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Zeiten des Aufruhrs
DVD von Paramount Home Entertainment |
5 Kundenrezensionen:der titel ist vielversprechend 1 von 5 Punkten....ich hatte mir eigentlich was besseres vorgestellt, vorallem die protagonisten sollten normalerweise für einen spannenden und aufregenden film garantieren...mit nichten.... aus meiner sicht war der film recht langstielig und langweilig...zeigt das wahre leben, aber auf eine eintönige und unverständliche art und weise.... also, avatar war tausenmal besser.... viel vergnügen noch ;-) Paris?! 3 von 5 PunktenNach einem Roman von Richard Yates. Der Anfang des Films hat mir richtig gut gefallen. Dann hat er stetig nachgelassen. Den Roman habe ich nie gelesen, aber wen solch ein Thema interssiert dem empfehle ich meinen Lieblingsroman von Madeleine Bourdouxhe "Gilles' Frau". Nun zurück zum Film. Es war keine Zeitverschwendung aber es gibt bessere. Das einzige was mich richtig gestört hat, waren die Tonschwankungen. Ständig laute Musik dazwischen dann wieder ganz leise Töne. Leo und Kate haben auch nicht wirklich zusammengepasst. Manchmal hat sie neben ihm gewirkt wie seine Mutter. Winslet ist sehr fraulich (was natürlich gut ist) aber dagegen wirkt Leo wie ein ungezogener Junge. Wie immer - ist natürlich alles Reine Geschmackssache! Was wenn Träume nicht wahr werden? 5 von 5 Punkten>Zeiten des Aufruhrs< hat mich voll und ganz überzeugt. Trotz der Botschaft die zwischen den Zeilen zu sehe ist, steckt die Handlung jedoch nicht zurück. Das Traumpaar aus Titanic liefert wieder einmal eine glanzvolle und mitreisende Performenz. Das Leben etwickelt sich anders als beabsichtigt und dies nicht nur aufgrund der Kinder, die pötzlich auf der Bildfläche erscheinen, sondern weil das Paar sich in der konservativen Welt gefangen sieht und sich gegenseitig dafür bestraft. Ein Kampf ziwschen Liebe und Abscheu. Fantastisch. Das Leben ist kein Ponyhof 5 von 5 PunktenZeiten des Aufruhrs ist ein packendes, berührendes, überaus gut inszeniertes und von seinen Hauptdarstellern nicht minder beindruckend gespieltes Melodram. In dessen Mittelpunkt steht ein junges Paar der amerikanischen Mittelschicht in den 50er Jahren, welches sich bei dem Versuch einstigen Träumen nachzujagen immer weiter von der Realität entfernt, sich immer tiefer in unlösbare (Gefühls-)Konflikte hineinmanövriert, bis die Katastrophe kaum noch abzuwenden scheint. Dabei sieht zunächst alles so positiv aus: Mit ein wenig Kleingeld zieht man ins Grüne, ein eigenes Haus, nette Nachbarn - Freiheit. Was nicht lange auf sich warten lässt sind Kinder - das Glück scheint perfekt. Doch genau hier kippt die Geschichte. Sie fühlt sich mit der Rolle der Mutter, der liebreizenden Nachbarin und der fürsorglichen Ehegattin die kocht, wäscht und das Haus aufräumt völlig unterfordert und gelangweilt - sieht ihr Leben sinnlos verstreichen, jedes einst erträumte Abenteuer in unerreichbare Ferne rücken. Ihm geht es nicht anders. Er hat einen festen Job, den gleichen den sein Vater ausgeübt hat, sogar in der gleichen Firma. Aber es ist ein trockener Job, er macht ihm keinen Spaß, es geht nur ums Geld verdienen. Richtig Karriere machen wird er nie - darüber ist er sich bewusst. Um den Frust zu mildern, vergnügt er sich mit der einen oder anderen hübschen Kollegin, versucht eine Rolle auszufüllen, die an Selbstverrat grenzt. Dann ein Hoffnungsschimmer. Es kommt zur Aussprache, beide gestehen sich ein, dass es nicht so läuft wie sie es sich vorstellen, beschließen gemeinsam das große Abenteuer - ab nach Europa, nach Paris, ein neues Leben. Doch es soll nicht sein, ein ungeplanter Umstand wirft die Pläne über den Haufen, die Situation wird dramatischer denn je... Anschauen. Einfach anschauen. Ganz gleich, ob man (wie ich) etwas für die beiden Protagonisten Winslet und DiCaprio übrig hat oder nicht, dieser Film ist ein so richtig gut gemachtes Drama, eine spannende Gesellschaftsstudie, eine auf der Gefühlsebene mitreißende Geschichte eines Paares im verzweifelten Versuch Traum und Realität zu vereinen. Miese Bildqualität! 1 von 5 PunktenFinger weg von der DVD-Version dieses an sich sehr guten Filmes! Die Bildqualität dieser DVD ist so ziemlich die mieseste, die ich kenne. Schon beim Vorspann denkt man: Was soll das? Die Schrift ist leicht verschwommen, Tiefenschärfe bei den gezeigten Bildern ist nicht vorhanden. Alles außer Nahaufnahmen bereitet im Heimkino trotz maximaler Hochskalierung den Augen Schmerzen. Keine Ahnung, ob die BluRay bessere Qualität bietet, aber die DVD-Version ist nahezu unerträglich schlecht, so wie man es höchstens noch von unbearbeiteten Uralt-Filmen kennt. Der Film selbst wartet mit aussergewöhnlich gut präsentierter Story und wahrhaft grandiosen Schauspielern auf und wurde zu Recht für 3 Oscars nominiert. Fazit: Entweder gleich zur BluRay greifen oder die DVD lieber ausborgen statt kaufen. |
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Little Children
DVD von Warner |
ProduktbeschreibungLITTLE CHILDREN 5 Kundenrezensionen:little children DVD 5 von 5 PunktenDie erworbene DVD kam rasch und wohlbehalten an, war preiswert und entsprach voll meinen Erwartungen. AMAZON ist jederzeit zu empfehlen, W.Glöggler schade für die Zeit 1 von 5 PunktenIrregeführt von den guten Bewertungen war ich von dem Film maßlos enttäuscht. Leider kann man nicht noch weniger als einen Stern geben. Erstmal werden eine Stunde lang die Charaktere vorgestellt, die alle nicht so recht im Leben stehen und jeder auf seine Art eine Macke hat. Man wartet lange auf eine Handlung, die dem Film endlich etwas Wallung beibringt oder zumindest einen roten Faden erkennen läßt. Flach, sehr flach. Die "Handlung" plätschert einfach so dahin, man wartet eigentlich auf den Abspann, um zu erkennen "Puuh, endlich fertig". Vielleicht nach amerikanischem Vorbild wieder erzieherische Moralvorstellungen, aber die Länge nervt einfach nur. Zum Glück hatte der Film einen grünen Punkt, und so war wenigstens der weitere Weg des Films klar, nämlich nicht ins Filmregal. Vorsicht ist geboten... 2 von 5 PunktenIch bin auch durch die vielen guten Bewertungen auf den Film aufmerksam geworden... Die hohe Bewertung von vielen Leuten scheint mir doch etwas übertrieben. Die Rezension von FriendlyUser, der nur ein Stern verteilt kommt meinem Urteil schon näher. Ein Stern mehr gebe ich für die gute Schauspielerei und wenn die dämliche moralische Erzählstimme nicht wär, würde ich drei Sterne geben. Der Film hat Längen und deren Charakter zeigen sich zu Beginn zwar vielversprechend und unkonventionell, doch werden während des Filmes immer langweiliger. Schade. Echter Ü30-Film 5 von 5 PunktenLief neulich ziemlich spät im TV. Ich hab ihn dann ausgeliehen, weil er mich sehr gefesselt hatte und ich ihn unbedingt zu Ende sehen wollte. Eine geradlinig erzählte Handlung mit einer wunderbar natürlichen Kate Winslet führt dich direkt in die Vorgarten-Spießer-Welt voller Heuchelei und Vorurteile. Es gibt zwei Hauptstränge, die ernsthaft aber auch leicht ausgebreitet werden: A) Zwei unzufriedene Erziehende stürzen sich ausgehungert in eine Affäre um am Ende zu erkennen, dass sie eine Verantwortung zu tragen haben, der sie nicht entfliehen können/wollen. B) Eine Art Hexenjagd auf einen entlassenen Sexualstraftäter. Auch filmisch gut gemacht - man denke an die Schwimmbad-Szenen. Man sollte schon etwas Lebenserfahrung haben, vielleicht verheiratet sein, evt. sogar mit Kind(ern), um diesen Film toll zu finden. Dieser beeindruckende Streifen ließ mich nachdenklich und betroffen zurück - er gibt dir wirklich ewas mit. Ich wünsche dem Werk die Beachtung, die es verdient. Anspielung auf Desperate Housewives? 5 von 5 Punkten"Little Children" habe ich mehr durch Zufall gefunden denn gesucht und bin darüber sehr froh, denn es ist wohl einer der besten Filme mit Kate Winslet, der perfekt die Abgründe einer Vorstadtidylle auf sarkastische Weise aufzeigt. Sarah (Kate Winslet), auf den ersten Blick eher ein durchschnittliches Mauerblümchen, zieht mit ihrem Mann und gemeinsamer kleiner Tochter in das Haus der verstorbenen Schwiegermutter, das in einer scheinbar perfekten Vorstadt inmitten gediegener Nachbarschaft ruht. Schon bald lernt sie die Boshaftigkeit und Hinterhältigkeit der Hausfrauen vor Ort kennen und kann sich nicht wirklich einleben. Als sie dann wenig später auch noch die Sucht nach Pornoseiten ihres Mannes aufdeckt, der sich lieber von Pornomiezen aus dem Internet Slips zuschicken lässt, um sie diese dann auf den Kopf zu ziehen, anstatt sich um Sarah zu kümmern, weiß diese nicht mehr weiter. Dann lernt sie Brad (talentiert und zu schön: Patrick Wilson) kennen, der sich ähnlich unwohl fühlt. Er lebt mit seiner wunderschönen Frau (Jennifer Connelly) mit gemeinsamem Sohn in derselben Vorstadt und fühlt sich äußerst im Stich gelassen in seiner Rolle als Hausmann und beschränkt darauf, nicht mehr als Papa zu sein. Dafür lässt er sich von seiner Frau aushalten, bis er nach mehrfachen Anläufen nun endlich seine Anwaltsprüfung bestehen möchte. Als sich Sarah und Brad auf dem örtlichen Spielplatz kennenlernen, merken sie, dass sie beide etwas verbindet und beginnen zunächst das Ritual, sich regelmäßig im Schwimmbad mit ihren Kindern zu treffen. Doch schon bald reichen den beiden diese oberflächlichen Treffen nicht mehr... Ebenfalls vom Schicksal gebeutelt sind zwei weitere Menschen, die in dieselbe Nachbarschaft ziehen: Eine alte Witwe und ihr erwachsener pädophiler Sohn (unglaublich überzeugend: Jackie Earle Haley), dessen sexuelle Orientierung schon sehr bald zum Stadtgespräch wird. Ich bin verblüfft, wie überzeugend die Darsteller ihre Rollen spielen. Der Film ist perfekt, egal ob Kulisse, Schauspieler, Musik oder Dialoge: ich bin schlichtweg begeistert. Auch wenn das Filmende vielleicht etwas zu wünschen lässt, weil es einfach nicht zum Film passt (jedenfalls meiner Meinung nach), kann ich nicht weniger als 5 Sterne geben. Wer hier 1 oder 2 Sterne vergeben hat, der hat den Film wohl nicht verstanden - vielleicht waren die Themen auch einfach zu vielfältig, zu tiefgründig erzählt und dabei nicht dem aktuellen Mainstream angepasst? |
