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Walhalla Rising
DVD von SUNFILM Entertainment |
2 Kundenrezensionen:Stumm, aber kein bißchen leise! 4 von 5 PunktenValhalla Rising ist der neueste Film des dänischen Regisseurs Nicolas Winding Refn, der zuvor für die Inszenierung der "Pusher" Triologie und des großartigen Gefängnisfilmes "Bronson" verantwortlich gewesen ist. Das Drehbuch stammt bei dieser dänisch/englischen Koproduktion ebenfalls aus seiner Feder, gedreht wurde ausschließlich im wunderschönen Schottland und außer Mads Mikkelsen ist kein einziger, international bekannter Schauspieler dabei. Dieser Film erzählt seine Geschichte mit völliger Ernsthaftigkeit und ohne jeglichen Humor. Gesprochen wird nur wenig, die Hauptfigur bleibt die ganze Zeit über stumm. Die Musik arbeitet oft nur mit atmosphärischen Klängen der Umgebung, lange Schwenks und Naturaufnahmen ziehen sich wie ein roter Faden durch diese filmische Wikingerwanderung. Auch auf Grund der fast schon elegischen Erzählgeschwindigkeit ist dies also absolut kein Film für Freunde von schnellen Schnitten, großer Actionszenen und zügig erzählten Abenteuern allgemein. Im Prinzip erzählt dieser Film einen relativ kurzen Zeitraum im Leben des Antihelden One Eye. Mads Mikkelsen liefert hier nur mittels Gestik und Mimik eine großartige Leistung ab, er schafft es sogar, das Fehlen seiner Sprache nicht zu einem Handicap sondern zu einer Stärke seines unheimlichen Gesamterscheinungsbildes zu machen. Den unbezwingbaren Krieger ohne sichtbare Schwächen (abgesehen von seinem fehlenden Auge natürlich), nimmt man ihm in jeder Sekunde ab. Sehr befriedigend das Ganze, nachdem Mikkelsen mit seiner Figur des Draco im "Kampf der Titanen" Film schon einen wirklich coolen Typen geschaffen hatte, die aber leider billig verschenkt wurde. One Eye lässt sich da nicht so leicht wieder loswerden. Neben seiner fesselnden Performance sind es vor allem die unheimlichen Landschaftsaufnahmen und musikalischen Einfälle, die diesen Trip zu einem ganz eigenen Erlebnis machen. Die Visionen von One Eye, die eingefärbt in agressiven Rottönen daherkommen, bringen dabei zusätzlich noch einen übernatürlichen, jenseitigen Touch in die die Gesamtstimmung. Die schottischen Berge erweisen sich hier wieder einmal als perfekt gewählte Kulisse. Endlose Hügel, Wiesen und Wälder, man wundert sich teilweise wirklich, daß es solche Orte zur heutigen Zeit überhaupt noch gibt. Hier wirkt alles so, als hätte noch nie ein Mensch diesen Ort betreten. Nicht nur die Gegend ist rau, sämtliche Kämpfe haben etwas erschreckend rohes, animalisch brutales an sich. Eingeweide, Gehirnmasse und natürlich Blut werden gar nicht zimperlich in der Natur verstreut. Dabei geht One Eye aber immer effektiv vor und tötet so schnell wie möglich, ohne daß die Kamera auch nur ansatzweise einen yoyeuristischen Standpunkt einnimmt. Früher waren die Leute eben nicht zimperlich bei ihren Auseinandersetzungen. Man kann dem Regisseur natürlich auch einiges vorwerfen. Die einfach gestrickte Handlung will mehr sein als sie ist und die Visionen des Hauptcharakters und sein damit verbundener Weg zu seiner Bestimmung wirke übertrieben bzw. erzwungen. Die ganze Story nimmt sich zu ernst und durch die extrem langsame Erzählweise kommt früher oder später Langeweile auf. Dies alles ändert aber nichts an der Tatsache, daß dies insgesamt ein sehr eigenständiges Filmerlebnis geworden ist, daß nicht zum "Zwischendurch-Ansehen" geeignet ist, sondern möglicherweise eher als Triperlebnis an einem verregneten Sonntagnachmittag genossen werden sollte. Ein überragender Mads Mikkelsen, prächtige Naturaufnahmen und eine bestechende, konsequent durchgezogene Düsteratmosphäre sind hier garantiert, da verzeihe ich die oben erwähnten Schwächen natürlich gerne. Ob ich mir diesen Film auch ein zweites Mal wieder ansehen würde, ist jedoch eine ganz andere Frage, die ich wahrscheinlich mit nein beantworten müsste. Atemberaubender Mix aus Mythologie, Psychologie und Philosophie 5 von 5 PunktenVorweg: Ich bewerte hier nur den Film, nicht die Blu-Ray bzw DVD. Ein Film, der mich schlicht überwältigt hat. Vor ein paar Monaten, als der erste Trailer die Runde machte und es auch eine Reihe an News gab, stellte ich mich auf einen brutalen Actionfilm im Wikingerzeitalter ein. Kurz bevor ich den Film sichtete, las ich mir einige Kritiken durch und war bereits etwas verblüfft, als Parallelen mit Werner Herzog's "Aguirre, der Zorn Gottes" oder den Werken von Terrence Malick ("Badlands") oder sogar Andrei Tarkovsky ("Stalker") gezogen wurden. Alles klar, meine Erwartungen änderten sich schlagartig, wobei mein Interesse indes noch weiter anstieg. One-Eye, gerade aus der Gefangenschaft einiger Wikinger entflohen, schließt sich, zusammen mit einem kleinen Jungen, einigen Christen an, die auf dem Weg in das gelobte Land sind, um es zurückzuerobern und das Wort Gottes zu predigen. Mit einem mindergroßen Boot geht's los, auf dem nebeligen Gewässer gen Jerusalem, doch die Reise führt sie viel mehr in die sprichwörtliche Hölle. Der Film ist ein Arthouse-Werk in Reinkultur. Wunderschöne Landschaftsaufnahmen der nebeligen Gebirge Schottlands, eine extrem beklemmende Atmosphäre, die von dem grandiosen Score (Peter Peter & Peter Kyed) dermaßen stark unterstützt wird, sodass man auch mal aus der Haut fährt, wenn der von Mads Mikkelsen gespielte "One-Eye" eine seiner Visionen hat, die auch visuell einen klasse Eindruck schaffen. Der im Film genannte "One-Eye" ist ein karger, geheimnisvoller, brutaler und hemmungsloser Krieger. Zudem ist er ein Mann weniger Worte, so spricht er doch im gesamten Film nicht ein Wort. Mads Mikkelsen verkörpert seine Figur jedoch so gut, dass allein die physische Präsenz schon ausreichend ist. Mikkelsen entzieht seinem "One-Eye" jegliche Emotionen und es wird einem vollends verwehrt sich irgendwie in die Rolle hineinversetzen zu können, was in diesem Fall gut und passend zur Stimmung ist. Es gibt im Allgemeinen nicht gerade viel Dialog, was einige eventuell abschrecken mag. Lässt man sich jedoch von der Gänsehaut-erregenden Atmosphäre mitreißen, werden die Dialoge zur Nebensache. Sicher, es gibt auch etwas Action, die sich in einigen Kampfszenen äußert, welche dann auch nicht