TV Movie
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5 Kundenrezensionen:

Spannender guter Film
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wollte eigentlich immer mal das Buch lesen, aber kam irgendwie nicht dazu. Jetzt kam der Film im TV- und ich muß sagen ich fand ihn sehr gut. Er ist super verfilmt, tolle Szenen, schöne Kostüme und teilweise auch sehr spannend. Ich finde den Film super und kann die teilweise schlechten Bewertungen hier echt nicht verstehen. Ich kann ihn nur empfehlen.
Was war das?
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Den Drehbuchautor und den Filmregisseur sollte man mal die Biografie - Bücher auf den Kopf hauen. Die Geschichte stimmt so garnicht... wichtige abschnitte in diesen Film fehlen um die Geschichte nur etwas wahrheitsgemäß darzustellen.
Das einzige gute war (und darum vergebe ich auch nur ein Stern) waren die Kostüme.
Die Boleyn-Sisters
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Ein etwas kruder Kostümschinken mit prominenter, weiblicher Besetzung (Portman, Johansson). Im Mittelpunkt steht das Bemühen des hochnotgeilen Königs Heinrichs VIII. einen männlichen Thronfolger mit den Boleyn Sisters zu zeugen. Die Dialoge sind nicht unbedingt zeitgemäß für das frühe 16. Jahrhundert. Sie enthalten emanzipatorische Argumente aus den 60er Jahren unserer Zeit. Lediglich für das Verhalten von Männlein und Weiblein im Bett wird das passende Verb beiwohnen verwendet. Die schwarzhaarige! böse Schwester Anne überrascht mit Weitblick in der europäischen Diplomatie und lenkt den König behänd und zielbewusst. Für diese historische Figur gibt es bessere filmische Vorlagen. Der hier (Eric Bana) wirkt eindimensional und bleibt etwas vage. Kein echter Absolutist! Wer den kritischen Abstand nicht schafft, kann von dem emotionalen Geschwurbel zwischen diversen Geburten und Verrat, zwischen Intrigen und höfischen Anfeindungen beeindruckt werden.
Leider enttäuschend
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Habe erst das Buch gelesen und mich danach sehr auf den Film gefreut. Leider überzeugten nur die Hauptdarsteller, die den Film noch einigermaßen sehenswert gemacht haben. Ansonsten ist der Film nicht sehr aufwendig gemacht und hat keinen hohen Unterhaltungswert. Mein Tipp: Besser das Buch lesen. Hat man mehr von. Dieses war allerdings sehr empfehlenswert!!!
Starke Frauen?
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Der Film ist schön anzusehen mit seinen Kostümen und Kulissen, aber zu kritisieren sind historische Ungenauigkeiten und, schlimmer noch, der aufdringlich-feministische Zeitgeist, der einfach nicht in jenes Jahrhundert passt und wohl weibliche Zuschauer entzücken soll.
Die Frauen werden alle als entweder edelmütig, klug oder schön gezeigt, die Männer dagegen torkeln als tumbe Lakaien oder Feiglinge durch die Gegend, der König ist dauerbrünstig und mordlüstern. Nicht genug damit, muss am Ende natürlich noch ausdrücklich als Text eingeblendet werden, dass nicht der Junge, sondern das "starke Mädchen" es geschafft habe. Durch dieses durchsichtige Frau = gut und Mann = schlecht wirkt der Streifen ein wenig fad.
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Produkt-Bild: Black Dahlia

Black Dahlia
mit Josh Hartnett, Scarlett Johansson, Aaron Eckhart, Regie: Brian De Palma

DVD von Warner
Preis bei Amazon: EUR 10,99, Angebote ab EUR 1,31

3 Punkte.
3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Februar 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Black Dahlia
  • FSK 16

Produktbeschreibung


Warner Home Black Dahlia (neuer Brian DePalma HIT!), USK/FSK: 16+ VÃ--Datum: 09.02.07
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5 Kundenrezensionen:

Langweilig. Abgesehen von den Leistungen der Schauspieler.
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Die Grundstory hätte sicherlich viel mehr Möglichkeiten gehabt. Leider ist die Filmumsetzung nicht sehr überzeugeng. Sehr langatmig, langweilig.