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Der Vorleser (Einzel-DVD)
DVD von Senator |
ProduktbeschreibungSie ist rätselhaft und viel älter als er? und sie wird seine erste Leidenschaft. Eines Tages ist Hanna (Kate Winslet) spurlos verschwunden. Erst Jahre später trifft Michael (David Kross / Ralph Fiennes) sie wieder - als Angeklagte im Gerichtssaal. Hier erfährt er von ihrem persönlichen Schicksal und von ihrer grausamen Vergangenheit als KZ-Aufseherin. Am Ende wird er sie durch seine nie verloren gegangene Zuneigung erlösen? ![]() ![]() ![]() Mit DER VORLESER hat der Oscar®-nominierte und mehrfach preisgekrönte Regisseur Stephen Daldry ("The Hours", "Billy Elliot") einen Weltbestseller verfilmt, der nach seinem Erscheinen 1995 inzwischen in 40 Sprachen übersetzt wurde und mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet wurde. Es ist die Verfilmung einer unmöglichen, sonderbaren und zugleich so intensiven Liebe, dass sie das Leben von zwei Menschen für alle Zeit miteinander verbindet. In den Hauptrollen brillieren Kate Winslet und Ralph Fiennes, die Titelrolle spielt der deutsche Shootingstar David Kross ("Krabat", "Knallhart"). Ergänzt wird dieses Ensemble durch so herausragende Darsteller wie Bruno Ganz, Lena Olin, Burghart Klaußner, Hannah Herzsprung, Karoline Herfurth, Matthias Habich und vielen anderen. Der 15jährige Michael (DAVID KROSS) wächst in einer deutschen Provinzstadt auf. Es sind die 50er Jahre. Der Schatten des 2. Weltkriegs und der deutschen Greueltaten liegt über dem Land, doch kaum einer spricht darüber. Deutschland will in die Normalität zurückkehren. So wie in Michaels Familie Disziplin und Duldsamkeit die höchsten Werte sind, so funktioniert ganz Deutschland. Es wird gearbeitet und verdrängt. Eines Tages, als Michael von der Schule in der Straßenbahn nach Hause fährt, wird ihm plötzlich übel. Schwindelig steigt er auf halber Strecke aus, torkelt in einen Hauseingang und übergibt sich dort. Eine Frau (KATE WINSLET) kümmert sich um ihn und bringt ihn nach Hause. Sie ist wortkarg, ein wenig ruppig fast, und dennoch fürsorglich. Es stellt sich heraus, dass Michael Scharlach hat. Mehrere Monate muss der Junge das Bett hüten, bis er sich mit einem Blumenstrauß bei seiner Helferin bedanken kann. Fast magisch wird er von der unbekannten Frau angezogen. Bei diesem zweiten Zusammentreffen knistert es zwischen Michael und der deutlich älteren Frau. Fast täglich besucht Michael nach der Schule nun Hanna und es entfesselt sich eine leidenschaftliche Affäre. Für Michael ist es seine erste Liebe. Und auch wenn Hanna sich um eine emotionale Distanz bemüht und ihren jungen Liebhaber beharrlich bloß "Junge" nennt, wird schnell deutlich, dass auch sie sich aufrichtig verliebt hat. ![]() ![]() ![]() Einen Sommer lang währt Michaels und Hannas unbeschwertes Glück. Hanna überrascht Michael mit einer unerwartet großen Leidenschaft für Bücher. Sie lässt sich von Michael vorlesen. Stundenlang. Von Homers "Odyssee" über D. H. Lawrences "Lady Chatterleys Liebhaber" bis zu Tim und Struppi-Comics. Michael entdeckt nicht, dass Hanna Analphabetin ist. Er glaubt, sie genieße es bloß, vorgelesen zu bekommen. Eines Tages jedoch ist Hanna spurlos verschwunden. Ihre Wohnung ist leer. Es gibt keine Nachricht von ihr, keine Erklärung. Michael ist plötzlich wieder allein. Einige Jahre später. Michael hat die provinzielle Enge hinter sich gelassen und hat Jura in Berlin studiert. Mit einer Arbeitsgruppe seines Professors (BRUNO GANZ) besucht Michael als Zuschauer einen Prozess, in dem sich fünf ehemalige Wärterinnen des KZs Auschwitz für ihre Taten verantworten müssen. Ihnen wird 300facher Mord vorgeworfen, da sie jüdische Häftlinge in einer verschlossenen Kirche erbarmungslos verbrennen ließen. Michael erstarrt, als er sieht, wer mit auf der Anklagebank sitzt: Hanna Schmitz, die Liebe seines Lebens! Als Michael den Aussagen der einzigen Überlebenden (LENA OLIN) und ihrer Tochter (ALEXANDRA MARIA LARA) zuhört, kann er es nicht fassen. Als er dann Hannas erschreckend pragmatische und kühle Schilderung der Vorgänge hört, bricht ihm das Herz. Hanna scheint sich keiner Schuld bewusst. Sie hat einfach nur getan, was man ihr sagte. Sie wirkt völlig erschöpft, gefühllos, aufrichtig ahnungslos, was für eine unfassbare Schuld sie auf sich geladen hat. Für die Menschen im Gerichtssaal ist Hanna Schmitz ein Monster. Doch Michael ist hin- und hergerissen zwischen seiner Abscheu und seinem Entsetzen über Hannas Taten und die große Liebe, die er einst für diese Frau empfunden hat - und scheinbar immer noch fühlt. Dann nimmt der Prozess eine Wendung, die Michael endgültig aus der Bahn wirft: Während alle anderen Angeklagten die Taten leugnen, gibt Hanna ehrlich Auskunft über die furchtbaren Ereignisse. Die vier anderen angeklagten ehemaligen KZ-Wärterinnen beschuldigen Hanna nun, die befehlshabende Wärterin gewesen zu sein und somit die Hauptschuld zu tragen. Hanna soll es gewesen sein, die ein besonders belastendes Dokument geschrieben hat. Als der Richter (BURKHART KLAUßNER) Hanna mit dem Vorwurf konfrontiert und eine Schriftprobe von ihr verlangt, gerät sie in Panik. Das ist der Moment in dem Michael die Augen aufgehen: Hanna ist Analphabetin. Und sie schämt sich so sehr dafür, dass sie nach kurzem Zögern alle Schuld auf sich nimmt. Ihre Mit-Angeklagten kommen somit als Beihelferinnen mit etwas mehr als vier Jahren Haft davon, während Hanna zu Lebenslänglich verurteilt wird. Michael steht unter Schock. Einen Besuchstermin bei Hanna im Gefängnis, den er beantragt hat, lässt er im letzten Moment verstreichen. Einzig Professor Rohl ahnt, dass hinter Michaels Verhalten mehr stecken muss, als die bloße Erschütterung über die im Prozess beschrieben Taten. Die Erinnerung an Hanna und seine ambivalenten Gefühle ihr gegenüber verfolgen Michael über viele Jahre. Sie sind schmerzlich und überschatten all seine Beziehungen zu anderen Menschen. Um sich Klarheit zu verschaffen, besucht Michael die Gedenkstätte in Auschwitz und versucht sich vor Augen zu führen, was die Frau, die er liebte, hier getan hat. Für Michael führt kein Weg zurück. Und doch empfindet er noch immer so viel Liebe für Hanna, dass er ihr einen Kassettenrekorder ins Gefängnis schickt und auch regelmäßig Kassetten, auf denen er ihr ganze Bücher vorliest. Hanna findet darin Halt. Allmählich beginnt die gealterte Frau sich anhand der Kassetten und der entsprechenden Bücher aus der Gefängnisbibliothek Lesen und Schreiben beizubringen. Nach Jahren schreibt sie Michael einen ersten kurzen Brief. Er antwortet ihr nicht. Auch auf keinen der weiteren Briefe. Eines Tages bekommt Michael einen Anruf aus dem Gefängnis. Eine Sozialarbeiterin teilt ihm mit, dass Hanna nach über 20 Jahren entlassen wird. Er sei ihr einziger Kontakt zur Außenwelt. Wenn er ihr nicht hilft, eine Wohnung und eine Arbeit zu finden und in der ihr fremden Welt zurecht zu kommen, hat sie keine reelle Chance auf einen Neubeginn in Freiheit. Michael fühlt den alten Konflikt in sich. Dennoch besucht er Hanna im Gefängnis. Es ist ein Zusammentreffen nach über 30 Jahren, vor dem beide sich fürchten. Für beide wird das Wiedersehen zu einer Begegnung mit unerwarteten Konsequenzen... Pressezitate
Bonusmaterial
5 Kundenrezensionen:Schuldlos mit der Schuld leben 5 von 5 PunktenIch mag den Film sehr. So wie ich ebenfalls das Buch sehr gerne mag. Das Thema an sich ist kontrovers. Man mag es mögen, oder eben auch nicht. Erwähnen möchte ich jedoch, dass dieser Film einer der wenigen ist, welcher einer Romanvorlage nach seinen Möglichkeiten gerecht wird - und das ist ein schier unmögliches, zumindest aber doch seltenes, Unterfangen. Inhalt: Michael Berg ist ein unauffälliger Junge, der im Nachkriegsdeutschland aufwächst. Sein Leben erfährt eine schicksalhafte Wendung als er eines Tages Hanna Schmitz begegnet. Die wesentlich ältere, lebenserfahrene und anziehende Frau weckt sein Interesse. Hanna lässt sich auf eine leidenschaftaliche Affäre mit ihm ein. Während ihrer Treffen stellt sich bald eine feste Routine ein: Bevor Hanna sich auf Sex einlässt, muss Michael ihr vorlesen. Ihre gemeinsame Zeit währt einen Sommer lang, denn eines Tages ist Hanna spurlos verschwunden. Jahre später trifft Michael der nun Jurastudent ist sie in einem Gerichtssaal wieder. Mit Schrecken stellt er fest, dass Hanna Schmitz während des Krieges für die SS als Aufseherin in einem Konzentrationslager gearbeitet hat und angeklagt wird, für den Tod Hunderter Frauen und Kinder verantwortlich zu sein. Hannas reuelose Offenheit steht in starkem Gegensatz zur schweigsamen Verbohrtheit ihrer Mitangeklagten. Michael weiß, dass sich hinter ihrem Schuldeingeständnis eine Lebenslüge verbirgt. Durch die immer noch andauernde Zuneigung ihr gegenüber gerät er in einen Gewissenskonflikt und verstrickt sich dabei in fremde Schuld.. Im Mittelpunkt der Geschichte nach einer Romanvorlage von Bernhard Schlink stehen nicht die deutschen Kriegsverbrechen, sondern der Umgang mit ihnen im Nachkriegsdeutschland der fünfziger Jahre und die schicksalhafte Verknüpfung von Schuld und Scham. Wenn literarischer Text zu Film wird, geht oft etwas verloren. Inhaltlich jedoch hält sich der Film nahezu vollständig an seine Buchvorlage. Nur Kleinigkeiten wurden verändert. Visuell ist der