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Garantiert Gitarre lernen mit CD von Bernd BrümmerTaschenbuch von AlfredPreis bei Amazon: EUR 19,80 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3933136164, Erscheinungsdatum: Dezember 2002, Auflage: 1 |
5 Kundenrezensionen:Sehr gutes Buch für Einsteiger! 5 von 5 PunktenAls eine Ü-40erin wollte ich mir einen lang gehegten Traum erfüllen und endlich ein Instrument spielen lernen. Zwar mit Musikgefühl und mit sehr viel Spaß am Singen (und mit guter Alt-Stimme) ausgestattet, aber ohne jede Notenkenntnis, erschien das Unterfangen eigentlich unmöglich. Aus zwei Gründen hatte ich mich für Gitarre entschieden. Erstens, weil ich den Sound der Gitarre mag und zweitens, da sie mir in Form der einfachen Liedbegleitung für den persönlichen Spaß aber auch für den geselligen Sommerabend bei meinen nicht vorhandenen Vorkenntnissen am geeignetsten erschien. Gleichzeitig wollte ich zumindest zunächst kein Geld für Unterrichtsstunden ausgeben. Selber-lernen war also angesagt. Zu Weihnachten hatte ich eine gute Einsteigergitarre unterm Baum liegen und ein Buch aus dem Musikgeschäft. Dies war aber auf Gitarre-nach-Noten-spielen ausgelegt, also für mich ungeeignet. Neue mußten her zum Selber-lernen. Nach dem Lesen der Amazon-Bewertungen habe ich mich zum Einstieg für folgende Bücher entschieden: 1. Garantiert Gitarre lernen mit CD v. Bernd Brümmer; 2. Gitarre spielen ohne Noten mit CD: für Einsteiger und Wiedereinsteiger v. Rolf Tönnes; 3. 100 Songs für 3 Akkorde: Gitarre-selber-lernen in Rekordzeit v. Frithjof Krepp. Mein bisheriges Fazit nach 10 Tagen (!) spielen: Brümmer Klasse 5 Sterne alles ist anschaulich erklärt und Liedbeispiele sind mit Notensatz und Akkorden. Tönnes Geht so 3 Sterne es stört, daß die Liedbeispiele wirklich ganz ohne Noten auskommen wollen. Dies ist sehr störend, da das Gefühl für die Akkorde viel leichter kommt, wenn man sieht wie der Text und der Akkord den Takten zugeordnet ist. Außerdem muß man bei Tönnes anhand der Rhythmus-Darstellung den Takt selber heraus bekommen, während bei Brümmer 4/4, 3 / 4 bzw. 2/4 angegeben wird. Das ist sehr hilfreich. Außerdem erscheint mir der Inhalt für absolute Einsteiger zu schnell aufbauend und sehr schnell zu sehr ins Detail gehend da kommen schon spezielle Blues-Begleitung vor für mich viel zu früh. Die beste Investition war Buch 3 absolut klasse Liedauswahl und schön mit Noten dargestellt nach 10 Tagen habe ich schon ein beträchtliches Repertoire an Stücken zur Verfügung ich habe auch bereits ein Gefühl für die Akkordwechsel und jedes neue Stück kann ich bereits nach dem Notenblatt mit Akkorden ohne vorheriges Üben nachspielen. Hier vergebe ich 5+1 Sterne. Den zweiten Band werde ich mir bald besorgen. Die CDs habe ich noch nicht verwendet. Sie sind aber bestimmt gut geeignet, wenn man auch mal unbekanntere Stücke nachspielen will. Bzw. ich werde sie beim Nachspielen der verschiedenen Rhythmus-Anschläge verwenden, an die ich mich noch nicht rangetraut habe. Nach 10 Tagen sitzen die üblichen Akkordwechsel-Griffe mit einfachem Rhythmus-Anschlag und das ist ja schon was. Wenn ich jetzt nochmal kaufen müßte, würde ich nur den Brümmer und den Krepp (mindestens die ersten zwei Bände) kaufen und mir wie gehabt - die Wartezeit auf die Bücher mit einem Blick in die Wikibooks Lagerfeuerdiplom im Internet verkürzen. Dann wäre ich ebenso gut gerüstet für die ersten hörbaren Erfolge. Einfach und mit Freude 4 von 5 PunktenBernd Brümmer besitzt genügend Erfahrung um solch ein Lehrbuch zu schreiben. Das merkt man auch auf anhieb. Eine gute Gliederung und ein witziger moderner Stil erleichtern dem Anfänger den Einstieg. Dabei steigt der Schwierigkeitsgrad sachte an. Am Ende jeden Kapitels wird nocheinmal kurz das Gelernte wiederholt. Insgesamt gibt es zur Übung weltbekannte Lieder (z.B. Surfin USA, Hava Nagila, Oh Susanna...) die in vereinfachter Form schon schnell spielbar sind. Das einzigste Makel ist, dass das Buch zu wenig Wert auf die Handhaltung legt, denn diese ist sehr wichtig von Anfang an. Ansonsten baut Bernd Brümmer eine gute Grundlage für die Liedbegleitung mit Akkorden auf. Sehr guter Einstieg 4 von 5 PunktenIch hatte als Kind zwei Jahre Klavierunterricht und war danach für ein halbes Menschenleben vom Erlernen eines Instrumentes "kuriert". Das ist natürlich schade und so habe ich einen Versuchsballon gestartet, indem ich mir eine billige Gitarre gekauft habe und einführende Bücher, die einen guten Einstieg bieten sollten. Bernd Brümmer hat offenbar die Intention, einem Anfänger die Grundlagen beizubringen und ihm dabei Erfolgserlebnisse und Spaß zu vermitteln. Jedes Kapitel ist aufgeteilt in Übungen und Songs: bei den Songs spielt man jeweils die angegebenen Akkorde und das sind genau die, welche vorher eingeübt wurden. Angeschlagen wird dann auch jeweils im Song nach dem vorher geübten Muster. Damit führen die Übungen immer zu einem Song und die Motivation, diesen Song zu meistern, ist damit sehr groß. Die meisten Übungen und alle Songs sind auf der CD gespeichert, damit kann man sich erst einmal die Lieder anhören, damit man weiss, wie es denn klingen sollte. Diese Methode gelingt auch hervorragend, es ist motivierend, sich langsam zu verbessern und das auch zu hören, indem das eigene Gitarrenspiel dem Muster auf CD ähnlicher wird. Fünf Sterne gibt es nicht, weil einige Songs mitten drin zu schwierig sind und auch nicht so eingängig, dass man sie sich gut merken kann. Ich wiederhole die Übungen des Buches immer wieder und werde dadurch sicherer. Das Buch hat mir soweit Grundlagen vermittelt, dass ich die meisten Songs nun flüssig spielen kann und Spaß dabei habe. Jetzt bleibt noch Unterricht zu nehmen auf Basis des Gelernten! Empfehlenswert für Anfänger 4 von 5 PunktenIch habe mir das Buch vor zwei Monaten gekauft. Ich bin 32, und wollte mal eben ein bisschen Gitarrenspielen lernen. Ich bin "blutiger Anfänger", da ich bis auf Blockflöte in der Schule nie ein Instrument gespielt habe. Das Buch ist didaktisch sehr gut aufgebaut. Die einzelnen Lektionen sind gut aufeinander abgestimmt. Die Lieder, die man spielen lernt, finde ich ganz gut, sodass sie bei mir viel dazu beigetragen haben, meine Motivation aufrecht zu erhalten. Das Buch führt ohne Notenkenntnisse in das Gitarrenspiel ein, aber für diejenigen, die Noten lesen können, sind die Lieder am Ende nocheinmal mit Noten abgedruckt. Das Greifen der Akkorde ist sehr gut dargestellt. Allerdings lassen sich manche Akkorde auf mehrfacher Weise greifen, worauf im Buch leider nicht hingewiesen wird. Beim Em-Akkord bin ich mir nicht ganz sicher, warum genau die Greifweise genommen wird, die am Anfang vielleicht einfacher zu lernen ist, aber nachher den Am-Em Wechsel meiner Meinung nach unnötig kompliziert macht. Zum Thema gibt es auch frei verfügbare Quellen im Internet (z.B. Lagerfeuerdiplom), wo auch die Bewegung der Finger während des Griffwechsels sehr detailiert beschrieben ist, das im Buch nicht wirklich behandelt wird. Die Beispiele auf der CD klingen am Anfang einfach zu gut, verglichen damit, was man selber aus der Gitarre herausholt, das ist aber normal. Es hilft allerdings ungemein, wenn man hin und wieder Leute trifft, die schon Gitarre spielen können, um sich von Erfahrenen korrigieren zu lassen. Das muss nicht unbedingt Privatlehrer sein, kann ein VHS-Kursleiter oder auch Bekannte sein. Ich nehme zur Zeit selber an einem VHS-Kurs teil, der eine optimale Ergänzung zum Buch bildet. Fazit: Das Buch ist wirklich