gerade unblutig sind, um es mal harmlos auszudrücken. Darauf liegt hier jedoch nicht der Fokus. Im Mittelpunkt allein steht das stetige Verzweifeln der Wallfahrer, die quasi eine Kirche im Herzen der Hölle zu errichten versuchen. One-Eye hingegen scheint sein Ziel längst erreicht zu haben... Ich will nun nicht allzu viel spoilern, daher gehe ich nicht weiter auf den fortlaufenden Inhalt ein. Man kann aber sagen, dass einem viel Raum für eigene interessante Interpretationen gelassen wird. Es ist einer dieser Filme, bei denen der Regisseur dem Publikum bewusst diesen Raum lässt und vielerlei Interpretationen für den jeweiligen Zuschauer richtig sein können - ein wahres "falsch" gibt es hier nicht wirklich, solange es für einen selbst funktioniert. Weiterhin kann man sich auch bereits nach der Sichtung noch zu Genüge mit diesem Film beschäftigen. Es gibt viele wirklich sehr interessante Parallelen zu nordischen Gottheiten (hauptsächlich zum Gott "Odin"!), Mythen etc. Wenn man diese auf den Film bezieht, ist es möglich den Film wiederum in einem anderen Licht zu sehen. Ich für meinen Teil liebe Filme, mit denen man sich noch endlos weiter auseinandersetzen kann oder einfach fremde Interpretationen zu lesen, da es einfach ungemein interessant ist, wie andere Leute dies und das sehen bzw. deuten. Mit der famosen Bildsprache, der dichten Atmosphäre und des vortrefflichen Scores wird man nahezu hypnotisiert und man möchte gar nicht wegschauen, aus Angst auch nur das kleinste Detail zu verpassen, so bleibt man die 89 Minuten wie gebannt sitzen, bis das Bild sich verdunkelt und die Credits über den Schirm flimmern und der Film den Zuschauer verloren zurücklässt. Nicolas Winding Refn hat mit "Valhalla Rising" meiner Ansicht nach ein wahres Meisterwerk abgeliefert. Zwar nicht jedermanns Geschmack, aber für diejenigen, die der Film begeistern konnte freut es mich umso mehr. Wer also keinen "300"-Verschnitt erwartet, wie es das UK-Cover vermuten laesst, und auf etwas Langsames, Meditatives und äußerst Experimentelles aus ist, der wird mit Refn's Film seinen Spaß haben, wenn man es denn "Spaß" nennen kann... Achja, wieso im dt. Titel "Walhalla" statt "Valhalla", wie es im OT der Fall ist, genommen wird, ist mir ein Raetsel, da auch das "rising" beibehalten wird. Irgendwie...mh - dumm. |
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Tage des Zorns
DVD von Warner Home Video - DVD |
5 Kundenrezensionen:Deutlich besser als erwartet 5 von 5 PunktenKlasse DVD was Bild und Ton angeht. Die Umsetzung des Themas und die Schauspieler sind hervorragend (siehe auch andere Rezensionen, möchte das nicht endlos widerholen). Ein Film der wirklich packt und nachdenklich macht ohne den Finger zu heben. Klare Empfehlung Gut,aber....... 4 von 5 PunktenDer Film ist sehenswert, aber Mads M.sollte nicht zuviele Filme in so kurzer Zeit machen (Flickering Lights, Dänische Delikatessen, Adams Äpfel, Nach der Hochzeit, Tage des Zorns ). Ich finde das er so langsam nicht mehr seine schauspielerischen Leistungen durch Filme wie Exit, Bad Boy im Bond in Frage stellt. Er sollte sich mehr auf die Skandinavischen Filme konzentrieren und dabei bleiben. Dennoch ist der Film gut und es gelingt Ihm wieder einmal seine Rolle überzeugend zu spielen. Trotz des abers....... sehenswert!!!!!! Sehr guter Film nur die FSK fragwürdig! 5 von 5 PunktenEndlich nach "Der Pianist" und "Schindlers Liste" endlich mal wieder ein sehr guter, informativer und realistischer Film. Teilweise sehr brutal also die FSK 12 ist sehr unverständlich für mich, da sichtbare Hinrichtungen und das erschießen von Männern und Frauen aus nächster Nähe in den Kopf keine Szenen für 13-Jährige Kinder ist. Ein Film über Helden, die teilweise eigentlich Anti-Helden sind. Für mich war es wirklich ein echter Zufallskauf und bin 100 prozentig zufrieden mit dem Kauf. An manchen Stellen für mich ein wenig langatmig aber das geht ja auch vorbei. Story(basiert auf wahre Begebenheiten) : ***** Spannung : **** Schauspielerische Leistung : **** Ton/Qualität : ***** Geschichtsdrama mit Actionfilmcharakter 5 von 5 PunktenDieser Film ist zu Recht mit einem Preis gekrönt worden, vermittelt er doch das Thema Widerstand in einer spannenden und zugleich differenzierenden Darstellungsweise. Dänischer Widerstand gegen die deutsche Besetzung in der NS-Zeit, dieses Thema erscheint zunächst sehr speziell, der Film verrät jedoch einiges über das menschliche Verhalten in geschichtlichen Extremsituationen, weshalb vieles übertragbar ist. Die Darsteller, insbesondere Mads Mikkelsen, tragen zu einem gelungenen Film bei. Zu empfehlen! Bewegend und ernst 5 von 5 Punkten- Besetzung 1A - Tolle Aufarbeitung der wahren Story - Beste Unterhaltung! - ACHTUNG: Stimmt nachdenklich! |
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Nach der Hochzeit
DVD von Universum |
ProduktbeschreibungNach der Hochzeit DV 5 Kundenrezensionen:genialer film 5 von 5 Punktenin aller kürze: ein wirklich gelungener film und für alle freunde des dänischen films oder mads mikkelsens vorbehaltlos zu empfehlen! Absolut sehenswert !!! 5 von 5 PunktenEin wunderbarer Film. Er hat mit gutem Recht so viele Preise abgesahnt. Eine Gute Geschichte, sehr berührend ohne sentimental zu werden, grandiose SchauspielerInnen. Für mich einer der besten Filme in den Letzten drei Jahren. Großes Gefühlskino 5 von 5 PunktenNach der Hochzeit überzeugt durch hervorragende Darsteller, gekonnte Aufnahmen und viel Feingefühl!! Die Story ist spannend erzählt und überrascht mit unerwarteten Wendungen. Großes Gefühlskino ohne Kitsch!! Unbedingt anschauen!!! Sehr anspruchsvoll!!! Stille 5 von 5 PunktenNach dieser Film hat eine innere Stille mich noch lange begleitet. Ich bin tief beindruckt von dieser Film. Die Geschichte geht sehr unter die Haut und die Darsteller sind unglaublich gut. Während das Schreiben von diese Rezension kann ich auch nur schweigen und mir fehlen die Worte um diese großartige Fim zu beschreiben. Lese besser die andere positive Rezensionen....., ich kann nur eines empfehlen: kaufe diese Film und sei tief in der Seele berührt. Mit herzlichen Grüßen von eine Holländerin in Bayern Pia de Jong nö, nicht wirklich 1 von 5 PunktenNicht jeder Film, der aus Skandinavien kommt und in dem nicht wirklich was passiert, ist sehenswert. Hier wird eine ganz kleine, nichtssagende Geschichte auf ein zweistündiges Kinoformat aufgeblasen. Der stocksteife Hauptdarsteller ist offenbar nur zu einem Gesichtsausdruck in der Lage. Vielleicht leidet er aber auch an Gesichtslähmung, ich möchte nicht ungerecht sein. Nach Ende des Films war ich tatsächlich sehr nachdenklich. Aber nicht die Geschichte hat mich ins Grübeln gebracht, sondern wieso dieser Film soviel Zuspruch erfährt. Wahrscheinlich habe ich ihn nicht verstanden. Aber vielleicht hat der Kaiser ja auch überhaupt keine Kleider an. |