Film für mein Empfinden sehr gut gelungen und musikalisch passend untermalt. Wer also das Buch mag, wird auch an dem Film Gefallen finden können. Ebenso wie es immer eine Freude ist, Kate Winslet bei der Ausübung ihres Berufes zusehen zu können. Werkzeugkoffer 4 von 5 Punktenschöne optik, gute verstaumöglichkeiten, jedoch gehen die fächer nicht zusammen mit dem werkzeugdeckel auf, das finde ich schade. die lieferung ging schnell u unproblematisch :) Spitzenfilm, wenig Extras 4 von 5 PunktenSehr guter Film, wie es nur noch selten heutzutage gibt! Äußerst gut gespielt und zurecht Oscar-Gewinner 2010 gewesen! Kate Winslet ist stark wie immer, Ralph Fiennes ebenso und David Kross eine große Hoffnung für die Zukunft. Absolut empfehlenswert!!! Spannend, bewegend, tiefgründig 4 von 5 PunktenSo wenig wie mir Kate Winselt in Zeiten des Aufruhrs gefallen hat, umso mehr überzeugt sie mich hier - auch wenn sie in diesem Film eine alles andere als romantisch Rolle übernimmt. Der Vorleser ist eine Tragödie, die Tragödie einer Frau, die bei allen Vorzügen die sie haben mag einen Makel hat - sie kann nicht lesen. Eine Tatsache die ihr derart peinlich ist, dass sie sie streng genommen ihr Leben kostet. Und zugleich ist es die Tragödie eines Mannes, der seine große Liebe verliert, weil diese vor ihm und zugleich vor ihrer eigenen Unzulänglichkeit flüchtet - eine Tragödie zweier Menschen die vielleicht für einander bestimmt waren. Weil sie nicht lesen kann, quittiert Hanna (Kate W.) Mitte der 30er Jahre ihren Job und wählt einen anderen - schicksalhaften Weg. Das wird ihr zunächst nicht zum Verhängnis, ganz im Gegenteil, denn in dem jungen und unerfahrenen Michael trifft sie einige Jahre später erst einmal ihren persönlichen Helden, einen Jugendlichen, der unwissendlich ihr Manko ausgleicht - indem er ihr Vorleser wird - und als Gegenleistung seine ersten Erfahrungen mit dem weiblichen Geschlecht mit ihr sammeln darf. Doch dann schlägt das Schicksal zu. Hanna muss sich verantworten für Dinge, die sie in ihrem seinerzeit neuen Job getan hat - oder zumindest getan haben soll. Sie hat kaum eine Chance sich zu wehren, wird von Mitbeschuldigten zum obersten Sündenbock erklärt, vor aller Welt für schuldig befunden. Auch vor den Augen ihres einstigen Liebhabers der mit Entsetzen nach und nach begreift was Hanna einst getan haben soll und wohl auch getan hat - der aber auch begreift warum sie es tat, was ihr nur untergeschoben wird, dass auch sie irgendwo ein Opfer ist - und der in Folge dessen mehr als alle anderen mit dem zu kämpfen hat, was vor seinen Augen geschieht. Brillant gespielt, nicht minder überzeugend inszeniert- die schicksalhafte Geschichte zweier Menschen denen es nicht vergönnt war auf Dauer miteinander glücklich zu werden. Wie man zu den historischen Aspekten und dem Handeln der Personen im Bezug hierzu steht muss jeder für sich selbst entscheiden - am Ende bleibt es eine Tragödie, ein Melodram von Einzelschicksalen und der großen Frage nachdem warum alles so kommen musste. Dennoch und bei aller Tragik hat der Film für alle ein Ende das sicher fernab von Romantik und Happy End, aber doch eine logische Konsequenz von dem ist, was zuvor geschah - wie erwähnt durchdacht und tiefgründig inszeniert von der ersten bis zur letzten Szene. Ein Film der sicher nicht im klassischen Sinne schön, aber ganze sicher sehenswert ist. Solide, aber nicht wirklich gut 4 von 5 PunktenDie Verfilmung des Romans von Bernhard Schlink erzählt die Geschichte des 15jährigen Michael, der in der Nachkriegszeit eine Liebesaffäre mit der 20 Jahre älteren Hannah beginnt, in deren Verlauf er ihr viele Bücher vorliest. Jahre später stellt sich heraus, dass sie KZ-Wärterin war. Sie wird angeklagt und Michael verfolgt als Jura-Student ihren Prozess. Dabei wird auch ihr Geheimnis offenbar. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin ein Fan von Kate Winslet. Deshalb hatte ich mich auf den Film gefreut, war dann aber enttäuscht. Der Film ist im ganzen schon solide gemacht. Handwerklich in Kulisse, Maske, Photographie ist das auf gutem Niveau. Die Atmospähre ist dicht, es ergibt sich erzählerisch ein kohärentes Bild. Für diese 'Ordentlichkeit' gibt es denn auch vier Sterne, obwohl mir eigentlich v.a. die Schwächen des Filmes ins Auge fallen: * Die im Vergleich zum Buch nicht lineare Erzählung der drei Zeitebenen, sondern ihre Verquickung, bringt keinen dramaturgischen Mehrwert, sondern stört einfach. * Es fehlen wichtige Schlüsselszenen aus dem Buch (wie z.B. als Hanna gegenüber Michael ausrastet, als der er ihr eine schriftliche Mitteilung zukommen lässt). * Der Film entscheidet sich leider für eine große Wortkargheit, so dass die Figuren des Buches und ihre psychologische Zeichnung bei weitem nicht deutlich wird. * Die ethischen Reflexionen zur Verantwortung des Einzelnen in der NS-Zeit sind sehr dünn geraten. * Leider, leider muss ich auch den schauspielerischen Leistungen rummäklen. Kate Winslet den Oscar für diese Rolle zu unrecht bekommen. Sie macht das schon handwerklich ganz gut und gibt sich alle Mühe, eine verhärmte Deutsche der Nachkriegszeit und eine in einer Mischung aus Unbedarftheit und Verantwortungslosigkeit in die Schrecken der NS-Zeit verstrickte Frau darzustellen - aber sorry, sie schafft es nicht. Sie schafft es ihre äußerliche Attraktivität völlig verschwinden zu lassen (große Leistung!), aber sie ist immer noch zu sehr britische Lady oder zumindest zu sehr anglophiler, liberarler Geist. Die emotionale Verstrickung, der Ansatz deutscher Dumbheit, die Kälte der Frau (bei aller Sympathie, die man für sie empfinden kann) wird nicht deutlich. Sie mag für das internationale Publikum deutsch genug sein, für deutsche Zuschauer ist das nicht überzeugend. David Kross spielt den 15jährigen Michael sehr überzeugend, beim Michael Mitte Zwanzig ist er aber überfordert. Der wirkt wie ein verstörtes Kind, nicht wie ein älter gewordener junger Mann. Auch Ralph Fiennes als erwachsener Michael ist eher Typ Vater eines irischen Freiheitskämpfers als Deutscher der Siebziger/Achtziger Jahre. So bleibt ein Film, den man ganz gut sehen kann, aber er ist weit davon entfernt eine kongeniale oder wirklich hochwertige Verfilmung des Romans zu sein. |
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Holy Smoke!
DVD von Universum |
ProduktbeschreibungDie junge, bildschne Australierin Ruth gert auf einer Indienreise in die Fnge eines Gurus, worauf ihre Freundin und Reisebegleiterin Prue vor Schreck die Flucht ergreift und berstrzt nach Australien zurckkehrt. Daraufhin wird Ruth von ihrer Mutter unter der Vorspiegelung, der Vater sei sterbenskrank heimgeholt. Zu Hause wartet der teure Sektenspezialist PJ aus Amerika, den die besorgte Familie beauftragt hat, Ruth zu therapieren. Auf einer abgelegenen Ranch sind beide auf sich gestellt. Nach ersten Konfrontationen verfhrt die widerspenstige Ruth ihren vermeintlichen Heiler PJ. Der verliert Kopf, Contenance und Professionalitt. Das Machtspiel luft ihm sukzessive aus dem Ruder ... 5 Kundenrezensionen:Holy Smoke 3 von 5 PunktenDieser Film lässt mich doch etwas ratlos zurück,was wohl daran liegt,dass die Geschichte,die er erzählt,für mich nicht sonderlich interresant war.Oder hatte ich mir die DVD etwa nur wegen Kate Winslet gekauft?Gut möglich.Nun,worum gehts?Eine junge Australierin namens Ruth gerät in einem Urlaub in Indien in die Fänge eines Gurus und beschliesst in Indien zu bleiben und ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen.Ihre Familie ist natürlich entsetzt,jedoch gelingt es ihrer Mutter,sie wieder nach Hause zu locken,indem sie vorgibt,ihr Vater liege im sterben.Erst mal wieder in Australien,glaubt man ihr die Flausen schon wieder austreiben zu können,und engagiert dazu auch noch einen Sektenexperten aus den USA.Dieser,gespielt von Harvey Keitel,zieht sich mit Ruth auf eine abgelegene Ranch zurück,um sein Werk zu vollenden.Was dabei passiert,kann man sich denken.Wäre mir wahrscheinlich auch so gegangen.Die schauspielerischen Leistungen sind zweifellos gut und Kate Winslet ist eine sehr attraktive Frau,aber eine packende Story wäre mir auch wichtig gewesen.Schmunzeln konnte ich übrigens über jene Szenen,als Ruths Mutter mit der ihr so fremdartigen Kultur in Indien in Berührung kam,aber die Zeit in Indien nimmt nur einen kleinen Teil des Films ein. schon ein spezieller Film !! 4 von 5 PunktenIn diesem Film spielt Kate Winslet eine junge Frau die in Indien einem Guru verfallen ist. Durch einen Trick bewegt ihre Familie sie dazu nach Hause zurück zu kehren. Dort soll ein Spezialist gespielt von Harvey Keitel, die geliebte Tochter von den Lehren des Gurus wegbringen, in dem er eine Zeit mit ihr allein verbringt. Als erstes muss ich natürlich Harvey Keitel und Kate Winslet erwähnen, die mich auch hier durch ihre schauspielerische Leistung überzeugen. Die Handlung kann man natürlich schon als ein wenig verrückt bezeichnen. Der Film sticht so aber aus der Masse hervor und bleibt für mich über die gesamte Strecke interssant ohne völlig überdreht zu wirken. Insgesamt gesehen ist Holy smoke ein wohltuend anderer Film den man sich ansehen kann, wenn man von den üblichen Genres die Nase voll hat. Feine Ironie mit Herz aus Down Under ... 