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Produkt-Bild: Wer küsst schon einen Leguan?

Wer küsst schon einen Leguan?
mit Frederick Lau, Michael von Au, Antje Westermann, Regie: Karola Hattop

DVD von Koch
Preis bei Amazon: EUR 5,99, Angebote ab EUR 4,39

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Wer küsst schon einen Leguan?
  • Koch Media Film DVD - Wer küsst schon einen Leguan?, Heute wird Tobias 13 Jahre alt und niemand ist bereit das mit ihm zu feiern. Seine Mutter hat nur Augen für ihren neuen Freund Fritze, von dem Tobias nur schikaniert wird. Von seinen Klassenkameraden bekommt er statt Glückwünschen die üblichen gemeinen Kommentare. Als ein neuer Nachbar in die Wohnung gegenüber zieht in Begleitung eines lebenden grünen Leguans ist Tobias sofort fasziniert von dem sympathisch-lässigem Typen. Er versucht alles u

Produktbeschreibung


Wer küsst schon einen Leguan? DV
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

3 Kundenrezensionen:

Toller Film auch für Erwachsene
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Toller Film !! ich habe ihn mir schon zig mal im TV angeschaut nun endlich als DVD erworben
Gruß Manuel
guter Film, großartiger Frederik Lau
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wer diesen Film gesehen hat, kann später davon erzählen, dass er den berühmten Filmstar Frederik Lau bereits in einer Kinderrolle bewundert und sein Talent schon damals erkannt hat. Die Geschichte ist so simpel wie herzerwärmend: Ein Junge, dessen Prollmutter ihn vernachlässigt und dann bei einem Autounfall umkommt, sucht sich einen Yuppie aus der Medienszene als Ersatzvater. Das Ende ist vorhersehbar. Was den Film aber ganz besonders macht, sind das außergewöhnliche Talent des Hauptdarstellers und die knappe prägnante Erzählweise, bei der einige aussagefähige Einstellungen lange Dialoge ersetzen. Der Humor kommt auch nicht zu kurz. Sehr empfehlenswert für die ganze Familie!!
Kritikerstimmen zu "Wer küsst schon einen Leguan?"
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
"Der 13-jährige Tobias ist wirklich arm dran. Die überforderte Mutter hat nicht mal an seinem Geburtstag Zeit. Ihr genervter Liebhaber schlägt den Jungen, und die Mitschüler triezen Tobias auch noch, weil er keine Markenklamotten trägt. Schimpfrufname: Assi-Kind.
So viele Probleme werden dem erwachsenen TV-Publikum höchst selten zugemutet. Jetzt bekommen es die Kinder knüppeldick - weil 'Wer küsst schon einen Leguan?' mit beiden Füßen auf dem Boden der sozialen Realität bleibt und trotzdem leicht und locker daherkommt. Regisseurin Karola Hattop hat halt mit viel Sensibilität in der DEFA-Kinderfilmtradition inszeniert ... Trotz des etwas rührseligen Happy Ends bleibt 'Wer küsst schon einen Leguan?' ein flotter, nicht alltäglicher Jugendfilm. Man sollte ihn ruhig auch einmal einem erwachsenen Publikum zumuten."
Klaus Katzenmeyer, Leipziger Volkszeitung, 2.1.2004

"Warum wurde der Film beim Chemnitzer 'Schlingel' mehrfach ausgezeichnet? Ein Thüringer Kollege meinte, die Identifikationsmerkmale seien so tief gesetzt, dass sie auch bei sehr schlecht Gestellten noch funktionierten. Sie funktionierten offenbar auch bei Bessergestellten, auch wenn Drehbuch und Regie den Tod der geliebten Mutter noch 'draufsetzten' und Tobias als mittellose Vollwaise in der wunderschön gefilmten Plattenbaulandschaft Jenas - zunächst - stranden ließen.
Der Film mutet dem Zuschauer zu, eineinhalb Stunden lang darauf zu verzichten, dass Sehnsüchte nach Geborgenheit und Harmonie erfüllt werden ... Der Erfolg des Films beim Chemnitzer 'Schlingel' mag damit zu tun haben, dass er die ostdeutsche Realität trifft. Es wäre allerdings eine Illusion, seine Gültigkeit auf die neuen Länder zu begrenzen. Längst sind auch in den Schulen im Westen gefährliche 'Hierarchien' entstanden, vor denen die Lehrkräfte kapitulieren - und wegschauen. Der Film sollte möglichst weite Verbreitung finden, damit alle wieder hinschauen. Durch die geschickte Dialektik seiner Dramaturgie stellt er niemanden bloß und macht jeden betroffen. Er ist Zeitdokument und 'Pflichtlektüre'".
Christl Grunwald-Merz, Kinder- und Jugendfilm Korrespondenz, München, Nr. 97-1/2004

"Die Geschichte des Schülers Tobias - von der Mutter vernachlässigt und von den Klassenkameraden gehänselt - trifft den Nerv des jungen Publikums. Die erste Zigarette, das erste Bier, die erste zarte Romanze: Die Erlebnisse des 13-jährigen Tobias sind den Zuschauern nicht ganz fremd, die Handlung geht durchaus unter die Haut. 'Ein paar aus unserer Klasse haben sogar geweint', sagen Lisa Schlichter und Anne Pfeifer aus der fünften Klasse der Falkenseer Europaschule am Gutspark."
Lars Spannagel, Märkische Allgemeine, 27.2.2004

"Der Film 'Wer küsst schon einen Leguan?' zeigt, wie schwer es manche Kinder im Alltag haben. Er ist sehr lustig und zugleich bewegend gespielt. An manchen Stellen könnte man denken, dass der Junge sich gleich erhängt, zumindest wäre es nicht unlogisch. Sehr schade war, dass viele Zuschauer schon zu alt waren für diesen Film, dadurch war es sehr laut im Filmraum. Sonst war die Stimmung gut, es wurde viel gelacht, manche sahen nach dem Film traurig aus, hatten aber auch Grund dazu.
Ich denke, der Film ist sehr gut gemacht, würde ihn in jedem Fall weiterempfehlen, aber glaube, dass der Film erst ab zwölf geeignet ist. Schöner Film über Trauer, Tod und das Alleinsein."
Jasper Fleischhauer, cinekids Hannover, 10.3.2004
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Produkt-Bild: Freischwimmer

Freischwimmer
mit August Diehl, Fritzi Haberlandt, Frederick Lau, Alice Dwyer, Devid Striesow, Regie: Andreas Kleinert

DVD von Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
Preis bei Amazon: EUR 18,99, Angebote ab EUR 15,59

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Freischwimmer

Produktbeschreibung


F - Freischwimmer
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

3 Kundenrezensionen:

Ein böses Märchen - mit hohem Wahrheitsgehalt. Mehr ein Film über Lehrer als über Schüler!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wer sich das Cover ansieht erwartet mal wieder ein Film mit Jugendlichen und mehr oder weniger ausgefuchsten Er-liebt-sie-doch-sie-einen-anderen-etc.-Interpretationen.

