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Kirschblüten - Hanami (Einzel-DVD)
DVD von FOX |
ProduktbeschreibungFox Kirschblüten - Hanami, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 07.11.08 Amazon.deIn Hanami spielen Hannelore Elsner und Elmar Wepper ein Ehepaar, dass mit einem Schicksalsschlag konfrontiert wird. Doris Dörrie ist ein wunderbarer Film geglückt, über das Opfer, die Liebe und den Tod. Die Kirschblüte ist in diesem Film als Metapher zu verstehen, für eine Haltung zum Leben. Die Blüte ist atemberaubend in ihrer Schönheit, und sie ist es nicht zuletzt weil sie vergänglich ist - ein Schauspiel, dass sich alljährlich für einen kurzen Zeitraum wiederholt. Es geht also um ein Bewußtsein, das im Alltagsrauschen schwer festzuhalten ist. Das Bewußtsein von Vergänglichkeit und Tod und der Notwendigkeit die uns gegebene Zeit zu zelebrieren. Das mag in manchen Ohren kitschig und klebrig klingen, es trifft dennoch eine tiefe Wahrheit, der sich niemand ernsthaft verschließen kann. Und auf diesen Kern zielt Doris Dörries Film ab. Hanami beginnt in der bayerischen Provinz. Der Beamte Rudi (Elmar Wepper) liebt das Beschauliche, Vorhersehbare. Er mag es, immer um die gleiche Zeit aufzustehen, das gleiche zu sehen, zu schmecken und zu hören. Aber Rudis Leben verändert sich schlagartig als er mit einer niederschmetternden Diagnose konfrontiert wird: er hat Krebs im Endstadium. Seine Frau Trudi (Hannelore Elsner) überredet ihn nach Berlin zu fahren, zu den Kindern und Enkelkindern. Die Begegnung verläuft anders als erhofft. In Berlin hat man keine Zeit füreinander, ist man fest im Griff des Alltags - Facts of Live. Man beschließt gemeinsam weiterzufahren, an die Ostsee, um ein paar Tage miteinander zu verbringen und sich vorzubereiten, auf das Unvermeidliche. Soweit, so gut, oder auch nicht. Das Klischee lauert an jeder Ecke, umso unerträglicher weil man befürchtet, dass Klischee könne mehr mit dem eigenen Leben zu tun haben als einem lieb ist. Und es ist nicht etwa so, dass man von Doris Dörrie etwas anderes erwartet hätte. Doch dann geschieht das Unerwartete. Nicht Rudi stirbt, sondern Trudi, und der Film beginnt von Neuem. Rudi ist untröstlich, weiss nicht wohin mit sich. Verständlich. Er muss feststellen, dass ihm Trudi fremder war als er es für möglich hielt. Sie hatte ihre Sehnsüchte verraten um sich für ihn aufzuopfern. Eine schreckliche Wahrheit. Er macht sich schließlich auf, nach Japan, um ihr post Mortem ihren Traum zu erfüllen. Im zweiten Teil des Films passiert etwas erstaunliches. Der Film bringt es fertig seine eigene Biederkeit zu überwinden und verwandelt sich von einem Rührstück in eine bewegende Auseinandersetzung mit dem was man in Ermangelung eines treffenderen Begriffes Trauerarbeit nennt. Wenn Rudi auf den Spuren von Trudis Träumen durch Tokio läuft, in Frauenkleidern, ganz verletztlich, dann hätte das auch ganz leicht ins albern-abgeschmackte abdriften können. Doch das geschieht nicht. Es ist nicht zuletzt Elmar Wepper zu verdanken, seinem zurückgenommenem Spiel, seiner Durchlässigkeit, dass Hanami im letzten Drittel zu einem richtig guten Film wird. Und natürlich hat Doris Dörries Inszenierung daran ihren Anteil. Dieser Eindruck wurde von vielen Rezensenten immer wieder bestätigt, nicht ohne eine gewisse Verwunderung - ist doch Elmar Wepper in der Schublade des Fernseharbeiters abgelegt. Es ist an der Zeit diese Vorurteile aus dem Weg zu räumen und zu konstatieren: es gibt nur eine verlässliche Konstante im Hinblick auf Film und Fernsehen. Beide Bereiche bringen manchmal gelungenes und oft weniger gelungenes zustande. Hanami und Elmar Wepper zaubern ein wenig Hoffnung in unsere Herzen.Thomas Reuthebuch KurzbeschreibungDas Leben: Nur Trudi (Hannelore Elsner) weiß, dass ihr Mann Rudi (Elmar Wepper) schwer krank ist. Und es liegt an ihr, ob sie es ihm mitteilen will oder nicht. Trudi beschließt, die Erkrankung geheim zu halten und überredet Rudi, noch einmal die Kinder und Enkelkinder in Berlin zu besuchen. Dort angekommen, müssen die beiden jedoch feststellen, dass ihre Kinder mit ihrem eigenen Leben viel zu beschäftigt sind, um sich um die Eltern zu kümmern. Die beiden beschließen daraufhin, in ein Hotel an die Ostsee zu fahren. Dort stirbt plötzlich Trudi - Rudi ist völlig aus der Bahn geworfen und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Als er dann auch noch von der Freundin seiner Tochter (Franzi, gespielt von Nadja Uhl) erfährt, dass Trudi das Leben, das sie leben wollte, offenbar aus Liebe zu ihm geopfert hat, sieht er seine verstorbene Frau mit neuen Augen. Er beschließt, ihr verpasstes Leben wieder gut zu machen... 5 Kundenrezensionen:Einer der schoensten Filme aller Zeiten 5 von 5 PunktenWas fuer ein unglaublich bewegender, wundervoller Film mit grossartigen Darstellern, allen voran Elmar Wepper, natuerlich die immer grandiose Hannelore Elsner und vor allem die Darbietungen von Nina Uhl und der japanischen Butoh-taenzerin fand ich beeindruckend. Ich habe einige Monate in Tokyo gelebt und daher eine gewisse Bindung und bestimmte individuelle Assoziationen zu vielen Dingen, die ich sah, die Rudi erlebt, die Japan so faszinierend machen. Verstaendlich, dass Doerrie eine besondere Affinitaet zu dem Land hat. Ich finde auch, dass die Reminiszenzen ausreichen, es ist ja kein Doku ueber Japan. Das hektische und bunte Shinjuku, die Kirschbluete, die Sushi-Bar, die vielen kleinen Eindruecke in der Metro etc- das sind Eindruecke genug. Es geht ja nicht um die besten insights into Tokyo. Auch ohne jede Japan-connection ist dieser Film eine Offenbarung in sovieler Hinsicht. Diese Innigkeit der Eheleute, die bittere Entfremdung zu den Kindern, die Hilflosigkeit von Eltern UND Kindern angesichts dieser Entfremdung, die mehr oder weniger wortlose, aber tiefe Zuneigung zweier so unterschiedlicher Menschen wie der jungen obdachlosen Taenzerin und dem bayrischen Beamten - viele Facetten in diesem Film, die einem den Atem rauben und die Traenen in die Augen schiessen lassen. Ich habe diesen Film von Kollegen geliehen bekommen und gestern abend angeschaut. Zwar hatte ich durch das Cover der DVD schon eine Idee vom recht ueberaschenden plot bzw. eben dem Todesfall, der unerwartet eintritt - aber das schmaelert in keiner Weise den Genuss. Ich habe ungelogen den gesamten Film geweint und musste Pausen einlegen, um mich zu beruhigen. Und heute morgen habe ich ihn gleich nochmal gesehen und nochmal geweint. Und seither suche ich alles an Info ueber den Film, habe alle Rezensionen gelesen, und bin so froh, dass die Gefuehle, die dieser Film in mir wachgerufen hat, soviele andere Menschen ebenso empfinden. Ganz sicher laesst er mich noch lange Zeit nicht los. Und ich werde ihm jeden empfehlen, den ich kenne. Ich habe mir sofort heute morgen DVD und den wunderbaren Soundtrack bestellt und kann es kaum abwarten, bis sie da sind. Ein grosses Dankeschoen an Doris Doerrie und alle Beteiligten, das war ein Hauptgewinn!!! Märchenhaft 5 von 5 PunktenDoris Dörrie erzählt ein Märchen. Märchen enden für gewöhnlich mit: "Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute." Doch wenn sie gestorben wären, dann müssten sie auch gelebt haben, Trudi und Rudi, irgendwo vielleicht bei Weilheim im Oberbayerischen. Erzählt wird von Liebe und Trauer, bedeutungsvoll illustriert dies Elmar Wepper mit seiner Mimik, seinen Gesten, seinen Augen. Treffen wird dieser Film alle, deren Kinder nicht mehr im eigenen Haus wohnen und die, die es sich vorstellen können, wie so etwas sein wird oder kann, und erzählt wird die Geschichte in Bildern, in denen, wie Doris Dörrie sagt, "die Realität (wieder mal) freiwillig mitspielt", in Bildern, die dauern, berühren und bleiben. Es wechseln so schön Stille und Krach. Auch hartgesottene Cineasten mögen sich schon mal ein Taschentuch bereitlegen, für alle Fälle, weil alle Schauspieler in diesem Film gut sind. Man darf gespannt sein, welche Geschichte uns Doris Dörrie als nächstes erzählt, vielleicht wieder eine Hommage an Tokio und Japan. Ich empfehle auch diesen Film, jetzt schon, ungesehen! Liebesgeschichte 5 von 5 PunktenEin durch und durch bewegender Film. Ich weiß gar nicht so richtig was ich sagen soll. Elmar Wepper wirklich grandios. Die Darstellung der Kinder sehr nah an der heutigen Realität in unserer Gesellschaft. So ungefähr wir lieben euch bleibt aber mal lieber zu hause, wir haben so viel zu tun. Bin total über Frau Dörrie überrascht, bisher konnte mich kein Film von ihr begeistern. Also Respekt Frau Dörrie, ziehe meinen Hut.Ganz großes Kino. Ganz große Schauspieler. Ein Film mit Herz und Seele. Unbedingt ansehen. Butohtanzen am Fuße des Fujisan 5 von 5 PunktenEine Ehe-Geschichte, unverkitscht, genauso wie es die meisten Paare erleben. Der Alltagstrott, das jahrein-jahraus Jause richten für den Mann, der letztendlich den täglichen Apfel, "an apple a day keeps the doctor away ", seinem Mitarbeiter im Büro schenkt. Die Sehnsucht nach den Kindern, die es weit weg vom bayrischen Dorf verschlagen hat. Das Patschen richten für den Mann, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt. Gemeinsam essen. Täglicher Rhythmus, der blind ausgeführt wird. Rudi und Trudi geht es besser, als den meisten altgedienten Ehepaaren, denn sie sprechen noch ein wenig