5 von 5 Punkten... schwappt hier in einem wilden Mix aus psychischer Gewalt, exotischen Bildern, geschickt gewählten Musiktiteln und erotischen Obsessionen von der südlichen Hälfte des Globus in unsere DVD-Player ... Ein Erlebnis, das nachhaltig berühren und auch belustigen kann, wenn man in der Lage ist, die teils verwirrenden Bilder und Handlungsstränge der Regisseurin und (gemeinsam mit ihrer Schwester Anna) Autorin Jane Campion ("Das Piano") zu deuten, die allerdings mit einer FSK16 passender bewertet wären, ist doch sehr viel nackte Haut und Sex zu sehen. Mutig gespielt wird die Geschichte von Kate Winslet ("Finding Neverland") als sinnsuchender australischer Twen Ruth (deren Familie ironischer Weise in einer Siedlung namens "Sans Souci" lebt) und Harvey Keitel ("Bad Lieutenant") als alternder sich die Haare färbender Macho-Deprogrammierer PJ, der eigens von der besorgten Mutter aus dem USA eingeflogen wird, um die Tochter "aus der Sekte" zu befreien. Tatsächlich wirkt Ruth nach ihrer spirituellen Erfahrung mit Baba im Vergleich zu ihrer paranoiden asthmatischen Mutter extrem natürlich und wach. Eben gar nicht "auf Droge" oder fremdbestimmt, sondern einfach aus dem Herzen lebend. Das macht ja westlich konditionierten Menschen oftmals eine entsetzliche Angst, die auch gut dargestellt wird. Ruth wird von der Mutter unter falschen Behauptungen (der Vater habe einen Schlaganfall gehabt und liege im Sterben ...) aus Indien zurück nach Australien gelockt, um sie "aus der Sekte zu retten". Dort wird sie von ihrer Familie genötigt, Zeit mit PJ, dem Star der internationalen Deprogrammierer zu verbringen. Tatsächlich zeigt sich hier die Absurdität des Vorgehens bereits sehr deutlich: Die Familie übt genau den Zwang aus und ist unehrlich zu Ruth, den sie dem indischen Lehrer unterstellt hat. Dort war Ruth aus freien Stücken. Hier wird sie belogen und mit einem neurotischen Mann in ein Haus gesperrt. Nachts kommt die Schwägerin vorbei, die gleich mit PJ Sex hat, der schon von vornherein Bedenken äußert, allein mit Ruth zu arbeiten. Zu recht ... In den folgenden Tagen läuft die Geschichte mehr und mehr aus dem Ruder... immer deutlicher wird, dass Ruth eine geheime systemische Verstrickung mit ihrem fremdgehenden Vater hat, die sie nun durch die Verführung PJs auslebt, der ihr mehr und mehr verfällt und auch seine eigenen - anscheinend ungeheilten - traumatischen Erfahrungen mit einem homosexuellen Guru berichtet. Als Carol (Pam Grier in einem kleinen aber intensiven Gastauftritt), PJs Freundin auftaucht, versteht sie sofort, was abläuft und ist sehr wütend. PJ versucht aber ihr (und sich?) einzureden, er habe alles unter Kontrolle ... Ruth demütigt PJ daraufhin mehrfach, zieht ihm ein Frauenkleid an, schläft nochmal mit ihm ... dann will sie fliehen, wird aber von PJ eingefangen und niedergeschlagen ... Am Ende ist Ruth mit ihrer Mutter gemeinsam in Indien und schreibt heimlich an PJ, der ihr ebenso heimlich aus den USA antwortet. Beide spüren, dass etwas zwischen ihnen geschehen ist, das echt war, das nachwirkt in ihnen und das sie für wert halten, bewahrt zu werden. Fazit: Aus meiner Sicht ein sehr mutiger Film, der Fragen aufwirft, wie z.B. mit welchem Recht eine degenerierte und geistlose Gesellschaft wie die westliche es sich anmaßt, Menschen zu bewerten und mit Gewalt aus Erfahrungen heraus zu holen, die für die Person selbst wertvoll und tiefgreifend sind. Und die Moral von der Geschicht: Wenn eine Frau mit ihrem Vater verstrickt ist und mit ihm schlafen will, findet sie einen, und wenn er sogar von der eigenen Mutter eigens engagiert werden muss, was dem Film in genialer Weise die Krone aufsetzt ... Keine leichte Kost, oder um es mit Hesse zu sagen: "Nicht für Jedermann - nur für Verrückte!" Viel Rauch um Nichts 1 von 5 PunktenDer Film beginnt verheißungsvoll mit stimmungsvollen Szenen in Indien und mit dem Neil-Diamond-Song "Holly Holy" sowie einem urkomischen Aufeinandertreffen der ebenso unbedarften wie panisch verängstigten Mutter mit der lebenshungrigen und weltoffenen Tochter. Dies lässt einen zunächst auf ein Gesamtkunstwerk hoffen. Doch leider(!) entgleist >Holy Smoke< trotz des guten Einstiegs und einer an sich interessanten Story sehr schnell zu einem meist peinlichen Bilder-Reigen. Spätestens wenn der mit Harvey Keitel völlig fehlbesetzte "Sektenexperte" auftaucht, kippt der Film völlig in billigen und stupiden Klamauk: Ein alter, häßlicher Mann mit gefärbten Haaren und ohne eine Funken Ahnung von Psychologie oder indischer Religion praktiziert Gehirnwäsche - primär mit seinem Frührentner-"Charme" und hektischer Triebbefriedigung. Dialoge auf Pennäler-Level und das überstrapazierte Wort "F....n" sollen wohl den extremen Mangel an Kenntnissen und sinnvollen Dialogen irgendwie ausgleichen, aber diese Senioren-Anmache wirkt stets nur ekelerregend. Sicher hat es vor und während der Filmproduktion in Jane Campions Kopf mächtig geraucht und vielleicht war auch eine kleine heilige Rauchschwade (holy smoke) dabei. Aber außer Rauch, von dem man wünscht, er möge rasch abziehen, ist dabei nichts heraus gekommen. Was diffus in Erinnerung bleibt: Evangelikale Landeier, eine notgeile Schwägerin, kiffende Dorfjugend, schwule Onkelz, Nackt- und Psychospielchen auf dem "Niveau" eines "Noch-n-Teeny-Film" und ein mit Lippenstift verschmierter "Sektenexperte" im rotem Kleid, der nach mehreren Nummern in der Missionarsstellung liebend gern und unbedingt zu "Baba" nach Indien möchte. Fazit und Gesamteindruck: Zu Beginn buntes Leben, Ekstase und gute Musik in einem indischen Ashram. Den ganzen Film über konstant eine Kate Winslet, die sich redlich abmüht, etwas darzustellen, das von allen Anwesenden einhellig als >eine tragische Witzfigur in einem Trashfilm< bezeichnet wurde. "Holy Smoke" ist ein Film ohne Esprit und ohne Tiefgang, dazu passt die sinnfreie FSK-Altersfreigabe ab 12. Speziell, aber doch irgendwie bewegend! 4 von 5 PunktenIch habe mir den Film jetzt genau 3 Mal angesehen. Bei jedem Mal sehe ich es etwas anders. Jedes Mal muss ich wo anders weinen, kaum zu glauben! Die sinnliche Kate Winslet und das Comeback von H. Keitel sind unwahrscheinlich genial. Beide spielen ihre Rollen fabelhaft unf glaubenswürdig. Der Film ist sehr speziell, glänzt aber durch die schauspielerischen Leistungen und unwahrscheinlich schönen Kulissen. Ein Film, wie man sich ein Drama vorstellen kann. Da der Film extrem anspruchsvoll ist, kann man nicht wirklich viel über die Handlung wiedergeben. Am besten ansehen und genießen!! Fazit: Sehenswert!! |
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Herzen in Aufruhr
DVD von Universal/DVD |
ProduktbeschreibungEine Liebe, die nicht sein darf. Eine Gesellschaft, die nie verzeiht. Ein Ehrenkodex, der stärker ist als Leidenschaft. Der ehrgeizige Steinmetz Jude Fawley und seine Couragierte Cousine Sue Bridehead kümmern sich nicht um herrschende Konventionen. Gefangen in gescheiterten Ehen, versuchen sie dennoch, ihre Liebe zu leben. Doch Standesdünkel und eine scheinheilige Gesellschaft stellen sich ihnen in den Weg. Jude und Sue versuchen trotzdem, gemeinsam glücklich zu werden. Ein dornenreicher Weg, der in einem dramatischen Verhängnis enden soll... 5 Kundenrezensionen:Jude und Sue 5 von 5 PunktenMan kann nicht ahnen, dass sich hinter dem pilchermäßigen Titel eine erstklassige Literaturverfilmung verbirgt. Was Thomas Hardy Ende des 19. Jahrhunderts thematisierte, war damals eine echte gesellschaftliche Bombe: die Liebe zwischen Cousin und Cousine (Jude und Sue), die nach kanonischem Recht in wilder Ehe leben und die auch noch Kinder zeugen, und die rechtmäßige Notwendigkeit einer kirchlichen Trauung. Das hat Regisseur Winterbottom so aufbereitet, dass uns der Gewissenskonflikt, der über die Hälfte des Romans einnimmt, heute noch nachvollziehbar erscheint und uns die dramatische Entwicklung nicht kalt lässt. Die beiden Hauptdarsteller Winslet und Eccleston sind grandios und bewegen sich in einer Atmosphäre, die die Stimmung des Romans sehr genau wiederspiegelt. Neben den sich ändernden religiösen Einstellungen von Sue, die von Gewissenbissen gequält wird und die hinter tragischen Situationen die strafende Hand Gottes sieht, geht es aber auch noch um Judes brennenden Wunsch, durch ein Studium gesellschaftlich aufzusteigen. Diese unheilvolle Mesalliance kann nur tragisch enden. Die Dialoge lehnen sich ganz eng an die Romanvorlage an und vermitteln Zeitgeist und Denkweise der Charaktere. Ein seltenes Beispiel für einen Film, der fast noch besser ist als die literarische Vorlage. Total enttäuscht! 1 von 5 PunktenDer Film fängt, meiner Meinung nach ziemlich fad an, erst als dann Judes 1. Kind ins Spiel kommt, ist es spannend. Der tragische Selbstmord von dem Sohn und der Mord an den anderen Geschwistern, ist meiner Meinung nach zu plötzlich und unvorbereitet passiert. Man weiß nicht wie und was genau passiert ist. Ich hab den Film nicht richtig verstanden, da es ein ziemliches Wirr-Warr war und den Anschein machte, dass Sue nur mit Jude zu tun haben wollte, weil sie eifersüchtig ist auf Arabella, seine Frau. Irgendwie ein seltsamer Film. Ehrlich gesagt, bereue ich ihn gekauft zu haben. Es wird auch kein richtiges Ende gezeigt, und solche Filme mag ich überhaupt nicht. Die Zukunft vor Augen 5 von 5 PunktenHerzen in Aufruhr" (Jude) ist ein absolut beeindruckender Film: er folgt Jude, einem jungen ambitionierten Mann der Arbeiterklasse wie mich selbst, nach einer kurzen, so pragmatischen wie unglücklichen Ehe nach Christminster, jener fiktionalen - auf Oxford basierenden - Stadt in Thomas Hardys berühmtem, 1895 öffentlich verbranntem, letzten Prosawerk. Jude ist ein ungemein dynamischer Film für mich, der fast beständig zu tanzen scheint und dabei zwischen Traum und Alptraum sich bewegt. Kate Winslet ist darin in ihrer meiner Meinung nach mit Abstand besten Performance zu sehen, als völlig erfrischende angehende Lehrerin Sue Brighthead, Cousine von Jude und dessen baldige, unstatthafte Geliebte. Bildung und Konventionen stehen im Zentrum auch Michael Winterbottoms oft verschmähten Film, der bislang einzige FIlm Winterbottoms den ich leiden konnte, obwohl er seinem angeblich schlechten Frühwerk entstammt. Jude ist ein