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Exit
DVD von GOM |
ProduktbeschreibungGOM Exit, USK/FSK: 16+ VÃ--Datum: 01.04.08 5 Kundenrezensionen:"Exit" ist der Knopf, den man drücken sollte! 2 von 5 PunktenUnd zwar den auf der Fernbedienung, denn außer Langeweile und ein paar Gewaltspitzen bekommt man hier nicht viel geboten. Ohne Höhepunkte oder überraschende Wendungen plätschert "Exit" dahin und endet, wie man es erwarten durfte und dann darf man ihn endlich wirklich drücken, den Exit-Button, danke! Brutal, gewalttätig 1 von 5 PunktenDas beste vorweg, die schauspielerische leistung des hauptdarstellers ist gut. die handlung beginnt als wirtschaftskrimi um dann mehr und mehr in einer gewaltorgie mit, für meinen geschmack zu vielen mordopfern, zu enden. der handlungsstrang ist so verworren, daß ich froh war, daß der "Exit" erreicht war. Spannung pur 5 von 5 Punkten- Tolle Leistung von Mikkelsen - grandiose Story - fesselnd bis zum Letzten! Spannend! 5 von 5 PunktenFamilie eines Geschäftsmannes (gespielt von Mads Mikkelsen) wird bedroht und er wehrt sich. Klingt abgegriffen, ist aber sehr gut inszeniert: intensive Darstellung der Charaktere mit klasse Schauspielern, überraschende Momente und schöne Filmmusik. Spannend 4 von 5 PunktenDieser Film stellt eine Mischung aus den ungewöhnlichen dänischen Produktionen und einem spannendem Mainstream- Hollywood- Thriller dar. Mads Mikkelsen brilliert (wie gewohnt) in der Hauptrolle. Wer auf die Filme mit Mads Mikkelsen und Spannung steht, der ist hier richtig. |
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Open Hearts
DVD von Highlight |
ProduktbeschreibungOPEN HEARTS erzhlt die Geschichte von vier Menschen, die pltzlich und unvorbereitet auf die Zerbrechlichkeit des Lebens und die Macht der Liebe treffen. Zwei Paare Marie und Niels, beide Ende dreiig und schon lnger verheiratet. Cecilie und Joachim Jung, sehr verliebt und vor ihrer Hochzeit. Bis sich ihr Leben von einer Sekunde auf die andere verndert Eines Morgens wird Joachim, als er aus dem Auto steigt, von einem anderen Wagen erfasst. Er berlebt, wird aber so schwer verletzt, dass er vom Hals abwrts gelhmt ist. Whrend er sich zunehmend aufgibt und seiner Umgebung voller Hass und Verbitterung begegnet, kmpft Cecilie um seine Liebe. Dabei braucht sie auch selbst Untersttzung, um mit dem Schock fertig zu werden. Marie, die den Unfall verursacht hat, wird von Schuldgefhlen geplagt. Sie bittet ihren Ehemann Niels, der im Unfallkrankenhaus als Psychologe arbeitet, sich um Cecilie zu kmmern... 5 Kundenrezensionen:Ein großer dänischer Film! 5 von 5 PunktenOpen hearts ist ein sehr gefühlsintensiver Film. Einer der intensivsten den ich je gesehen habe. Die Story ist sehr weit weg vom üblichen kitsch entfernt, den man sonst gewohnt ist. Es ist ein richtiges Drama. Die Besetzung ist Klasse und die Schauspieler weisen keine Schwächen auf. Die Rollen werden mehr als überzeugend gespielt. Besonders Mads Mikkelsen sowie Sonja Richter überzeugen auf der ganzen Ebene. Für mich persönlich besteht die Faszination des Films darin, wie sich die Ereignisse von dem einen auf den anderen Moment überschlagen und wonach nichts mehr so ist wie vorher. Zwar sieht man leicht wohin die Story geht, aber wie sie sich entwickelt, das ist das Spannende. Man sieht zu wie die Familie langsam zerbricht und sie auf das bittere Ende zusteuert. Es ist ein loslassen von beiden Seiten, aber eine geht leer aus. Es gibt kein Happy End und das rechne ich dem Film hoch an. Sicherlich ist er keine leichte Kost. Genialer Film - lausige DVD 3 von 5 PunktenWas ich nicht verstehen kann: Der Film ist ein Dogma-Film, d.h. folgt strengen Massregeln; u.a. dürfen nur Handkameras verwendet werden, Spezialeffekte und künstliche Belichtung sind verboten. Unter diesen Gesichtspunkten scheint es mir geradezu grotesk, dass es für diejenigen, die das wollen, nicht möglich ist, die Originaltonspur des Films mit deutschen Untertiteln zu sehen. Halten uns die DVD Produzenten für zu blöd oder zu faul? Open Hearts 4 von 5 PunktenDieser Film ist einf. klasse. Sehr deutlich zeigt er,wie unvorbereitet uns Schicksalsschläge treffen u. wie jeder emotional unterschiedl. damit umgeht. Kleiner unscheinbarer filmischer Geniestreich 5 von 5 Punkten"Open Hearts"... Ich gebe zu, der Titel schielt nicht gerade weg vom Mainstreamkino, was der Film aber zu bieten hat ist durchaus Neuland und ein Mitgefühl, dass in der Art umgesetzt nur wenige andere Filme erreichen. Die Story ist ansich recht alltagsmäßig; eine Situation, wie die hier geschilderte ist zwar tragisch, aber doch überall auf der Welt tag täglich Realität und Inhalt vieler Standard-Schnulzen. Was den Film also so besonders macht? Nun, da sind zum einen die filmtechnischen Mittel, die hier sofort ins Auge stechen: die etwas wacklige Kameraführung verleiht dem ganzen ein Realitätsgefühl, in bedeutungsschwereren Momenten werden die Protagonisten sehr intensiv gezeigt, ihre Mimik, die Augenbewegung. Wunschdenken und Hintergedanken werden mittels verrauschter Ansicht dargestellt ohne dass es beim Betrachten zu anstrengend wird, was sonst häufig bei solchen "Kameraexperimenten" der Fall ist. Das ist sicher auch dem flüssigen Erzählstil zu verdanken. Dieser verliert sich nie in Bedeutungslosigkeit, alles ist sehr nachvollziehbar und auch die Schauspieler überzeugen ohne große Überinszenierung. Auf der anderen Seite sticht da der musikalisch sehr schön untermalte Handlungsverlauf heraus. Dieser kommt ohne Klischees und inszenierte Wendepunkte aus. Alles ist realistisch aber lässt einen nicht kalt. Man kann sich sehr gut in die Protagonisten und in ihre menschliche