miteinander und sie mögen sich..... ..... und doch gibt es da bei Trudi den kleinen gedanklichen Ausbruch von Zeit zu Zeit, der sie nach Japan führt, zu ihrem geliebten Sohn, dem Karli, dem es nicht weit genug weg, aus der elterlichen Umklammerung sein konnte und den es gerade dorthin verschlagen hat, wo es ihr nicht vergönnt sein wird, einen Blick auf den Fujisan zu werfen, denn Japan wird erst bereist, wenn Rudi in Pension geht, in einem Jahr. Trudi und Rudi besuchen kurzerhand ihren Sohn und ihre Tochter in Berlin und müssen feststellen, daß sie nicht wirklich willkommen sind und da es nicht so weit zur Ostsee ist, wird der Urlaub dort verbracht. Trudi wacht nicht mehr auf, nach einer Nacht voller Träume und hinterläßt den verzweifelten Rudi, dem nach mehreren Gesprächen mit der Lebensgefährtin seiner Tochter, klar wird, welche unerfüllten Sehnsüchte in seiner Frau schlummerten. Er macht sich auf den Weg nach Japan zu Sohn Karli mit einem Koffer voller Erinnerungen im wörtlichen Sinn. Er möchte seiner Trudi posthum einen Wunsch erfüllen: sie soll die Kirschblüte erleben und den Fuji sehen. Karli lebt, wie in Japan üblich, beengt und hat ebenfalls, wie dort üblich, keine Zeit für den Vater, da er meist nur einen Tag pro Woche frei hat. Rudi meistert nach anfänglichen Schwierigkeiten, diese Situation und begibt sich auf Entdeckungsreise, bei der er in einem Park die junge, in einem Zelt wohnende, Butohtänzerin trifft, sich mit ihr anfreundet und sie mitnimmt auf die Reise zum Fujisan. Der scheue Berg ist natürlich nicht sehr oft sichtbar und deshalb bleiben die Beiden einige Zeit im Hotel in der Nähe des Vulkans wohnen. An einem frühen Morgen, am Fuße des klar und deutlich sichtbaren Fujisan, tanzen Rudi-Trudi in Kimono und Unterkleid bekleidet und traditionell geschminkt, Butoh. Es ist der Tanz des letzten, zu späten Liebesbeweises. Der Film berührt durch seine unspektakulär und außergewöhnlich agierenden Darsteller, allen voran Elmar Wepper, der trotz mancher komischen Situation, niemals ins Lächerliche abdriftet. Eine reife Leistung! Hut ab! Meine Empfehlung für Off-Mainstream-Filmliebhaber. Diesen Film sieht man sich von Zeit zu Zeit immer wieder einmal an. INTENSIVES; ABER AUCH ÜBERAMBITIONIERTES UND ZÄHES DRAMA 3 von 5 PunktenDie Schauspielerleistungen kann man wirklich als grandios bezeichnen und auch die Thematik des Films über verlorene Träume und unsterbliche Liebe weckten bei mir das Interesse, diesen Film anzuschauen. Aber ist der Film wirklich so gelungen, als das man ihm gar 5 Sterne vergeben kann??? Ich denke bei weitem NICHT!!! Gut, über Geschmack lässt sich streiten, aber Thematik und schauspielerische Glanzleistungen sind eben nicht alles - auf die Inszenierung und den Inhalt kommt es an. Und genau da hapert es bei diesem Drama, neben der zu langen Filmlaufzeit(122 Min.) Allzu häufig driften die Nebenhandlungen ins klischeehafte ab, wenn z.B. ältere Provinzler (Rudi/Trudi)in der Großstadt an der Bedienung des Fahrkartenautomates scheitern, eine der kurzhaarigen Töchter eine Lesbe ist und die Enkelkinder an der Spielekonsole kleben... Auch fehlt mir der so wichtige Einblick in die japanische Kultur, wenn man schon Japan als zentralen Punkt der Geschichte wählt. Da reichen ein paar Kirschbäume, der Fujiyama und ein paar Hochhäuser eben nicht ganz aus. Ach, ja. Was mich noch interessieren würde, ist die Frage was die Ehe der beiden Hauptpersonen überhaupt so lange zusammengehalten hat? Der wie ich finde etwas kitschige Totentanz Rudis am Ende mag ja eine Liebeserklärung an seine bereits verstorbene Frau sein und will zeigen, dass er das Wesen in ihr verstanden hat und er ihr folgt. Aber eine logische Erklärung, warum er die Reise überhaupt gemacht hat, bleibt dem Zuschauer weitestgehend vorenthalten. Viel Spiritualität aber wenig Logik. Fazit: Erstmal aus der Videothek ausleihen, wenn Film gefällt die Special Edition kaufen, da man dort auf der Extra-Disc mehr über die Tiefe des Films erfährt. |
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Mogadischu
DVD von Warner Home Video - DVD |
5 Kundenrezensionen:beklemmend authentisch 5 von 5 PunktenSüdjemen, am 16.10.1977. Die Lufthansa-Maschine "Landshut", seit nunmehr drei Tagen in der Gewalt eines palästinensischen Terror-Kommandos, befindet sich trotz strickten Landeverbots im Anflug auf Aden. Der Treibstoff der Maschine reicht nur noch für wenige Minuten, keine Chance, eine Ausweichmöglichkeit anzufliegen. Die jemenitische Regierung, die unter allen Umständen verhindern will, dass die brisante Fracht heimischen Boden berührt, lässt Panzer aufrollen, um damit die Landebahnen zu blockieren. Kapitän Jürgen Schumann sieht nur eine Möglichkeit, das Leben der 82 Passagiere zu retten: Halb verhüllt unter einer Schockwelle aus Schutt und Staub setzt er mit der 60 Tonnen schweren und 30 Meter breiten Boeing-737 in einem schmalen Sandstreifen zwischen den gestaffelten Panzerreihen zum Landeanflug an... Keine Frage: Die hochdramatische Notlandung der Landshut gehört zu den besten Fernsehmomenten des Jahres, die visuelle Umsetzung würde manchem Hollywood-Blockbuster mit dem zehnfachem Budget zu Ehren gereichen. Diesen klaustrophobischen TV-Thriller auf seine actionlastigen Schlüsselszenen zu reduzieren, täte ihm aber auf jeden Fall unrecht; sie dienen vielmehr als Mittel zum Zweck - die wahre Geschichte der Landshut-Entführung möglichst realitätsnah umzusetzen. Der markante, dokumentarisch anmutende Handkamerastiel erzählt die Handlung beklemmend authentisch, die hervorragend spielenden Haupt- und Nebendarsteller tragen das ihre dazu bei, dass aus Mogadischu die wohl beste deutschsprachige TV-Produktion dieses Jahres wurde. Trotz der lieblosen Menügestaltung und des grieselign Bildes: das eigentliche Produkt - der Film - macht die Defizite locker weg und diese DVD damit zur absoluten Kaufempfehlung. beeidruckender und bewegender film 5 von 5 Punktenalso, normalerweise bin ich kein freund von deutschen filmen. aber was deutsche filmemacher schon immer konnten und noch immer können, das sind eben solche historischen ereignisse realistisch, korrekt und ohne unnötigen pathos oder effekthascherei filmisch umzusetzen. dieser film zeigt die entführung der landshut, die anschließende odyssey der maschine und schließlich die rettungsaktion in mogadischu sehr realistisch. die akteure, allen voran thomas kretschmann und christian berkel als kanzler schmidt, brillieren hier. gerade kretschmann spielt den mutigen kapitän als richtigen helden, ohne übertriebenes "filmheldentum", einfach ehrlich, möchte man sagen. auch finde ich es toll, dass die sache mit der stewardess und ihrem freund, der zufällig auch pilot bei der lufthansa war und hinterher fliegen durfte, in dem film eingebaut wurde, denn dies war tatsächlich so. lediglich ein klein wenig schade fand ich es, dass man den eindruck hatte, dass den machern ein etwas zu kleines zeitbudget für den film gegeben wurde. klar, einen dreistunden-marathon sollte man nicht draus machen, aber vielleicht 15 minuten mehr. denn manchmal hatte ich den eindruck, dass einige szenen etwas sehr schnell und hektisch abliefen. aber das ist nur ein kleiner, persönlicher kritikpunkt. der film ist, wie gesagt, klasse. und jeder, der der meinung ist, dass 26 jahre für herrn klar reichen, der soll sich einfach mal den anfang vom film ansehen und sich den elend aussehenden herrn schleier auf den originalvideos anschaune, die im film integriert sind. Hervorragender Film, flaue DVD. 3 von 5 PunktenMeine Bewertung dieser DVD fällt zwiespältig aus: Für den Film 5 Sterne! Der Film ist hervorragend recherchiert und gespielt - einige Szenen sind so exakt nachgestellt, daß man nur an der besseren Bildqualität merkt, daß es sich nicht um zeitgenössische Aufnahmen handelt. Wer die Hintergründe nicht kennt, kommt allerdings stellenweise nicht ganz mit, wer nun warum wo mit wem worüber verhandelt - hier hätte gelegentlich etwas Erklärung gut getan. Im Gegensatz zum actionlastigen Kinofilm >Der Baader-Meinhof-Komplex< ist Mogadischu eine wohltuend öffentlich-rechtliche Produktion im besten Sinne. Für die DVD 1 Stern. Die DVD enthält außer unnötiger Werbung lediglich den Film wie ihn die ARD bereits ausgestrahlt hat und ein Making-of. Hier darf man für den geforderten Preis wesentlich mehr erwarten, zumal im Rahmen der Erstsendung des Films noch eine Dokumentation der damaligen Geschehnisse gelaufen ist; außerdem war der Film ursprünglich wesentlich länger angelegt, so daß mehrere Szenen gedreht worden sind, welche es dann leider nicht in die Fernsehfassung von 108 Minuten geschafft haben. Solch eine lieblose DVD hat dieser grandiose Film nicht verdient! Fascinatingly nightmarish account of the Landshut hijacking 5 von 5 PunktenFinally, after 31 years the story of the Lufthansa plane's hijacking has been told from the perspective of the victims. The film is gripping from beginning to end, creating a nightmarish feeling of being right there imprisoned in the plane with these unfortunate people that were in the wrong place at the wrong time. The fear, sweat and humiliation hovering in the air seem to be oh so tangible for the viewer. The cast as a whole is pulling off such a convincing performance and the loving care for all the little details greatly enhances