Film der scharfen Blicke und der zumindest versuchten Modernisierung englischen Landlebens im 19. Jahrhundert, mit der Stadt als Hoffnung auf Fortschritt: Modernisierung, welche allerdings eben zurückgedrängt und mit struktureller Gewalt, kulturellen Sauberkeitsvorstellungen und moralischen Überlegenheitsdünkeln konfrontiert wird. Sowie letztendlich ausgelöscht. Ein Film der Erstickung und Zurückdrängung eines freien, menschlichen Lebens. Es ist ein Film leidender und verzweifelter Menschen, Opfer die keine sein dürfen und in ihren solchen Rollen nicht verweilen, dafür noch angefeindet werden, wenn sie sich als Opfer denken, dabei als beständige Gefahr mit vermutlich negativen "Auswirkungen" für "die" Gesellschaft imaginiert werden, aber welche zumindest für sich selbst dennoch Freiräume schaffen konnten - und seien es, im Bild wie im off, welche "bloß" in ihren Gedanken Enttäuschend 1 von 5 PunktenDieser Film hat mich sehr enttäuscht, vielleicht auch deswegen, weil wir doch einen Film mit romantischem Einfluss erwartet hatten. Naja, aber mal von Anfang an. Der Film fängt schon mal ziemlich langweilig an, nach den ersten 5 Minuten dachten wir wirklich, wir hätten einen falschen Film eingelegt. Auch als nach ca. 20 Minuten endlich Kate Winslet zum ersten Mal auf der Bildfläche erscheint, wird der Film meiner Meinung nach nicht wirklich besser. Alles ist irgendwie ziemlich verwirrend. Auch werden gewisse Sachen im Film einfach mal so hingenommen, ohne Geschrei, ohne Aufsehen, ohne Geplärre. Das hat uns schon ziemlich verwundert. Der Tod der drei Geschwister kam für uns nicht überraschend nach der Aussage der Mutter, sie seien alle zu viel. Trotzdem war es irgendwie ziemlich schokierend, genauso wie die Szene der Geburt. Ich bin mir nicht sicher, ob solch eine Szene wirklich in einen Film gehört!!! Sowas gehört, wenn überhaupt, vielleicht noch in eine Dokumentation. Alles in allem ist der Film wirklich tödlich langweilig und ziemlich langatmig. Trotzdem haben wir bis zum Schluss durchgehalten, weil wir wissen wollten, wie der Film ausgeht. Ein zweites Mal werde ich mir diesen Film mit Sicherheit nicht ansehen und bin froh, das ich mir diesen Film nicht auf DVD gekauft habe, sondern nur ausgeliehen habe. Erstaunlich realistische Buchverfilmung 5 von 5 PunktenDie Verfilmung hält sich zwar nicht exakt an die Romanvorlage, ist aber dennoch außergewöhnlich nahe dran. Die Schauspieler sind außergewöhnlich, besonders eine sehr junge Kate Winslet. Der Film kommt ohne den typischen Hollywood-Kitsch aus und porträtiert eine realistische Liebesgeschichte, die auch die Zeit in der sie spielt nicht nur in Klischees darstellt. Wie gesagt, dies ist keine romantic-comedy oder ein zuckerlrosa Film, sondern fällt durch seine Authenzität auf. |
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Wenn Träume fliegen lernen
DVD von BUENA VISTA |
ProduktbeschreibungTrotz seiner phantasievollen Ideen ist Theaterautor James M. Barrie Johnny Depp im London des Jahres 1903 nur mäßiger Erfolg beim Publikum vergönnt. Die Zufallsbekanntschaft mit der bezaubernden Witwe Sylvia Kate Winslet und ihren vier Kindern entwickelt sich zu einer außergewöhnlichen Freunschaft. Inspiriert durch die Abenteuerlust der Kinder erschafft Barrie die fantastische Welt "Nimmerland" und so entsteht eines der wagemutigsten und berühmtesten Meisterwerke der Epoche Peter Pan. Doch zunächst will niemand an den Erfolg eines solch unkonventionellen Stückes glauben, und selbst seinem loyalen Produzenten Charles Frohman Dustin Hoffman fällt es schwer, bei soviel Fantasterei auf einen Premierenerfolg zu hoffen... Aus der Amazon-RedaktionEine gewisse Süße, die sich dennoch nicht in Zuckerwatte verwandelt, ist heutzutage schwer zu finden ? Wenn Träume fliegen lernen gelingt dies jedoch. Vieles ist dabei den Schauspielern zuzurechnen: Johnny Depp zeigt sein Talent für sympathisch-verschrobene Charaktere in seiner Darstellung des Theaterautoren J. M. Barrie, der die Inspiration für sein neuestes Buch in vier lebhaften Jungs findet: den Söhnen der Witwe Sylvia Llewelyn Davies (Kate Winslet, die auf wundersame Art und Weise romantische Sehnsucht mit Vernunftdenken verbindet). Obwohl diese Freundschaft seine ohnehin bröckelnde Ehe gefährdet, verbringt Barrie endlose Stunden mit den Jungs und spielt mit ihnen Piraten oder Indianer ? und langsam bilden sich in seinem Kopf die Elemente für Peter Pan. Die Beziehung zwischen Barrie und der Familie Llewelyn Davies bringt schließlich sowohl eine erfundene Welt als auch eine stille Rebellion gegen die verknöcherten Strukturen der Respektabilität mit sich, welche von Barries nachtragender Ehefrau (Radha Mitchell, High Art) und Sylvias Mutter (Julie Christie, McCabe & Mrs. Miller) verkörpert werden. Diese nette Albernheit hätte leicht schmalzig werden können, aber Depp und Winslet ? ebenso wie der Filmneuling Freddie Highmore als einer der Jungs ? bleiben mit beiden Beinen auf der Erde, während ihr Blick in ihre Träume abschweift. Dustin Hoffman (der in Hook, einem anderen Peter-Pan-Film mitspielt) liefert zudem eine komisch-barsche Rolle als leidgeprüfter Theaterproduzent. --Bret Fetzer 5 Kundenrezensionen:Wenn der Zufall große Geschichten schreibt 5 von 5 PunktenWie geschieht Inspiration? Ganz einfach: Eine Reihe von Begegnungen und Verwicklungen - und schon erblicken neue Fantasiegestalten das Licht der Welt. Ja, oft ist es der Zufall, der die ganz großen Geschichten schreibt. Bei James Matthew Barrie (Johnny Depp) war es nicht anders. Seine Theaterstücke floppen, seine Ehe existiert nur mehr zum Schein, dieserart gestaltet sich das Leben des schottischen Schreibers, bis er eines schönen Tages im London des Jahres 1903 im Park der jungen Witwe Sylvia (Kate Winslet) und ihren vier Söhnen begegnet. Aus diesen ab nun regelmäßigen Zusammentreffen schöpft der Schreiber und Phantast neue kreative Kraft. Und so nehmen Peter Pan, Wendy, Tinkerbell und Co. Gestalt an. Der englische Originaltitel "Finding Neverland" umreißt diesen schöpferischen Findungsprozess kurz und bündig. Johnny Depp gibt des eigenbrötlerischen Literaten sehr gut. Man nimmt ihm jede Macke und Skurrilität ungeschaut ab. In kleinen und feinen Nebenrollen: Dustin Hofman als Theaterimpressario und Julie Christie als standesbewusste Großmutter der Peter-Pan-Jungs. "Wenn Träume fliegen lernen" ist eine stilvoll verfilmte Aufmunterung, für all jene, die auch als Erwachsene noch an Traumverwirklichung glauben. Bei Gefallen empfiehlt sich auch ein ganz ähnlich gestrickter Stoff: Miss Potter. Träume sollten wirklich fliegen 5 von 5 PunktenPeter Pan - Traum oder ferne Realität? Das ist schwer auseinander zu halten. Sehr schwer. Und das ist wirklich gut so. Wer von uns weiß schon, wann er träumt und wann er lebt. Da mutet es um so fantastischer an einem Menschen zu folgen, der die Welten nicht trennt, der sie atmet und gleichsam in Bewegung versetzt. Sir James Matthew Barrie, ausgezeichnet zum Baronet, war so ein Mensch. Was er zu Papier und auf die Bühne brachte war pure Magie. Er muss die Elfen in den Highlands wohl tatsächlich gefunden haben, wie sonst hätte deren Glanz Nimmerland erhellen können. Es steht fest: die Geschichte Sir Barries ist eben so spannend wie diejenige seiner Geschöpfe. Diesem Stoff standzuhalten muss für einen Drehbuchautor Faszination und höchstes Ziel sein - und, was soll ich sagen: David Magee ist dieser Aufgabe mehr als nur gerecht geworden. Dass die Rollen traumhaft besetzt sind ist anderweitig ausgiebig beschrieben. Bleibt mir nur die Feststellung, dass dieses fantastische Filmwerk nicht nur die Träumen das Fliegen lehrt. Es inspiriert. Und wer in dieser Stimmung in die Silhouette des Abendhimmels schaut, wer weiß, der wird vielleicht von einer Tinkerbell überrascht. Zum Träumen schön!!! 5 von 5 PunktenIch habe mir den Film bereits mehrere male angeschaut und bin jedes mal wieder aufs neue gefesselt von diesem Wunderschönen, Ausdrucksstarken Film!! Wenn man bedenkt das in unserer Welt es leider inzwischen viel zu wenige Menschen gibt die noch im "erwachsenen Alter" wissen wie es ist ein Kind zu sein, zu Träumen, zu Hoffen und zu Glauben. Wenn man dies vergessen hat, so hat dieser Film die Kraft es in einem wieder in Erinnerung zu rufen!! Es wird von jedem einzelnen Schauspieler, bis in die Nebenrollen, wunderschön Dargestellt!!! "Wenn Träume fliegen lernen" lernen wir vielleicht wieder zu Hoffen, zu Freuen, und vorallem nie erwachsen werden zu müssen..... Wo ist Nirgendwoland 1 von 5 PunktenTrotz der prominenten Besetzung, darunter einige meiner Lieblingsschauspieler bleibt der Film auf wundersame Weise trocken. Die weltberühmten Mimen können ihr schauspielerisches Talent überhaupt nicht ausspielen. Auch die stellenweise Massage der Tränendrüse bleibt letztlich ohne Wirkung. Als Märchen für Kids wie für Erwachsene kann der Film wohl kaum eine der Zielgruppen überzeugen. Das Beste ist noch der Titel. Gegen Ende wird dann die Schmerzgrenze allerdings noch überschritten, wenn Johnny Depp und die todkranke Kate Winslet händchenhaltend auf dem Sofa sitzen und sie dann gemächlich mit langer Schleppe ins Neverland schreitet. ( American Kitsch!) Julie Christies muss eine undankbare Rolle als böse Mutter spielen, die dann gezwungenermaßen am Ende einknickt. Alles vorhersehbar, langweilig, kein eindrucksvolles Denkmal für den Erfinder von Peter Pan - aber deswegen haben wir uns den Film doch eigentlich angeschaut Bevor Träume fliegen lernen, müssen wir sie freilassen 5 von 5 PunktenWohl kaum einer hätte vor der Premiere des "Peter Pan" diesem Stück einen solchen, bis heute andauernden Erfolg vorausgesagt. Zu ungewöhnlich war sein Inhalt, zu ungewohnt die Darstellung. Doch gerade weil James M. Barrie in diesem Stück seinen Träumen und seiner erhalten gebliebenen kindlichen Phantasie freien Lauf ließ, fanden auch viele schon im Erwachsensein erstarrte Zuschauer im Theater unerwartet den Mut, um sich zu ihren eigenen Träumen aus einer scheinbar fernen Kindheit zu bekennen und wieder ungezwungen fröhlich zu werden. Der Film erzählt uns in anrührender Weise die Entstehungsgeschichte dieses Theaterstückes. Dabei wird Barrie von Johnny Depp gespielt. Wohl kaum ein anderer Schauspieler wäre für diese Rolle besser geeignet gewesen. Denn Johnny Depp wirkt ungeachtet seiner enormen Wandlungsfähigkeit immer wie ein großes Kind im respektablen Manne. Träume und Phantasien erzählen uns auch etwas darüber, was wir sein wollen. Nur wenige Menschen verwirklichen ihre Träume. Vielleicht überbringt uns Barrie mit seinem Stück ebenso wie dieser wunderbare Film eine einfache Botschaft. Wir haben alles in uns, was uns ausmacht. Wir müssen es nur freilassen. Fazit. Ein sehr schöner, sensibel erzählter Film mit einer anrührenden Geschichte, hervorragenden Darstellern und einer einfachen Botschaft. Die DVD enthält zahlreiche Extras. |