empfehlenswert für Anfänger, allerdings sollte man daneben noch andere Quellen beim Erlernen des Gittarenspielens heranziehen. Tolles Einsteiger- und Wiedereinsteigerbuch 4 von 5 PunktenDas Buch ist sehr gut gegliedert und sehr übersichtlich. Es gibt insgesamt 12 Lektionen, die aufeinander aufbauen. Man erzielt sehr einfach Lernfortschritte, wenn man ein wenig dranbleibt und fleißig übt. Noten sind entbehrlich, im Anhang sind alle Lieder jedoch noch einmal mit Melodiennotation aufgeführt (kann hilfreich sein). Mithilfe der beiliegenden CD kann man sich verschiedene Übungen anhören. Auch wird jeder Song einmal gesungen, wobei Bernd Brümmer eine tolle Stimme hat. Für Anfänger ohne Gitarrenlehrer dürfte das Lernen der richtigen Haltung und des richtigen Anschlags etwas schwieriger sein. Es gibt zwar Fotos, jedoch kann man nicht wissen, ob man selbst es 100%ig richtig macht. Hier wären ein paar Videos lehrreich. Einige Akkorde werden etwas "einfacher" gespielt, z.B. der G-Dur-Akkord mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger anstatt mit Mittel-,Ring- und kleinem Finger. Das führt dazu, dass man es am Anfang etwas leichter hat, man aber sehr oft umgreifen muss, was für Songs mit schnellen Akkordwechseln schwierig wird. Trotzdem muss ich sagen, dass ich mithilfe dieses Buches innerhalb von kurzer Zeit große Fortschritte gemacht und es daher nur weiterempfehlen kann. |
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Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags: Richtig ausmisten. Gerümpelfrei bleiben von Karen KingstonTaschenbuch von Rowohlt Tb.Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 3,99 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3499613999, Erscheinungsdatum: Januar 2003, Auflage: Neuausgabe. |
5 Kundenrezensionen:Befreiend 5 von 5 PunktenSeit ich mir dieses Buch gekauft habe, ist es zu meiner Lieblingsbeschäftigung geworden, regelmäßig aufzuräumen und auszumisten. Das Buch veranschaulicht sehr gut, wie sehr man sich tagtäglich mit unnützen Dingen beschäftigt und belastet. Auch beim Kaufen neuer Sachen, Kleidung, Hausrat, bin ich viel sorgsamer geworden und achte mehr auf Qualität. Das Buch hat mir sehr geholfen, meine bisherige Lebensweise- und Einstellung zu überdenken und zu ändern. Hat mir sehr geholfen 5 von 5 PunktenDer Teil mit dem Feng Shui ist mir, ehrlich gesagt, schnurzpiepegal. Was für mich zählt ist die Tatsache, daß ich noch wärend des Lesens die Punkte erkannt habe, an denen ich ansetzten muß - und das auch unmittelbar nache Lektürenschluß in die Tat umgesetzt habe. Für mich waren das vor allem die Punkte "sammeln um des Sammelns willen" (Mann, hat DAS Platz in meinen Bücherregalen gegeben), "das hat mir ein lieber Mensch gechenkt" und "das hat mal was gekostet". Ich bin heute noch entsetzt, wieviel Kram ich mit über einen Umzug geschleppt habe, weil der irgendwie schon immer bei mir war. Und das allerschönste ist, daß das Gerümpel bei mir kaum noch Chancen hat. Nicht, daß ich gar nicht mehr anfällig wäre - aber oftmals fällt es mir jetzt leichter, "nein" zu sagen und den Kram erst gar nicht ins Haus zu schleppen. Das Buch besitze ich übrigens schon lange nicht mehr;-) Was ich für unmöglich gehalten hatte... 5 von 5 Punkten...nämlich, freiwillig und mit Freude auszumisten, ist mir während und nach der Lektüre dieses Buches passiert! Dieses Buch hat mir geholfen, mich endlich von all den Dingen zu trennen, die ich "für den Fall, dass..." aufbewahrt hatte, ohne mir dessen wirklich bewusst zu sein. Ich kann dieses Buch jedem wärmstens empfehlen, der vollgestopfte Schränke und trotzdem immer noch zu wenig Platz hat: nach der Lektüre dieses Buchen haben Sie wieder Platz - und fühlen sich besser. Ich konnte vorher auch nichts mit Feng Shui anfangen und habe den bald anstehenden Umzug zum Anlass genommen, gründlich auszumisten - und war nun erfolgreicher als ich es mir je hätte träumen lassen... und bin mir sicher, dass es auch so bleibt, weil ich keine Lust mehr habe, Gerümpel überhaupt in meine Wohnung zu lassen und mir jetzt zweimal überlege, bevor ich irgendetwas kaufe. Es hilft, sogar bei mir... 5 von 5 PunktenWas soll ich sagen, dass Buch ist schon so viel gelobt worden. Und das zu recht. Ich habe hier bloß hereingeschaut, weil ich noch zwei Bücher für bestimmte, mir wertvolle, Menschen bestellen möchte. Mal sehen was sich bei denen verändert... :o) Ich sage einfach nur danke! 5 von 5 PunktenEs motiviert, es macht Spaß zu lesen, und es bringt Freude am Aufräumen und Ausmisten! Hat sogar mich unordentlichen Menschen dazu gebracht mit Spaß aufzuräumen. Danke! |
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Formulierungshilfen für Schulberichte & Zeugnisse von Alfred GruppBroschiert von Medienwerkstatt MühlackerPreis bei Amazon: EUR 22,50 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3931365328, Erscheinungsdatum: April 2006, Auflage: 4., Aufl. |
2 Kundenrezensionen:Tolles Buch für junge (und alte) Lehrer 5 von 5 PunktenIch bin eine junge Lehrerin und musste nun das erste Mal Zeugnisse für ein zweites Schuljahr schreiben. Eine Kollegin hat mir das Buch empfohlen. Ich bin total begeistert, da das Buch abwechslungsreiche Sätze bietet und man mit ihm wirklich arbeiten kann. Dieses Buch musste ich mir über die Medienwerkstatt bestellten, da es hier leider nicht mehr verkauft wird. Der einzige Nachteil, trotz 4. Auflage findet man noch die alte Rechtschreibung. Dieses Buch ist wirklich zu empfehlen. Formulierungshilfen für Schulberichte und Zeugnisse 4 von 5 PunktenDieses Werk kann eine große Hilfe für die Lehrer sein, die mit festgefahrenen Formulierungen kämpfen. Es stellt die Möglichkeit zu Verfügung aus rund 4000 Formulierungen,entsprechend der gängigen Notenskala, zu folgenden Bereichen auszuwählen: VERHALTEN (gegenüber Mitschülern/Lehrern/Sachen, "Gesprächsfähigkeit", "Kooperationfähigkeit") ARBEITEN (Mitarbeit/Arbeitsweise'/Denkfähigkeit/Schriftliches Arbeiten/Mündlicher Bereich) LERNEN (Lesen/Schreiben/Mathematik/SU/Musik/Sport) Dieses Buch ist sehr übersichtlich gestaltet und gut anzuwenden. Es ist hilfreich für alle Lehrer, die differenzierende Berichte schreiben müssen (neben Grundschullehrern auch für Sonderschullehrer in der Mittelstufe interessant) |
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Garantiert E-Gitarre lernen, m. 2 Audio-CD von Bernd BrümmerTaschenbuch von Alfred Publishing GmbHPreis bei Amazon: EUR 23,80 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3933136245, Erscheinungsdatum: August 2004, Auflage: 1 |