the atmosphere of the drama. Sometimes it was hard to remember to breathe. By the time the credits roll it is being made clear that the film is for the captain of the Landshut - Jürgen Schumann - the hero of the story, who put his life on the line for his passengers and sadly lost it. Thomas Kretschmann is doing a great job impersonating the captain with his calm, slightly understated way of acting and by being able to convey a lot of emotion without words. Said Taghmaoui brilliantly impersonates the terrorist's leader "Captain Mahmut" with such chilling intensity, that I can't help but wonder whether he had a hard time to simply "strip off" his character after the cameras stopped rolling every day. Another positive point I thought was that the RAF terrorists have not received undue personal attention and therefore no space is left for heroisation. A big thank you to the director, cast, writers and everyone else for creating this important movie and a big thank you to ARD for bringing it to our screens! One question must be allowed though: why don't we get to watch more films of similar quality like this one? We surely have the talent and the stories in Germany to produce other films of a similar overall quality. Geht doch! 5 von 5 PunktenFilme aus dem Hause teamWorkx haben mich trotz der hochinteressanten Thematiken ein ums andere Male enttäuscht, sei es mit ihren unerträglichen Dreiecksbeziehungen, ihren zum Teil hanebüchenen Erfindungen oder auch ihren filmhandwerklichen Fehlern. Somit ging ich zugegebenermaßen voreingenommen und ohne große Erwartungen an "Mogadischu" heran - und wurde eines Besseren belehrt. Naturgegeben muß sich der Film über die Entführung der Lufthansa-Maschine "Landshut" sowie deren Erstürmung durch die GSG 9 im Oktober 1977 den Vergleich mit dem zweiten Teil von Heinrich Breloers vielfach preisgekröntem Doku-Drama "Todesspiel" (1997) gefallen lassen. Wird dort ebenfalls in außergewöhnlich hervorragender Art und Weise mit Hilfe der Kombination von Spielszenen und Augenzeugenaussagen im Kontext des "Deutschen Herbsts" über das gleiche Ereignis berichtet, konzentriert sich "Mogadischu" mit wenigen Ausnahmen ausschließlich auf die Ereignisse im Flugzeug und im Bonner Krisenstab. Dies alles mit einem hochwertigen Darstellerensemble und sorgfältiger Ausstattung. Ein völlig anderer Ansatz als "Todesspiel", aber hervorragend gelungen. Besonders ragen aus den sehr guten Schauspielerleistungen Thomas Kretschmann als couragierter Pilot Jürgen Schumann und Christian Berkel als ein geradezu beängstigend echt wirkender Bundeskanzkler Helmut Schmidt heraus. Doch beide werden noch übertroffen vom Franzosen Saïd Taghmaoui als Zohair Youssif Akache alias "Captain Martyr Mahmud". Wie dieser den cholerisch-brutalen Anführer der Entführer gibt, ist wirklich furchteinflößend. Da wird geschrieen, geflucht, geschlagen und schlußendlich an Flugkapitän Schumann auch gemordet. Brutal, beängstigend, doch brilliant gespielt! Besonderer Dank ist Regisseur Roland Suso Richter und dem Produzententeam für ihren Mut zu schulden, weite Teile des Films in Originalsprache (Englisch, Arabisch) gedreht und belassen zu haben. Dies verprellt vielleicht einen Teil der Zielgruppe, ist aber für die Authentizität des Endresultats äußerst förderlich. Vielleicht hätte dem Film die eine oder andere Kürzung gut getan, um den doch recht gehetzt wirkenden Schluß abzufangen, doch das ist ein verschmerzbares Detail am Rande. Fazit: Das bisher beste Produkt aus Nico Hofmanns teamWorkx-Schmiede und ein Highlight des Fernsehjahres 2008! |
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Baader-Meinhof-Komplex
DVD von Paramount Home Entertainment |
ProduktbeschreibungDeutschland in den 70ern. Die radikalisierten Kinder der Nazi-Generation, angeführt von Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), der ehemaligen Starkolumnistin Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek), kämpfen gegen das, was sie als das neue Gesicht des Faschismus begreifen: die US-amerikanische Politik in Vietnam, im Nahen Osten und in der Dritten Welt, die von führenden Köpfen der deutschen Politik, Justiz und Industrie unterstützt wird. Die von Baader, Meinhof und Ensslin gegründete Rote Armee Fraktion hat der Bundesrepublik Deutschland den Krieg erklärt. Es gibt Tote und Verletzte, die Situation eskaliert, und die noch junge Demokratie wird in ihren Grundfesten erschüttert. Der Mann, der die Taten der Terroristen zwar nicht billigt, aber dennoch zu verstehen versucht, ist auch ihr Jäger: der Leiter des Bundeskriminalamts Horst Herold (Bruno Ganz). Obwohl er große Fahndungserfolge verbucht, ist er sich bewusst, dass die Polizei allein die Spirale der Gewalt nicht aufhalten kann. Pressenotiz Drehbuchautor und Produzent Bernd Eichinger (DAS PARFUM - DIE GESCHICHTE EINES MÖRDERS, DER UNTERGANG) bringt für Constantin Film Stefan Austs Standardwerk über den RAF-Terrorismus DER BAADER MEINHOF KOMPLEX auf die Kinoleinwand. Regisseur Uli Edel (LETZTE AUSFAHRT BROOKLYN, CHRISTIANE F. - WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO) inszeniert die dramatischen Ereignisse, die von 1967 bis zum Deutschen Herbst 1977 die demokratischen Grundpfeiler der Bundesrepublik Deutschland ins Wanken brachten. Presseinformation zur Buchvorlage Stefan Austs Buch Der Baader Meinhof Komplex erschien zum ersten Mal 1985 und hat wie kein anderes das heutige Bild vom Krieg der Rote Armee Fraktion gegen den Staat geprägt. Es ist keine Anklageschrift und kein Plädoyer eines Verteidigers. Es will kein Urteil fällen, weder in juristischer noch in moralischer Hinsicht. Es ist ein Protokoll, eine Chronik der Ereignisse, die ihren Höhepunkt im Deutschen Herbst 1977 fanden, in der Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer sowie in der Entführung und Befreiung der Passagiere und der Crew der Lufthansa-Maschine Landshut. ![]() ![]() ![]() 5 Kundenrezensionen:Kintopp 2 von 5 PunktenDer eigentliche Fehler liegt schon im Konzept: Das Buch "Der Baader Meinhof Komplex" ist eine chronologisch angelegte Dokumentation, die sehr detailgetreu die damaligen Ereignisse und ihre Entstehung schildert - eben ein Komplex. Dem kann ein Spielfilm natürlich nicht gerecht werden. So kommen viele wichtige Themen deutlich zu kurz: die Lorenz-Entführung, die Ermittlungspannen im Fall Schleyer, die Rolle von Buback, der Ablauf der Landshut-Entführung, die Krisensitzungen usw.. Zusätzlich erschwert wird die Orientierung dadurch, dass nur wenige der Protagonisten wenigstens namentlich vorgestellt werden. So rätselt man sich durch den Film hat im Grunde aber kaum die Möglichkeit das Gesehene auch personell einzuordnen. Hinzu kommt, dass die meisten Akteure deutlich telegener als ihre Vorbilder daherkommen. Also war auch ich, als Zeitzeuge und begeisterter Leser der Buchvorlage meistens ziemlich orientierungslos. Zeit für Sex und Action - auch wenn zum Verständnis nicht zwingend erforderlich - war dann trotzdem genug. Ein klarer Hinweis darauf, dass dieser Film zumindest auch unterhaltsam sein sollte. Also: Alles bestenfalls geeignet dem Unwissenden einen groben Überblick oder Einstieg in die Thematik zu ermöglichen. Apropos Sex: Die mittlerweile aus der Haft entlassene Brigitte Mohnhaupt hat offiziell Beschwerde gegen die sexistische und mutmaßlich wahrheitsfremde Darstellung ihrer Person eingelegt. Terror gegen das System! 5 von 5 PunktenKein anderes Thema hat Deutschland damals und heute mehr gespaltet als die RAF. Der Film war ein rassanter Durchmarsch durch ein Stück deutsche Zeitgeschichte. Am 2. Juni 1967 wurde der Theologiestudent Benno Ohnesorg, bei einer Demo gegen den Schah-Besuch, von APO-Studenten, durch einen Polizisten der Berliner Polizei, angeblich hingerichtet. Aufgrund der mysteriösen Todesumstände, von Ohnesorg und der von der Justiz geübten, mehr als fragwürdigen, Ermittlungsmethoden gründete sich die linkspolitische Bewegung 2. Juni. Experten streiten immer noch ob diese Bewegung tatsächlich als RAF-Vorgänger zu beurteilen ist, worauf die Filmhandlung deshalb nicht weiter einging. Aus der Gehirnwäsche der manipulativen Nachkriegserziehung und dem gesellschaftlich, konservativen Mief rebellierte die Junge Generation gegen die faschistische Hegemoniepolitik der US-Regierung und den korrupten Staats- und Polizeiapparat Deutschlands. Als extremistischte Negation dieser Rebellion gründete sich die militante RAF. Von nun an überschlugen sich die Ereignisse, Banküberfälle, Bomben- und Brandanschläge bishin zu Attentaten, Deutschland befand sich in einer Art Kriegszustand und der Terror zeigte sein hässlichstes Gesicht. Für die einen waren die RAF-Anhänger Freiheitskämpfer, für die anderen einfach nur brutale Kriminelle. Angefangen von Ohnesorgs Tod bis zum Suizid der ersten RAF-Generation, im Hochsicherheitstrakt Stuttgart-Stammheim, nach der von der GSG 9 aufgelösten Geiselnahme des Passagierflugzeuges Landshut, in Mogadischu, scheiterte die Ideologie letztendlich. Tatsache ist und bleibt dass diese Zeitspanne ein umdenken in Politik und Gesellschaft herbeigeführt hat, positiv wie negativ. Die Schauspieler sowie die Umsetzung dieses Themas hätte man nicht besser wählen können. Aufgrund der Neutralität wurde auf Glorifizierung aber auch auf Aburteilung der RAF verzichtet. Niemand hätte wohl auch ernsthaft vermutet dass es sich hier um ein Werbefilmchen zugunsten der Terrororganisation handeln würde. Wie soll ich abschließen ? Prädikat Empfehlenswert! Ein fantastischer Film 5 von 5 PunktenEin fantastischer Film, habe ihn drei Mal im Kino gesehen! Warum dauert es bis Ende Juli, bis er auf DVD rauskommt? Das ist noch so lange :-( Ich bin froh, dass Christian Klar bald wieder freikommt. Venceremos, wir werden siegen! Der Kapitalismus ist am Ende, man sollte eine neue RAF aufbauen. Niemals Langweilig 5 von 5 PunktenDieser Film powert ! Ich dachte erst dass 150 Minuten ziemlich lang sind und was mich dann an unnötigem Erwartet.Aber hier geht so ziemlich die Post ab, Uli Edel gönnt einem kaum eine Atempause.Die schauspielerischen Leistungen alle Protagonisten sind klasse. Das einzige was einem zu denken gibt, ist die Tatsache, das dieser Film eine Freigabe ab 12 Jahren hat.Meiner Meinung nach ist er dafür zu brutal, und der Verleih sollte sich überlegen, die Freigabe nicht auf 16 Jahre aufzustocken.Ansonsten ein MUSS !!! Sehr teils teils ... 