Allerdings überzeugen die Schauspieler voll und ganz und machen den Film doch noch zu einem der drei Sterne verdient, und nicht nur einen. Josh Hartnett und Aaron Eckhart, die beiden Hauptdarsteller, sind gut. Aber vor allem die Frauen, allen voran Mia Kirshner, aber auch Hilary Swank, brillieren in ihren Rollen.

Ebenfalls interessant: Rose McGowan in einer Gastrolle und Fiona Shaw (bekannt aus Harry Potter). Aufgrund der schauspieler und des geschichtlichen Hintergrunds sehenswert, man muss sich aber auf einen eher langweiligen abend einstellen.
Visuell grandiose, aber nur bedingt packende Bestsellerverfilmung
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Hollywood, 1947. Die grausam zerstückelte Leiche des Starlets Elizabeth Short wird gefunden. Das ungleiche Ermittlerduo Lee Blanchard und Bucky Bleichert wird auf den Fall angesetzt. Die beiden geraten immer mehr in einen dunklen Sumpf aus Sex, Gewalt, Lügen und Hass, der ihrer beider Leben verändern wird...

Ebenso wie die gleichnamige, geniale Romanvorlage von James Ellroy basiert "Black Dahlia" auf wahren Begebenheiten. Doch während das Buch den Leser von Beginn an in seinen Bann zu ziehen vermag, braucht de Palmas filmische Adaption geraume Zeit, bis es ihm gelingt, den Zuschauer zu packen - und dann leider auch nur ansatzweise. Trotz eines stimmungsvollen Ambientes (LA im 40er Jahre Look), einer düster-geladenen Atmosphäre (verstärkt durch die häufig wechselnden Schatten-Licht-Reflexe)und teils atemberaubender Bilder (vor allem die Szenen mit Elizabeth Short sind herausragend, aber auch die Brunnenszene oder die Szenen in der Bar) vermag der Film nämlich kaum wirklich dauerhaft zu fesseln, sondern fließt - von teils spannenden, aber viel zu spärlichen Szenen abgesehen (die Schießerei etwa oder die finale Auflösung des Falls) - eher gemächlich vor sich hin. Auch die Schauspieler hinterlassen ein eher zwiespältiges Bild. Scarlett Johansson als Frau zwischen zwei Männern bleibt seltsam farblos, Hilary Swank in der Rolle der Femme Fatale wirkt fast fehlbesetzt (sie spielt zwar keineswegs schlecht, aber die im Film oftmals betonte Ähnlichkeit zu der Toten (also zu Mia Kirshner) ist abgesehen von der Haarfrisur nun wirklich nicht feststellbar und weit hergeholt) und John Kavanagh und vor allem Fiona Shaw neigen derart zum Überchargieren, dass es schon beinahe ins Lächerlich-Groteske kippt. Die einzige, die wirklich von Anfang bis Ende überzeugt und begeistert, ist die grandiose Mia Kirshner (bekannt aus "The L Word"); wie sie den tiefen Fall eines zu Beginn noch relativ naiven und unschuldigen jungen Mädchens verkörpert, ist wahrlich groß und hinterlässt nicht nur bleibenden Eindruck, sondern weckt im Zuschauer auch das Interesse, mehr über die reale Elizabeth Short erfahren zu wollen.
Das relativ beschauliche - aber sehr informative und teils auch gehaltvolle - Bonusmaterial bietet dazu gleich Gelegenheit in Form von drei Featurettes an, die seltsamerweise oft viel packender und interessanter als der Film selbst sind. So beleuchtet die Featurette "Fiktion und Wirklichkeit: Die Geschichte von BLACK DAHLIA" sowohl das Leben der echten Elizabeth Short als auch die Beweggründe, die Autor James Ellroy dazu brachten, den Stoff zu einem Roman zu verarbeiten. Hinter dem Punkt "Die Polizeiakte" verbirgt sich das Making of des Films, das seine Fortsetzung findet in der letzten Featurette, die den Titel "Die DePalma-Note" trägt und vor allem auf die charakteristische Arbeitsweise des berühmten Regisseurs eingeht. Wie gesagt, alles sehr uberschaulich, aber dennoch sehens- und lohnenswert.