5 Kundenrezensionen:Sehr motivierend und leicht verständlich 5 von 5 PunktenDieses Buch ist die pure Motivation für alle, die schnell E-Gitarre lernen möchten. Auch solche, die noch nie eine Gitarre vorher in der Hand gehalten haben. Ruckzuck kennt man die ersten "Powerchords", die schön rockig klingen und man möchte gar nicht mehr aufhören. Ich ertappe mich oft dabei, dass ich noch "schnell" den nächsten Track auf der CD mit-üben möchte und merke gar nicht, wie die Zeit vergeht. Vorallem die Stücke mit Band machen richtig Laune. Von Funk bis AC/DC ist alles drin und schnell erlernbar. Notenkenntnisse sind nicht erforderlich. Kann ich mit fünf Sternen nur weiterempfehlen !!! Super Buch für alle E-Gitarren-Neulinge 4 von 5 PunktenEin klasse Buch für Anfänger, allerdings sollte man ein paar Vorkenntnisse in der Musiktheorie haben. Meiner Meinung nach sind alle Techniken sehr verständlich erklärt und auch die Aufmachung mit Tipps und Tricks am Seitenrand finde ich sehr gelungen. Die einzelnen "Übungshäppchen" die schrittweise zum finalen Song führen finde ich auch klasse. Einziger Nachteil: Für meinen Geschmack fehlen dem Buch ein paar bekannte Songs, die wesentlich zur Motivation beitragen würden. Ich habe mir Abhilfe verschafft, indem ich zusätzlich das Buch "Rock & Pop Gitarrenschule für Einsteiger" gekauft habe und mit beiden Büchern parallel arbeite. Als Grundlage einfach super 5 von 5 PunktenWenn man bedenkt, dass dieses Buch tatsächlich füt blutige Anfänger gestrickt ist, finde ich einige Bewertungen hier irreführend negativ. Wenn ich tatsächlich zum ersten Mal eine E-Gitarre in die Hand nehme und keine Ahnung von Noten etc. habe, benötige ich keine Informationen über die Einstellungsmöglichkeiten an meiner Gitarre oder dem Verstärker bzw. vertieftes Noten- oder Harmoniewissen. Wenn man gleich beim ersten Anschlag des Plektrums den Sound von Rammstein genereieren will, ist zum einen dieses Buch nicht geeignet (aber auch kein anderes) und zum anderen das Vorhaben autodidaktisch Gitarrespielen lernen sowieso zum scheitern verurteilt. Dieses Buch vermittelt dem Anfänger wie er aus seinem Instrument harmonische Töne "hervorzaubert". Mehr kann Bernd Brümmers Anspruch auch nicht sein ! Denn einen Gitarren-Virtuosen wie Lukather kann man mit zwei CD's und 130 Seiten nicht generieren. Es wird an dem Buch zu oft kritisiert, dass Grundlegendes fehlt und nur Wert auf das Auswendig-Lernen gelegt wird. Wer mal in einer durchschnittlichen deutschen Musikschule Gitarren-Unterricht genommen hat (so wie ich vor über 20 Jahren), wird festgestellt haben, dass genau dieses Grundlagenwissen im Überfluss den Spaß am Instrument verdirbt. Wer also dieses Buch zur Hand nimmt und ab und zu mal Bernd Brümmers Internet-Forum besucht, wird mit Sicherheit sehr schnell einigen Spaß am Gitarrespielen finden. Wer dann - ggf. auch paralell - etwas Interesse an den Grundlagen der Musik entwickelt, sollte sich mit weiterführender Literatur (z.B. die Fit for Guitar-Serie von Michael Morenga) beschäftigen. Auch darf man von Gegl nicht erwarten, dass man danach ein fertiger Band-Gitarrist ist. Im Anschluss muss man das Erlernte mit weiteren Büchern (z.B. der Blues you can use-Reihe oder Brümmers Einfach E-Gitarre spielen) vertiefen. Zusammenfassend ist dieses Buch für mich der ideale Einstieg und eine motivierende Grundlage mit Freude ein Instrument zu erlernen, dessen Faszination mir 25 Jahre fast ein Mysterium blieb. Bei aller Kritik muss man nämlich auch bedenken, dass ein Buch für die Allgemeinheit nicht auf Bedürfnisse Einzelner eingehen kann. Wer diese Anforderungen an das Erlernen des E-Gitarren-Spiels stellt, benötigt einen Privatlehrer und keine Literatur zum autodidaktischen Erlernen. Wirklich nur für Einsteiger 3 von 5 PunktenBei der heutigen Menge an Lehrbüchern für Gitarre muss man schon lange suchen, bis man das richtige gefunden hat, zumal, wenn man Umsteiger von Folkgitarre auf E-Gitarre ist bzw. beides machen möchte. Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieses Buch ist nur für absolute Beginner. Für diese Leser ist es zu empfehlen, wenn auch überflüssige Seiten vorhanden sind. Zum Beispiel Inhaltsverzeichnisse neun Seiten mit übergroßen Bildern, zwei Kreuzworträtsel (wozu?). Und da man sich als Neueinsteiger über Technik im Internet informieren kann, könnte man sich die Technikseiten auch sparen. Der Einsteiger will das Spielen lernen. Lauter verschenkte Seiten. Wenn man sich, wie ich, noch ab und zu die alten DM-Preise vor Augen führt, ist der Verkaufspreis in etwa der 50-DM-Grenze für die paar Seiten ziemlich deftig. Aber wie gesagt, für Einsteiger kein schlechtes Buch. Jörg Wernicke, Berlin No-nonsense Lehrgang 5 von 5 PunktenIch habe zwar als Kind ein paar Jahre Geige gespielt (mit Notenlesen), aber was die E-Gitarre angeht, bin ich blutiger Anfänger. Dieses Lehr- und Uebungsbuch führt den Anfänger Schritt für Schritt in die Praxis des E-Gitarrenspiels. Es ist didaktisch hervorragend strukturiert, wirklich kleine und sinnvolle Schritte ergeben bei fleissigem Ueben eine sehr solide Basis. Von Anfang an wird auf das Rhythmusgefühl und die richtige rhythmische Ausführung enormes Gewicht gelegt (Metronom, Mitzählen). Im ersten Kapitel geht es schon um das richtige Greifen von einzelnen Tönen inklusive Dämpfen für Viertel- und Achtelpausen. Das allein zeigt die solide Ausrichtung von Anfang an. Als Motivationsschub dient in jedem Kapitel eine sogenannte "Spielwiese", in der ein Stück eines bestimmten Musikstils mit einer ganzen Band eingeübt wird. Die Leadgitarre (Melodie) und die Rhythmusgitarre werden manchmal separat geübt und können ab CD mit der ganzen Musik gespielt werden. Dabei wird Wert gelegt auf diejenigen Techniken, die im entsprechenden Kapitel geübt wurden. Falls man schon früher als im Buch vorgegeben zB Akkorde lernen will, kann man das parallel ohne weiteres tun, ohne den Lernprozess zu verwirren, indem man in einem hinteren Kapitel übt. Das ganze Buch wendet konsequent nur Tabulaturschreibweise an, was für einen Anfänger wahrscheinlich gar nicht schlecht ist, weil der ganze Uebungsverlauf so einheitlich ist und schlank bleibt. Da ich persönlich auch die Notenschreibweise mitlernen möchte, lade ich Uebungsbeispiele vom Internet runter, wo sie tonnenweise vorhanden sind. Parallel lerne ich zum Beispiel die C Bluestonleiter, aber immer schön in der Technik, die im Brümmer-Buch grad angesagt ist (zB. mit Viertel- und Achtelpausen). (Weiter hinten im Buch wird der Blues natürlich auch geübt). Sehr empfehlenswerter, "no-nonsense" Lehrgang für Autodidakten, blutige Anfänger und andere, die sich der korrekten Spieltechnik versichern wollen. Falls man später einmal Individualunterricht nehmen wird, hat man mit diesem Buch sicher die Grundlage, für die man sich nicht schämen muss. |
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Alfred's Klavierschule für Erwachsene 1: Für mechanische und elektronische Tasteninstrumente von Amanda V. Lethco, Morton Manus, Willard A. PalmerTaschenbuch von Alfred Publishing GmbHPreis bei Amazon: EUR 12,50, Angebote ab EUR 12,40 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3933136083, Erscheinungsdatum: 1998, Auflage: 5., Aufl. |
5 Kundenrezensionen:Vom einfachen zum schweren - schnelle Erfolgserlebnisse - korrekt aufbauend - toll 5 von 5 PunktenAls absolute Neulinge haben wir mit diesem sehr günstigen Einstieg auf einem Digitalpiano angefangen. Dass man an einem Klavierlehrer nicht vorbei kommt : Daran ändert kein Buch mit oder ohne Audio-CD etwas. Dieses Buch führt Schritt für Schritt in vernünftigen Dosierungen heran, fördert dabei durch schnelle Erfolgserlebnisse die Lust auf mehr und lässt nichts aus. Absolut empfehlenswert. Band 2 und Band 3 werden bald bestellt...... Sollte 10 Sterne bekommen 5 von 5 PunktenNach 9 Jahren Keyboard habe ich mich entschlossen auch noch Klavier zu lernen, damit ich nicht ewig von der Begleitautomatik abhängig bin. Dazu habe ich mir diesen Kurs besorgt. Natürlich habe ich auch eine Klavierlehrerin (die schon 40 Jahre unterrichtet) und die war von dem Kurs so begeistert, dass ich ihn für sie auch bestellen musste. Ich selbst bin nach 5 Wochen täglichen !!! Übens (2 Stunden/Tag) mit dem ersten Band nun fertig und kann alle Songs darin fehlerfrei spielen. Habe mir auch Band 2 + 3 besorgt und freue mich schon auf die neuen Herausforderungen. Hätte nicht gedacht, dass Klavier so viel Spass macht. Dieser schnell aufbauende, von den Songs durchaus anspruchsvolle Kurs sollte 10 Sterne bekommen. Nicht ohne meinen Lehrer! 