3 von 5 PunktenDie ersten Minuten des Films sind einfach und klar erzählt und zeigen einige Menschen, deren Situationen man so begreift, dass man ihrem Handeln eine innere Logik zuschreiben kann, der man in der Erzählung folgt. Je weiter der Film aber gedeiht, umso mehr verblassen - bis auf die Ausnahmen der Rollen Gudrun Ensslin und in Teilen auch Ulrike Meinhof - die Charaktere. Sie werden immer weniger gezeichnet und finden vor allem gar keinen Halt mehr an einer (nämlich nicht mehr erzählten) Wirklichkeit eines Lebens um sie herum. Das ist eine Katastrophe. Am Anfang spielt diese Wirklichkeit eine große Rolle, aus ihr entspringen die erzählten Menschen. Am Ende sind nur noch diese Menschen die Wirklichkeit des Films, aber dabei blass, unklar, eher poppig und comicartig. Sie werden z.B. nicht gezeigt, wie sie an der Wirklichkeit vorbei abdriften. Es wird auch nicht gezeigt, wie die Wirklichkeit an ihnen vorbeizieht und sie z.B. hinter sich lässt. Nein - die historisch begonnene Geschichte verwandelt sich unterwegs in eine übliche Filmdramaturgie. Das heißt: die Geschichte erzählt nur noch sich selbst, um zu einem Ende zu kommen. Sie nimmt sich selbst aus dem historischen Strom, in dem sie begonnen wurde, hinaus und verliert dabei Minute für Minute ihre Haltung, ihre Fragen, ihre erzählerische Kraft, und auch ihre Widersprüche. Der Film, der in einer Situation voller Widersprüche begann, endet in einem nahezu widerspruchsfreien Abarbeiten von mehr oder weniger hinterfragbaren Fakten, die am Ende in ein poltisches Statement gegossen werden, das sicherlich jeder blind unterschreiben würde: "Seht sie" - die Terroristen - "nicht so, wie sie nicht waren". Also: macht keine Märtyrer und Helden aus ihnen. Und so geht man ein wenig ohne Fragen hinaus aus dem Kino. Die gezeigten Menschen verblassen schnell in einem. Was immer sie antrieb - es ist nicht mehr da. Was immer man sich fragen wollte, wie weggeblasen. Die Totenmaske des Konzepts sitzt wieder fest. Nach diesem Film bliebt wohl nur eines: Lesen. Das, was man besser gleich hätte tun sollen. |
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Sommer vorm Balkon
DVD von Warner Home |
ProduktbeschreibungWarner Home Sommer vorm Balkon, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 24.08.06 5 Kundenrezensionen:usw..... 5 von 5 PunktenIch habe den Film in diesem Jahr im Sommer(!!!) das erste Mal gesehen. Es gibt Filme, die interessieren mich, die fesseln mich. Es gibt Filme, die langweilen, beleidigen mich. Sommer vorm Balkon gehört für mich in die erstere Kategorie. Teilweise wird hier kritisiert, es wäre zu sozial, zu seicht. Gewiss kann ein Film nie alle befriedigen. Je nach Erfahrung, Wünsche und Hoffnungen. Ich spare mir hier an dieser Stelle ein Abriss der Handlung (das ist ja eh schon öfters geschehen). Für mich besteht die Ironie in diesem Film, dass die beiden (sehr attraktiven!) Darstellerinnen so von einem Übel ins Nächste rutschen bzw. sich im Kreis drehen. Die Mutter schafft es nicht für ihren Sohn zu sorgen, nein es ist eher umgekehrt. Der Sohn versorgt die Mutter und wäre eher die eigentliche Mutter! Ihre beste Freundin schafft es, einen männlichen Versager zu finden, der eigentlich nichts kann, aber sich versucht eloquent darzustellen (an dieser Stelle ein Kompliment für den Darsteller der Filmfigur Ronald). Eher reißt Nike den Ronald auf und verfährt mit ihm nach eigenen Gusto. Die Bestrafung auf dem Balkon, dem demonstrativen Ausziehen, der Rausschmiss, das ewige "Nicht-erinnern-an-seinem-Namen usw. Dann die kleinen Geplänkel, die zwischen Nike und Katrin toben. Die, als Folge, fast in einer Vergewaltigung endet. Sicher gibt es bedrückende Momente; Oskar sieht seine Frau, als Nike deren Kleider trägt und weint. Herr Neumann ist geistig als Kind zurück gefallen und vieles mehr. Aber man kann den Film nicht direkt als Sozialkritisch sehen, auch wenn es manchmal harsch hergeht. Daher gehen Tragik und Schmäh Hand in Hand. Schönes optisches Beispiel dafür, die sehr freizügige Bekleidung der Filmfigur Nike, während der Arbeitszeit! Viel Spaß beim Schauen! Open Air 4 von 5 PunktenHabe den Film in der letzten Woche im Open-Air-Kino gesehen. Hat gut gepasst, ein schöner Sommerabend, die Berliner Atmosphäre und schließlich die Suche nach dem Platz im Leben. Ein Film, der vom Normalen handelt. Und dabei nicht immer Komödie ist. Manchmal hätte man sich vielleicht die Figuren etwas weniger überzeichnet gewünscht, aber das ist nur marginal. Guter Film, irreführende Verpackung 4 von 5 Punkten"Eine bezaubernde Komödie, getragen von Wärme, Herzlichkeit und hinreißendem Humor" steht auf der Rückseite der DVD Hülle, und aus der Presse wird zitiert "Eine warmherzige Komödie, die zu Tränen rührt" und "Mit viel Gefühl und Humor - ein wahres Feelgood-Movie!" Das ist irreführend bis schlichtweg falsch. Es handelt sich bei "Sommer vorm Balkon" um ein hervorragend geschriebenes Sozialdrama, wunderbar inszeniert, mit tollen Schauspielern. Aber sehr traurig! Und sicher nicht feel-good. Eher im Gegenteil. Also, echt ein packender, lebensnaher Film, aber was die Firma da auf die Hülle draufgedruckt hat, das ist voll daneben. ein sehenswerter Film zum Lachen und Nachdenken 4 von 5 PunktenKatrin, arbeitssuchende Schaufensterdekorateurin, gerät in einen Teufelskreis von Arbeitslosigkeit und Alkoholsucht und ist mit der Erziehung ihres Sohnes völlig überfordert. Man kann sagen: sie versucht ständig ihr bestes und scheitert doch immer wieder. Sie kommt in eine Therapie, als der Alkohol sie schlichtweg umhaut. Die Sonnenblume, die sie in der Therapiegruppe wütend mit schwarzem Kohlestift zeichnet, bildet genau ihren inneren, zerstörten Seelenzustand wider. Ihre Freundin Nike ist Krankenschwester in einem ambulanten Pflegedienst. Radelt wie der Wind von einer Adresse zur nächsten, vorgestellt werden verschiedene alte Leute. Da ist Oskar, der seine Frau verloren hat und Nike bittet, Rock und Bluse der Verstorbenen einmal anzuziehen. Als Nike die Kleidung angezogen hat, sieht Oskar seine Frau und muss weinen, welch eine anrührende Szene. Dann gibt es Helene, die alte Dame, die auf ihrem Akkordeon nur noch einmal ihr Lieblingslied spielen möchte, und als das gelingt.... Nikes Zeitplan ist eng gesteckt, sie arbeitet flink und effektiv, doch sie findet für jeden ihrer Schützlinge eine Zeit für persönliche Zuwendung, sei es Vorlesen oder einen Patienten an ihre Brust drücken. Man merkt ihr an, dass sie gerne mit den alten Menschen arbeitet, ja, dass sie ihre Patienten mag. Manch einer kann froh sein, wenn er solch eine liebevolle Pflegerin hat, ist ja schließlich nicht immer so. Die Situationskomik, die aus dem Miteinander von Nike und ihren Patienten entsteht, ist schon lustig, gleichwohl auch melancholisch, denn genauso ist das Leben. Spaß und Trauer liegen eng beieinander. Und Nike ist geduldig. Vor allem, als sie Roland (oder heißt er Ronald?) kennenlernt. Chancen über Chancen gibt sie ihm. Was macht er daraus? Diese beiden Frauen spiegeln unser Leben wider, mit allen Facetten, mal geht's rauf, mal geht's runter. Wichtig ist, es geht weiter. Mal mit Mann, mal ohne. Die Freundschaft ist eine wichtige Komponente im Film, ändert sich, zieht sich zurück und spielt am Ende doch eine zentrale Rolle. Weder Trauerspiel noch Feel-good-Movie erwarten einen, denn beide Typologien wären zu einfach für diesen vielschichtigen Film. Man muss schon genauer hinsehen, dann zeigen sich einem die Dinge zwischen den Zeilen, wenn Nike z.B. die Wurstscheiben einzeln und so wundervoll in gleich große Röllchen auf dem Frühstückstisch schlingt, die Roland oder Ronald, wie und wer auch immer, gedankenlos runterschluckt. Der Typ kapiert gar nichts. Ein sehenswerter Film, der vielleicht zu wenig Beachtung findet, denn ein leichtes Filmchen ist er nicht. Gleichwohl schafft er es, den Zuschauer nicht völlig betröppelt nach Hause gehen zu lassen, es bleibt am Ende eine Beschwingtheit, die zeigt, ja genau, so geht es weiter. Hinzu kommt eine gute schauspielerische Leistung. Beschwingte Komödie? Fehlanzeige 2 von 5 PunktenTatsächlich hatte ich beim Ausleihen des Films die naive Vorstellung, ich sehe einen richtig schönen Gute-Laune-Film, mit viel Witz und farbenfrohen Aufnahmen passend zum Sommer. Umso enttäuschter war ich (ebenso die mit schauende Freundin), daß wir statt einer spritzigen Komödie ein zähes Sozialdrama geboten bekamen, das wohl eher in die Stimmung eines verregneten und nebligen Novembertages passt. Schade, aber so ist das, wenn man aufgrund des hochgelobten Films falsche, u. viel zu hohe Erwartungen hat. |