Beim Ansehen des Films wird jedoch schnell klar, dass es vom dramatischen Aufbau gar nicht so um die Schüler und die Schule geht, sondern, wer hätte es gedacht: um die LEHRER.

Da geht es also um die Schule als den Ort, wo Jugendliche einen Halt und Rahmen finden können und sollen. Und es ist klar, dass nicht alle Lehrer alle Schüler mögen - und umgekehrt. So weit, so gut.

Doch das Ordnungssystem Schule hat gewaltige Risse bekommen:

Da ist der Direktor, dem ein gelungenes Schulfest wichtiger ist als Pädagogik.
Da ist der Sportlehrer, der sich so wenig unter Kontrolle hat, dass er auf die Schüler einschlägt.
Da ist die treudoofe Musiklehrerin, die sich vom Kunstlehrer flachlegen lässt, ohne dass sie ihn richtig kennt.
Da ist die Mutter, die ihren eigenen Mann ertrinken lässt.

Und dann ist da noch der Kunstlehrer. Er weiß fast als einziger was er will und was er nicht will. Und dies fasziniert unseren tragischen Helden bis hin zur Feststellung " er sei der beste Lehrer, den er je gehabt hat". An dieser Feststellung ändern auch Gewaltverbrechen nichts.

Wenn wir heute über Gewalttaten und Amokläufe an Schulen lesen und uns wundern, warum und wieso: Der Film liefert zumindest einen Teil-Schlüssel und ist daher sehr sehenswert. Der Film regt uns zum Nachdenken an, welche Strukturen und Muster für Schüler heute Bedeutung haben und wie wir selbst darauf Einfluss nehmen, oder auch nicht.

Der reine Unterhaltungswert des Films hinkt dieser zugegebenermaßen etwas schwarz-weiß übertriebenen gesellschaftskritischen Interpretation etwas hinterher. Und die hübsche, jedoch berechnende Mitschülerin Regine spielt ihre Rolle zwar sehr gut, doch sie verharrt in ihrem Klischee. Insgesamt ist festzustellen, dass Veränderungsprozesse in diesem Film im wesentlichen nur bei den männlichen Darstellern zu beobachten sind, während die Frauen eher nur für den Schuss Erotik zuständig sind. Schade eigentlich.

Es ist kein Film für Bier und Chips, sondern ein Film, nach dem man mit guten Freunden drüber reden sollte.

Die 5 Punkte gibt es also nicht für eine nett gemachten schönen Film für die Hitparaden, sondern für einen mutigen Ansatz, unbequeme Themen darzustellen und aufzuarbeiten.
Insgesamt eher anstrengend ... !
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
In einer deutschen Kleinstadt braut sich etwas Fürchterliches zusammen. Rico, der 15-jährige Gymnasiast und totale Außenseiter liebt das schönste Mädchen der Schule, Regine. Was anfangs noch eine unerfüllbare Sehnsucht scheint, wird am Ende wahr.Aber bis es soweit ist, müssen ganze Bleche von Liebesknochen verzehrt werden, Rico endlich 25 Meter tauchen und "Die Gedanken sind frei" für das Schulfest einstudiert werden. Nachdem der Lieblingslehrer des Kafka-Gymnasiums ihm gesteht: "Bei dir sind's die Ohren, bei mir der ganze Kopf.", zieht Rico die Konsequenzen. Leider sterben ein paar Bewohner des idyllischen Ortes eines unnatürlichen Todes und ein kleines Reh wird es auch nicht bis zum Ende schaffen...
Zumeist absolut top Schauspieler, ein Ausnahmeregisseur, ein skuril-abgedrehtes Drehbuch ... und trotzdem kein Kracher?!?
Leider verlässt sich der Film etwas zu sehr auf seine (einseitigen) Charaktere und seine (vorhersehbare) Handlung. Diehl und Haberlandt nerven gewaltig in der Interpretation ihrer Rolle! Zu bemüht, zu langatmig kommen einige Einstellungen daher, nach denen sich der Zuschauer fragt: Was soll denn das jetzt (etwa das nachgestellte Klassenzimmer mit den "Schülern" bei "Lehrer" August Diehl.
Sicher kann man dieses Werk nicht beliebig mit einem realen Krimi oder sozialen Kleinstadtdrama vergleichen, es ist vielmehr ein böses Märchen. Dennoch muss es auch als solches sein Publikum in den Bann ziehen.
Kleine "Pluspunkte":
Jürgen Tarrach (Schulleiter), Dagmar Manzel (Mutter) und Frederick Lau (Rico) spielen außerordentlich gut.
Fazit:
Für Freunde des schrägen Films (mit einigen Längen und Fragezeichen!)
Ein schöner Film in schönen Bildern...
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ein schöner Film in schönen Bildern; zugegeben, das Cover reizt zum Kauf, was letztendlich auch bei mir gelungen ist. Ohne dies, wäre ich auf den Film wohl nicht gekommen.