3 von 5 PunktenDa diese Klavierschule von so vielen Rezensenten gelobt wurde und mehrmals betont wurde, daß sie auch für Anfänger geeignet sei, habe ich sie schliesslich gekauft. Meiner Meinung nach geht ohne Klavierlehrer gar nichts. Ich habe keine Ahnung, ob meine Fingerhaltung so ist, wie sie sein soll ("als ob man eine Seifenblase hält" heißt es im Buch). Und wie man Legato spielen lernen soll NUR aus einem Buch, ist mir schleiferhaft. Also: beim nächsten mal mindestens eine Klavierschule, bei der wenigstens eine AudioCD dabei ist und dann gleich ein paar Stunden beim Klavierlehrer einplanen. Im übrigen ist das Büchlein aber sehr übersichtlich aufgemacht. Was ich auch vermisse, ist eine Einteilung in Lektionen oder Lehrstunden. So muß ich mir den Stoff als Autodidakt selbst einteilen, und weiß nie so recht ob ich mir zuviel auflade, oder... Mein Fazit: zum Selbstlernen nicht wirklich ausreichend. auch ohne LehrerIn ;) 5 von 5 PunktenSeit ca. 4 Wochen spiele ich jetzt Klavier mit dieser Klavierschule und kann sagen - auch ohne Lehrer geht es damit ziemlich gut. Für Anfänger absolut geeignet, da auch Hintergründe/Musiktheorie gut erklärt werden. Bin bei den letzten beiden Stücken angelangt, die aber nun wirklich einige Übung fordern...fast ist da der Sprung etwas groß. Bin insgesamt aber sehr zufrieden, und hab mir schon den zweiten Band bestellt :) hier noch die bekanntesten Stücke (in Reihenfolge leicht - schwer): Au clair de la lune Jingle Bells merrily we roll along when the saints go... happy birthday kumbayah michael row the boat... joy to the world Greensleeves When Israel was in Egypts land Scarborough Fair He's got the whole world... Entertainer Amazing Grace Eine tolle Hilfe für Anfänger 5 von 5 PunktenDieses Buch ist ideal für Anfänger, Details sind super beschrieben. Die Stücke in dem Buch sind sehr gut ausgewählt. Allerdings würde ich es dennoch nur mit Klavierlehrer lernen, da sich beim autodidaktischen Klavierspielen zu viele Fehler einschleichen können, die später nur schwer wieder korrigiert werden können. Ich selbst habe vor 4 Wochen mit dem Klavierlernen begonnen und bin trotz der tollen Lernanleitung froh, daß ich von meinem Klavierlehrer wöchentlich noch mal eine persönliche Hilfestellung bekomme. Es bleiben ganz automatisch Fragen offen, die man aufgrund der Individualität eines jeden Schülers in einem Buch nicht abschließend klären kann. |
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Berlin Alexanderplatz von Alfred DöblinTaschenbuch von DtvPreis bei Amazon: EUR 8,90, Angebote ab EUR 1,90 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3423002956, Erscheinungsdatum: Dezember 1996 |
Amazon.de Hörbuch-RezensionIm Maxim-Gorki-Theater gab der Schauspieler Ben Becker den Franz Biberkopf in einer Bearbeitung von Alfred Döblins Berlin Alexanderplatz, wobei es ihm auf brillante Art und Weise gelang, das Leben eines kleinen Mannes, der nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis von der rasant veränderten Großstadt daran gehindert wird, ein anständiger Mensch zu werden, auch auf der Bühne darzustellen. Jetzt hat Becker Döblins Roman, der nicht zuletzt von den vielen tausend neuen Stimmen der großen Stadt -- ihrem Jargon, ihrer Musik und Reklame-Sprache -- erzählt, seine Stimme gegeben: Markant, polyphon und über die ganzen drei Stunden der Lesung überaus unterhaltsam. Döblin hätte sich über diesen Franz Biberkopf wohl sehr gefreut. Das Booklet zum Hörbuch listet erklärungsbedürftige Ausdrücke des Berliner Dialektes auf, die zum Verständnis des Textes wichtig sind. Auch dies ein schöner Nebenaspekt dieser gelungenen Produktion. --Stefan Kellerer Hörbuch, drei CDs, Spieldauer ca. 174 Minuten. Audiobook-RezensionenDer Arzt Alfred Döblin schrieb mit dem 1929 veröffentlichten Text Berlin Alexanderplatz den bekanntesten deutschen Großstadtroman. Bereits 1931 wurde der Stoff mit Heinrich George verfilmt. Neben der Thematik - erzählt wird die Geschichte eines einfachen, kleinen Mannes, der beständig versucht, anständig zu leben, der aber immer wieder auf Menschen und Situationen hereinfällt - sind vor allem die Technik des inneren Monologs und die Montagetechnik des Romans bemerkenswert. Das, was die Großstadt ausmacht, das Häusergewirr, das Zeitungs- und Reklamegeschrei, strahlender Glanz, Zuhältermilieu und Tegel montiert Döblin in Anlehnung an die neuen Filmtechniken zu einer Gesamtheit der bedrohlichen Großstadt. Die pausenlosen Monologe des Protagonisten entwerfen das Porträt des kleinen Mannes, der kurze Zeit später als verhängnisvoller Prototyp des Mitläufers massenhaft auftritt. Als passenden Interpreten dieser Berliner Großstadtgeschichte kann man sich kaum einen anderen als Ben Becker vorstellen. Auch ohne seine erfolgreiche Darstellung des Franz Biberkopf am Maxim Gorki Theater in Berlin (2000) würde man für die hier vorliegende Hör- Version zu dieser Einschätzung kommen. Der Kraft-Schauspieler, der im Lebenspartner seiner Mutter, in Otto Sander, ein echtes Vorbild fand, hat in zahlreichen Kino- und TV-Produktionen beeindruckt. Unvergesslich seine Rolle in Comedian Harmonists, wofür er die Goldene Kamera erhielt. Für die Darstellung des Jobst Dettmann in dem Krimi Polizeiruf 110. Totes Gleis erhielt Becker den Adolf-Grimme-Preis. Döblin wusste, wovon er schrieb: Als Armenarzt kannte er das Milieu und seine Sprache. Dieser neue Naturalismus wird von Ben Becker virtuos in Szene gesetzt. Die Rolle des kraftstrotzenden, gutmütigen Kerls, der so unbeholfen, hilflos und naiv auf alle - egal ob Frauen oder Männer - hereinfällt, scheint ihm auf den Leib geschnitten zu sein. Er interpretiert Franz Biberkopf als Kreatur, die immerfort einem es ausgeliefert ist. Immer hört man es tat dieses und jenes mit ihm. Den für diesen Roman typischen Wechsel zwischen Berliner Jargon, Schlager, Werbe- Slogans, Bevölkerungsstatistiken, Börsennachrichten und vielen anderen Elementen, die das Leben eines Großstadtmenschen begleiten, meistert der Sprecher souverän. Was Ben Becker hier liefert, ist ein in jeder Hinsicht brillantes Hör-Erlebnis und kann wärmstens weiterempfohlen werden! Am 10. August 2003 jährte sich der Geburtstag von Alfred Döblin zum 125. Mal. Mit dem Medizinstudium in Berlin (1900) begann Döblin auch seine literarische Tätigkeit. Von 1912 bis 1920 zählte der Autor zu den führenden Vertretern der expressionistischen Literatur. 1928, ein Jahr bevor sein Meisterwerk Berlin Alexanderplatz erschien, wurde Döblin in die Preußische Akademie der Künste aufgenommen. 1933 entzog man ihm die ärztliche Kassenpraxis. Daraufhin emigrierte er über Zürich nach Paris. 1940 floh er in die USA. Nach dem Krieg konnte sich Alfred Döblin mit Deutschland nicht mehr anfreunden und ging wieder nach Paris. 