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Kirschblüten - Hanami (Special Edition, 2 DVDs)
DVD von Majestic Home Entertainment (Vertrieb: 20th Century Fox Home Entertainment) |
Amazon.deIn Hanami spielen Hannelore Elsner und Elmar Wepper ein Ehepaar, dass mit einem Schicksalsschlag konfrontiert wird. Doris Dörrie ist ein wunderbarer Film geglückt, über das Opfer, die Liebe und den Tod. Die Kirschblüte ist in diesem Film als Metapher zu verstehen, für eine Haltung zum Leben. Die Blüte ist atemberaubend in ihrer Schönheit, und sie ist es nicht zuletzt weil sie vergänglich ist - ein Schauspiel, dass sich alljährlich für einen kurzen Zeitraum wiederholt. Es geht also um ein Bewußtsein, das im Alltagsrauschen schwer festzuhalten ist. Das Bewußtsein von Vergänglichkeit und Tod und der Notwendigkeit die uns gegebene Zeit zu zelebrieren. Das mag in manchen Ohren kitschig und klebrig klingen, es trifft dennoch eine tiefe Wahrheit, der sich niemand ernsthaft verschließen kann. Und auf diesen Kern zielt Doris Dörries Film ab. Hanami beginnt in der bayerischen Provinz. Der Beamte Rudi (Elmar Wepper) liebt das Beschauliche, Vorhersehbare. Er mag es, immer um die gleiche Zeit aufzustehen, das gleiche zu sehen, zu schmecken und zu hören. Aber Rudis Leben verändert sich schlagartig als er mit einer niederschmetternden Diagnose konfrontiert wird: er hat Krebs im Endstadium. Seine Frau Trudi (Hannelore Elsner) überredet ihn nach Berlin zu fahren, zu den Kindern und Enkelkindern. Die Begegnung verläuft anders als erhofft. In Berlin hat man keine Zeit füreinander, ist man fest im Griff des Alltags - Facts of Live. Man beschließt gemeinsam weiterzufahren, an die Ostsee, um ein paar Tage miteinander zu verbringen und sich vorzubereiten, auf das Unvermeidliche. Soweit, so gut, oder auch nicht. Das Klischee lauert an jeder Ecke, umso unerträglicher weil man befürchtet, dass Klischee könne mehr mit dem eigenen Leben zu tun haben als einem lieb ist. Und es ist nicht etwa so, dass man von Doris Dörrie etwas anderes erwartet hätte. Doch dann geschieht das Unerwartete. Nicht Rudi stirbt, sondern Trudi, und der Film beginnt von Neuem. Rudi ist untröstlich, weiss nicht wohin mit sich. Verständlich. Er muss feststellen, dass ihm Trudi fremder war als er es für möglich hielt. Sie hatte ihre Sehnsüchte verraten um sich für ihn aufzuopfern. Eine schreckliche Wahrheit. Er macht sich schließlich auf, nach Japan, um ihr post Mortem ihren Traum zu erfüllen. Im zweiten Teil des Films passiert etwas erstaunliches. Der Film bringt es fertig seine eigene Biederkeit zu überwinden und verwandelt sich von einem Rührstück in eine bewegende Auseinandersetzung mit dem was man in Ermangelung eines treffenderen Begriffes Trauerarbeit nennt. Wenn Rudi auf den Spuren von Trudis Träumen durch Tokio läuft, in Frauenkleidern, ganz verletztlich, dann hätte das auch ganz leicht ins albern-abgeschmackte abdriften können. Doch das geschieht nicht. Es ist nicht zuletzt Elmar Wepper zu verdanken, seinem zurückgenommenem Spiel, seiner Durchlässigkeit, dass Hanami im letzten Drittel zu einem richtig guten Film wird. Und natürlich hat Doris Dörries Inszenierung daran ihren Anteil. Dieser Eindruck wurde von vielen Rezensenten immer wieder bestätigt, nicht ohne eine gewisse Verwunderung - ist doch Elmar Wepper in der Schublade des Fernseharbeiters abgelegt. Es ist an der Zeit diese Vorurteile aus dem Weg zu räumen und zu konstatieren: es gibt nur eine verlässliche Konstante im Hinblick auf Film und Fernsehen. Beide Bereiche bringen manchmal gelungenes und oft weniger gelungenes zustande. Hanami und Elmar Wepper zaubern ein wenig Hoffnung in unsere Herzen.Thomas Reuthebuch KurzbeschreibungDas Leben: Nur Trudi (Hannelore Elsner) weiß, dass ihr Mann Rudi (Elmar Wepper) schwer krank ist. Und es liegt an ihr, ob sie es ihm mitteilen will oder nicht. Trudi beschließt, die Erkrankung geheim zu halten und überredet Rudi, noch einmal die Kinder und Enkelkinder in Berlin zu besuchen. Dort angekommen, müssen die beiden jedoch feststellen, dass ihre Kinder mit ihrem eigenen Leben viel zu beschäftigt sind, um sich um die Eltern zu kümmern. Die beiden beschließen daraufhin, in ein Hotel an die Ostsee zu fahren. Dort stirbt plötzlich Trudi - Rudi ist völlig aus der Bahn geworfen und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Als er dann auch noch von der Freundin seiner Tochter (Franzi, gespielt von Nadja Uhl) erfährt, dass Trudi das Leben, das sie leben wollte, offenbar aus Liebe zu ihm geopfert hat, sieht er seine verstorbene Frau mit neuen Augen. Er beschließt, ihr verpasstes Leben wieder gut zu machen... 5 Kundenrezensionen:Einer der schoensten Filme aller Zeiten 5 von 5 PunktenWas fuer ein unglaublich bewegender, wundervoller Film mit grossartigen Darstellern, allen voran Elmar Wepper, natuerlich die immer grandiose Hannelore Elsner und vor allem die Darbietungen von Nina Uhl und der japanischen Butoh-taenzerin fand ich beeindruckend. Ich habe einige Monate in Tokyo gelebt und daher eine gewisse Bindung und bestimmte individuelle Assoziationen zu vielen Dingen, die ich sah, die Rudi erlebt, die Japan so faszinierend machen. Verstaendlich, dass Doerrie eine besondere Affinitaet zu dem Land hat. Ich finde auch, dass die Reminiszenzen ausreichen, es ist ja kein Doku ueber Japan. Das hektische und bunte Shinjuku, die Kirschbluete, die Sushi-Bar, die vielen kleinen Eindruecke in der Metro etc- das sind Eindruecke genug. Es geht ja nicht um die besten insights into Tokyo. Auch ohne jede Japan-connection ist dieser Film eine Offenbarung in sovieler Hinsicht. Diese Innigkeit der Eheleute, die bittere Entfremdung zu den Kindern, die Hilflosigkeit von Eltern UND Kindern angesichts dieser Entfremdung, die mehr oder weniger wortlose, aber tiefe Zuneigung zweier so unterschiedlicher Menschen wie der jungen obdachlosen Taenzerin und dem bayrischen Beamten - viele Facetten in diesem Film, die einem den Atem rauben und die Traenen in die Augen schiessen lassen. Ich habe diesen Film von Kollegen geliehen bekommen und gestern abend angeschaut. Zwar hatte ich durch das Cover der DVD schon eine Idee vom recht ueberaschenden plot bzw. eben dem Todesfall, der unerwartet eintritt - aber das schmaelert in keiner Weise den Genuss. Ich habe ungelogen den gesamten Film geweint und musste Pausen einlegen, um mich zu beruhigen. Und heute morgen habe ich ihn gleich nochmal gesehen und nochmal geweint. Und seither suche ich alles an Info ueber den Film, habe alle Rezensionen gelesen, und bin so froh, dass die Gefuehle, die dieser Film in mir wachgerufen hat, soviele andere Menschen ebenso empfinden. Ganz sicher laesst er mich noch lange Zeit nicht los. Und ich werde ihm jeden empfehlen, den ich kenne. Ich habe mir sofort heute morgen DVD und den wunderbaren Soundtrack bestellt und kann es kaum abwarten, bis sie da sind. Ein grosses Dankeschoen an Doris Doerrie und alle Beteiligten, das war ein Hauptgewinn!!! Märchenhaft 5 von 5 PunktenDoris Dörrie erzählt ein Märchen. Märchen enden für gewöhnlich mit: "Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute." Doch wenn sie gestorben wären, dann müssten sie auch gelebt haben, Trudi und Rudi, irgendwo vielleicht bei Weilheim im Oberbayerischen. Erzählt wird von Liebe und Trauer, bedeutungsvoll illustriert dies Elmar Wepper mit seiner Mimik, seinen Gesten, seinen Augen. Treffen wird dieser Film alle, deren Kinder nicht mehr im eigenen Haus wohnen und die, die es sich vorstellen können, wie so etwas sein wird oder kann, und erzählt wird die Geschichte in Bildern, in denen, wie Doris Dörrie sagt, "die Realität (wieder mal) freiwillig mitspielt", in Bildern, die dauern, berühren und bleiben. Es wechseln so schön Stille und Krach. Auch hartgesottene Cineasten mögen sich schon mal ein Taschentuch bereitlegen, für alle Fälle, weil alle Schauspieler in diesem Film gut sind. Man darf gespannt sein, welche Geschichte uns Doris Dörrie als nächstes erzählt, vielleicht wieder eine Hommage an Tokio und Japan. Ich empfehle auch diesen Film, jetzt schon, ungesehen! Liebesgeschichte 5 von 5 PunktenEin durch und durch bewegender Film. Ich weiß gar nicht so richtig was ich sagen soll. Elmar Wepper wirklich grandios. Die Darstellung der Kinder sehr nah an der heutigen Realität in unserer Gesellschaft. So ungefähr wir lieben euch bleibt aber mal lieber zu hause, wir haben so viel zu tun. Bin total über Frau Dörrie überrascht, bisher konnte mich kein Film von ihr begeistern. Also Respekt Frau Dörrie, ziehe meinen Hut.Ganz großes Kino. Ganz große Schauspieler. Ein Film mit Herz und Seele. Unbedingt ansehen. Butohtanzen am Fuße des Fujisan 5 von 5 PunktenEine Ehe-Geschichte, unverkitscht, genauso wie es die meisten Paare erleben. Der Alltagstrott, das jahrein-jahraus Jause richten für den Mann, der letztendlich den täglichen Apfel, "an apple a day keeps the doctor away ", seinem Mitarbeiter