Hat sich aber wirklich gelohnt! Abgesehen von einigen etwas sehr überzogenen Darstellungen/Handlungen, ein gelungener Film, mit interessanten Wendungen, schönen Farben und märchenhafter Anmutung, abseits bekannter Klischees.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Die Welle (Premium Edition, 2 DVD)

Die Welle (Premium Edition, 2 DVD)
mit Jürgen Vogel, Christiane Paul, Frederick Lau, Regie: Dennis Gansel

DVD von Highlight
Preis bei Amazon: EUR 18,99, Angebote ab EUR 17,20

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Januar 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Die Welle (Premium Edition, 2 DVD)

5 Kundenrezensionen:

Luft anhalten! die Welle
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Deutschland ist bekannt für Autos oder Wissenschaftler aber auf keinen Fall für großes Kino das überlassen wir lieber den Amerikanern. Da überrascht es umso mehr wenn es doch klappt einen guter Film auf die Leinwand zu bringen, so wie "Die Welle". Viele junge ambitionierte Schauspieler und als alter Hase Jürgen Vogel der seine Arbeit wirklich gut macht, er spielt den Lehrer Rainer Wenger der während seiner Projektwoche eine Art Experiment mit seinen Schülern startet. Es geht um Staatsformen, genauer Nationalsozialismus. Die Schüler sind anfangs skeptisch und sind der Meinung das es im heutigen Deutschland keine Chance für eine Diktatur gibt. Der pädagogischen Selbstversuch beginnt mit ungewissen Ausgang!
Ein gelungener Film basierent auf den gleichnamigen Roman der auf wahren Begebenheiten bassiert, allerdings in den USA. Eine der wenigen guten sehenswerten Produktionen aus unserem Lande.
Die Welle - Erschrecken und Faszination
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein wirklich interessantes Thema in einer gelungenen, spannenden Verfilmung.
Rainer Wenger stellt das Thema Autokratie seiner Klasse in der Projektwoche vor. Dabei stellt sich eine interessante Frage auf. Ist es, trotz allem was wir über die deutsche Geschichte wissen, möglich eine Diktatur zu gründen? Seine Klasse glaubt nicht. Rainer Wenger will den Test machen und stellt ein Experiment auf. Die Klasse gründet eine Gruppe, genannt die Welle. Was anfangs Gemeinschaft und Zusammenhalt darstellte artet schon nach wenigen Tagen aus und verliert vollends die Kontrolle...

Was mir an diesem Film neben den guten Schauspielern gefallen hat, ist die Nähe zum wahrem Leben. Damit meine ich nicht die außer Kontrolle geratene Welle, sondern die Menschen. Die dargestellten Charaktere vom lockeren Lehrer Rainer (super gespielt von Jürgen Vogel) bis hin zum Außenseiter, Möchte-gern-Coolem, Mauerblümchen und Streber.

Alle Personen dieses Films sind realistisch und vor allem authentisch. Als ich den Anfang von die Welle sah, dachte ich, dass könnte auch meine Klasse sein, die diese Diskussion führt mit den gleichen Worten und den gleichen Meinungen. Eine Tatsache, die mir gefallen hat und gleichzeitig bewusst machte, dass man nicht von sich behaupten kann: Mir wird das nie passieren.

Die Welle ist spannend und gut gemacht, keineswegs überzogen oder unrealistisch worin gerade das Erschreckende besteht. Die Welle ist im weitesten Sinne realistisch. Der Film greift ein Thema auf, von dem man gerne denken möchte es wäre unmöglich. Daher spricht vieles für diesen Film, da er ein spezielles Thema aufgreift und darauf aufmerksam macht. Er zeigt, dass Unterschätzung gefährlich sein kann und wie leicht es ist, dass sich Dinge ändern können, von denen man überzeugt war, sie würden kein zweites Mal geschehen.

Ein brisanter Film, der überzeugt und von dem ich viel halte. Lediglich das Ende und damit meine ich speziell die letzten drei Minuten in denen man die Schülerin Caro und ihre Freunde sieht, konnten mich nicht überzeugen. Diese dargestellte Situation fand ich etwas zu Hollywood-wir-haben-uns-alle-lieb-like.

"Eine Diktatur ist in Deutschland doch gar nicht mehr möglich!"
"Ach, nein?."
klasse film
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
moin!
da ich denke, dass alles wesentliche in vielen facetten bereits von meinen vorrezenenten gesagt wurde, fasse ich mich kurz: ich kenne die romanvorlage nicht, bin daher auch nicht voreingenommen oder irgendwie beeinflußt. ich finde den film klasse, er hat mich mitgerissen und gepackt. das ende gefällt mir persönlich auch sehr gut. ich empfehle jedem, der interessiert ist, dem film eine chance zu geben und sich ein eigenes bild zu machen :-)
Die individuelle Existenz als Geburtsort von Fatalismus und Fanatismus
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Die Welle - ein Film, beklemmend, schonungslos, direkt und provokativ. Ein Film, ein Spiel, das schonungslos die Wahrheit zeigt: Dass auch heute noch Totalitarismus, dass noch heute die Gefahr von Diktatur und Faschismus in den Urgründen des einzelnen Ichs, in seiner Emotionalität und Irrationalität lauert - als Anfang für Fatalismus und Fanatismus.

Aber er zeigt auch, dass es sich in der Gruppendynamik, in einer von außen betrachtet aufs Letzte gestellten Kameraderie und Gemeinsamkeit zu einer Kraft wird, die Humanität und Moral außer Kraft setzen kann.

Dieser Film zeigt, wie aus einer scheinbar spielerischen Situation in einer Klasse eine eingeschworene Gruppe wird, in der der einzelne nichts mehr, die Gruppe auf einmal alles ist; in der die Außenseiter, die Ausbrecher brutal sanktioniert und bestraft werden, weil das Wohl und Selbstbewusstsein jedes einzelnen anscheinend allein in der konformistisch zusammengeschweißten Gruppe gesichert ist: Die Rückversicherung auf Identität in brutalem existentiellem Ernst, für die die Gruppe alles, der Einzelne nichts mehr ist. So wird aus einem Spiel ein existentieller Kampf ums Überleben und die Gruppe zum unüberwindbaren Schicksal des einzelnen.

Im Ganzen wird damit dieser Film zur Darstellung einer Wahrheit, bei dem einem im wahrsten Sinne des Wortes die Spucke wegbleibt. Und dieser Film zeigt damit auch, was noch immer, was auch heute noch möglich ist, weil Menschen immer sind, was sie sind: emotionale, irrationale Wesen, denen immer auch Tierhaftes, Irrationales innewohnt. Daher sollten diesen Film alle sehen, besonders diejenigen, die glauben, irgendetwas gäbe es, dass an totalitären Staatsformen, an faschistischen oder anderen Diktaturen akzeptabel sei. Somit ein heilsamer Film, den man einfach gesehen haben muss.