Unfähgigkeit, mit so einschneidenden Erlebnissen klarzukommen, hineinversetzen. Besonders gut gelöst finde ich persönlich das Ende. Der Film schließt den Bogen, endet dort, wo er angefangen hat. Ohne Gewinner, ohne völlige Klarheit der Situation, aber mit einer Menge menschlicher Ungewissheit, unklaren und gebrochenen Gefühlslagen. Einfach sehr schön umgesetzt. Fazit: Mit diesem kleinen etwas unscheinbaren Geniestreich kann man nichts falsch machen. Wer auf Emotionalität auch ohne Klischees und Überinszenierung steht, kommt hier voll auf seine Kosten! Mieserabel synchronisiert 1 von 5 PunktenJa ich gebe den anderen Rezensenten Recht, der Film an sich ist genial. Die dt. Untertitel fehlen bei der dänischen Spur, das ist eine Katastrophe. Aber genauso schlimm ist die Qualität der dt. Synchronisierung, die man sich gezwungen ist anzuhören: Es klingt streckenweise so, also wäre der Text spontan abgelesen worden, und das relativ unmotiviert. Schade schade. |
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Bleeder
DVD von GOM |
ProduktbeschreibungGOM Bleeder, USK/FSK: 16+ VÃ--Datum: 01.04.08 5 Kundenrezensionen:Nichts für schwache Nerven 4 von 5 PunktenWer hier die übliche zynische Dänemark- Schule erwartet, der wird enttäuscht. Das Tempo ist ein völlig anderes- viel längere Sprachpausen, auf den ersten Blick verstörende Dialoge, die Gewalt wird nicht humorvoll, sondern drastisch dargestellt. Hier handelt es sich um ein Drama, dass von den Schauspielern gut in Szene gesetzt wird. Ganz ganz schwach 1 von 5 PunktenEigentlich bin ich ein absoluter Fan der Filme von Kim Bodnia und Mads Mikkelsen aber dieser hier ist Trash-Pur. Keine Story, keine guten Dialoge ... einfach nichts. 94 Minuten Langeweile ohne Sinn! Kein Vergleich zu "In China essen sie Hunde", "The Good Cop" oder "Pusher". Ich kann nur vom kauf abraten. Kurz, aber nicht schmerzlos 4 von 5 PunktenEigentlich wäre dies ein eher schwacher Film. Tja, wenn Kim Bodnia hier nicht wieder so ne Klasse Leistung abliefern würde. Aus der täglichen Langweiligkeit heraus, und dem Stress plötzlich Verantwortung übernehmen zu sollen entfremdet sich "Leo" immer weiter von seinem Umfeld bis er explodiert und eine blutige Kettenreaktion entsteht. Auch dieser Refn film wirkt wie für ihn typisch äußerst brutal da die Gewalt aus Alltagssituationen ensteht, und dieser Realismus ist das was verstört. Eigentlich dünne Story, der Film lebt von seinen Schauspielern. Auch Slatko Buric und Mikkelsen spielen gewohnt hervorragend. - Schnitt und Regie einwandfrei. Kann man am ehsten noch mit Pusher vergleichen, kommt aber nicht an dessen Handlung heran, dafür scheint mir hier die Charakterdarstellung besser ausgearbeitet. Der Film ist mehr Drama als Thriller. sehenswert 5 von 5 Punktenwer mit dem gefühl hier einen film der marke"in china essen sie hunde","pusher","the good cop","adams Äpfel" oder "flickering lights" zu finden liegt völlig daneben......diesen film kann man keinen stempel aufdrücken da er weder komisch noch actionlastig ist....getragen wird die relativ dünne story meiner meinung nach von den grandiosen darstellern kim bodnia,madds mikkelsen und slatko buric....ich empfinde diesen film als sehenswert andere wiederum machen ihn spätestens nach 20 minuten aus.... Pflichtkauf für alle Pusher-Fans! 5 von 5 PunktenWer cooles, frisches Kino aus Dänemark - wie z.B. die Pusher-Trilogie - mag, wird auch Bleeder super finden. Er trägt die unverwechselbare Handschrift vom Pusher-Regisseur Nicholas Winding Refn, ist dreckig und cool inszeniert und bildet damit einen wohltuenden Gegenentwurf zum immer vorhersehbareren 08/15-Hollywood-Ramsch. Wer ungewöhnliche skandinavische Filme nicht mag, kann sich ja weiter vom amerikanischen Reissbrett-Kino verzaubern lassen. Bleeder ist auf alle Fälle ein Pflichtkauf für ale Pusher-Fans. An all jene, die Pusher auch noch nicht kennen: kaufen und süchtig werden! |
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Flickering Lights
DVD von CINE PLUS |
ProduktbeschreibungFlickering Lights DV Aus der Amazon.de-RedaktionDer 40-jährige Kleinkriminelle Torkild (Soren Pilmark aus Lars von Triers Geister) hat die Nase voll vom Gaunerleben, hat ihm doch eben erst die Freundin wegen seines ehrlosen Lebenswandels den Laufpass gegeben. Zusammen mit seinen drei Kompagnons plant er einen letzten Coup und anschließend die Flucht ins sonnige Barcelona. Während Ersteres gelingt, endet die Fahrt in den Süden in einem heruntergekommenen Waldrestaurant in tiefster dänischer Provinz. Im Gegensatz zu vielen seiner dänischen Regie-Kollegen hat Mifune-Autor Anders Thomas Jensen in seinem Film Flickering Lights mit den strengen Gesetzen der Dogma-Reihe nichts am Hut. Mit einer geradezu entwaffnenden Ehrlichkeit richtet der Regisseur den Fokus auf das gar nicht so simple Eigenleben der Hauptcharaktere. Besonders gelingen ihm dabei die elegant eingefügten Rückblenden, die die Kindheitstraumata der vier Gangster mit einer großen Portion schwarzen Humors erklären. Wer Spaß an durchgeknallten Gangster-Filmen hat, wird mit Flickering Lights bestens bedient. Tierfreunde werden dagegen kaum auf ihre Kosten kommen: In wüsten Schießorgien werden Eichhörnchen, Kühe und anderes Getier gnadenlos niedergemäht. --Marc Osmers Amazon.de DVD-BewertungDa Flickering Lights durchaus Kult-Potenzial besitzt, ist es umso ärgerlicher, dass die DVD frei von jeglichen Extras angeboten wird. Für unentwegte Dänemark-Fans gibt es als Trostpflaster zumindest die Originalfassung (in Dolby Digital 2.0). Die Bildqualität ist angesichts einer kleinen Independent-Produktion überaus bemerkenswert. --Marc Osmers 5 Kundenrezensionen:Toller Film 4 von 5 PunktenWer nicht immer nur auf Hollywood-Schinken steht --> unbedingt diese Filmrichtung versuchen. Skurril und auch die Filme "Adam's Äpfel" und "Dänische Delikatessen" kann ich im Kombo-Paket empfehlen - hat mich auf eine neue Filmschiene gebracht - witzig, skurril, crazy - sehr gut gemacht! makaber, politisch inkorrekt, sehr schön 5 von 5 PunktenNein, dieser Film ist nicht schön, ja, dieser Film ist politisch absolut inkorrekt, und ja, er ist grandios. Ich schätze, man muss, wie schon für die anderen bekannten Dänemarkfilmen ( Dänische Delikatessen, Adams Äpfel etc.) einen bestimmten Humor mitbringen, sonst kann man sowas nicht sonderlich komisch finden. Ich allerdings habe wirklich sehr gelacht. Durchgeknallter Unsinn! 