im Büro schenkt. Die Sehnsucht nach den Kindern, die es weit weg vom bayrischen Dorf verschlagen hat. Das Patschen richten für den Mann, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt. Gemeinsam essen. Täglicher Rhythmus, der blind ausgeführt wird. Rudi und Trudi geht es besser, als den meisten altgedienten Ehepaaren, denn sie sprechen noch ein wenig miteinander und sie mögen sich..... ..... und doch gibt es da bei Trudi den kleinen gedanklichen Ausbruch von Zeit zu Zeit, der sie nach Japan führt, zu ihrem geliebten Sohn, dem Karli, dem es nicht weit genug weg, aus der elterlichen Umklammerung sein konnte und den es gerade dorthin verschlagen hat, wo es ihr nicht vergönnt sein wird, einen Blick auf den Fujisan zu werfen, denn Japan wird erst bereist, wenn Rudi in Pension geht, in einem Jahr. Trudi und Rudi besuchen kurzerhand ihren Sohn und ihre Tochter in Berlin und müssen feststellen, daß sie nicht wirklich willkommen sind und da es nicht so weit zur Ostsee ist, wird der Urlaub dort verbracht. Trudi wacht nicht mehr auf, nach einer Nacht voller Träume und hinterläßt den verzweifelten Rudi, dem nach mehreren Gesprächen mit der Lebensgefährtin seiner Tochter, klar wird, welche unerfüllten Sehnsüchte in seiner Frau schlummerten. Er macht sich auf den Weg nach Japan zu Sohn Karli mit einem Koffer voller Erinnerungen im wörtlichen Sinn. Er möchte seiner Trudi posthum einen Wunsch erfüllen: sie soll die Kirschblüte erleben und den Fuji sehen. Karli lebt, wie in Japan üblich, beengt und hat ebenfalls, wie dort üblich, keine Zeit für den Vater, da er meist nur einen Tag pro Woche frei hat. Rudi meistert nach anfänglichen Schwierigkeiten, diese Situation und begibt sich auf Entdeckungsreise, bei der er in einem Park die junge, in einem Zelt wohnende, Butohtänzerin trifft, sich mit ihr anfreundet und sie mitnimmt auf die Reise zum Fujisan. Der scheue Berg ist natürlich nicht sehr oft sichtbar und deshalb bleiben die Beiden einige Zeit im Hotel in der Nähe des Vulkans wohnen. An einem frühen Morgen, am Fuße des klar und deutlich sichtbaren Fujisan, tanzen Rudi-Trudi in Kimono und Unterkleid bekleidet und traditionell geschminkt, Butoh. Es ist der Tanz des letzten, zu späten Liebesbeweises. Der Film berührt durch seine unspektakulär und außergewöhnlich agierenden Darsteller, allen voran Elmar Wepper, der trotz mancher komischen Situation, niemals ins Lächerliche abdriftet. Eine reife Leistung! Hut ab! Meine Empfehlung für Off-Mainstream-Filmliebhaber. Diesen Film sieht man sich von Zeit zu Zeit immer wieder einmal an. INTENSIVES; ABER AUCH ÜBERAMBITIONIERTES UND ZÄHES DRAMA 3 von 5 PunktenDie Schauspielerleistungen kann man wirklich als grandios bezeichnen und auch die Thematik des Films über verlorene Träume und unsterbliche Liebe weckten bei mir das Interesse, diesen Film anzuschauen. Aber ist der Film wirklich so gelungen, als das man ihm gar 5 Sterne vergeben kann??? Ich denke bei weitem NICHT!!! Gut, über Geschmack lässt sich streiten, aber Thematik und schauspielerische Glanzleistungen sind eben nicht alles - auf die Inszenierung und den Inhalt kommt es an. Und genau da hapert es bei diesem Drama, neben der zu langen Filmlaufzeit(122 Min.) Allzu häufig driften die Nebenhandlungen ins klischeehafte ab, wenn z.B. ältere Provinzler (Rudi/Trudi)in der Großstadt an der Bedienung des Fahrkartenautomates scheitern, eine der kurzhaarigen Töchter eine Lesbe ist und die Enkelkinder an der Spielekonsole kleben... Auch fehlt mir der so wichtige Einblick in die japanische Kultur, wenn man schon Japan als zentralen Punkt der Geschichte wählt. Da reichen ein paar Kirschbäume, der Fujiyama und ein paar Hochhäuser eben nicht ganz aus. Ach, ja. Was mich noch interessieren würde, ist die Frage was die Ehe der beiden Hauptpersonen überhaupt so lange zusammengehalten hat? Der wie ich finde etwas kitschige Totentanz Rudis am Ende mag ja eine Liebeserklärung an seine bereits verstorbene Frau sein und will zeigen, dass er das Wesen in ihr verstanden hat und er ihr folgt. Aber eine logische Erklärung, warum er die Reise überhaupt gemacht hat, bleibt dem Zuschauer weitestgehend vorenthalten. Viel Spiritualität aber wenig Logik. Fazit: Erstmal aus der Videothek ausleihen, wenn Film gefällt die Special Edition kaufen, da man dort auf der Extra-Disc mehr über die Tiefe des Films erfährt. |
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Die Sturmflut (2 DVDs)
DVD von Warner Home |
ProduktbeschreibungDie Sturmflut TV Ereignis! DVD 5 Kundenrezensionen:Dreiecksgeschichten- Gähner 2 von 5 PunktenLiebe Drehbuchschreiber, Liebe Regisseure, Liebe Produzenten: Erspart doch den Zuschauern in Zukunft diese plattdummen Dreiecksgeschichten. Eine gute, historisch angelehnte Handlung müsste sich doch auch ohne diesen Kitsch hinbekommen lassen, oder nicht? Toller Film! 5 von 5 PunktenIch liebe diesen Film, ich fande ihn wunderschön und toll gemacht. Ich wusste nur sehr sehr grob über diese Flutkatastrophe gehört, d.h. ich wusste lediglich wann und wo sie war! Durch diesen Film und die faszinierende Liebesgeschichte im Hintergrund ist der Film sofort symphatisch und einfach hinreißend. Nachdem Film (und ein paar Zusatzinfos) wusste ich fast alles über die Flutkatastrophe. Auch Technik und Effekte bei der Filmtechnik sind meiner Meinung nach toll gelungen! Genauso auch die Musik von Westlife "You Raise Me Up" passt richtig schön zum Film und ist einfach wunderschön. Wie gesagt, ich kann nur sagen, dieser Film hat 100 % meinen Geschmack getroffen (okay, mein Geschmack ist auch ein bisschen schmalzig ;P) und ich liebe ihn! Herz und Schmerz und nebenbei eine Sturmflut 1 von 5 PunktenMja ... ich freute mich - eigentlich - ein Film über die Flut zu sehen. Als hamburger Fischkopf hat man so seine ganz eigene Beziehung zur Sturmflut 1962, obwohl ich erst viel später auf die Welt kam :-) Aber ich war auch neugierig auf die filmische Umsetzung dessen, was damals geschehen ist. Leider muss ich sagen wurde hierbei mehr auf die Herz-Schmerz-Schiene geachtet, als auf die tatsächlichen Begebenheiten. Viele geschichtliche Fehler, viel Fantasie ... ich bin absolut enttäuscht. :-( Und keine noch so gute Schauspielbesetzung rechtfertigt den dünnen Inhalt. Wirklich schade. Bitte nicht kaufen, es gibt schon genug angebissene DVD-Hüllen, in denen andere Käufer ihre Zähne aus Ärger über diesen Kauf versenkt haben. =^_~= Wer sich tatsächlich für die damaligen Ereignisse interessiert empfehle ich wärmstens die DVD "Die Nacht der großen Flut". Keine künstliche Tränendrüsenrumdrückerei, aber ein Dokudrama mit echten Gesichtern, Interviews mit Betroffenen und Fakten. Sehr spannend gemacht, sollte man in jedem Fall mal gesehen haben. Lachhaft, billig und einfach nur grottenschlecht! 1 von 5 PunktenMan gucke sich nur einmal dieses DVD-Cover an. Einfach nur dämlich. Die Darsteller sind einfach nur schlecht, wie bereits oft erwähnt, die Effekte lächerlich und die Handlung der größte Mist aller Zeiten! So kann man ein "Megabudget" (Das ich nicht lache) von 2 Millionen richtig in die Tonne hauen! Seichte TV-Unterhaltung, mehr nicht. Schade für so ein Thema! 1 von 5 PunktenNun gut- es ist immer eine Gratwanderung zwischen Spielfilm mit Unterhaltungswert und Dokumentation. Aber was hat man uns präsentiert? Als Kurzweil und für Menschen, die als nach-1962er irgendwie mal etwas von dieser Katastrophe und dem heldenhaften Herrn Schmidt gehört haben als Einstieg o.k.. Ansonsten: Charme von "Ich heirate eine Familie." Etwas mehr an Fakten täte auch einem Spielfilm gut und ich finde nicht, (wie ein/e Vorrezensent/in) dass man dann eben eine Doku gucken müsse, sondern erwarte von Filmemachern dass sie diese Kombination hinbekommen. Was nun wirklich nervt ist : 1.) dieses immer wieder zufällige Aufeinandertreffen der Hauptakteure. Da wird "Vattern" wieder Copilot und rettet den Sohn, der Ex findet zufällig die alte Liebe in den Fluten und rettet sie und den Kleinen der sich als sein Sohn herausstellt, was man aber anfänglich schon ahnt, dann paddeln sie zu einer Kirche wo sie -wieder ganz zufällig- auf Mutter und angehende Schwiegermutter sowie Kollegin treffen. Letztere ist zufällig auch noch das Verhältnis des Arztes und geplanten Ehemannes der irgendwann auch noch hereinpaddelt. Vorher operiert er aber noch den Vater des Kontrahenten der auch wieder ganz zufällig gerade in seiner Klinik danieder liegt. Und der angehende und sehr vornehme Schwiegervater ist vom Polterabend direkt frisch in die Zentrale der Macht katapultiert worden. Das hatte wohl eher Alibifunktion, damit die Zuschauer auch immer wieder dorthin geführt werden konnten. Klappe, die nächste! So geht das immer weiter....Geschichten also, die das Leben nie so schreibt. Diese ganzen Dreiecksgeschichten nehmen viel zu viel Raum ein. 2.) ein gewisser Anachronismus. Mich gab es zwar 1962 noch nicht, aber so waren die 60er nie und nimmer. Stets blieb der Eindruck zurück, da stimme etwas nicht. Umgang, Umgangston, Frisuren... es war im Film einfach nicht kompatibel.5 Jahre lang in einer -wie es damals hieß- unehelichen Beziehung lebend, obwohl der vermeintliche Vater des Jungen die Frau heiraten will, aber nicht darf, wo er doch einen sehr starken und selbstbewussten Eindruck macht. Seltsam. 3.) Helmut: weiße Weste. Alle anderen: "Böse Onkels". Sehr schwarz-weiß. Fazit: Typische ARD-Unterhaltung ab 20.15 Uhr. |