Meine Bewertung generell lautet: 5 Sterne = absolut herausragend (Weltliteratur oder Tendenz zu Weltliteratur); 4 Sterne = sehr gut, sehr zu empfehlen; 3 Sterne = wirklich gut, zu empfehlen; 2 Sterne = lesenswert, aber nicht ganz überzeugend; 1 Stern = abzuraten.
Nichts wirklich Neues. Durchschnitt. Schade.
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Zum Inhalt wurde bereits genug gesagt, daher steige ich gleich in die Bewertung ein:

1 Punkt für die Themenwahl. Sie ist spannend, auch angesichts längst vorliegender, ähnlicher Erkenntnisse à la Milgram oder Stanford-Gefängnis-Experiment.

1 Punkt für die sich redlich abrackernden Schauspieler.

1 Punkt für Kameraführung, Musik und die moderne Aufmachung des Films, der sich so deutlich von seinem inzwischen etwas angestaubten US-Vorgänger "The Wave" (Regisseur: Alex Grasshoff, 1981) abhebt.

1 Punkt habe ich abgezogen:

Man hätte einfach mehr aus diesem Thema machen können. Der Film - wie auch das Buch - reduziert das Entstehen faschistischer bzw. autokratischer Strukturen auf
- Macht durch Disziplin
- Macht durch Gemeinschaft
- Macht durch Handeln

Also: Gruppenkonformität und verführerische Attraktion vor allem für Menschen mit wenig Selbstbewusssein, denen die (vermeintliche) Egalität innerhalb der Gruppe zugute kommt. Das ist keine bahnbrechend neue Erkenntnis. Vor allem greift sie viel zu kurz, um den Aufstieg der NSDAP in den 30er Jahren zu erklären. Sie zog nämlich nicht nur Jugendliche und Menschen mit schwachem Ego in ihren Bann.

1 zweiten Punktabzug gab es dafür, dass der Film (wie das Buch) zwar vorgenannte Defizite der menschlichen Psyche beschreibt, aber keinerlei Ansätze darstellt, wie mit diesem Wissen umzugehen ist.

In jedem von uns steckt also ein kleiner Faschist. Soweit, so schlimm. Was nun?

Ich hätte mir erwartet, auch der Nachbearbeitung des völlig ausser Kontrolle geratenen Experiments in Schule, Elternhäusern und bei den nun benötigten Jugendpsychologen zuschauen zu dürfen. Doch nein: Der Regisseur lässt mich ebenso im Regen stehen, wie schon Buchautor Morton Rhue.

Schön, dass wir drüber geredet haben.
Und natürlich fühle ich mich sehr betroffen...
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: The Wave [UK Import]

The Wave [UK Import]
mit Jurgen Vogel, Frederick Lau, Max Riemelt, Jennifer Ulrich, Christiane Paul, Regie: Dennis Gansel

DVD von Momentum Pictures
Preis bei Amazon: EUR 23,99, Angebote ab EUR 6,75

Erscheinungsdatum: Januar 2009
Zoom ± Produkt-Bild: The Wave [UK Import]

Produktbeschreibung


Vereinigte Königreich Edition, PAL/Region 2 DVD: TON: Deutsch ( Dolby Digital 5.1 ), Englisch ( Untertitel ), WIDESCREEN (2.35:1), BONUSMATERIAL: Alternative Gesamtlänge, Bilden Von, Gelöschte Szenen, Musik-Bildschirm, Szene Zugang, Trailer(s), Wechselwirkendes Menü, SYNOPSIS: Der Lehrer einer höchst durchschnittlichen Klasse gerät in eine nicht nur pädagogische Zwickmühle, als sich seine Schüler während einer Projektwoche zum Thema "Autokratie" seinen Forderungen bedenkenlos unterordnen und sich schließlich in Belangen solidarisieren, die zuvor kaum wahrgenommen wurden. Die Verfilmung eines amerikanischen Jugendbuch-Bestsellers hinterfragt im Rahmen einer spannenden Geschichte gleichgeschaltetes Verhalten und stellt das Für und Wider einer solchen Geisteshaltung zur Disposition. Dabei liefert der Film keine Antworten, sondern fordert zur Auseinandersetzung auf. SCREENING/VERGEBEN IN: Europäische Film-Preise, Sundance Film-Festival,
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften


Produkt-Bild: Die Welle Premium Edition - limitiert mit Soundtrack

Die Welle Premium Edition - limitiert mit Soundtrack
mit Jürgen Vogel, Frederick Lau, Max Riemelt, Jennifer Ulrich, Christiane Paul

DVD von Highlight
Preis bei Amazon: EUR 16,99, Angebote ab EUR 9,46

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Die Welle Premium Edition - limitiert mit Soundtrack

Produktbeschreibung


DIE WELLE P.E.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Luft anhalten! die Welle
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Deutschland ist bekannt für Autos oder Wissenschaftler aber auf keinen Fall für großes Kino das überlassen wir lieber den Amerikanern. Da überrascht es umso mehr wenn es doch klappt einen guter Film auf die Leinwand zu bringen, so wie "Die Welle". Viele junge ambitionierte Schauspieler und als alter Hase Jürgen Vogel der seine Arbeit wirklich gut macht, er spielt den Lehrer Rainer Wenger der während seiner Projektwoche eine Art Experiment mit seinen Schülern startet. Es geht um Staatsformen, genauer Nationalsozialismus. Die Schüler sind anfangs skeptisch und sind der Meinung das es im heutigen Deutschland keine Chance für eine Diktatur gibt. Der pädagogischen Selbstversuch beginnt mit ungewissen Ausgang!
Ein gelungener Film basierent auf den gleichnamigen Roman der auf wahren Begebenheiten bassiert, allerdings in den USA. Eine der wenigen guten sehenswerten Produktionen aus unserem Lande.
Die Welle - Erschrecken und Faszination
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein wirklich interessantes Thema in einer gelungenen, spannenden Verfilmung.
Rainer Wenger stellt das Thema Autokratie seiner Klasse in der Projektwoche vor. Dabei stellt sich eine interessante Frage auf. Ist es, trotz allem was wir über die deutsche Geschichte wissen, möglich eine Diktatur zu gründen? Seine Klasse glaubt nicht. Rainer Wenger will den Test machen und stellt ein Experiment auf. Die Klasse gründet eine Gruppe, genannt die Welle. Was anfangs Gemeinschaft und Zusammenhalt darstellte artet schon nach wenigen Tagen aus und verliert vollends die Kontrolle...

Was mir an diesem Film neben den guten Schauspielern gefallen hat, ist die Nähe zum wahrem Leben. Damit meine ich nicht die außer Kontrolle geratene Welle, sondern die Menschen. Die dargestellten Charaktere vom lockeren Lehrer Rainer (super gespielt von Jürgen Vogel) bis hin zum Außenseiter, Möchte-gern-Coolem, Mauerblümchen und Streber.