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Liebe braucht keine Ferien
DVD von Universal/DVD |
Aus der Amazon.de-RedaktionLiebe braucht keine Ferien liefert eine angenehme Dosis Ferienfreuden und ist eine liebevoll erzählte Liebesgeschichte voller einer Menge Weihnachtszutaten. In den fähigen Händen von Autorin/Regisseurin Nancy Meyers (die ihre erste romantische Komödie seit Was das Herz begehrt abliefert) beginnt alles damit, dass zwei erfolgreiche, aber unglückliche Frauen sich durch eine Wohnungstausch-Webseite kennen lernen und sich dazu entschließen, über Weihnachten ihre Häuser zu tauschen und gemeinsam ihre Männerprobleme zu lösen. Iris (Kate Winslet) ist eine Journalistin aus London, die in einem Postkartenmotiv-Bauernhaus in Surrey lebt und Amanda (Cameron Diaz) besitzt eine Produktionsfirma für Filmtrailer (aufgrunddessen sie ihr zukünftiges Leben gerne als "kommende Attraktion" bezeichnet) und lebt in einem edlen Herrenhaus in Beverly Hills. Iris hat Liebeskummer, weil ihre Zuneigung nicht von einem proletenhaften Kollegen (Rufus Sewell) erwidert wird, und Amanda hat sich gerade von ihrem betrügerischen Freund (Edward Burns) getrennt ? somit bietet der Haustausch die nötige Auszeit, um ihr Liebesleben wieder neu zu ordnen. Nachdem dies ein Film von Nancy Meyers ist (wo alles toll dekoriert ist und romantische Wünsche garantiert erfüllt werden), geht Amanda mit Iris' charmantem Bruder Graham (Jude Law) aus, und Iris verliebt sich unerwarteterweise in Miles (Jack Black), einen supernetten Filmkomponisten, der sich gerade von einer gescheiterten Beziehung erholt. --Jeff Shannon 5 Kundenrezensionen:lieblingsfilm 4 von 5 Punktendieser frauenfilm ist definitiv mädlsabend-tauglich :D ich finde ihn sehr schön, und man kann ihn auch öfters anschaun, ohne das er langweilig wird.. 4 sterne nur deshalb da es bessere filme gibt, ist aber alles in allem wirklich empehlenswert! ;) einfach nur toll..... 5 von 5 Punktenes ist bestimmt einer der tollsten liebesfilmen der welt...... und der schönste den ICh persönlich gesehen hab... einfach große klasse... : -die story an sich.... -die schauspieler sind einfach nur toll__ __eindeutig einer meiner lieblingsschauspieler... -und die landschaft is auch noch große Klasse.... halt einfach nur toll......<33 Top Tipp für einen schönen Abend zu zweit 5 von 5 PunktenEinfach nur ein Erlebnis, diesen Top Schauspielern, allen voran Cameron Diaz, Kate Winslet und Jude Law zuzuschauen in dieser ganz süssen Romanze. Ich würde es von der Handlung her mit einem modernen Märchen bezeichnen. Es spielt keine Rolle, dass die Story nicht gerade realistisch ist. Top Tipp für einen tollen Abend zu zweit. Wunderbar - zum Träuem, Lachen, Weinen, Entspannen 5 von 5 PunktenEin wunderbarer Film - für mich einer der Besten Filme überhaupt - egal ob es einem gut geht oder schlecht im Winter wie Sommer - dieser Film geht ans Herz - kann ihn immer wieder schauen - vor allem wg. dieser grossartigen Musik. Für mich ein Meisterwerk! Echt witzig 4 von 5 PunktenDer Film ist wie alle anderen auch Geschmackssache. Ich sag mal so, zum entspannten Sonntagnachmittag ist er genau das Richtige! Heiter und witzig gemacht, dennoch muss dieser Humor so manchmal verstanden werden. Mein absoluter Favorit bei dem Film ist natürlich Jack Black, der ist einfach der Beste! |
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Iris
DVD von Iris |
ProduktbeschreibungDie gefeierte Literatin und Denkerin Iris Murdoch JUDI DENCH/KATE WINSLET ist seit mehr als 40 Jahren mit dem Literaturkritiker John Bayley JIM BROADBENT/HUGH BONNEVILLE verheiratet. Schon in den frühen Tagen ihrer Romanze war die überlegene Autorin diejenige, die das Sagen hatte. John stand stets in ihrem Schatten und musste akzeptieren, dass Iris ihre Freiheit auch mit anderen Männern und Frauen zelebrierte. Und doch blieben die beiden ein Paar und wuchsen im Lauf der Jahre immer näher zusammen. Bis zu jenem schicksalhaften Tag im Jahr 1997, als ihre Dynamik auf den Kopf gestellt und ihre Beziehung der schwersten Belastungsprobe überhaupt ausgesetzt wird Die Ärzte diagnostizieren Alzheimer bei Iris. Doch John ist nicht bereit, die Liebe seines Lebens kampflos aufzugeben... Unter der Regie des britischen Theatergiganten Richard Eyre entstand eine zärtliche und außergewöhnliche Geschichte über die Liebe zwischen der berühmten Schriftstellerin Iris Murdoch und ihrem Ehemann John Bayley, die sich von den frühen Tagen ihrer Beziehung im Oxford der 50er Jahre bis zu ihrem Tod im Februar 1999 erstreckt. Im Mittelpunkt des wunderbar einfühlsamen, aber niemals weinerlichen oder sentimentalen Films stehen sensationelle Darstellerleistungen von Oscar-Gewinnerin Judi Dench SHAKESPEARE IN LOVE und Jim Broadbent MOULIN ROUGE als Murdoch und Bayley in der Gegenwart sowie Jungstar Kate Winslet TITANIC und Hugh Bonneville NOTTING HILL als junges Paar Murdoch und Bayley. Jim Broadbent erhielt für seine Leistung den Golden Globe als Bester Nebendarsteller. Aus der Amazon.de-RedaktionIris sprüht förmlich über vor charmanten Kleinlichkeiten und der sehr persönlichen Freude an den Eigenheiten eines geliebten Menschen. Der Film ist eine Adaption der Erinnerungen des Literaturkritikers John Bayley und erzählt die Geschichte seiner Werbung um die britische Schriftstellerin Iris Murdoch und der anschließenden langen Ehe mit ihr. Das Szenario wechselt immer wieder zwischen der jungen Iris (Kate Winslet) -- jederzeit bereit alles und jeden mit ihren koketten Fähigkeiten im Umgang mit Worten und ihrem Sexappeal zu verführen -- und der älteren Iris (Judi Dench) -- die sich allmählich der grausamen Bemächtigung ihres Gedächtnisses durch Alzheimer ergibt -- und es ist unmöglich, von dem durch Verlust geprägten Ausgang des Filmes nicht bewegt zu sein. Judi Dench glänzt wie immer und gibt geistreiche literarische Bemerkungen, wissende Blicke und rasiermesserscharfe Metaphern mit gefälliger Leichtigkeit von sich. Die Freude, mit der Murdoch ihr sicherlich außergewöhnliches Leben genoss, ist in jeder Sekunde spürbar, in der Dench auf der Leinwand erscheint. Jim Broadbent in seiner Rolle des älteren Bayley ist ebenfalls ausgezeichnet in seiner Standhaftigkeit, seiner Hingabe und seinem Humor. Das Drehbuch allerdings ist schmerzlich vorhersehbar und in seinem häufigen Gebrauch von Symbolik schwerfällig (beispielsweise Blätter, die aufs Meer hinausfliegen, Steine, die auf den Grund eines Flusses sinken). Dennoch, Iris beschwört eine Leidenschaft für das Lernen und die Vertrautheit herauf, die seiner Titelfigur würdig ist. --Fionn Meade 5 Kundenrezensionen:berührendes Alzheimerdrama 5 von 5 PunktenDer Film beruht auf einer wahren Geschichte. Der verschrobene Bücherwurm und Literaturkritiker John Bayley (begnadet: Jim Broadbent) wirbt um die Liebe der lebenshungrigen britischen Autorin Iris Murdoch (in jungen Jahren: Kate Winslet, im Alter begnadet: Dame Judi Dench). In Rückblenden wird die ungleiche Liebesgeschichte der beiden erzählt. Die extrovertierte, wortgewandte und lebenshungrige Intellektuelle dominiert ihren introvertierten und eher devoten Ehemann lebenslang, bis das Vergessen und damit der geistige Zerfall über sie hereinbricht. Unglaublich eindrucksvoll werden die Veränderungen in der geistigen Leistungsfähigkeit dieser gefeierten Literatin mit einer großen Liebe zum geschriebenen Wort von Judy Dench dargestellt. Den weitaus schlimmeren Part hat jedoch der liebende Partner, der diesen Verfall mit ansehen muß, ohne ihn aufhalten zu können. Ein großer kleiner Film über eine tückische Krankheit und eine grenzenlose lebenslange Liebe. Guter Film über den Alltag und die Krankheit Alzheimer 3 von 5 PunktenSehr gute darstellerische Leistung - keine leeren Phrasen, wie man sie sonst aus amerikanischen Filmen kennt; keine durchgestylten Schauspieler, Menschen darstellend, wie sie auch im echten Leben vorkommen. Iris, eine nicht ganz normale Frau, sehr lebensbejahend und im bezug auf Männer, keine Kostverächterin, entdeckt ihre Liebe und Zuneigung zu einem Mann, der sonst so gar nicht ihren (sonstigen) Geschmack trifft. Und doch, die beiden werden ein Ehepaar. Etwas schrullig, er, bereits zu Beginn der Beziehung, während sie die Zügel in der Hand hält und die Dinge des tägliches Lebens und ihres, als Schriftstellerin regelt. Später, in die Jahre gekommen, schleicht sich die Krankheit ein. Sie vergißt, während eines Fernsehauftrittes, die Frage einer Journalistin, beginnt Buchstaben und deren Bedeutung zu verwechseln oder gar zu vergessen. Ihr Ehemann, ein wenig hilflos, versucht sie immer wieder zu ermutigen, zu schreiben, dran zu bleiben, an Beruf und Leben. Nicht ins "Vergessen" abzugleiten. Letztlich jedoch, unaufhaltsam, nagt die Krankheit an ihrem und seinem Alltag, wird als störend und unausschließlich begriffen. Iris wird die letzten Jahre ihres Lebens, das im Vergessen mündet, in einem Heim für Alzheimererkrankte untergebracht. Ein Film, der nicht kitschig und nicht, oder nur verhalten, auf die Tränendrüse drückt. "Sehenswert"! Einfühlsam und wertvoll 5 von 5 PunktenDieser Film über Morbus Alzheimer ist sowohl ein guter Film wie auch eine gute Darstellung der Krankheit. Es wird deutlich, welche Wichtigkeit die Biografiearbeit für den Umgang mit Alzheimer-Erkrankten hat. Durch gekonnte Rückblenden wird veranschaulicht, was sowohl beim Erkrankten als auch beim Angehörigen abläuft. Der Verlauf der Krankheit wird aus der Sicht des Erkrankten erfahrbar. Ferner wird klar, was Angehörige erleiden, wenn der Demenzerkrankte sich langsam aus der gemeinsamen Welt verabschiedet. Dieser Film beschönigt nichts. "Iris" eignet sich hervorragend für den Unterricht von Pflegekräften als auch als "Trost" für Angehörige. tragisch schön! 