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Nicht alle waren Mörder
DVD von Warner Home |
ProduktbeschreibungWarner Home Nicht alle waren Mörder, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 03.11.06 5 Kundenrezensionen:Selten gutes Kino aus Deutschland 3 von 5 PunktenEine anspruchsvolle Verfilmung eines ausgezeichneten Buches. Vor allem Katharina Thalbach und Axel Prahl hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Ärgerlich nur, dass sich der Drehbuchautor und Regisseur Jo Baier genötigt sah, die aufopferungsvolle Hilfe eines SS-Mannes zu unterschlagen, mit der das Buch beginnt. Schauspielerische Leistung einfach genial 5 von 5 PunktenIch habe mir diesen Film schon 3 mal angesehen und finde ihn einfach nur genial mich bewegt immer dieses Thema und ich finde Nadja Uhl und Aaron Altaras haben eine super tolle Leistung vollbracht,man hätte denken können das sie Mutter und Sohn im wahren Leben sind.Dies wird immer ein Thema in unserem Leben sein was uns bewegen wird.Mir ist es auch egal ob das Buch besser ist, das ist in den meisten fällen sowie so. Es geht hier um die Leistung der Schauspieler.Ich finde auch das man sich nie genug solche Filme anschauen kann,da dies ein ein Thema ist das uns alle angeht.Ich kann nur diesen Film sehr empfehlen und man wird sich ihn auch sicherlich mehrmals anschauen,da bin ich mir sicher Ganz großes Kino 5 von 5 PunktenDieser Film ist ein Muß!!Denn hier wird mal nicht angeklagt, sondern der Menschen gedacht die einer jüdischen Mutter mit ihrem Sohn ohne groß zu fragen einfach halfen. Die Geschichte ist schnell erzählt und dennoch sehr einfühlsam und sensibel dargestellt.Die beiden Hauptdarsteller Nadja Uhl und Aaron Altaras (der Basti aus dem Tatort-Berlin,Sohn von Felix Stark) können ihre Rolle perfekt in Szene setzen.Und so kann einfach keine Distanz mehr entstehen,dem Zuschauer werden die ein oder andere Träne schon mal kullern.Überhaupt ist die Besetzung nur vom Feinsten.Katharina Thalbach,Hannelore Elsner,Axel Prahl.Wirklich hervorragend und herrlich gefühlvoll gespielt.Mein Lob an Jo Baier, der es von Anfang an verstand eine so dramatische und traurige Kindheit des Michael Degen liebevoll und trotzdem mahnend in einem Film ganz groß in Szene zu setzen. Ohne Krimmi geht die Mimmi... 2 von 5 PunktenAls ich diesen Film sah, dachte ich: Sicher, so könnte es gewesen sein, wenn nicht ein Klischee das nächste jagen würde! Meine Oma kann sich noch ganz genau erinnern, wie sie mehrfach dem Bombenhagel entkam und wie viel Angst und Hunger sie während und nach dem Krieg verspürte. Wenn sie mir diese Geschichten erzählt, dann entsteht bei mir ein viel intensiveres Bild von der damaligen Zeit. Diese Art von Film hätte schon vor 50 Jahren gedreht werden müssen und nicht, wenn die meisten Opfer gestorben und die Täter auch schon tot, rehabilitiert oder vergessen sind. Jetzt tut man niemanden weh, und heimst Gelder, Ruhm und Preise ein! Einen Stern gebe ich für die Hauptdarstellerin, den zweiten für einige realitätsnahe Szenen sowie für die Leistung des Filmteams, keine typische Liebesszene eingebaut zu haben. Abseits als sicherer Ort 5 von 5 PunktenDarüber schrieb von Jahrzehnten Peter Brückner, wie man als Kommunist die Nazi-Zeit überleben konnte. Jahre später dann Michael Degen, der seine Jugend in dieser Zeit schildert, und wie er mit seiner Mutter die Jahre 1943 bis 1945 im Versteck überlebt hat. Der Film zum Buch macht die dauernde tödliche Bedrohung deutlich. Bedrohung durch den Krieg und durch die absolute Rechtlosigkeit, jederzeit ins KZ gebracht werden zu können. Wenn man das making of sieht, den ungeheuren Aufwand, und dann bedenkt, wie wenig ein solcher Film haften bleibt, ist schon ein Gefühl der Bitternis vorhanden. Es besteht ein Gefühl der Sättigung,des nicht mehr Wissen-Wollens. Das macht es Filmen dieser Art so schwer, nachhaltig wahrgenommen zu werden. Die Schreckensgeschichte, die zugleich auch eine Überlebensgeschichte ist, und, wenn man Michael Degen sieht und hört, jeden Respekt abnötigt, nicht an diesen Erlebnissen zerbrochen zu sein,wurde in eindrucksvolle Bilder umgesetzt. Sie sollten immer wieder, nicht mit erhobenem Zeigefinger, aber immer wieder Menschen gezeigt werden, damit aus der Geschichte die Lehre gezogen wird, dass niemals und nirgends Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt werden sollen. Das Bonus- Material ist ganz aufschlussreich. |
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Baader-Meinhof-Komplex [Blu-ray]
Blu-ray von Paramount Home Entertainment |
ProduktbeschreibungDeutschland in den 70ern. Die radikalisierten Kinder der Nazi-Generation, angeführt von Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), der ehemaligen Starkolumnistin Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek), kämpfen gegen das, was sie als das neue Gesicht des Faschismus begreifen: die US-amerikanische Politik in Vietnam, im Nahen Osten und in der Dritten Welt, die von führenden Köpfen der deutschen Politik, Justiz und Industrie unterstützt wird. Die von Baader, Meinhof und Ensslin gegründete Rote Armee Fraktion hat der Bundesrepublik Deutschland den Krieg erklärt. Es gibt Tote und Verletzte, die Situation eskaliert, und die noch junge Demokratie wird in ihren Grundfesten erschüttert. Der Mann, der die Taten der Terroristen zwar nicht billigt, aber dennoch zu verstehen versucht, ist auch ihr Jäger: der Leiter des Bundeskriminalamts Horst Herold (Bruno Ganz). Obwohl er große Fahndungserfolge verbucht, ist er sich bewusst, dass die Polizei allein die Spirale der Gewalt nicht aufhalten kann. Pressenotiz Drehbuchautor und Produzent Bernd Eichinger (DAS PARFUM - DIE GESCHICHTE EINES MÖRDERS, DER UNTERGANG) bringt für Constantin Film Stefan Austs Standardwerk über den RAF-Terrorismus DER BAADER MEINHOF KOMPLEX auf die Kinoleinwand. Regisseur Uli Edel (LETZTE AUSFAHRT BROOKLYN, CHRISTIANE F. - WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO) inszeniert die dramatischen Ereignisse, die von 1967 bis zum Deutschen Herbst 1977 die demokratischen Grundpfeiler der Bundesrepublik Deutschland ins Wanken brachten. Presseinformation zur Buchvorlage Stefan Austs Buch Der Baader Meinhof Komplex erschien zum ersten Mal 1985 und hat wie kein anderes das heutige Bild vom Krieg der Rote Armee Fraktion gegen den Staat geprägt. Es ist keine Anklageschrift und kein Plädoyer eines Verteidigers. Es will kein Urteil fällen, weder in juristischer noch in moralischer Hinsicht. Es ist ein Protokoll, eine Chronik der Ereignisse, die ihren Höhepunkt im Deutschen Herbst 1977 fanden, in der Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer sowie in der Entführung und Befreiung der Passagiere und der Crew der Lufthansa-Maschine Landshut. ![]() ![]() ![]() |
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Baader-Meinhof-Komplex (Premium Edition)
DVD von Paramount Home Entertainment |
Amazon.deDer Baader-Meinhof-Komplex: 20 Millionen Euro, ein Staraufgebot das seinesgleichen sucht, ein Hollywooderprobter Regisseur und Bernd Eichinger als Drahtzieher und Drehbuchautor. Der Baader-Meinhof-Komplex will Alles. Er will zeigen wie es wirklich war, will zeigen wie Terroristen ticken, will aufräumen mit dem Mythos RAF. Er will dabei ein großes Publikum mitnehmen, will unterhalten und aufklären. Es wird geballert und geflucht, man sieht "Tits and Ass". Moritz Bleibtreu spielt Andreas Baader als testosterongesteuerten Alpha-Male. Seine Devise knallt er im PLO Camp dem Kommandanten vor den Latz: Schiessen und Ficken ist dasselbe. Johanna Wokalek oder Nadja Uhl als Gudrun Ensslin und Brigitte Mohnhaupt werden als Todesengel im Minirock inszeniert. Schon Godard hat gewusst: drück nem hübschen Mädchen ne Knarre in die Hand und du hast einen Film - Kiss Kiss Bang Bang. Der Anspruch ein Jahrzehnt bundesrepublikanischer Geschichte so authentisch als möglich abzubilden führt zu einer atemlosen Hatz, die den Zuschauer durch all die Bilder schleust, die man eh schon kennt. Angefangen vom sterbenden Benno Ohnesorg bis hin zum abgemagerten Hans-Martin Schleyer vor dem Signet der RAF. Uli Edel und Bernd Eichinger haben sich an einen schwierigen Stoff herangewagt und sind das Ganze mit viel Energie und einer gehörigen Portion Größenwahn angegangen. Keine schlechte Kombination für einen Kinospielfilm. Wer hier nach neuen Erkentnissen sucht oder sogar einen Diskurs einfordert, der ist fehl am Platze. Der Film ist ganz offensichtlich vor allem für jene gemacht, die die RAF nur vom Hörensagen kennen, die ganz gern mal wissen würden was es mit diesen schrägen Vögeln aus den Siebzigern auf sich hat die beinahe im Alleingang den Rechtsstaat an seine Grenzen gebracht haben. Die Vorlage ist ein knapp tausendseitiger Wälzer, das oftmals gerühmte "Standardwerk" zur RAF von Stefan Aust, dem der Film auch seinen Titel verdankt. Natürlich muss man einen solchen Stoff radikal verdichten. Man hat sich für eine Perspektive entschieden. Die Perspektive der Terroristen. Wer sich jetzt entrüstet, man habe die Opfer nicht ausreichend gewürdigt oder den Gegenspieler der RAF, also die Bundesregierung, nur unzureichend ins Bild gerückt, der hat etwas grundsätzliches nicht verstanden. Darum geht es