Alle Personen dieses Films sind realistisch und vor allem authentisch. Als ich den Anfang von die Welle sah, dachte ich, dass könnte auch meine Klasse sein, die diese Diskussion führt mit den gleichen Worten und den gleichen Meinungen. Eine Tatsache, die mir gefallen hat und gleichzeitig bewusst machte, dass man nicht von sich behaupten kann: Mir wird das nie passieren.

Die Welle ist spannend und gut gemacht, keineswegs überzogen oder unrealistisch worin gerade das Erschreckende besteht. Die Welle ist im weitesten Sinne realistisch. Der Film greift ein Thema auf, von dem man gerne denken möchte es wäre unmöglich. Daher spricht vieles für diesen Film, da er ein spezielles Thema aufgreift und darauf aufmerksam macht. Er zeigt, dass Unterschätzung gefährlich sein kann und wie leicht es ist, dass sich Dinge ändern können, von denen man überzeugt war, sie würden kein zweites Mal geschehen.

Ein brisanter Film, der überzeugt und von dem ich viel halte. Lediglich das Ende und damit meine ich speziell die letzten drei Minuten in denen man die Schülerin Caro und ihre Freunde sieht, konnten mich nicht überzeugen. Diese dargestellte Situation fand ich etwas zu Hollywood-wir-haben-uns-alle-lieb-like.

"Eine Diktatur ist in Deutschland doch gar nicht mehr möglich!"
"Ach, nein?."
klasse film
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
moin!
da ich denke, dass alles wesentliche in vielen facetten bereits von meinen vorrezenenten gesagt wurde, fasse ich mich kurz: ich kenne die romanvorlage nicht, bin daher auch nicht voreingenommen oder irgendwie beeinflußt. ich finde den film klasse, er hat mich mitgerissen und gepackt. das ende gefällt mir persönlich auch sehr gut. ich empfehle jedem, der interessiert ist, dem film eine chance zu geben und sich ein eigenes bild zu machen :-)
Die individuelle Existenz als Geburtsort von Fatalismus und Fanatismus
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Die Welle - ein Film, beklemmend, schonungslos, direkt und provokativ. Ein Film, ein Spiel, das schonungslos die Wahrheit zeigt: Dass auch heute noch Totalitarismus, dass noch heute die Gefahr von Diktatur und Faschismus in den Urgründen des einzelnen Ichs, in seiner Emotionalität und Irrationalität lauert - als Anfang für Fatalismus und Fanatismus.

Aber er zeigt auch, dass es sich in der Gruppendynamik, in einer von außen betrachtet aufs Letzte gestellten Kameraderie und Gemeinsamkeit zu einer Kraft wird, die Humanität und Moral außer Kraft setzen kann.

Dieser Film zeigt, wie aus einer scheinbar spielerischen Situation in einer Klasse eine eingeschworene Gruppe wird, in der der einzelne nichts mehr, die Gruppe auf einmal alles ist; in der die Außenseiter, die Ausbrecher brutal sanktioniert und bestraft werden, weil das Wohl und Selbstbewusstsein jedes einzelnen anscheinend allein in der konformistisch zusammengeschweißten Gruppe gesichert ist: Die Rückversicherung auf Identität in brutalem existentiellem Ernst, für die die Gruppe alles, der Einzelne nichts mehr ist. So wird aus einem Spiel ein existentieller Kampf ums Überleben und die Gruppe zum unüberwindbaren Schicksal des einzelnen.

Im Ganzen wird damit dieser Film zur Darstellung einer Wahrheit, bei dem einem im wahrsten Sinne des Wortes die Spucke wegbleibt. Und dieser Film zeigt damit auch, was noch immer, was auch heute noch möglich ist, weil Menschen immer sind, was sie sind: emotionale, irrationale Wesen, denen immer auch Tierhaftes, Irrationales innewohnt. Daher sollten diesen Film alle sehen, besonders diejenigen, die glauben, irgendetwas gäbe es, dass an totalitären Staatsformen, an faschistischen oder anderen Diktaturen akzeptabel sei. Somit ein heilsamer Film, den man einfach gesehen haben muss.

Meine Bewertung generell lautet: 5 Sterne = absolut herausragend (Weltliteratur oder Tendenz zu Weltliteratur); 4 Sterne = sehr gut, sehr zu empfehlen; 3 Sterne = wirklich gut, zu empfehlen; 2 Sterne = lesenswert, aber nicht ganz überzeugend; 1 Stern = abzuraten.
Nichts wirklich Neues. Durchschnitt. Schade.
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Zum Inhalt wurde bereits genug gesagt, daher steige ich gleich in die Bewertung ein:

1 Punkt für die Themenwahl. Sie ist spannend, auch angesichts längst vorliegender, ähnlicher Erkenntnisse à la Milgram oder Stanford-Gefängnis-Experiment.

1 Punkt für die sich redlich abrackernden Schauspieler.

1 Punkt für Kameraführung, Musik und die moderne Aufmachung des Films, der sich so deutlich von seinem inzwischen etwas angestaubten US-Vorgänger "The Wave" (Regisseur: Alex Grasshoff, 1981) abhebt.

1 Punkt habe ich abgezogen:

Man hätte einfach mehr aus diesem Thema machen können. Der Film - wie auch das Buch - reduziert das Entstehen faschistischer bzw. autokratischer Strukturen auf
- Macht durch Disziplin
- Macht durch Gemeinschaft
- Macht durch Handeln

Also: Gruppenkonformität und verführerische Attraktion vor allem für Menschen mit wenig Selbstbewusssein, denen die (vermeintliche) Egalität innerhalb der Gruppe zugute kommt. Das ist keine bahnbrechend neue Erkenntnis. Vor allem greift sie viel zu kurz, um den Aufstieg der NSDAP in den 30er Jahren zu erklären. Sie zog nämlich nicht nur Jugendliche und Menschen mit schwachem Ego in ihren Bann.

1 zweiten Punktabzug gab es dafür, dass der Film (wie das Buch) zwar vorgenannte Defizite der menschlichen Psyche beschreibt, aber keinerlei Ansätze darstellt, wie mit diesem Wissen umzugehen ist.

In jedem von uns steckt also ein kleiner Faschist. Soweit, so schlimm. Was nun?