1957 starb Alfred Döblin. Lesung, Spieldauer: ca. 174 Minuten, 3 CD. Mit ausführlichem Booklet. -- culture.text 5 Kundenrezensionen:Aussergewöhnlich geil. 5 von 5 PunktenZunächst zu der Ausgabe vom Fischer-Verlag: Toll! Schön aufgemacht, gutes Papier, übersichtlich, einwandfreie Rechtschreibung. So etwas nimmt man gerne in die Hand! Vorab: Diese Rezension ist nicht hilfreich. Keine Rezension zu diesem Buch ist es. Genau deshalb schreibe ich sie. "Berlin Alexanderplatz" ist ein so aussergewöhnlich geschriebener Roman, dass man ihn einfach nicht pauschal als gut oder schlecht bezeichnen kann. Das ist natürlich de facto bei keinem Buch möglich. Hier fällt es mir allerdings besonders auf. Als Beweis gelten ja allein schon die sehr verschiedenen Rezensionen, die veröffentlicht wurden. Für mich ist dieses Buch zu einem "Heiligtum" avanciert. Das war es nicht von Anfang an! Die ersten fünfzig Seiten waren im wahrsten Sinne des Wortes Arbeit. Denn Döblins Stil ist so abstrakt, setzt sich aus so vielen Einzelheiten zusammen, dass es seine Zeit braucht, um sich einzulesen. Es ist wie bei einem Lied mit schwerem Rhythmus. Den muss man erstmal einige Zeit anhören, um ihn zu verstehen. Dann macht das Tanzen aber umso mehr Spaß! Genauso habe ich es beim "Alexanderplatz" empfunden. Es ist ein bisschen Ausdauer nötig, um in den Stil hineinzufinden. Wenn man dann aber drin ist! Wow! Mich hat dieses Buch vor allem begeistert, weil es aufgrund der Montagetechnik und der manchmal scheinbar willkürlich zusammengesetzten Teile eine Stimmung erschafft, die mich völlig in die 20er Jahre gesogen hat. Außerdem wird durch diese Stilmittel die Aussage auf schönere Weise klarer, als es im herkömmlichen Roman möglich wäre. Das beste Beispiel ist hierfür die Situation nach der Armamputation an Franz. Es wird dargelegt, wie er weint, verzweifelt ist, sich nicht traut, den Grund für das Geschehen auszusprechen. Und mittendrin in dieser Atmosphäre, die Mitleid beim Leser hervorruft, kommt der Einschub: Döblin nennt Zahlen aus einem Schlachtbetrieb. Wie viele zehntausende Rinder, Schafe etc. abgeschlachtet werden. Das wirkt wie eine Ohrfeige. Wieso haben wir gerade mit einem Menschen Mitleid, nur weil er einen Arm verliert? Dafür liebe ich diesen Roman! Für die unerbittliche Ehrlichkeit, die aber das Wichtigste nicht vergisst: Ja, Döblin schildert eine düstere Welt. Das Buch wirkt auf mich aber nicht depressiv. Es ist vielmehr von einer großen Menschenliebe geprägt. So sehe ich Döblins Werk. Und ebenso kann ich es verstehen, wenn Leute damit überhaupt nichts anfangen können. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, dessen Stil mir so Typ-abhängig erschien. Denn das Buch lebt von einem völlig unormalen Stil. Und es ist logisch, dass gerade darum keine allgemeingültige Bewertung stattfinden kann. Viele schreiben, dass sie viel zu lang für das Buch gebraucht haben. Auch ich habe es nicht in einem Haps verschlungen. Aber bei mir war es sogar anders: Es tat mir leid um jede Seite, die ich gelesen hatte, denn damit näherte ich mich dem Ende. Was ich mit all dem ausdrücken will: Dieses Buch muss man ausprobieren! Keine Rezension hilft weiter. Aber nicht umsonst zählt es zu den großen Werken des 20. Jahrhunderts. Und wenn man es schafft, in dieses Buch hineinzuschlüpfen... dann gnade einem Gott! ;-) Lichter der Großstadt 5 von 5 PunktenDie Geschichte des Franz Biberkopfs ist zu einem literarischen Mythos geworden. Alfred Döblin hat mit Berlin Alexanderplatz den modernen Stadtroman vergleichbar mit Manhattan Transfer von John Dos Passos geschrieben. Sein Berlin der Zwanziger Jahre betrachtet er nicht aus dem Palais heraus, er siedelt es im Milieu an, konzentriert es nicht auf Biberkopf allein, es sind die vielen Stimmen, Blicke, Schicksale, die einen Chor ergeben. Die Zutaten sind dabei schrill: Gefängnis, Prostitution, Mord, Verrat doch wird derjenige, der eine Handlung an der Oberfläche sucht, enttäuscht werden. Teilweise ist es wie ein Requiem auf eine schillernde untergehende Zeit geschrieben, als Chronik der Zeitenwende. Ein sprachliches Meisterwerk. Das Leben geschildert wie ein Flackern. Es ist genug Licht da, aber es bewegt sich im Wind, dreht sich, wendet sich, steht nie still. Und plötzlich ist es dunkel und man erinnert sich, daß es da ein Licht gab. Wie es Döblins Berlin der Zwanziger Jahre gab. Lektüre für den anspruchsvollen Leser 5 von 5 PunktenBerlin Alexanderplatz - dieser Name liegt erst einmal schwer im Raum und genauso geht es dem Leser, der in ein wahres Geflecht aus Wortfetzen, Reklame, Gedanken und Gefühlen hineingestoßen wird. Ohne Orientierung tastet er sich durch die ersten Seiten und sieht bruchstückhaft eine Handlung heraufziehen. Wahres Großstadtleben eben - du siehst hinein und wirst erfasst vom Rausch, dem du dich nicht mehr entziehen kannst. Das Thema dieses Romans ist die STADT, in all ihren Widersprüchen und ihrer Strahlkraft. Das hat für Handlung schwerwiegende Folgen. Die Montagetechnik liefert eine zertrümmerte Sprache, während die Handlung in Sprüngen voranschreitet, die der Leser oft nicht nachvollziehen kann. Doch wer sich darauf einlässt, wer sich den Roman erobert, wie es Franz Biberkopf mit der Stadt vorhat, der wird belohnt, mit einem der modernsten und innovativsten Romane der Moderne, der in einer philosophischen Dimension und Modernität der Erzähltechnik einzigartig bleibt. Fazit: Anspruchsvolle Lektüre für den fortgeschrittenen Leser. Die Lichter der Großstadt - sie sind in Sprache gegossen worden! ein Graus! 1 von 5 PunktenIch habe dankenswerterweise dieses Buch auf der Schule nicht als Lektüre lesen müssen; im Gefühl möglicherweise etwas verpasst zu haben, habe ich es mir nun vorgenommen. Als eines der ganz wenigen Bücher, habe ich es dann aber auch nach etwa 100 Seiten weggelegt! Von der Inhaltsangabe hätte man noch etwas erwarten können in Analogie zum Hauptmann von Köpenick, aber es kommt anders. Die gescheiterte Existenz des Max Biberkopf bleibt eben im Sumpf stecken. Die Sprache ist ekelig und der Leser darf nicht hoffen, dass sich das Ganze bessert, es wird eher schlimmer. Schade um die Lesezeit! Fazit : Auch wenn das Buch zur bekannten Literatur Deutschlands zählt und als Roman gefeiert wird, der Berlin erstmals zum zentralen Thema einer Erzählung macht, kann ich mich nur schaudernd abwenden und am Verstand so vieler Kritiker und Literaturwissenschaftler zweifeln. Ist es denn ausreichend, einfach nur Unsinn zu verzapfen? Ein Graus! 1 von 5 PunktenIch habe dankenswerterweise dieses Buch auf der Schule nicht als Lektüre lesen müssen; im Gefühl möglicherweise etwas verpasst zu haben, habe ich es mir nun vorgenommen. Als eines der ganz wenigen Bücher, habe ich es dann aber auch nach etwa 100 Seiten weggelegt! Von der Inhaltsangabe hätte man noch etwas erwarten können in Analogie zum Hauptmann von Köpenick, aber es kommt anders. Die gescheiterte Existenz des Max Biberkopf bleibt eben im Sumpf stecken. Die Sprache ist ekelig und der Leser darf nicht hoffen, dass sich das Ganze bessert, es wird eher schlimmer. Schade um die Lesezeit! Fazit : Auch wenn das Buch zur bekannten Literatur Deutschlands zählt und als Roman gefeiert wird, der Berlin erstmals zum zentralen Thema einer Erzählung macht, kann ich mich nur schaudernd abwenden und am Verstand so vieler Kritiker und Literaturwissenschaftler zweifeln. Ist es denn ausreichend, einfach nur Unsinn zu verzapfen? |
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Garantiert Gitarre lernen für Kinder: Die kinderleichte Gitarrenschule für KinderMusiknoten von Alfred PublishingPreis bei Amazon: EUR 16,80 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3933136296, Erscheinungsdatum: August 2005, Auflage: Mit Internet-Unterstützung. |