nicht. Interessant wäre es vielleicht gewesen den Unterschied zwischen Protest und Fanatismus schärfer zu definieren. An dieser Stelle hätte der Film Bezüge schaffen können, zum Hier und Jetzt, und vielleicht über sich hinauswachsen können. Dazu hätte es einer Haltung bedurft. Die vermisst man schmerzlich.Der Baader-Meinhof-Komplex ist ein Film, ein Unterhaltungsfilm. Nicht mehr aber auch nicht weniger.Thomas Reuthebuch ProduktbeschreibungDeutschland in den 70ern. Die radikalisierten Kinder der Nazi-Generation, angeführt von Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), der ehemaligen Starkolumnistin Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek), kämpfen gegen das, was sie als das neue Gesicht des Faschismus begreifen: die US-amerikanische Politik in Vietnam, im Nahen Osten und in der Dritten Welt, die von führenden Köpfen der deutschen Politik, Justiz und Industrie unterstützt wird. Die von Baader, Meinhof und Ensslin gegründete Rote Armee Fraktion hat der Bundesrepublik Deutschland den Krieg erklärt. Es gibt Tote und Verletzte, die Situation eskaliert, und die noch junge Demokratie wird in ihren Grundfesten erschüttert. Der Mann, der die Taten der Terroristen zwar nicht billigt, aber dennoch zu verstehen versucht, ist auch ihr Jäger: der Leiter des Bundeskriminalamts Horst Herold (Bruno Ganz). Obwohl er große Fahndungserfolge verbucht, ist er sich bewusst, dass die Polizei allein die Spirale der Gewalt nicht aufhalten kann. Pressenotiz Drehbuchautor und Produzent Bernd Eichinger (DAS PARFUM - DIE GESCHICHTE EINES MÖRDERS, DER UNTERGANG) bringt für Constantin Film Stefan Austs Standardwerk über den RAF-Terrorismus DER BAADER MEINHOF KOMPLEX auf die Kinoleinwand. Regisseur Uli Edel (LETZTE AUSFAHRT BROOKLYN, CHRISTIANE F. - WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO) inszeniert die dramatischen Ereignisse, die von 1967 bis zum Deutschen Herbst 1977 die demokratischen Grundpfeiler der Bundesrepublik Deutschland ins Wanken brachten. Presseinformation zur Buchvorlage Stefan Austs Buch Der Baader Meinhof Komplex erschien zum ersten Mal 1985 und hat wie kein anderes das heutige Bild vom Krieg der Rote Armee Fraktion gegen den Staat geprägt. Es ist keine Anklageschrift und kein Plädoyer eines Verteidigers. Es will kein Urteil fällen, weder in juristischer noch in moralischer Hinsicht. Es ist ein Protokoll, eine Chronik der Ereignisse, die ihren Höhepunkt im Deutschen Herbst 1977 fanden, in der Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer sowie in der Entführung und Befreiung der Passagiere und der Crew der Lufthansa-Maschine Landshut. ![]() ![]() ![]() 2 Kundenrezensionen:ich sage es noch einmal 2 von 5 Punktenund etwas lauter, dieses mal: WOZU? das ist die frage, der dieser film sich stellen muss, an der er gemessen werden sollte - nicht die frage, wieviel er gekostet hat, nicht die frage, welche bekannten deutschen schaupieler mitwirkten, sondern die frage: was bringt das ganze, welche neuen einsichten oder sichtweisen vermittelt dieser film, welchen beitrag zur debatte, inwiefern ist er produktiv? und die antwort lautet: NICHTS. GAR NICHT. es ist ziemlich gleichgültig, welche haltung man dem thema terrorismus gegenüber einnimmt: dass der "baader-meinhof-komplex" keine reflexion und keine aufarbeitung von zeitgeschichte bietet, sondern eine effektgeladene räuberpistole, müsste jedem einleuchten. umso verwunderlicher, dass es offenbar konsens ist, diesen film gut zu finden, dass nirgendwo kritik laut wird, nur überall das selbe gefasel: ein "meisterwerk der deutschen filmgeschichte". moritz bleibtreu hat, sinngemäß, in einem interview gesagt: faßbinders filme waren gut für deutschland, zu seiner zeit, heute braucht deutschland solche filme. daraufhin sage ich nun: faßbinder hätte aus diesem thema einen film gemacht, der zum nachdenken anregt. uli edel und bernd eichiger haben daraus einen film gemacht, der das nachdenken abschaltet. die rechtfertigung des regisseurs: er möchte die raf "entmystifizieren" und verbrecherische gewalt als verbrecherische gewalt darstellen. aber das geschieht hier gar nicht. statt dessen wird ein nach wie vor kontrovers diskutiertes thema unserer zeitgeschichte auf das niveau von fernsehunterhaltung heruntergezoomt. was ja eigentlich, dies nur am rande, das gegenteil einer entmystifizierung ist. auf diese weise ist dem thema schlicht nicht beizukommen: der film "baader" mit frank giering sieht das ganz deutlich, ist das problem offensiv angegangen und ist deshalb der sehr viel bessere film. der "baader-meinhof-komplex" indes und die öffentlichkeit, die ihm verschafft wird, sind nichts als das zeugnis einer gut gefütterten impotenten medienkultur. Gewalt war Glamour 4 von 5 PunktenFilme über die Geschichte Deutschlands haben einen entscheidenden Vorteil. Sie erleichtern den nachfolgenden Generationen den Einstieg in diese Materie. Jedoch sollte man sich nicht nur allein auf das Wissen des Films stützen, denn man darf nicht vergessen, dass diese Filme reine Unterhaltungsfilme sind und somit die Geschehnisse verfälscht wiedergeben können. Der deutsche Erfolgsproduzent Bernd Eichinger ("Das Parfum") hat mit "Der Untergang" über die letzten 12 Tage von Adolf Hitler das Genre des "Unterhaltungsfilms mit Wissen" ins Leben gerufen und setzt das nun mit "Der Baader Meinhof Komplex" fort. Die 70er Jahre in Deutschland waren gezeichnet durch die terroristischen Anschläge der RAF, gegründet von dem Trio Andreas Baader, Gudrun Ensslin und der Journalistin Ulrike Meinhof Die US Bomben auf Vietnam, der Millitärputsch in Griechenland, erschossene Studenten in Kent waren neben dem Angriff auf Studentenführer Rudi Dutschke und den Tod von Benno Ohnesorg der Auslöser. Die RAF musste ein Zeichen in Deutschland setzen, doch dazu reichten die Demos nicht mehr aus. Terror schien die einzige Waffe zu sein. Produzent und Drehbuchautor Bernd Eichinger reflektierte zusammen mit dem Autor Stefan Aust, der die Buchvorlage zum Film lieferte und dem Regisseur Uli Edel 10 Jahre RAF. Dabei schrecken die beiden Filmemacher Eichinger und Edel nicht vor schonungslosen Gewaltsequenzen zurück. Der Film hat eine FSK 12 Freigabe bekommen, wenn ich jedoch blutige Einschusslöcher in den Gesichtern sehe, einen Rudi Dutschke Darsteller, der nach einem Überfall mit einem fast zerschossenem Gesicht durch die Gegend torkelt, ununterbrochen Blut aus dem Mund fließt, Polizisten die auf Demonstranten mit Knüppeln einprügeln und die Kamera dabei fest draufhält, empfinde ich dies schon als sehr grenzwertig. Gelungen sind die Explosionssequenzen, wobei ich auch sehr schlucken musste, nachdem sie ein Auto in die Luft gejagt haben und eine Frau völlig verbrannt aus dem Auto fiel. Der Cast dieses Films ist aber nicht zu unterschätzen. Allen voran Moritz Bleibtreu (Andreas Baader), Martina Gedeck (Ulrike Meinhof) und Katharina Wokalek (Gudrun Ensslin). Es glänzen aber auch Bruno Ganz (der in "Der Untergang" in faszinierender Weise Adolf Hitler spielte) als BKA Chef Horst Herold, Nadja Uhl aus Brigitte Mohnhaupt und Jan Josef Liefers als Peter Homann. Der Clou ist nämlich, dass der Cast nach den Vorbildern ausgesucht wurde. Und das ist wohl die richtigste Entscheidung für diesen Film gewesen. Bei all den positiven Dinge finde ich es schade, dass der Film eine konkrete Stellung bezieht. Natürlich ist das bei diesem brisanten Thema eine heikle Sache, weil beide Parteien (die RAF und der Staat Deutschland) einiges zu den chaotischen 70er Jahren beigetragen hat. Ich sehe den Film daher als ein unterhaltendes Mittel jüngere Generationen über diese Zeit aufzuklären. Denn erst mit dem Film haben sich sehr viele Zusammenhänge erschlossen, die vorher noch unergründet blieben. Stilistisch kann sich der Film sehen lassen. Die Kamera von Rainer Klausmann zeigt sich sehr dynamisch und ruhig. Perfekte musikalische Untermalung ermöglichen die beiden Komponisten Peter Hinderthür und Florian Tesslof. Fazit: Ein Film, der einem unterhaltsam die Zeiten der RAF näher bringt, Zusammenhänge genau erklärt, sehr gut inszeniert aber in einigen Sequenzen recht brutal ist. |
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Mord am Meer - Süddeutsche Zeitung Film Deutsche Thriller
DVD von Süddeutsche Zeitung GmbH |
Eine Kundenrezension:Ein ehemaliges RAF-Mitglied in Husum 5 von 5 PunktenMit diesem Film ist Matti Geschonneck ein sehenswerter Krimi gelungen. Die Handlung beginnt in Husum, die Spuren führen nach Berlin, und alles endet dann wieder an der Nordsee. Mit Nadja Uhl und Heino Ferch ist die Besetzung hervorragend. Der Film lief im Jahre 2006 im Fernsehen. Wer ihn damals versäumt hat, sollte sich diese DVD ansehen. Aber auch wenn man den Film schon gesehen hat, ist diese DVD interessant. Es gibt so viele subtile Hinweise, die auf die tatsächliche Täterschaft hinweisen, und die erkennt man erst beim zweiten oder dritten Sehen, auch wenn der Überraschungseffekt dann vorbei ist. Die Süddeutsche Zeitung hat mit den "Deutschen Thrillern" eine neue interessante Serie gestartet. So schlecht, wie wir es gegenwärtig fast täglich hören, ist das deutsche Fernsehen also doch nicht. Polit-Thriller gibt es im deutschen Fernsehen allerdings relativ selten. Hier ist ein gutes Beispiel. |
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