Ich hätte mir erwartet, auch der Nachbearbeitung des völlig ausser Kontrolle geratenen Experiments in Schule, Elternhäusern und bei den nun benötigten Jugendpsychologen zuschauen zu dürfen. Doch nein: Der Regisseur lässt mich ebenso im Regen stehen, wie schon Buchautor Morton Rhue.

Schön, dass wir drüber geredet haben.
Und natürlich fühle ich mich sehr betroffen...
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Die Welle (Limitierte Edition mit Original Soundtrack) [Blu-ray]

Die Welle (Limitierte Edition mit Original Soundtrack) [Blu-ray]
mit Jürgen Vogel, Frederick Lau, Max Riemelt, Jennifer Ulrich, Christiane Paul, Regie: Dennis Gansel

Blu-ray von Highlight
Preis bei Amazon: EUR 19,99, Angebote ab EUR 14,20

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Die Welle (Limitierte Edition mit Original Soundtrack) [Blu-ray]

5 Kundenrezensionen:

Luft anhalten! die Welle
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Deutschland ist bekannt für Autos oder Wissenschaftler aber auf keinen Fall für großes Kino das überlassen wir lieber den Amerikanern. Da überrascht es umso mehr wenn es doch klappt einen guter Film auf die Leinwand zu bringen, so wie "Die Welle". Viele junge ambitionierte Schauspieler und als alter Hase Jürgen Vogel der seine Arbeit wirklich gut macht, er spielt den Lehrer Rainer Wenger der während seiner Projektwoche eine Art Experiment mit seinen Schülern startet. Es geht um Staatsformen, genauer Nationalsozialismus. Die Schüler sind anfangs skeptisch und sind der Meinung das es im heutigen Deutschland keine Chance für eine Diktatur gibt. Der pädagogischen Selbstversuch beginnt mit ungewissen Ausgang!
Ein gelungener Film basierent auf den gleichnamigen Roman der auf wahren Begebenheiten bassiert, allerdings in den USA. Eine der wenigen guten sehenswerten Produktionen aus unserem Lande.
Die Welle - Erschrecken und Faszination
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein wirklich interessantes Thema in einer gelungenen, spannenden Verfilmung.
Rainer Wenger stellt das Thema Autokratie seiner Klasse in der Projektwoche vor. Dabei stellt sich eine interessante Frage auf. Ist es, trotz allem was wir über die deutsche Geschichte wissen, möglich eine Diktatur zu gründen? Seine Klasse glaubt nicht. Rainer Wenger will den Test machen und stellt ein Experiment auf. Die Klasse gründet eine Gruppe, genannt die Welle. Was anfangs Gemeinschaft und Zusammenhalt darstellte artet schon nach wenigen Tagen aus und verliert vollends die Kontrolle...

Was mir an diesem Film neben den guten Schauspielern gefallen hat, ist die Nähe zum wahrem Leben. Damit meine ich nicht die außer Kontrolle geratene Welle, sondern die Menschen. Die dargestellten Charaktere vom lockeren Lehrer Rainer (super gespielt von Jürgen Vogel) bis hin zum Außenseiter, Möchte-gern-Coolem, Mauerblümchen und Streber.

Alle Personen dieses Films sind realistisch und vor allem authentisch. Als ich den Anfang von die Welle sah, dachte ich, dass könnte auch meine Klasse sein, die diese Diskussion führt mit den gleichen Worten und den gleichen Meinungen. Eine Tatsache, die mir gefallen hat und gleichzeitig bewusst machte, dass man nicht von sich behaupten kann: Mir wird das nie passieren.

Die Welle ist spannend und gut gemacht, keineswegs überzogen oder unrealistisch worin gerade das Erschreckende besteht. Die Welle ist im weitesten Sinne realistisch. Der Film greift ein Thema auf, von dem man gerne denken möchte es wäre unmöglich. Daher spricht vieles für diesen Film, da er ein spezielles Thema aufgreift und darauf aufmerksam macht. Er zeigt, dass Unterschätzung gefährlich sein kann und wie leicht es ist, dass sich Dinge ändern können, von denen man überzeugt war, sie würden kein zweites Mal geschehen.

Ein brisanter Film, der überzeugt und von dem ich viel halte. Lediglich das Ende und damit meine ich speziell die letzten drei Minuten in denen man die Schülerin Caro und ihre Freunde sieht, konnten mich nicht überzeugen. Diese dargestellte Situation fand ich etwas zu Hollywood-wir-haben-uns-alle-lieb-like.

"Eine Diktatur ist in Deutschland doch gar nicht mehr möglich!"
"Ach, nein?."
klasse film
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
moin!
da ich denke, dass alles wesentliche in vielen facetten bereits von meinen vorrezenenten gesagt wurde, fasse ich mich kurz: ich kenne die romanvorlage nicht, bin daher auch nicht voreingenommen oder irgendwie beeinflußt. ich finde den film klasse, er hat mich mitgerissen und gepackt. das ende gefällt mir persönlich auch sehr gut. ich empfehle jedem, der interessiert ist, dem film eine chance zu geben und sich ein eigenes bild zu machen :-)
Die individuelle Existenz als Geburtsort von Fatalismus und Fanatismus
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Die Welle - ein Film, beklemmend, schonungslos, direkt und provokativ. Ein Film, ein Spiel, das schonungslos die Wahrheit zeigt: Dass auch heute noch Totalitarismus, dass noch heute die Gefahr von Diktatur und Faschismus in den Urgründen des einzelnen Ichs, in seiner Emotionalität und Irrationalität lauert - als Anfang für Fatalismus und Fanatismus.

Aber er zeigt auch, dass es sich in der Gruppendynamik, in einer von außen betrachtet aufs Letzte gestellten Kameraderie und Gemeinsamkeit zu einer Kraft wird, die Humanität und Moral außer Kraft setzen kann.

Dieser Film zeigt, wie aus einer scheinbar spielerischen Situation in einer Klasse eine eingeschworene Gruppe wird, in der der einzelne nichts mehr, die Gruppe auf einmal alles ist; in der die Außenseiter, die Ausbrecher brutal sanktioniert und bestraft werden, weil das Wohl und Selbstbewusstsein jedes einzelnen anscheinend allein in der konformistisch zusammengeschweißten Gruppe gesichert ist: Die Rückversicherung auf Identität in brutalem existentiellem Ernst, für die die Gruppe alles, der Einzelne nichts mehr ist. So wird aus einem Spiel ein existentieller Kampf ums Überleben und die Gruppe zum unüberwindbaren Schicksal des einzelnen.