3 Kundenrezensionen:geeignet auch für erwachsene im selbststudium 5 von 5 Punktenich habe diese schule vor wenigen wochen bestellt um mir selbst das gitarrenspiel beizubringen bzw. die grundlagen, da ich berufsbedingt nicht mit einer musikschule arbeiten kann. ich bin mehr als zufrieden, da aufgrund der kurzen, aber präzisen anweiseungen und der photographischen dokumentation der fingerpositionen das üben wirklich viel spaß macht und ich gut voran komme; außerdem finde ich das format des buches praktisch.schade, daß ich das buch nun schon bald durchgespielt habe und es meines wissens keine fortsetzung gibt.insgesamt ein tolles preis-leistungs-verhältnis! So lern ich schnell Gitarre spielen 5 von 5 PunktenDiese Gitarrenschule ist meine Lieblingsschule. Sie ist über sichtlich, auch verwendbar für Kinder, die noch nicht lesen können(Bei entsprechender Anleitung) und ist optisch ansprechend.Sehr gut gefallen mir die verschiedenen Aufgaben und Rätsel rund um das Thema Gitarre.Das habe ich bisher in keiner anderen Schule so gefunden.Ich schätze sie sehr für meinen Unterricht mit Grundschülern. Die beste Gitarrenschule für Kinder 5 von 5 PunktenIch habe längere Zeit nach einem guten Buch gesucht, um Kinder an das Gitarrespielen heranzuführen. Das hier ist für mich aus mehreren Gründen das beste: Es ist logisch aufgebaut, d.h. die Kinder lernen kleine Akkorde und Lieder gleichzeitig. Zu jedem neuen Lied gibt es eine witzige Akkordwechselübung. Die Lieder auf der CD sind im kindergerechten Tempo aufgenommen, so dass die Kinder sehr schnell auch zur CD spielen können. Es ist sehr liebevoll illustriert und der Inhalt ist auch ohne große Erklärungen für die Eltern sehr gut nachvollziehbar, so dass sie den Lernfortschritt ihrer Kinder beurteilen können. In unserer Musikschule ist es mittlerweile das Standartwerk. |
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Sansibar oder der letzte Grund von Alfred AnderschTaschenbuch von DiogenesPreis bei Amazon: EUR 7,90, Angebote ab EUR 3,50 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3257236018, Erscheinungsdatum: Oktober 2006, Auflage: 1 |
5 Kundenrezensionen:Eine recht spannende Geschichte für zwischendurch 4 von 5 Punkten1937, Rerik an der Ostsee. Zufällig kommen hier Gregor, ein KPD-Funktionär, Helander, der Pfarrer Reriks, Judith, eine Jüdin aus Hamburg, Knudsen, ein Fischer, und ein Junge, der Lehrling Knudsens zusammen. Während Judith vor den Nationalsozialisten nach Schweden fliehen will, geht es dem Pfarrer um die Rettung einer Holzplastik ("der lesende Klosterschüler"), die die Nationalsozialisten am nächsten Tage abholen wollen. Auch der Junge will aus Rerik fort in die weite Welt. Gregor und der Pfarrer versuchen den Fischer Knudsen davon zu überzeugen, die Plastik mit seinem Boot nach Schweden zu schaffen. Später geht es auch darum, Judith bei der Flucht zu helfen und sie mit der Plastik mitzunehmen. Judith geht es um ihr Leben. Der Junge will fort, weil in Rerik nichts los ist, weil Rerik seinen Vater tötete und diesen schlecht beleumdet, und weil ihn das Fernweh nach Sansibar treibt. Dieses ist sein letzter Grund, der dem Buch den Titel gibt. Gregor hilft Judith zu fliehen, weil er so das Nichts, dessen Manifestation der Nationalsozialismus ist, aufheben kann. Dem Pfarrer Helander geht es um die Integrität seiner Persönlichkeit und um die Lebendigkeit der Welt. Knudsen, der sich lieber aus allem heraushalten will und seine Ruhe sucht, hilft letztlich bei der Flucht nach Schweden, weil er vom verhassten Gregor geachtet werden will. Die Erzählung ist eingeteilt in einzelne Kapitel, in denen die jeweils agierenden Personen Gegenstand des Erzählens sind. Die Kapitel sind jeweils mit den Namen dieser Personen überschrieben. Die Erzählung ist insgesamt recht spannend, da nicht klar ist, ob und wem die Flucht gelingen wird. Zusätzlich entsteht ein einzelner Spannungsbogen, als die Gefahr besteht, dass die auf der Flucht befindlichen Personen von einem Zollboot entdeckt werden. Fazit: Eine recht spannende Erzählung für zwischendurch. für hartnäckige 4 von 5 Punktendas buch "sansibar oder der letzte grund" beschreibt das leben 5 völlig verschiedener menschen die zur zeit des dritten reiches aufeinandertreffen. jeder mit seinem ganz eigenen hintergrund und vergangenen, natürlich auch seiner akzeptierten oder nicht-akzeptierten identität, werden sie durch eine holzplastik zusammengeführt, bis sie sich schliesslich vor der kulisse des kleinen hafenstädtchens rerik wieder trennen. zunächst mag die erzählweise, der 5 verschiedenen ebenen (die 5 hauptfiguren erzählen aus der jeweils ganz persönlichen sicht) verwirrend erscheinen und so manchen schon nach dem ersten kapitel in die flucht schlagen. jedoch lohnt es sich weiterzulesen und die zusammenhänge, ausgehend vom dritten reich zu hintergründen und mit eigentlichen geschehnissen zu vergleichen. ein empfehlenswertes buch, für jene die sich nicht nur mit reiner unterhaltungsliteratur beschäftigen! Die erste Schullektüre, die gefällt! 4 von 5 PunktenNachdem ich vom Hauptmann von Köpenick schon nach einer Woche die Nase voll hatte und mich Maria Stuart hat im Unterricht einschlafen lassen, wurde ich positiv von Sansibar oder der letzte Grund überrascht! Nachdem meine Familie versicherte, dass mich auch dieses Buch langweilen wird, bin ich mit genug Kaffee intus in die Schule gegangen, um nicht erneut einzuschlafen, doch das war gar nicht nötig! Schon gleich nach dem ersten "Kapitel" vom Jungen, der träumt, eines Tages wie Huckleberry Finn dem Alltag zu entfliehen und Abenteuer zu erleben, war ich aufmerksam geworden. Denn dieses Buch war anders als die bisherigen Schullektüren. Andersch baut die Geschichte nicht in Kapiteln, sondern in Sichtweisen einzelner Personen auf. Jede Person hat ihre eigenen Motive, nach Rerik (dem Haupthandlungsort) zu gelangen bzw. von ihm zu verschwinden und so kommt es, dass alle aufeinander treffen. Zwar ist das Buch an einigen Stellen etwas in die Länge gezogen und etwas reich mit Metaphern etc. bestückt, doch finde ich es eine gelungene Abwechslung zu dem, was man sonst so in der Schule vorgesetzt bekommt. Nicht zuletzt finde ich das Buch gelungen, da jeder Leser sich mit irgendeinem der Charaktere in gewisser Weise identifizieren kann, so wie ich es z.B. mit dem leicht naiven und träumenden Jungen konnte ;) Wenn man PURE Langeweile sucht - Hier findet man sie ganz bestimmt! 1 von 5 PunktenSansibar oder der letzte Grund - Allein dieser Titel scheint schon Langeweile zu erzeugen. Doch gezwungenermaßen begann ich dieses Buch zu lesen. Und der Titel hielt was er verspricht: Langeweile. Die Unterteilung in einzelne Personen und die dadurch herausgearbeiteten Handlungsstränge lassen keinerlei Spannung zu und ziehen sich jeweils hin wie Harz. Die altertümliche Sprache ohne jegliche Verwundung eines Anführungszeichens stören den Lese"fluss" zusätzlich und verwirren den Leser immer mehr, da sie nicht zulassen, dass man erkennt wo die direkte Rede endet und der Gedanke beginnt. Das führt zu einer grundlegenden Verwirrung, die einfach nicht vertretbar ist für einen so "klassischen und gleichzeitig so modernen Roman". Die Geschichte scheint sich nur um schlampig recherchierte Politische Bruchstücke zu scharen, die jeden Leser schon nach den ersten Seiten langweilen. In diesem trüben Licht der Handlung scheint sogar die nervenaufreibende Ideologie des Nazionalsozialismus völlig verharmlost unterzugehen. In einer kindlichen Sichtweise wird versucht die Zeit des NS-Staates zu erklären, doch es rettet diese Geschichte nicht, die mich beim Lesen des Öfteren eingeschläfert hat. Ich rate somit jedem, der nicht auf Langeweile steht, auf diese Lektüre zu verzichten. Menschen wie sie sind 5 von 5 PunktenUm es gleich vornweg zu sagen - auch ich habe dieses Buch (vor 40 Jahren) im Deutschunterricht gelesen und als Hausarbeit bearbeitet - und ich sage LESEN! Völlig wurscht, ob man sich heute noch mit der Nazizeit identifiziert oder auch nur auseinandersetzt. Jeder, der in dieser fetten und reichen Republik lebt, muss sich fragen, wie er reagiert hätte, was sein Beitrag gewesen wäre, und vor allem, was sein Beitrag sein wird, wenn es wieder passieren sollte. Würde er reagieren wie der Fischer Knudsen, der nur aus Sorge um seine kranke Frau den Mund hält? Oder wie Gregor, der sowohl eine Mission hat als auch ein bisschen ein Feigling ist und mit dem Tode bedroht ist? Oder wie Judith die einfach leben will? Oder der Junge, dem noch alles egal ist, Hauptsache er kommt nach Sanisbar? Oder Pfarrer Helander, der seiner Vision nachhängt, sich aus der Wirklicheit ausblendet und daran stirbt? Oder doch so wie die Anderen? Soll mir keiner erzählen, dass dieser Klassiker nicht auch heute in unzähligen Ländern der Erde relevant ist. Gut zu wissen wie man sich verhalten würde. Und bemerkenswert, wie diese spröde Art der Strukturierung Spannung aufbaut. Lesen und handeln! |