2 von 5 PunktenBin durchaus ein Freund skandinavischer Filme und genieße oft den anderen Humor, auch die angenehm un-amerikanische Dramatik. Dieser Film fällt jedoch durch, auch wenn es hier um Charaktere geht, die näher beleuchtet werden sollen. Alles sehr konstruiert. Die legendäre Olsenbande ist dagegen wenigstens herrlich unernst. Da ich die nordischen DVDs gern in Originalsprache mit deutschem Untertitel sehe, fiel auf, dass es nur ohne Untertitel klappt, was bei dem schnellen "Geschwätz" dann doch im Original überfordert. Schade - doch mehr als 2 Sterne wären echt zu viel. Super wenn man es mag 5 von 5 PunktenDieser Film ist klasse. Das heisst man muss den Dänischen Humor schon mögen. Lange ist es ruhig und die "paukenschläge" sind auf den Punkt gesetzt. Es ist recht schwarzer humor und makaber, die dialoge sind subtil aber passend und gut gesetzt. Hat bei uns Kinofans für nen wunderbaren abend Kurzweile gesorgt. Zudem ist die Bildqualität wirklich hervorragen! Wir nutzen zwar einen guten Upscaler aber dennoch was aus der DVD raus zu hollen war: Respekt! Super film, ungeeignete Veröffentlichung 3 von 5 PunktenDer Film an sich ist super, nur hat die DVD leider keine Extras (ist bei dem Preis zu verschmerzen) und keine Untertitel. Wem bittesehr nützt eine Dänische Tonspur wenn man keine Untertitel hat? |
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Adams Äpfel
DVD von EuroVideo |
ProduktbeschreibungEurovideo Adams Ã"pfel, USK/FSK: 16+ VÃ--Datum: 10.05.07 Amazon.deIn Adams Äpfel prallen ein Neonazi und ein Pastor aufeinander. Eine tiefschwarze dänische Komödie in bester britischer Tradition. Wer sich ein wenig mit dem dänischen Filmschaffen im neuen Jahrtausend auseinandergesetzt hat, wird zwangsläufig immer wieder über einen Namen stolpern: Anders Thomas Jensen ist als Regisseur und vor allen Dingen als Drehbuchautor für einen beachtlichen Teil der in Deutschland wahrgenommenen Filmproduktion unseres nördlichen Nachbarlandes verantwortlich. Von den Dogma Knallern Mifune, Open Hearts oder Wilbur bis hin zu den sympathisch-schrägen Komödien Blinkende Lichter, In China essen sie Hunde oder Dänische Delikatessen, Jensen hatte überall seine Finger mit ihm Spiel. Ein bemerkenswerter Output, zumal die genannten Filme nur einen kleinen Teil seines Schaffens wiederspiegeln. In Adams Äpfel nun, ist Jensen wieder hinter den Regiestuhl geklettert. Herausgekommen ist sein bislang stärkster Film. Es geht um den überzeugten Gutmenschen Ivan, ein Landpfarrer in der dänischen Provinz, dessen Barmherzigkeit vor nichts und niemandem Halt macht. Ivan resozialisiert in seiner Oase der Nächstenliebe überführte Straftäter. Als es den überzeugten Alt-Neonazi Adam, einen 40-jährigen Erbärmling, in Ivans Kirche verschlägt, sind die Rollen klar verteilt ? scheinbar. Doch in Anders Thomas Jensens Filmen kommt es häufig anders als man denkt. Schon sehr bald wird deutlich, dass Adam, der eigentlich unter der wohligen Behaglichkeit seiner Hitlerbildchen die Resozialisierungsmassnahme aussitzen will, der ignoranten Gutmütigkeit des Pastors nicht gewachsen ist. Alles an diesem Film scheint darauf ausgelegt festgefahrene Erwartungshaltungen auszuhebeln. Wenn etwa der apfelkuchenbackende Neonazi auf den Araber Kahlid (Ali Kazim) trifft, das Feindbild schlechthin also, verkehren sich die wohlerprobten, leidlich durchexerzierten Rollen des Arthaus Kinos. Der Araber ist weder Opfer noch hilflos, er stellt sich als dreister Tankstellenräuber heraus, der es gar nicht erwarten kann dem ?Schwuchtelstaat? Dänemark zu entkommen. Doch auch die weiteren Schäfchen aus Ivans Besserungsanstalt haben es in sich: ein dicker trotteliger Triebtäter, eine schwangere Alkoholikerin die ?in Indonesien für den WWF gearbeitet hat?; Figuren aus einem Houllebecq Roman oder schlimmeres? Nein, mitnichten. Das größte Verdienst von Adams Äpfel ist die geradewgs traumwandlerische Sicherheit, mit der Jensen auf der scharfen Klinge seines Humors zu spazieren versteht. Jeder bekommt sein Fett weg und am Ende gewinnt doch das Gute. Dass das lakonisch-schräge Lustspiel den jährlich vergebenen ?Kulturpreis der dänischen Pastoren? verliehen bekam ist vielleicht ein bisschen zu viel des Guten. Aber was will Jensen machen, er lebt schließlich im Mutterland der Libertinage. Thomas Reuthebuch 5 Kundenrezensionen:der wunderbare dänische Humor 5 von 5 PunktenOha, nun, wie ich es beinahe geahnt habe, hat mein Kommentar wieder einmal Überlänge. Naja. :) Ich konnte nicht anders. ;) Wir haben den Film in Reli gesehen (wir kamen aus dem Lachen nicht heraus) und da habe ich ihn mir gleich bestellt, weil er mich so begeisterte. Allein die verschiedenen Charaktere, die aufeinandertreffen und sich über die Geschichte hin verändern, machen den Film so interessant. Weil es wenige Personen sind, die im Mittelpunkt stehen, sind deren Charaktere umso mehr ausgeprägt und gestaltet. Da ist Ivan, der auf völlig absurde Weise alles verneint und leugnet, was schlecht ist, und dafür immer eine andere Erklärung findet, die in sein positives Weltbild passt, egal wie absurd sie auch sein mag - für ihn ist das die Realität. Genau das ist es, was Adam - einen gewalttätigen Neonazi, der in dieser Kirche eigentlich nichts will als die aufgedrängte Zeit dort totzuschlagen - an Ivan fasziniert und gleichzeitig schockiert. Aus der in seinen Augen lächerlich gestellten Aufgabe, einen Apfelkuchen zu backen, wird eine ernste Absicht. Außerdem versucht Adam alles - es ist ein regelrechter innerer Drang - um Ivans Weltbild zu verändern und ihm die harte Realität vor Augen zu führen, die Ivan seit Jahren so verbissen leugnet. Diese Entwicklung - das Verdrängen Ivans - ist eingetreten wegen eines Schicksals, das für einen einzigen Menschen schon kaum zu ertragen sein muss: Mutter bei der Geburt gestorben, vergewaltigt vom Vater, ein behindertes Kind, Frau und Schwester ebenfalls gestorben, und schließlich sogar eine tödliche Krankheit. Selbst für die offensichtlichsten Dinge - Gunnars Alkoholflaschen (oder auch: Hustensaft) und Khalids 17.000 in bar - findet Ivan eine harmlose Erklärung. Aber im Endeffekt