5 von 5 PunktenDer Film ist nicht rührselig, sondern erhält seine Tragik durch die Rückblicke in die Jugend von Iris. So wird einem erst bewußt wie viel sie durch ihre Krankheit verliert. Sehr schön gemacht und deshalb zu Empfehlen. Wie wir sterben 4 von 5 PunktenWas zu Beginn wie eine vorrübergehende Schreibblockade anmutet, wird schon bald zu einer schockierenden Diagnose für Iris: Alzheimer. Die lebensfrohe, extrovertierte Autorin mit der ruhelosen Vergangenheit verliert nach und nach, was ihr im Leben am wichtigsten war: Die Fähigkeit, zu schreiben und sich in Worten auszudrücken. In Rückblenden taucht man immer wieder ein in Iris` früheres Leben (dargestellt von einer überzeugenden Kate Winslet), um dann wieder um so schmerzhafter mit dem Hier und Jetzt und der fortschreitenden Krankheit konfrontiert zu werden. Ein stilles, trauriges Stück Filmgeschichte über das Altwerden, das Verlieren und das Sterben, bei dem man auf jeden Fall Taschentücher bereit halten sollte. |
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Das Leben des David Gale
DVD von Universal Studios |
ProduktbeschreibungAls Mrder und Vergewaltiger verurteilt, soll David Gale in vier Tagen hingerichtet werden. Erstmals ist der gefallene Starakademiker zu einem Interview bereit. Als Reporterin Bitsey Bloom den Auftrag annimmt, entdeckt sie den Menschen hinter dem Monster und einen unglaublichen Plan, der im fanatischen Positionskampf um Gerechtigkeit auch den Tod in Kauf nimmt. Aus der Amazon.de-RedaktionKevin Spacey (American Beauty) spielt David Gale, einen brillianten, wenn auch schwer trinkenden Aktivisten, der sich dem Kampf gegen die Todesstrafe verschrieben hat und wegen angeblicher Vergewaltigung und Mord im Gefängnis seine Hinrichtung erwartet. Da das Opfer des Verbrechens Gales enge Freundin und Mitstreiterin (Laura Linney, You Can Count On Me) ist, scheint für ihn der Fall klar: jemand hat ihn hereingelegt, um die gemeinsame Sache zu diskreditieren. Die engagierte Journalistin Bitsey Bloom (Kate Winslet, Titanic) macht sich auf die Suche zur Wahrheit, und mit ihr folgen wir der manchmal verworrenen Geschichte, die uns durch eine Reihe schockierender Wendungen führt. Dabei überzeugt das erdachte Überraschungsmoment nicht immer. Es werden zu viele "heiße" Themen angerissen und Spaceys Interpretation von Leidenschaft und Mitgefühl wirkt mitunter beängstigender, als die psychopathischen Rollen in Die üblichen Verdächtigen und Sieben, mit denen er bekannt wurde. --Bret Fetzer 5 Kundenrezensionen:Todesstrafe thematisiert 4 von 5 PunktenGuter Fim, allerdings kein Meisterwerk. Kevin Spacey und Kate Winslet spielen gut, aber insgesamt fehlt dem Film etwas. Die DVD ist OK, hat ein paar Special Features, aber nichts weltbewegendes. Das Leben des David Gale 1 von 5 PunktenDiese DVD entspricht überhaupt nicht meinen Erwartungen, zumindest erfüllt es nicht die Kriterien, was dieser fesselnder Thriller in seiner Präsenz zu versprechen vermag, zumindest was die Vorschau des Covers betrifft. Die Thematik des Filmes, was das Thema Todesstrafe näher bringen sollte, ob nun schuldig oder unschuldig, wird in diesem Film sehr langatmig rübergebracht, auch finde ich die Qualität des Filmes (Aufnahme) nicht optimal, er ist nicht spannend, für mich viel zu langweilig dargestellt. Es gibt viel bessere und spannendere Filme, die die Thematik Todesstrafe einzigartiger verfilmt haben, als dieser. Ein Appell gegen die Todesstrafe 5 von 5 PunktenDavid Gale sitzt in der Todeszelle. Vier Tage vor seiner Hinrichtung gewährt er Bitsey Bloom ein exklusives Interview. In der Retrospektive lässt er sie in die Ereignisse blicken, welche zu seiner Verurteilung geführt haben. Er wurde der grausamen Vergewaltigung und Ermordung einer Bekannten für schuldig befunden. Gale war ursprünglich erfolgreicher Professor für Literatur. Eine Studentin, welche mit ihm für bessere Noten schlafen wollte, rächt sich dafür, dass er sie verschmäht hat. Bei der Abschlussfeier ist er völlig betrunken und sie verführt ihn um ihn dann wg. angeblicher Vergewaltigung anzuzeigen. Um ihn zu verurteilen reichen die Beweise nicht, aber seine Reputation ist schwer beschädigt, seine Frau lässt sich von ihm scheiden und nimmt das gemeinsame Kind mit. Er zerbricht daran. Er widmet sich voll und ganz seiner Obsession, dem Kampf gegen die Todesstrafe. Seine gute Freundin - die später vermeintlich Ermordete - ist an Leukämie erkrankt. Als er bei einer Talkshow gefragt wird, ob er nur einen Fall darlegen könnte, bei welchem ein Unschuldiger hingerichtet worden sei, fehlen ihm die Worte und Argumente. Hier wird die Idee geboren, dass er derjenige sein könnte. Seine Freundin begeht vor laufender Kamera Suizid, da sie ohnehin sterben muss. Die Beweise werden so manipuliert, dass Gale als schuldig erscheinen muss. Er wird verurteilt und geht in die Todeszelle. Als diese Wahrheit Bitsey Bloom klar wird, will sie ihn noch retten, kommt aber zu spät. Gale wurde bereits hingerichtet. Das Geld, welches das Interview Gale gebracht hat, erhält sein Sohn. Seine Frau erhält eine Postkarte von der Studentin, dass sie Gale zu Unrecht beschuldigt hat. Die Öffentlichkeit erfährt, dass er unschuldig hingerichtet wurde. Seine Reputation ist wiederhergestellt - aber er musste dafür sterben. Der Film ist als öffentliche Anklage gegen die Todesstrafe zu verstehen. Kritiker könnten natürlich sagen, dass es bedenklich ist, dass in einem Film der zu Unrecht Beschuldigte konstruiert werden muss, obwohl es genung Beispiele gibt, in welchen tatsächlich unschuldige Personen hingerichtet worden sind. Das stimmt natürlich, dennoch verstehe ich den Film so. Die schauspielerischen Leistungen von Kate Winslet und Kevin Spacey sind mal wieder oskarreif - einfach fantastisch. Die Spannung flaut nie ab. Ein durch und durch sehenswerter Film, den ich besten Gewissens empfehlen kann. Spannende Story mit einer brillianten Hauptdarstellerin 5 von 5 PunktenBei diesem Film stimmt eigentlich alles: die Musik, die Story, die Schauspieler und das Bonusmaterial. Die Story zieht den Zuschauer bis zum Schluss in den Bann und das Ende ist sehr überraschend... Kevin Spacey und Kate Winslet brillieren als angeklagter Vergewaltiger und Reporterin. Es gibt auch viele emotional bewegende Momente... Beeindruckendes Thriller-Drama zum Thema Todesstrafe 5 von 5 PunktenAlan Parker hat ein Händchen für Thriller mit politischem Hintergrund. Midnight Express und Mississippi Burning sind längst Filmklassiker. Das Thema "Todesstrafe" passt daher sehr gut in sein Werk. Filme über dieses Thema stellen meist die Frage, ob der zum Tode Verurteilte überhaupt schuldig ist, in den Mittelpunkt der Geschichte. Das liegt durchaus nahe, denn die Hinrichtung eines Unschuldigen würde die Forderung nach einer Abschaffung der Todesstrafe untermauern. David Gale (Kevin Spacey) war Philosophie-Professor und hat sich jahrelang in Theorie und Praxis gegen die Todesstrafe eingesetzt. Nun sitzt er selbst in der Todeszelle und gibt einer jungen Journalistin (Kate Winslet) ein letztes Interview. Auch hier stellt sich die Frage - ist er schuldig oder nicht? Hervorhebenswert ist dabei, dass die Auseinandersetzung mit der Todesstrafe an sich unabhängig von der Schuld oder Unschuld David Gales behandelt wird. Der Film ist schauspielerisch und dramaturgisch absolut überzeugend und liefert ein beeindruckendes Statement gegen die Todesstrafe. Schnitt und Musik gehen teilweise experimentelle Wege, und dieses Experiment ist geglückt, denn der Film hat eine durch und durch unheilvolle Atmosphäre. Die Filmmusik stammt übrigens von den beiden Söhnen Alan Parkers und weicht deutlich vom Filmmusik-Mainstream ab. Auch der Soundtrack ist eine Anschaffung wert. Die DVD enthält auch einige sehenswerte Specials (Filmmusik, Todesstrafe in Texas, Making Of, ...). Einziges Manko ist die Soundqualität. Die Dialoge klingen etwas unsauber. Aber diese Störung ist minimal und fällt nicht ins Gewicht. "Das Leben des David Gale" ist neben Dead Man Walking, Ein kurzer Film über das Töten und Endstation Schafott einer der beeindruckendsten Filme über und gegen die Todesstrafe. Anspruchsvoll und unbedingt empfehlenswert! |
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Quills - Macht der Besessenheit
DVD von FOX |