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Eine Frage der Schuld: Anläßlich der "Kreutzersonate" von Lew Tolstoi. Mit einem Nachwort von Ursula Keller von Sofja TolstajaGebundene Ausgabe von ManessePreis bei Amazon: EUR 19,90 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3717521500, Erscheinungsdatum: Oktober 2008 |
2 Kundenrezensionen:Der vergebliche Kampf um eine gute Ehe! 5 von 5 PunktenDie junge Anna, Tochter von Landadligen im zaristischen Russland, erfreut sich unbeschwerter Lebenslust. Sie liebt die Natur, ist wachen Geistes, liest Büchner und Feuerbach und malt gerne, als sie den Fürsten Prosorski im Hause ihrer Mutter trifft. Er ist sofort entflammt von der grazilen, natürlichen und heiteren Schönheit der jungen Frau. Schon bald hält er um ihre Hand an. Zunächst erschrocken von dem Drängen des um 17 Jahre älteren Fürsten gibt Anna doch bald nach und willigt in die Heirat ein. Untrügliche Zeichen seiner vulgären Sinnlichkeit, mit der er sie begehrt, übersieht sie, und erlebt die Zeit nach der Hochzeit als Alptraum. Das ist die Geschichte der Sofja Tolstaja, der Frau von Leo Tolstoi. In der Kreuzersonate hat Tolstoi eine Ehetragödie abgehandelt, die unschwer als seine eigene zu erkennen ist. Als Antwort auf diese beschreibt Sofja Tolstaja ihre Sicht der Ehe, und da entsteht ein ganz anderes Bild. Im Gegensatz zu ihm erscheint sie in der Figur der Anna als eine Frau, die sich nach seelisch- geistiger Gemeinschaft sehnt, die ihr der Mann verweigert. Seine Sinnenlust trieb ihn immer wieder zu anderen Weibern, und sie litt unter Eifersucht und Einsamkeit. Der Fürst wird als ansehnlicher Mann beschrieben, dem sie gerne eine gute Frau war. Er aber ließ sie im Stich. In stillem Kampf um seine Liebe versucht sie ihn bei Laune zu halten, indem sie ihm jede Art von Abwechslung bietet. Sie verbringt den Winter über mit ihm und den Kindern in Moskau, wo sie gesellschaftliche Erfolge feiert, weil sie schön, unterhaltsam und zudem eine anregende Gesellschafterin ist. Zu Bechmetew, einem Freund ihres Mannes, entbrennt Anna in heimlicher Liebe, denn er ist sensibel und wie sie den schönen Künsten zugetan. Sie bleibt jedoch treu und bemüht sich immer weiter um die wahre Liebe in ihrer Ehe, wenn ihr diese Mühe auch erhebliche Kraftanstrengungen abverlangt. Ihr Mann ist ein untreuer, launischer Liebaber, dem es nur um die körperliche Schönheit und sein unstillbares Begehren geht. In zynischen Ausbrüchen verdächtigt er sie der Untreue, deren Auswüchse sie mit Entsetzen von sich weist. Sofja Tolstaja ist eine begabte Schriftstellerin, die ihren inneren Stimmungen, der äußeren Schönheit der Natur und ihren tiefen Gedanken beredt Ausdruck zu geben vermag. Die Kinder sind das größte Lebensglück der Fürstin. Ihrer Erziehung und ihrer Bildung widmet sie sich mit Überlegenheit, Hingabe und kluger Einsicht und findet in dieser Aufgabe ihre seelische und geistige Zufriedenheit. Das Buch ist von klugen, in poetische Worte gefassten Lebensweisheiten erfüllt, angereichert mit eigenen Überlebensstrategien in einer fast unerträglichen Lebensgemeinschaft mit Leo Tolstoi. Die Erzählung gerät auf diese Weise zu einer Abrechnung von Frau Tolstaja mit ihrem ungetreuen, rabiaten und zynischen Ehemann. Wie es in einem Nachwort von Ursula Keller heißt, ist Sofja Tolstaja durchaus als eigenständige Schriftstellerin aus dem Schatten ihres Mannes herausgetreten. Man liest die Lektüre mit Freuden. Die bibliophile Aufmachung aus der Manesse Bibliothek ist handlich und ansprechend, die Übersetzung von Alfred Frank und Ursula Keller gelungen. Die Autorin bleibt im Windschatten des berühmten Ehemanns 4 von 5 PunktenDie bisher unbekannte, missachtete, hochbegabte jedoch verkannte Schriftstellerin Sofja Tolstaja (1844-1919), Ehefrau des legendären Tolstoi, hat immer im Schatten ihres berühmten Mannes gelebt, war ihm treue Lebensgefährtin und Ehefrau im klassischen Sinn, hat seine Werke gelesen, redigiert, kritisiert und gelobt. Dabei blieb verborgen, dass auch sie eine begnadete Erzählerin und Schriftstellerin war. Jetzt, 75 Jahre nach ihrem Tod wurde "Eine Frage der Schuld" in ihrem Nachlass entdeckt und nach einer Übersetzung von Ursula Keller und Alfred Frank auf den deutschen Büchermarkt gebracht. Es ist die Erwiderung der Ehefrau Tolstois auf dessen skandalöses Alterswerk "Die Kreutzersonate", in dem er seine sozialkritischen Positionen darlegte. Sofja Tolstoi war, als sie damals mit 18 Jahren heiratete, eigentlich schon Schriftstellerin. Sie hatte eine kleine Erzählung geschrieben, die ihr zukünftiger Gatte gelobt haben soll. Sie trat in den Ehestand, nahm die Sache sehr ernst und hat Ihre erste Erzählung kurz vor der Hochzeit verbrannt, stellte sich ganz in die Dienste ihres Mannes. Sie hatte auch keine Zeit mehr Romane zu schreiben, denn sie hatten bekanntlich sechzehn gemeinsame Kinder, von denen dreizehn überlebt haben. Doch dann passiert etwas was sie dermaßen empörte, dass sie diesen kleinen Roman "Eine Frage der Zeit" geschrieben hat. Es war die 1889 erschienene Novelle "Die Kreutzersonate" ihres Mannes, die damals für Furore sorgte. Darin setzte er eine authentische Geschichte in Literatur um. Es war die Geschichte seiner Ehe, die er in einer Form gebracht hat, die ihr in jeder Hinsicht missfiel, sie beleidigte und beschmutzte. Da sitzt der ehemalige Gutsbesitzer Posdnyschow auf einer nächtlichen Reise durch das winterliche Russland in einem Eisenbahncoupe und erzählt wechselnden Fahrgästen die Geschichte seiner Ehe und insbesondere seine Meinung über die Frauen. Taillen, Locken und Tournüren haben ihn in die Falle der Ehe gelockt, die Jagd nach dem Mann war seiner Frau geglückt. Die Flitterwochen erfasste ihn Unbehaglichkeit, Scham, hässliche, trübe Stimmung und vor allem Langeweile. Heirat erwies sich nicht nur als kein Glück, sondern sie war etwas sehr Drückendes. Während des ganzen Ehelebens sah er sich und seine Frau als zwei Sträflinge, die einander hassten und an eine Kette geschmiedet waren. Ein geregeltes, geordnetes Familienleben gab es nicht. Die feinen Damen der Gesellschaft bezeichnete er als Kokotten, die sich eigentlich von den Insassen der Bordelle in nichts unterscheiden. Liebe taugt nichts, der Mann und das Weib sind so geschaffen wie das Tier, so dass auf die sinnliche Liebe die Schwangerschaft folgt. Der Mann muss unbedingt seine Triebe befriedigen, da kommen Ernährung und Geburt des Kindes dazwischen und verhindern die Befriedigung dieser Bedürfnisse, denn er sieht nichts als Sex und grenzenlose Wollust in