läuft diese nur auf eines hinaus: Der Teufel testet Ivan. Das ist das, was er glaubt, um sein Schicksal erklären und ertragen zu können. Das Aufeinandertreffen der beiden Charaktere Adam und Ivan und deren Veränderung ist der Hauptpunkt und das Interessanteste an der ganzen Geschichte. Khalid, der die deutsche Sprache ja laut Ivan "tiptop" spricht und Strickmützen im Sommer trägt, weil er aus wärmeren Gefilden kommt, und Gunnar, der "seit xx Monaten trocken ist", sorgen ebenfalls für viele amüsante Momente. Doch in all dem Humor kommen der Ernst und die gut durchdachte Erzählstruktur der Geschichte nicht zu kurz. Ich finde es wahnsinnig interessant und berührend zu sehen, wie "böse" Menschen wie Adam und Khalid, der gerne mal ohne großes Nachdenken zur Waffe greift, von Ivans Schicksal berührt werden und doch so menschlich wirken können. Eine Beispielszene, als Khalid auf Esben und seine Kumpanen geschossen hat mit der Begründung: "Ich hatten Stress. Kann nix ertragen, dass Ivan traurig. Ist eines von diese scheiß Tage." Ich liebe den Humor in diesem Film - wunderbar trocken und so absurd, dass man nicht anders kann, als zu lachen und sich unzählige Sprüche zu vermerken. Meistens wechseln sich erschrockene Blicke und Lachen ab. Zum Beispiel, als Adam auf den gutmütigen Ivan einschlägt, der ohnehin schon am Boden liegt, ist man mehr als entsetzt und bedrückt. Als dann aber wenige Szenen später Ivan mit blutendem Gesicht und schiefer Nase den Raum betritt mit den Worten: "Ich fahr' mal ins Krankenhaus, wartet nicht mit dem Essen auf mich", kann man es nicht glauben, wie jemand SO sein kann. Dass Gunnar dann noch fragt: "Kommst du an `nem Laden vorbei?", macht es nicht gerade besser. Der Arzt, ein Mann der Wissenschaft, der die Wahrheit raushaut, trocken und unverblümt, lässt einen auch des Öfteren schockiert dreinblicken. "Ich muss hier weg. Dahin, wo die Menschen sterben, wenn sie krank sind, und nicht in irgendwelchen Gärten rumsitzen und Cowboy-Burger fressen, wenn sie eine Kugel in den Kopf gekriegt haben!" Auch eines meiner (langen) Lieblingszitate ist dieses hier, als Ivan und Adam bei Poul am Sterbebett sitzen: Ivan: "Hör auf zu jammern! Herrgott noch mal, mach es nicht schlimmer, als es ist! Jeder baut mal Mist, davon lassen wir uns doch nicht die Petersilie verhageln, oder?!" - "Du bist ja verrückt, Menschenskind." - "Wieso sagst du das, Poul? Wieso verdirbst du uns die gute Stimmung, wieso bist du so unverschämt zu mir? Wie du willst, von mir aus diskutieren wir darüber, was ich bin und was ich nicht bin, aber ehrlich gesagt, das muss jetzt nicht sein, wir sollten daran denken, was Gott sagt. Gott verzeiht alles, Poul. Gott verzeiht alles, Poul." Oder auch: "Kommt, kommt, alles, was Krach macht, wird abgegeben!" Manchmal möchte man Ivan schütteln und manchmal in den Arm nehmen, alles in allem hat man ihn einfach nur gern, genau wie es ja sogar bei Adam schließlich der Fall ist. Über die Synchronisation und die schauspielerische Leistung lässt sich nur sagen: tip top! Ich würde gerne weitere Filme mit Mads Mikkelsen sehen, weil er mich sehr überzeugt hat. Auch Ulrich Thomsens (Adams) Gesichtsausdrücke sind nicht zu verachten. Alles in allem habe ich selten einen Film gesehen, der mich so eingenommen hat, dass ich noch Tage später darüber lachen und nachdenken musste. Es kommen viele wiederholend auftauchende Symbole vor, nicht zuletzt in Bezug auf das Eingreifen der dritten Macht, die sich an der Geschichte beteiligt: zum Beispiel die Bibel, die ständig an derselben Seite aufschlägt und die Geschichte schließlich auf Umwegen zu einem guten Ende führt. Über die Interpretation und die Aussage des Filmes lässt sich streiten, doch man lernt in jedem Fall, dass Gott keinen Menschen hasst, auch wenn es so scheint. Und wie kreativ der menschliche Geist werden kann, wenn es darum geht, sich seine eigene Sicht der Dinge zu schaffen. Und wie veränderungsfähig wir sind. Das glaube ich zumindest. Alles andere, was man durch diesen Film gelernt zu haben glaubt, kann jeder für sich selbst überdenken. Ich werde weiterforschen und gucke den Film dafür auch gerne noch einmal. Oder auch öfter. ^^ :) DamDamAdam 5 von 5 PunktenDurchgeknallte Groteske mit Tiefgang und absurden, zum Lachen reizenden Spezialszenen. Sonderbar wie etwa "Magnolia". Aber sehenswert und unvergessen. Sensationell unkonventionell... 5 von 5 PunktenAuf die Handlung des Films will ich nicht weiter eingehen,ich kann nur jedem,der auf schwarze Komödien steht,raten,sich diese anzuschauen... Etwas derartiges habe ich nie zuvor gesehen,denn bei diesem Film kann man nicht wissen was als nächstes kommt;-) Es ist definitiv kein Film,der jedem gefallen wird und das macht ihn aus...der trockene dänische Humor ähnelt dem von "Dänische Delikatessen und "In China essen sie Hunde"...die ich auch sehr empfehlen kann. Schräg aber gut 5 von 5 PunktenEin mehr als schräger Film, den die Dänen uns hier präsentieren. Zugegeben, für eine Komödie bekommt man ziemlich viel Hirnmasse zu sehen - und doch ist der Film jede Minute wert. Fernab ausgetretener Hollywood-Klischees wird uns eine ungewöhnliche, mit mitreißende Geschichte erzählt, über einen, der sich überhaupt nicht bessern möchte. Im Gegenteil, der Skinhead Adam ist nach kürzester Zeit in der dänischen Landpfarrei entschlossen, den Pfarrer Ivan ins Verderben zu stürzen und von seiner positiven Lebenseinstellung frei zu schälen. Doch Adam beißt sich die Zähne aus - an Stellen, mit denen weder er noch sonst jemand gerechnet hätte. Überraschend, geistreich, ungewöhnlich, klamaukig - der Humor ist schwärzer als die CDU in einer Neumondnacht. Irre die Skandinavier 5 von 5 PunktenVorab: Ich bin ein großer Fan skandinavischer Filme und hatte auch dem entsprechend hohe Erwartungen. Ich wurde nicht enttäuscht! Hab ihn mir das erste mal mit ein paar Freunden, bei einem gemütlichen DVD-Abend, angeschaut... wobei wir vor lachen sowieso nur die hälfte des Films mitbekommen haben. Story: Vorhersehbar, aber keineswegs langweilig! zum Totlachen! DVD: nicht besonderes, keine erwähnenswerten Extras (vobei das bei dem Preis auch total unwichtig ist!) Kaufen! Kaufen! Kaufen! |
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Dänische Delikatessen