Trotz der geballten Starpower (in einer Minirolle glänzt Rodriguez-Muse Rose McGowan als Ex-Mitbewohnerin der Toten) und der durchaus spürbaren Mühe, die sich alle am Film Beteiligten gegeben zu haben scheinen, aus Ellroys genialer Vorlage einen superben Film zu machen, kann das Ergebnis dann doch eher als "vielversprechender, aber leider nicht gelungener Versuch" denn als das immer wieder angepriesene "Thrillermeisterwerk" gewertet werden. Mag "Black Dahlia" auch noch als visuell durchaus ansprechende, im Stil eines klassischen Film Noirs gehaltene, Verfilmung eines der rätselhaftesten (und wirklich faszinierendsten) Verbrechen der amerikanischen Kriminalgeschichte (das im Gegensatz zum Film tatsächlich nie gelöst wurde) durchgehen, so bleibt der Film dennoch viel zu weit hinter seinen Möglichkeiten zurück und hinterlässt somit nur einen irgendwie unbefriedigenden Gesamteindruck. Wer Ellroys Vorlage kennt, sollte sich nicht zu viel versprechen. Alle anderen sollten aber dank des wirklich aufschlussreichen Bonusmaterials (in dem auch James Ellroy selbst immer wieder zu Wort kommt) und der wunderbaren Mia Kirshner der DVD dennoch eine Chance geben.
Im großen stil gescheitert
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Obwohl ich zeit meines lebens ein grosser Brian De Palma fan bin komm` ich nicht drumrum diese rezension zu schreiben; ich finde das sogar der trailer des films besser "unterhält" als der gesamte film !!! In eigentlich erlesenen bilder fängt De palma`s film an um dann abprupt ins peinliche zu rutschen, in jeder hinsicht; in sachen spannung, darstellern (dazu komme ich noch), erotik, "thrill" und auflösung. Mit der krassesten fehlbesetzung der letzten zehn jahre stechen nur zwei protagonisten deutlich hervor; Mia Kirshner (die dahlie) und Aaron Eckhardt, der zwar ein "feuer" bestizt wie in keinem seiner filme zuvor aber leider viiel zu kurz daher kommt. Und die restlichen sind zwar große namen, spielen aber abgrundtief schlecht; so ist josh hartnett so hölzern wie eine holzpuppe und richtig peinlich wirds wenn er mal sauer wird oder versucht hart zu wirken (obwohl er uns bei sin city gezeigt hat das er auch abgründig spielen kann, wenn auch nur ganz kurz), scarlett johannsen hat die "dümmste" rolle ihrer filmkarriere, mal ist sie `ne ex-hure, mal hat sie ein magister in dies und das, lächerlich !! Und sie ist viiel zu jung um dieselbe klasse zu erreichen wie eine Kim Basinger in L.A. Confidential(welcher auf den gleichen roman basiert) und versucht mit ewigen grüpchen-spielchen irgendwie erotisch zu wirken, sie hat auch die wirklich hohlsten dialoge im gesamten film, und oscarpreisträgerin Hilary Swank versucht vergeblich eine femme-fatale-show für kindergärtner abzuliefern.
Wenigstens gibt es einen guten film-score, die austtatung ist superchic und wurde sogar für den oscar nominiert, und einige sehr gute de palma elemente ! Besonders sticht die hervor, wie die leiche von elisabeth short gefunden wird und alle sofort in den bann zieht. Dann aber wiederum auch ziemlich schlechte und anstatt in der zweiten hälfte ein wahres feuerwerk aus lug und trug zu entfachen wie es nur ein de palma inszenieren kann wird er von minute zu minute langweiliger und scheint sich ewig hinzu ziehen bis ins unfreiwiilig komische finale. Wenn kirshner und eckhardt nicht gewesen wären wäre das mein erster film von de palma den ich wirklich nicht zu ende gekuckt hätte.