Im Ganzen wird damit dieser Film zur Darstellung einer Wahrheit, bei dem einem im wahrsten Sinne des Wortes die Spucke wegbleibt. Und dieser Film zeigt damit auch, was noch immer, was auch heute noch möglich ist, weil Menschen immer sind, was sie sind: emotionale, irrationale Wesen, denen immer auch Tierhaftes, Irrationales innewohnt. Daher sollten diesen Film alle sehen, besonders diejenigen, die glauben, irgendetwas gäbe es, dass an totalitären Staatsformen, an faschistischen oder anderen Diktaturen akzeptabel sei. Somit ein heilsamer Film, den man einfach gesehen haben muss.

Meine Bewertung generell lautet: 5 Sterne = absolut herausragend (Weltliteratur oder Tendenz zu Weltliteratur); 4 Sterne = sehr gut, sehr zu empfehlen; 3 Sterne = wirklich gut, zu empfehlen; 2 Sterne = lesenswert, aber nicht ganz überzeugend; 1 Stern = abzuraten.
Nichts wirklich Neues. Durchschnitt. Schade.
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Zum Inhalt wurde bereits genug gesagt, daher steige ich gleich in die Bewertung ein:

1 Punkt für die Themenwahl. Sie ist spannend, auch angesichts längst vorliegender, ähnlicher Erkenntnisse à la Milgram oder Stanford-Gefängnis-Experiment.

1 Punkt für die sich redlich abrackernden Schauspieler.

1 Punkt für Kameraführung, Musik und die moderne Aufmachung des Films, der sich so deutlich von seinem inzwischen etwas angestaubten US-Vorgänger "The Wave" (Regisseur: Alex Grasshoff, 1981) abhebt.

1 Punkt habe ich abgezogen:

Man hätte einfach mehr aus diesem Thema machen können. Der Film - wie auch das Buch - reduziert das Entstehen faschistischer bzw. autokratischer Strukturen auf
- Macht durch Disziplin
- Macht durch Gemeinschaft
- Macht durch Handeln

Also: Gruppenkonformität und verführerische Attraktion vor allem für Menschen mit wenig Selbstbewusssein, denen die (vermeintliche) Egalität innerhalb der Gruppe zugute kommt. Das ist keine bahnbrechend neue Erkenntnis. Vor allem greift sie viel zu kurz, um den Aufstieg der NSDAP in den 30er Jahren zu erklären. Sie zog nämlich nicht nur Jugendliche und Menschen mit schwachem Ego in ihren Bann.

1 zweiten Punktabzug gab es dafür, dass der Film (wie das Buch) zwar vorgenannte Defizite der menschlichen Psyche beschreibt, aber keinerlei Ansätze darstellt, wie mit diesem Wissen umzugehen ist.

In jedem von uns steckt also ein kleiner Faschist. Soweit, so schlimm. Was nun?

Ich hätte mir erwartet, auch der Nachbearbeitung des völlig ausser Kontrolle geratenen Experiments in Schule, Elternhäusern und bei den nun benötigten Jugendpsychologen zuschauen zu dürfen. Doch nein: Der Regisseur lässt mich ebenso im Regen stehen, wie schon Buchautor Morton Rhue.

Schön, dass wir drüber geredet haben.
Und natürlich fühle ich mich sehr betroffen...
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Produkt-Bild: Die Welle

Die Welle
mit Jürgen Vogel, Max Riemelt, Jennifer Ulrich, Christiane Paul, Elyas M'Barek, Regie: Frederick Lau, Dennis Gansel

DVD von Paramount
Preis bei Amazon: EUR 7,98, Angebote ab EUR 2,98

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Die Welle
  • Paramount Die Welle, Freigegeben ab 12 Jahren Drama

Produktbeschreibung


Paramount Die Welle, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 09.10.08
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5 Kundenrezensionen:

Luft anhalten! die Welle
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Deutschland ist bekannt für Autos oder Wissenschaftler aber auf keinen Fall für großes Kino das überlassen wir lieber den Amerikanern. Da überrascht es umso mehr wenn es doch klappt einen guter Film auf die Leinwand zu bringen, so wie "Die Welle". Viele junge ambitionierte Schauspieler und als alter Hase Jürgen Vogel der seine Arbeit wirklich gut macht, er spielt den Lehrer Rainer Wenger der während seiner Projektwoche eine Art Experiment mit seinen Schülern startet. Es geht um Staatsformen, genauer Nationalsozialismus. Die Schüler sind anfangs skeptisch und sind der Meinung das es im heutigen Deutschland keine Chance für eine Diktatur gibt. Der pädagogischen Selbstversuch beginnt mit ungewissen Ausgang!
Ein gelungener Film basierent auf den gleichnamigen Roman der auf wahren Begebenheiten bassiert, allerdings in den USA. Eine der wenigen guten sehenswerten Produktionen aus unserem Lande.
Die Welle - Erschrecken und Faszination
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein wirklich interessantes Thema in einer gelungenen, spannenden Verfilmung.
Rainer Wenger stellt das Thema Autokratie seiner Klasse in der Projektwoche vor. Dabei stellt sich eine interessante Frage auf. Ist es, trotz allem was wir über die deutsche Geschichte wissen, möglich eine Diktatur zu gründen? Seine Klasse glaubt nicht. Rainer Wenger will den Test machen und stellt ein Experiment auf. Die Klasse gründet eine Gruppe, genannt die Welle. Was anfangs Gemeinschaft und Zusammenhalt darstellte artet schon nach wenigen Tagen aus und verliert vollends die Kontrolle...

Was mir an diesem Film neben den guten Schauspielern gefallen hat, ist die Nähe zum wahrem Leben. Damit meine ich nicht die außer Kontrolle geratene Welle, sondern die Menschen. Die dargestellten Charaktere vom lockeren Lehrer Rainer (super gespielt von Jürgen Vogel) bis hin zum Außenseiter, Möchte-gern-Coolem, Mauerblümchen und Streber.

Alle Personen dieses Films sind realistisch und vor allem authentisch. Als ich den Anfang von die Welle sah, dachte ich, dass könnte auch meine Klasse sein, die diese Diskussion führt mit den gleichen Worten und den gleichen Meinungen. Eine Tatsache, die mir gefallen hat und gleichzeitig bewusst machte, dass man nicht von sich behaupten kann: Mir wird das nie passieren.