DVD von EuroVideo |
ProduktbeschreibungDie beiden Metzger Bjarne und Svend haben die Nase voll, ständig von ihrem tyrannischen Chef herumkommandiert zu werden. Deshalb beschließen sie, eine eigene Metzgerei zu eröffnen. Es kommt jedoch keine Kundschaft. Aus Versehen schließt Svend eines Abends einen Elektriker im Kühlraum ein. Als Svend am nächsten Morgen den Erfrorenen findet, beschließt er in seiner Panik, die Leiche auf sehr ungewöhnliche Art und Weise zu entsorgen. Auf einmal brummt das Geschäft, die Leute sind förmlich verrückt nach Svends und Bjarnes neuer Fleischspezialität "Chicky Wickies". Svend sorgt fortan eifrig für Nachschub Immer mehr ihm unsympathische Menschen verschwinden spurlos. Als Bjarnes geistig behinderter Zwillingsbruder Eigil überraschend aus dem Koma erwacht und bei ihnen in der Metzgerei auftaucht, haben die Beiden alle Hände voll zu tun, ihr dunkles Handwerk geheimzuhalten. 5 Kundenrezensionen:Klasse 5 von 5 PunktenRichtig guter Film, macht echt Spaß zu gucken! Das Cover sieht billig aus, der Film aber ist echt Premium, gut das ich den entdeckt habe! Aber echt makaber ;) (K)Ein Film für Vegetarier .... 4 von 5 PunktenEin böser, leicht verstörender Film, bei dem einen schon das Essen - vor allem jetzt in Weihnachten - im Halse stecken bleibt. Neu ist ja die Thematik des Films nicht: Delikatessen aus Menschenfleisch. Dazu gibt es mehrere Kurzgeschichten von diversen Autoren, u.a. vom gleichfalls bitterbösen Roald Dahl. Interessant aber, wie witzig und skurril diese ganze Thematik im Film transportiert wird: Eigentlich stören und berühren die ganze Morde gar nicht, sondern das Drumherum ist das interessante und witzige. Wie die beiden schwitzenden bzw. kiffenden Partner mit der ganzen Situation umgehen - und man leidet mit ihnen und hofft, dass alles ein gutes Ende nimmt.... Einfach witzig, berührend, wenn ich auch das Wort "Marinade" im Augenblick nicht anhören kann, ohne an den Film zu denken .... Fazit: Der Film ist absolut sehenswert, aber nicht unbedingt vor/nach einem Grillabend. Ich liebe diesen Film 5 von 5 PunktenTotal abgedreht, aber extrem lustig. Ich bin Begeistert und kann diesen Film jeden empfehlen. Der eine schwitzt wie ein Schwein, der andere wehrt sich mit Tritten gegen das Schienbein :D Ich könnt ihn mir noch hundert mal ansehen. Schön durchgeknallt... 5 von 5 Punkten...und so schön böse. Wer einen morbide veranlagten Humor besitzt, kommt hier voll auf seine Kosten. Mads Mikkelsen in Höchstform. Herbe Enttäuschung- Finger weg! :-( 1 von 5 PunktenVor einigen Wochen hatte ich "Adams Äpfel" gesehen und schallend gelacht, das ist eine großartige, tiefschwarze Komödie! Da entstand natürlich der Wunsch, mehr davon zu sehen. Also schaute ich die weiteren Filme dieses Regisseurs an, bzw. was andere User auch kauften. Und entschied mich dann für "Dänische Delikatessen", weil mir die Ausschnitte bei Youtube gut gefielen. Nun habe ich den ganzen Film (als DVD) gesehen- und bin BITTER ENTTÄUSCHT. Das ist definitiv der schlechteste Film, den ich in den letzten 5 Jahren gesehen habe! Warum? 1.) Große Teile des Films sind überhaupt nicht witzig, sondern ganz im Gegenteil traurig und deprimierend, z.T. sogar bedrückend realistisch. 2.) Die wenigen witzigen Dinge sind genau die, die man bei Youtube sehen kann- das sind leider auch schon die absoluten Höhepunkte des Films. 3.) Die Darsteller sind ziemlich flache Charaktere. Was bei einer Komödie u.U. zu verschmerzen wäre, aber in diesem Fall - da wie gesagt große Teile gar nicht witzig sind - ziemlich platt und unangemessen wirkt. Fazit: Angeblich soll das eine Komödie sein - zu lachen gibt's aber fast Nichts! Für alles andere taugt der Film aber auch nicht, denn für Tragödie o.ä. gibt's zu wenig Handlung und die Charaktere taugen ohnehin nichts. Kurzum: Von diesem Regisseur bin ich jetzt erstmal bedient. Finger weg von diesem Film! |
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Walhalla Rising [Blu-ray]
Blu-ray von SUNFILM Entertainment |
2 Kundenrezensionen:Stumm, aber kein bißchen leise! 4 von 5 PunktenValhalla Rising ist der neueste Film des dänischen Regisseurs Nicolas Winding Refn, der zuvor für die Inszenierung der "Pusher" Triologie und des großartigen Gefängnisfilmes "Bronson" verantwortlich gewesen ist. Das Drehbuch stammt bei dieser dänisch/englischen Koproduktion ebenfalls aus seiner Feder, gedreht wurde ausschließlich im wunderschönen Schottland und außer Mads Mikkelsen ist kein einziger, international bekannter Schauspieler dabei. Dieser Film erzählt seine Geschichte mit völliger Ernsthaftigkeit und ohne jeglichen Humor. Gesprochen wird nur wenig, die Hauptfigur bleibt die ganze Zeit über stumm. Die Musik arbeitet oft nur mit atmosphärischen Klängen der Umgebung, lange Schwenks und Naturaufnahmen ziehen sich wie ein roter Faden durch diese filmische Wikingerwanderung. Auch auf Grund der fast schon elegischen Erzählgeschwindigkeit ist dies also absolut kein Film für Freunde von schnellen Schnitten, großer Actionszenen und zügig erzählten Abenteuern allgemein. Im Prinzip erzählt dieser Film einen relativ kurzen Zeitraum im Leben des Antihelden One Eye. Mads Mikkelsen liefert hier nur mittels Gestik und Mimik eine großartige Leistung ab, er schafft es sogar, das Fehlen seiner Sprache nicht zu einem Handicap sondern zu einer Stärke seines unheimlichen Gesamterscheinungsbildes zu machen. Den unbezwingbaren Krieger ohne sichtbare Schwächen (abgesehen von seinem fehlenden Auge natürlich), nimmt man ihm in jeder Sekunde ab. Sehr befriedigend das Ganze, nachdem Mikkelsen mit seiner Figur des Draco im "Kampf der Titanen" Film schon einen wirklich coolen Typen geschaffen hatte, die aber leider billig verschenkt wurde. One Eye lässt sich da nicht so leicht wieder loswerden. Neben seiner fesselnden Performance sind es vor allem die unheimlichen Landschaftsaufnahmen und musikalischen Einfälle, die diesen Trip zu einem ganz eigenen Erlebnis machen. Die Visionen von One Eye, die eingefärbt in agressiven Rottönen daherkommen, bringen dabei zusätzlich noch einen übernatürlichen, jenseitigen Touch in die die Gesamtstimmung. Die schottischen Berge erweisen sich hier wieder einmal als perfekt gewählte Kulisse. Endlose Hügel, Wiesen und Wälder, man wundert sich teilweise