Zur DVD; Bild und ton sind wenigstens sehr gut abgemischt und als extra gibt es eine sehr schöne kurzdoku zu einem der brutalsten und abstossendsten fall von L.A.`s kriminalgeschichte.
Film Noir mit sehr jungen Helden.....
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Officer Dwight "Bucky" Bleichert (Josh Hartnett) und Sergeant Lee Blanchard (Aaron Eckhart) von der Polizei Los Angeles sind miteinander befreundet und treten auch manchmal als Boxer gegeneinander im Ring an.
Gemeinsam mit Lees Freundin Kay Lake (Scarlett Johannson) verbringen sie ihre Zeit gemeinsam im Los Angeles des Jahres 1947.
Auf einem unbebauten Grundstück wird eine junge Frau tot aufgefunden. Man hat die Frau offenbar erschlagen, die Leiche ausgezogen und entsetzlich verstümmelt: Das Gesicht ist eine scheinbar grinsende Fratze, weil die Mundwinkel bis zu den Ohren aufgeschnitten wurden. Die inneren Organe sind entfernt.
Die beiden Freunde werden auf den Fall angesetzt, der schnell aufgeklärt werden soll, weil die Bevölkerung grossen Anteil nimmt und sich wegen dem frei rumlaufenden Perversen sorgt.
Das Opfer war die zweiundzwanzigjährige Elizabeth "Betty" Ann Short (Mia Kirshner). Eine schöne, aber unbegabte Filmschauspielerin mit hunderten von Männergeschichten. Wegen ihrer Haarfarbe und der bevorzugten Farbe ihrer Kleidung trug sie den Beinamen "schwarze Dahlie".
Während bei Blanchard aufgrund eines Traumas die Morduntersuchung zur Zerreissprobe wird, die zunehmend seine Beziehung mit Freundin Kay belastet, verfällt Bucky den Reizen der verführerischen Femme Fatale Madeleine Linscott (Hilary Swank), die er bei seinen Ermittlungen in einer Lesbenbar kennengelernt hat..zudem empfindet er auch heimlich Gefühle für Kay. Die dunkelhaarige Madelaine ist die Tochter einer der reichsten Familien der Stadt und gerät bald in den Kreis der Verdächtigen. Sie unterhielt eine Affäre mit dem Mordopfer und auch ihre Eltern (Fiona Shaw/John Kavanagh) verhalten sich sonderbar....
Brian de Palmas Film Noir ist entstanden nach einem Roman von James Ellroy, der in Los Angeles zwischen 1947 und 1949 spielt und auf einer wahren Geschichte - dem Mord an Elizabeth Short - basiert.
Die hervorragenden Bilderkompositionen von Vilmos Zsigmond erhielten völlig zu Recht eine Oscarnominierung 2007.
Auch sonst ist der Film ein Fest fürs Auge: Kostüme, Licht und Ausstattung sind klasse.
Leider ist der Film trotz sovieler Vorzüge kein Meisterwerk geworden. Meiner Meinung liegt es daran, dass das Drehbuch viel zu viele Nebenschauplätze einbaut, die dann für den Zuschauer immer etwas verworren bleiben und darüberhinaus ist soviel Nebenschauplatz nie besonders förderlich für die Kernpunkte der Geschichte "Freundschaft und Rivalität der beiden Männer" und "Aufklärung des Mordfalls", die etwas mehr Tiefe gebraucht hätten.
Es wäre gut gewesen ganze Handlungsstränge, die nicht dramaturgisch relevant sind, zu streichen.
Vergleicht man de Palmas Film mit "LA Confidential" von Curtis Hanson, ebenfalls Ellroy-Verfilmung, dann punktet eindeutig Hansons Variante. Die hat die markanteren und "echteren" Darsteller aufzuweisen. Sowas verleiht der Geschichte Leben und Atmosphäre, nicht nur aus den Bildern, sondern auch durch die Figuren. In der "Schwarzen Dahlie" sind die Darsteller alle sehr adrett und passen zwar sehr gut in die Noir Optik. Allerdings wirken sie leider auch etwas gekünstelt, steril und retortenhaft.
Ich vergebe aber dennoch 4 Sterne, weil der Film trotz dieser vielen Schwächen immer noch ein "gut" verdient.
Besser. als es hier scheint.
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Die teilweise sehr dürftigen Reaktionen auf diesen Streifen kann man verstehen, wenn man sich auf einen Film Noir fixiert hat.
Aber: Nehmen sie diesen Aspekt beiseite! Sie erleben dann einen hochklassigen Thriller, der sich mit Elementen des Film Noir schmückt: Trompetenmusik a la Chinatown, dunkle, matte Bilder, niedrige Kamerapositionen etc.
Ein Film, der eine reale Geschichte als Ausgangspunkt hat, dann aber kombiniert mit einer erfundenen Story in ein fiktives Ende einlenkt.
Sehr gelungener Film von Brian de Palma!
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