3 Kundenrezensionen:Mal so, mal ganz anders! 5 von 5 PunktenHallo, ich habe den Film gleich 2 mal geguckt, also, es ist nichts für schwache Nerven. Die Handlung ist rasant und auch sehr Blutrunzig, dominierende Farben ROT und SCHWARZ/Grau! Ich bin restlos begeistert von den Darsteller und Kostümen. Zu empfehlen, für die Leute , die für vieles offen sind und Ihr Horizont in die Richtung Mittelaltrige "Erotik" / Gedanken verbessern wollen. Gruß, fraunotsch Langweilig, klischeehaft, schwülstig, 'leicht' 2 von 5 PunktenDer Film handelt vom Schicksal des realen Marquis de Sade. Nach einigen skandalösen erotischen Romanen ist er in einer für die damalige Zeit fortschrittlichen Irrenanstalt, die von einem katholischen Priester geleitet wird. Er darf dort zwar schreiben, aber nichts veröffentlichen. Mithilfe einer Waschfrau, die von de Sades erotischen Geschichten angezogen ist, schmuggelt er aber Manuskripte nach außen und kann weiter veröffentlichen. Das erzeugt den Unmut des Kaisers Napoleon, der einen strengen Irrenarzt - der seine Patienten eher mit Gewalt behandelt - als eine Art Inspektor in das fortschrittliche Haus schickt, um dem ein Ende zu bereiten. Mit seinem Eintreffen wird eine Maschinerie aus menschlichen und sozialen Abgründen in Gang gesetzt. Der Priester geht härter gegen de Sade vor, sieht sich aber gleichzeitig mit seinen Gefühlen für die Waschfrau konfrontiert. De Sade steigert sich in seinem Zwang schreiben zu müssen, immer weiter in immer erschreckendere Wege, Dinge niederzuschreiben, hinein. Der Doktor geht eine nicht sehr ehrreiche Verbindung mit einer ehemaligen Klosterschülerin ein, etc... Alles endet in Chaos und Schrecken. Mich haben die Rezensionen hier und auf der britischen Amazon-Seite etwas verwirrt, denn sie sind recht durchgehend positiv. So zweifele ich an meinem eigenen Urteil, will es aber nicht verheimlichen: Mich hat der Film gelangweilt. Erschreckt oder geschaudert hat er micht überhauptnicht. Das liegt an dreierlei: * Die gesamte visuelle Ästhetik des Films ist eine sehr leichte. Es wird in hellen Bildern erzählt.Die Gesichter sind glatt und weich. Alles ist sehr aufgeräumt. Die Szenenübergänge und die Szenengestaltung sind sehr klar strukturiert. Man wollte wohl die Atmosphäre des Theaterstücks nachahmen, auf dem das Stück basiert. Dadurch wirkt alles sehr irreal und künstlich. Wenig erschreckend und packend. * Auch der schauspielerische Ansatz folgt dem: Die Schauspieler verkörpern weitestgehend keine realen Figuren, sondern sind Schauspieler, die reale Figuren spielen. Kate Winslet z.B. ist kein innerlich von der grausamen Erotik de Sades teilweise angezogenes, teilweise davon abgestossenes Waschmädchen, sondern sie ist Kate Winslet, die ein Waschmädchen spielt. Auch Geoffrey Rush agiert wie ein Schauspieler, der de Sade für die große Bühne markiert. In keiner Szene habe ich ihm irgendwelche Seelenqualen abgenommen. Man vergleiche mal die Szenen, in denen er nackt in einer Zelle liegt mit den vergleichbaren Szenen aus "The Oz" oder anderen Knastfilmen/serien, dann sieht man den Unterschied. * Die Dialoge sind sehr klischeehaft. Es fallen Sätze wie "Ich werde Dich nie verlassen.", "Vergiss mich nicht." oder "Ich liebe sie nicht, ich wollte sie nur vö....". Das ist inhaltlich und von der Satzstruktur einfallslos (übrigens auch im englischen Orginal). * Auch die Figuren sind sehr schablonenhaft, fast nahe am Kitsch: Der katholische Priester hat ein glattes Gesicht (im letzten Drittel kann man auch seinen dauerentblössten glatten Oberkörper bewundern) und es fällt ihm eine neckische Tolle in die Stirn. Das Waschmädchen schaut aus wie die Hauptfiguer aus "La Cenerentola" von Rossini. Der irre Vergewaltiger ist natürlich dick und glatzköpfig. Die heimlich verruchte ehemalige Nonnenschülerin hat braune Rehaugen, usw. Auf hohem Niveau sind Ausstattung und Kostüme. Das war's. Wie gesagt: Einerseits zweifele ich ob der einhellig anderen Rezensionen ein wenig an meiner Wahrnehmung. Andererseits halte ich sie für korrekt. Eine anstrengende Reise in die Abgründe der Seele 5 von 5 PunktenIch habe diesen Film vor allem gekauft, weil ich als Fan von Kate Winslet und vor allem von Joaquin Phoenix, diesen Film ganz einfach haben musste. Gleichzeitig mag ich auch Kostümfilme. Ich stellte mir ein schlüpfriges Sittengemälde a la "Gefährliche Liebschaften" vor und fand etwas ganz anderes: Ein bestürzender Blick in die Abgründe der menschlichen Seele. Das Drehbuch wurde nach einem Theaterstück verfasst und das merkt man dem Film auch an, der von scharfsinnigen Dialogen und einer bühnenhaften Atmosphäre lebt. Um eines klar zustellen: Wer sich auf einen romantischen Kostümfilm eingestellt hat, wird sich vielleicht entsetzt abwenden. Das ist schon harter Stoff. Wer Lust hat, sich an einem unanständigen Film zu erfreuen wird ebenso enttäuscht sein, genauso wie derjenige der denkt, es handele sich um einen biographischen Film über den Marquis De Sade. Dies ist meines Erachtens kein Film, der sich wirklich der historischen Figur De Sade n'hert und der Film rekonstruiert auch nicht haarklein die Zeit, die er tatsächlich im Irrenhaus verbracht hat. Vielmehr wird hier "de Sade" vielleicht eher als Symbol für die obszönen und entlarvenden Abgründe im Allgemeinen genommen. Eine Parabel über die oft gewaltsame Verdrängung, der als zerstörerisch angesehenen, provozierenden "abartigen" Auswüchse des Menschen, die auch politisch aufrührerisch gedeutet werden können und nicht zuletzt um deren künstlerischen Ausdruck! Und was macht der "anständige" Mensch mit dem Anstößigen? Man erklärt gewisse Menschen für verrückt. Man sperrt Befallene in Kerker oder versucht durch Folter ihre Seele zu reinigen. Zumindest aber, wird verboten,dass diese Ergüsse öffentlich ausgesprochen oder gar gedruckt werden. Oder man schlägt gleich Köpfe ab: Eine (witzigerweise sado-masochistisch angehauchte ;-)) Szene an der Guillotine, wo eine unkeusche Adlige hingerichtet wird, zeigt dies sehr eindrücklich in der genialen Eingangssequenz. De Sade hat Glück und kommt "nur" in ein Irrenhaus. ZUR HANDLUNG: 1813 bei Paris Der alternde Marquis de Sade (Geoffrey Rush ) verbringt seine letzten Lebensjahre im "Charenton", einer Klinik für Geisteskranke. Hier geht er seiner Tätigkeit als Schriftsteller nach und bringt mit seinen Erzählungen das Leben von Mitinsassen und Aufsehern gleichermaßen aus dem gewohnten Anstaltstrott. Der Anstaltsleiter ist der liberale und fortschrittlich denkende Pfarrer Abbe Coulmier (Joaquin Phoenix) , der mit seinem christlich-humanistischen Ansatz die verrückten Insassen als vollwertige Menschen betrachte, sie künstlerisch und mental fördert und an das Gute an Ihnen glaubt. De Sade darf mit seiner Erlaubnis schreiben, die Schriften werden aber nur heimlich nach draußen geschmuggelt, gedruckt und verbreitet. Napoleon Bonaparte bekommt Auszüge aus "Justine" vorgelesen, befürchtet den moralischen Untergang der Nation und ordnet die Hinrichtung des nur als anonym bekannten Autoren an. Nun will man De Sade mit Hilfe eines anerkannten Psychiaters zur Räson bringen: Dr. Royer-Collard (Michael Caine) ist bekannt für seine besonders barbarischen Methoden. Der grausame Doktor nimmt die Herausforderung an, den unbezähmbaren Marquis de Sade zu zügeln. Er verkörpert den Klerus und die Macht. Als er merkt, dass ausgerechnet De Sade ihm frech dem Spiegel vorhält, in dem er seine eigene doppelte Moral entlarvt, werden alle Mittel recht um ihm das Maul zu stopfen. Unter dem Druck von Dr. Royer-Collard und um De Sade zu schützen, verweigert der Anstaltsleiter Abbé Coulmier De Sade künftig den Zugriff auf Federkiele (Quills), Tinte und Papier. Der lässt sich dadurch allerdings nicht vom Schreiben abhalten und zeigt, was die Möglichkeiten für alternatives Schreibmaterials betrifft, keine Phantasielosigkeit. ;-) Hier könnte es etwas eklig werden..... Außerdem spielt eine Magd, (Kate Winslet) eine wichtige Rolle, denn sie verkörpert die Neugierde und Verführbarkeit des Menschen, ist aber gleichzeitig auch die verletzlichste Person. Sie ist die heimliche Komplizin De Sades, führt ihn selbst, aber auch den Anstaltsleiter und einen der Irren in erotische Versuchungen. Und erliegt ihnen auch selbst, den Versuchungen. So nimmt das Schicksal seinen Lauf.... (Ich könnte es nun auf die Spitze treiben und De Sade einfach als das "ES" bezeichnen, die Magd und den Anstaltsleiter als die beiden widerstreitenden "ICHs" und der mächtige Dr. Royer-Collard als das "ÜBER-ICH." sorry - *räusper* ;-) Dieser Film lässt aber stets mehrere Lesarten offen.) DIAGNOSE: Ein düsteres und demonstrativ provozierendes Plädoyer für das freie Wort und gegen Zensur. Wem dies alles nicht zu gewollt ist und sich auf einen anstrengenden und schockierenden Film einlassen will, der darf sich aber auch auf einen sehr schön ausgestatteten und fotografierten Film freuen! Er wird, trotz des heftigen Stoffes, auch mit einer ordentlichen Portion Sinnlichkeit und Romantik versüßt und bietet gleich vier absolut hochkarätige Schauspieler. Joaquin Phoenix konnte hier mal wieder zeigen, wie genial er vielschichtige und zerrissene Persönlichkeiten spielen kann, Kate Winslet (sinnlich) und Michael Caine (gnadenlos) sind wie immer hervorragendst und Geoffrey Rush mimt den Marquis De Sade zum Nägelhochrollen gut! Für Hauptdarsteller Geoffrey Rush, die Kostüme und die Ausstattung gab es auch Oscar-Nominierungen. Quills wird zu Unrecht selten gezeigt, die Kritiker feierten den Film 2001 in den USA immerhin als besten Film des Jahres. Eine Herausforderung für den gemütlichen DVD-Abend, aber deutlich mehr Lust als Qual. ;-) Die DVD hat leider nichts zu bieten, nur englischer und deutscher Ton in 5.1 und Untertitel in englisch und deutsch für Hörgeschädigte. Originaltitel: Quills USA 2000 123 min Regie: Philip Kaufman *Marquis de Sade - Geoffrey Rush *Der Anstaltsleiter Abbe du Coulmier - Joaquin Phoenix *Die Magd Madeleine LeClerc - Kate Winslet *Dr. Royer-Collard - Michael Caine |
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