Die Welle ist spannend und gut gemacht, keineswegs überzogen oder unrealistisch worin gerade das Erschreckende besteht. Die Welle ist im weitesten Sinne realistisch. Der Film greift ein Thema auf, von dem man gerne denken möchte es wäre unmöglich. Daher spricht vieles für diesen Film, da er ein spezielles Thema aufgreift und darauf aufmerksam macht. Er zeigt, dass Unterschätzung gefährlich sein kann und wie leicht es ist, dass sich Dinge ändern können, von denen man überzeugt war, sie würden kein zweites Mal geschehen.

Ein brisanter Film, der überzeugt und von dem ich viel halte. Lediglich das Ende und damit meine ich speziell die letzten drei Minuten in denen man die Schülerin Caro und ihre Freunde sieht, konnten mich nicht überzeugen. Diese dargestellte Situation fand ich etwas zu Hollywood-wir-haben-uns-alle-lieb-like.

"Eine Diktatur ist in Deutschland doch gar nicht mehr möglich!"
"Ach, nein?."
klasse film
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
moin!
da ich denke, dass alles wesentliche in vielen facetten bereits von meinen vorrezenenten gesagt wurde, fasse ich mich kurz: ich kenne die romanvorlage nicht, bin daher auch nicht voreingenommen oder irgendwie beeinflußt. ich finde den film klasse, er hat mich mitgerissen und gepackt. das ende gefällt mir persönlich auch sehr gut. ich empfehle jedem, der interessiert ist, dem film eine chance zu geben und sich ein eigenes bild zu machen :-)
Die individuelle Existenz als Geburtsort von Fatalismus und Fanatismus
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Die Welle - ein Film, beklemmend, schonungslos, direkt und provokativ. Ein Film, ein Spiel, das schonungslos die Wahrheit zeigt: Dass auch heute noch Totalitarismus, dass noch heute die Gefahr von Diktatur und Faschismus in den Urgründen des einzelnen Ichs, in seiner Emotionalität und Irrationalität lauert - als Anfang für Fatalismus und Fanatismus.

Aber er zeigt auch, dass es sich in der Gruppendynamik, in einer von außen betrachtet aufs Letzte gestellten Kameraderie und Gemeinsamkeit zu einer Kraft wird, die Humanität und Moral außer Kraft setzen kann.

Dieser Film zeigt, wie aus einer scheinbar spielerischen Situation in einer Klasse eine eingeschworene Gruppe wird, in der der einzelne nichts mehr, die Gruppe auf einmal alles ist; in der die Außenseiter, die Ausbrecher brutal sanktioniert und bestraft werden, weil das Wohl und Selbstbewusstsein jedes einzelnen anscheinend allein in der konformistisch zusammengeschweißten Gruppe gesichert ist: Die Rückversicherung auf Identität in brutalem existentiellem Ernst, für die die Gruppe alles, der Einzelne nichts mehr ist. So wird aus einem Spiel ein existentieller Kampf ums Überleben und die Gruppe zum unüberwindbaren Schicksal des einzelnen.

Im Ganzen wird damit dieser Film zur Darstellung einer Wahrheit, bei dem einem im wahrsten Sinne des Wortes die Spucke wegbleibt. Und dieser Film zeigt damit auch, was noch immer, was auch heute noch möglich ist, weil Menschen immer sind, was sie sind: emotionale, irrationale Wesen, denen immer auch Tierhaftes, Irrationales innewohnt. Daher sollten diesen Film alle sehen, besonders diejenigen, die glauben, irgendetwas gäbe es, dass an totalitären Staatsformen, an faschistischen oder anderen Diktaturen akzeptabel sei. Somit ein heilsamer Film, den man einfach gesehen haben muss.

Meine Bewertung generell lautet: 5 Sterne = absolut herausragend (Weltliteratur oder Tendenz zu Weltliteratur); 4 Sterne = sehr gut, sehr zu empfehlen; 3 Sterne = wirklich gut, zu empfehlen; 2 Sterne = lesenswert, aber nicht ganz überzeugend; 1 Stern = abzuraten.
Nichts wirklich Neues. Durchschnitt. Schade.
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Zum Inhalt wurde bereits genug gesagt, daher steige ich gleich in die Bewertung ein:

1 Punkt für die Themenwahl. Sie ist spannend, auch angesichts längst vorliegender, ähnlicher Erkenntnisse à la Milgram oder Stanford-Gefängnis-Experiment.

1 Punkt für die sich redlich abrackernden Schauspieler.

1 Punkt für Kameraführung, Musik und die moderne Aufmachung des Films, der sich so deutlich von seinem inzwischen etwas angestaubten US-Vorgänger "The Wave" (Regisseur: Alex Grasshoff, 1981) abhebt.

1 Punkt habe ich abgezogen:

Man hätte einfach mehr aus diesem Thema machen können. Der Film - wie auch das Buch - reduziert das Entstehen faschistischer bzw. autokratischer Strukturen auf
- Macht durch Disziplin
- Macht durch Gemeinschaft
- Macht durch Handeln

Also: Gruppenkonformität und verführerische Attraktion vor allem für Menschen mit wenig Selbstbewusssein, denen die (vermeintliche) Egalität innerhalb der Gruppe zugute kommt. Das ist keine bahnbrechend neue Erkenntnis. Vor allem greift sie viel zu kurz, um den Aufstieg der NSDAP in den 30er Jahren zu erklären. Sie zog nämlich nicht nur Jugendliche und Menschen mit schwachem Ego in ihren Bann.

1 zweiten Punktabzug gab es dafür, dass der Film (wie das Buch) zwar vorgenannte Defizite der menschlichen Psyche beschreibt, aber keinerlei Ansätze darstellt, wie mit diesem Wissen umzugehen ist.

In jedem von uns steckt also ein kleiner Faschist. Soweit, so schlimm. Was nun?

Ich hätte mir erwartet, auch der Nachbearbeitung des völlig ausser Kontrolle geratenen Experiments in Schule, Elternhäusern und bei den nun benötigten Jugendpsychologen zuschauen zu dürfen. Doch nein: Der Regisseur lässt mich ebenso im Regen stehen, wie schon Buchautor Morton Rhue.

Schön, dass wir drüber geredet haben.
Und natürlich fühle ich mich sehr betroffen...
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