wirklich, daß es solche Orte zur heutigen Zeit überhaupt noch gibt. Hier wirkt alles so, als hätte noch nie ein Mensch diesen Ort betreten. Nicht nur die Gegend ist rau, sämtliche Kämpfe haben etwas erschreckend rohes, animalisch brutales an sich. Eingeweide, Gehirnmasse und natürlich Blut werden gar nicht zimperlich in der Natur verstreut. Dabei geht One Eye aber immer effektiv vor und tötet so schnell wie möglich, ohne daß die Kamera auch nur ansatzweise einen yoyeuristischen Standpunkt einnimmt. Früher waren die Leute eben nicht zimperlich bei ihren Auseinandersetzungen. Man kann dem Regisseur natürlich auch einiges vorwerfen. Die einfach gestrickte Handlung will mehr sein als sie ist und die Visionen des Hauptcharakters und sein damit verbundener Weg zu seiner Bestimmung wirke übertrieben bzw. erzwungen. Die ganze Story nimmt sich zu ernst und durch die extrem langsame Erzählweise kommt früher oder später Langeweile auf. Dies alles ändert aber nichts an der Tatsache, daß dies insgesamt ein sehr eigenständiges Filmerlebnis geworden ist, daß nicht zum "Zwischendurch-Ansehen" geeignet ist, sondern möglicherweise eher als Triperlebnis an einem verregneten Sonntagnachmittag genossen werden sollte. Ein überragender Mads Mikkelsen, prächtige Naturaufnahmen und eine bestechende, konsequent durchgezogene Düsteratmosphäre sind hier garantiert, da verzeihe ich die oben erwähnten Schwächen natürlich gerne. Ob ich mir diesen Film auch ein zweites Mal wieder ansehen würde, ist jedoch eine ganz andere Frage, die ich wahrscheinlich mit nein beantworten müsste. Atemberaubender Mix aus Mythologie, Psychologie und Philosophie 5 von 5 PunktenVorweg: Ich bewerte hier nur den Film, nicht die Blu-Ray bzw DVD. Ein Film, der mich schlicht überwältigt hat. Vor ein paar Monaten, als der erste Trailer die Runde machte und es auch eine Reihe an News gab, stellte ich mich auf einen brutalen Actionfilm im Wikingerzeitalter ein. Kurz bevor ich den Film sichtete, las ich mir einige Kritiken durch und war bereits etwas verblüfft, als Parallelen mit Werner Herzog's "Aguirre, der Zorn Gottes" oder den Werken von Terrence Malick ("Badlands") oder sogar Andrei Tarkovsky ("Stalker") gezogen wurden. Alles klar, meine Erwartungen änderten sich schlagartig, wobei mein Interesse indes noch weiter anstieg. One-Eye, gerade aus der Gefangenschaft einiger Wikinger entflohen, schließt sich, zusammen mit einem kleinen Jungen, einigen Christen an, die auf dem Weg in das gelobte Land sind, um es zurückzuerobern und das Wort Gottes zu predigen. Mit einem mindergroßen Boot geht's los, auf dem nebeligen Gewässer gen Jerusalem, doch die Reise führt sie viel mehr in die sprichwörtliche Hölle. Der Film ist ein Arthouse-Werk in Reinkultur. Wunderschöne Landschaftsaufnahmen der nebeligen Gebirge Schottlands, eine extrem beklemmende Atmosphäre, die von dem grandiosen Score (Peter Peter & Peter Kyed) dermaßen stark unterstützt wird, sodass man auch mal aus der Haut fährt, wenn der von Mads Mikkelsen gespielte "One-Eye" eine seiner Visionen hat, die auch visuell einen klasse Eindruck schaffen. Der im Film genannte "One-Eye" ist ein karger, geheimnisvoller, brutaler und hemmungsloser Krieger. Zudem ist er ein Mann weniger Worte, so spricht er doch im gesamten Film nicht ein Wort. Mads Mikkelsen verkörpert seine Figur jedoch so gut, dass allein die physische Präsenz schon ausreichend ist. Mikkelsen entzieht seinem "One-Eye" jegliche Emotionen und es wird einem vollends verwehrt sich irgendwie in die Rolle hineinversetzen zu können, was in diesem Fall gut und passend zur Stimmung ist. Es gibt im Allgemeinen nicht gerade viel Dialog, was einige eventuell abschrecken mag. Lässt man sich jedoch von der Gänsehaut-erregenden Atmosphäre mitreißen, werden die Dialoge zur Nebensache. Sicher, es gibt auch etwas Action, die sich in einigen Kampfszenen äußert, welche dann auch nicht gerade unblutig sind, um es mal harmlos auszudrücken. Darauf liegt hier jedoch nicht der Fokus. Im Mittelpunkt allein steht das stetige Verzweifeln der Wallfahrer, die quasi eine Kirche im Herzen der Hölle zu errichten versuchen. One-Eye hingegen scheint sein Ziel längst erreicht zu haben... Ich will nun nicht allzu viel spoilern, daher gehe ich nicht weiter auf den fortlaufenden Inhalt ein. Man kann aber sagen, dass einem viel Raum für eigene interessante Interpretationen gelassen wird. Es ist einer dieser Filme, bei denen der Regisseur dem Publikum bewusst diesen Raum lässt und vielerlei Interpretationen für den jeweiligen Zuschauer richtig sein können - ein wahres "falsch" gibt es hier nicht wirklich, solange es für einen selbst funktioniert. Weiterhin kann man sich auch bereits nach der Sichtung noch zu Genüge mit diesem Film beschäftigen. Es gibt viele wirklich sehr interessante Parallelen zu nordischen Gottheiten (hauptsächlich zum Gott "Odin"!), Mythen etc. Wenn man diese auf den Film bezieht, ist es möglich den Film wiederum in einem anderen Licht zu sehen. Ich für meinen Teil liebe Filme, mit denen man sich noch endlos weiter auseinandersetzen kann oder einfach fremde Interpretationen zu lesen, da es einfach ungemein interessant ist, wie andere Leute dies und das sehen bzw. deuten. Mit der famosen Bildsprache, der dichten Atmosphäre und des vortrefflichen Scores wird man nahezu hypnotisiert und man möchte gar nicht wegschauen, aus Angst auch nur das kleinste Detail zu verpassen, so bleibt man die 89 Minuten wie gebannt sitzen, bis das Bild sich verdunkelt und die Credits über den Schirm flimmern und der Film den Zuschauer verloren zurücklässt. Nicolas Winding Refn hat mit "Valhalla Rising" meiner Ansicht nach ein wahres Meisterwerk abgeliefert. Zwar nicht jedermanns Geschmack, aber für diejenigen, die der Film begeistern konnte freut es mich umso mehr. Wer also keinen "300"-Verschnitt erwartet, wie es das UK-Cover vermuten laesst, und auf etwas Langsames, Meditatives und äußerst Experimentelles aus ist, der wird mit Refn's Film seinen Spaß haben, wenn man es denn "Spaß" nennen kann... Achja, wieso im dt. Titel "Walhalla" statt "Valhalla", wie es im OT der Fall ist, genommen wird, ist mir ein Raetsel, da auch das "rising" beibehalten wird. Irgendwie...mh - dumm. |
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