der Ehe. Man braucht sie eigentlich nicht, Sex kann auch anders befriedigt werden. Es war eine unglaublich bösartige Abrechnung mit Liebe und Ehe, aber diese Bösartigkeit richtete er nicht gegen die Frauen, sondern im Prinzip gegen sich selbst, gegen Gott und die Welt, gegen das ganze Geschlechtliche. Die Frage ist dabei doch, wohin geht man mit seinen Trieben, mit seinen Sehnsüchten? Man kann "Die Kreutzersonate" auch anders lesen und sagen, er hat zu seinem Entsetzten festgestellt, dass die Frau auch ein sexuelles Wesen ist, nicht in jeder Hinsicht nur die Empfangene sein möchte und die Sexualität nicht nur vom Mann ausgeht. Bei dieser Betrachtungsweise kann man sagen Tolstaja hat auf eine Art und Weise geantwortet, die auch wieder ganz altmodisch ist. Wie dem auch sei, die Ansichten haben seine Ehefrau verständlicherweise tief getroffen und so hat sie dieselbe Geschichte nun aus der Sichtweise der Frau geschrieben. Und wen wundert es, da sieht alles plötzlich ganz herrlich und rosarot aus. Im Subtitel schreibt sie"anlässlich der Kreuzer Sonate", also dieses Buch ist eine Antwort auf das Buch ihres Gatten. Sie schreibt von einem jungen kleinen Mädchen das noch an die reine Liebe glaubt, die malt, Bücher liest und Klavier spielt. Sie denkt nur an das Gute und Schöne, bewahrt ihre Unschuld und ihr reines Herz, das sie eines Tages dem einen Mann schenkend wird den sie ein Leben lang lieben will. Für sie gibt es nur eine Liebe im Leben und wenn die scheitert, wenn sie fehl gehen sollte, dann ist nicht die Frau, sondern dann ist immer der Mann daran Schuld, der sie enttäuscht hat. Es ist naiv geschrieben, zeigt die reine weibliche Sicht, nämlich die Frau, die eigentlich an die große Liebe glaubt und vom Mann beschmutzt wird. Die Geschichte, die sie schreibt, endet mit einem Mord, ähnlich wie in der Kreutzersonate. Also, ich habe es nicht autobiografisch gelesen, obwohl es natürlich ganz offensichtliche Parallelen zwischen der Geschichte die sie beschreibt und ihrem Leben gibt. Sie übersetzt ihre Erfahrungen und ihr Leben. Es ist sprachlich kühn, traut sich etwas. Es hat schon eine beachtliche Tiefe, dass eine Frau sagt, ich will auch als ganzer Mensch Ernst genommen werden, als jemand der nach Gott sucht, der die Welt erkunden will, der malen will, der nicht nur Sex- und Gebärmaschine sein will. Und es ist erstaunlich, wie eine Frau zu jener Zeit so offen über Sexualität schreibt, auch über das Gebären, mit aller Brutalität, mit allen Schmerzen und wenn sie schließlich fragt, muss ich erst die Maschine sein, die die Kinder bekommt und säugt und dann wieder diejenige, die ihrem Mann zu Diensten ist? Es ist naiv geschrieben aber mit einer wunderbaren, offenen Naivität die mich sehr angerührt hat. Man liest es wahnsinnig gern, auch wenn es sehr feministisch und hausbacken ist. Es hat fraglos eine Stärke zu sagen, ich bin rein und ich habe einen deutlichen und verstehenden Blick auf den Mann und die Welt. Es ist nicht nur naiv, es hat auch eine Stärke zu sagen, ich bin rein und habe einen deutlichen Blick auf den Mann und einen verstehenden Blick auf die Welt. Ich habe die "Kreutzersonate" und insbesondere das umfangreiche Nachwort noch einmal gelesen und festgestellt, dass Tolstoi viel Selbstironie übt und sich auch über seine Ansichten zum Teil lustig macht. Das ist einfach genial und insofern geht "Die Kreutzersonate" doch weit über die Antwort der Ehefrau hinaus. |
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635 Tage im Eis: Die Shackleton-Expedition von Alfred LansingTaschenbuch von GoldmannPreis bei Amazon: EUR 9,00, Angebote ab EUR 5,75 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3442150426, Erscheinungsdatum: Mai 2008 |
5 Kundenrezensionen:Mitreißender Tatsachenbericht mit Happy End 5 von 5 PunktenEs ist schon unfassbar, was den Teilnehmern der Shackleton-Expedition vor noch nicht einmal 100 Jahren zugestoßen ist: Guten Mutes brechen die knapp 30 Teilnehmer 1915 mit ihrem Schiff "Endurance" auf, um als erste menschen die Antarktis zu durchqueren. Und dann wird ihr Schiff im Packeis eingeschlossen - ohne Funkverbindung, ohne Aussicht auf Rettung. Und dann wird das Schiff vom Packeis zermalmt und sie müssen auf das Eis flüchten: Auf eine zunächst riesige, aber dann immer rissigere und zuletzt rapide schmelzende schwimmende Eisscholle im Südpolarmeer! Zuletzt ist das Eis so dünn, dass immer wieder Leute einbrechen - und hier müssen sie schlafen, kochen, leben... so lange, bis die Eisscholle aus der Packeiszone heraustreibt und sie die Chance haben, die Boote (Rettungsboote der Endurance ) zu Wasser zu lassen. Durch Stürme und Eisberge hindurch retten sie sich auf eine winzige Insel im Südpolarmeer, weit abseits der Zivilisation. Mit dem letzten halbwegs seetüchtigen Boot macht sich Expeditionsleiter Shackleton mit einem Teil der Crew auf den Weg zum nächstgelegenen Außenposten der Zivilisation - einer 1200 Kilometer entfernten Walfangstation. Happy End: Alle Mitglieder der Expedition werden gerettet - nach 635 Tagen im ewigen Eis! Der Journalist Alfred Lansing schrieb das Buch in den 1950er Jahren auf Basis der Tagebüchern, berichten und Interviews mit Expeditionsteilnehmern - ungeschönt, unprätentiös, die knallharten Fakten. Da bleibt einem manchmal glatt die Spucke weg, wenn er schildert, wie diese Männer sich ernährt haben, womit sie sich den grauen Alltag verschönert haben, wie sie Weihnachten verbracht oder mit primivsten Mitteln Operationen durchführen mussten. Fazit: Einer der packendsten Tatsachenberichte, die ich je gelesen habe. 5 Sterne! Lesenswert 5 von 5 PunktenWenn Sie auch bei 35°C am Strand liegen und dieses Buch lesen, Ihnen wird kalt werden und sie werden das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis es dunkel wird. Bereits nach den ersten Seiten heuern Sie selbst auf dem Schiff an und wenn Sie es noch nie gemacht haben, Sie werden den Globus mal von unten ansehen. Sehr gut geschrieben, sehr spannend, sehr einfühlsam. Gänsehaut-Schmöker 5 von 5 PunktenWer Expeditionsberichte mag, wird dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen, bevor er es zu Ende gelesen hat! Dieses Buch ist trotz seiner sich streng an Tatsachenberichten (Tagebücher, Notizen, etc.) haltenden chronologischen Struktur unglaublich fesselnd geschrieben, sodass man manchmal beinahe die Kälte und Einsamkeit von Elephant Island zu spüren glaubt. Gelesen habe ich die Originalausgabe mit Titel "Antarktische Odyssee" von 1960, der alte Titel trifft den Charakter dieser Expedition! Eine Reise mit Happy End! 5 von 5 PunktenIch habe dieses Buch schon mehrmals gelesen ( immer im Sommerurlaub ;-) ) und jedes Mal fiebere ich aufs Neue mit der Crew von Shackleton mit. Beim ersten Lesen dachte ich, dass am Ende nicht mal die Hälfte der Mannschaft überlebt und war gerührt und erleichtert als dies nicht so war... Das Buch ist spannend, realistisch, wunderbar erzählt und führt in meiner Büchersammlung die Spitze in Sachen Spannung und Authenzität an! Absolut empfehlenswert!! Ein grosses Abenteuer wahrer Helden! 5 von 5 PunktenAlfred Lansing hat das Schicksal der Endurance und ihrer Crew unter Sir Ernest Shackleton anhand von Originalaufzeichnungen wie Tagebüchern etc. und nach Interviews mit Expeditionsteilnehmern genau rekonstruiert. Es ist die unglaubliche Geschichte einer insgesamt zweijährigen, fehlgeschlagenen britischen Expedition ins Polarmeer. Trotz gescheiterter Mission kehrten die Teilnehmer als Helden nach Hause zurück. 21 Mann haben nach Verlust ihres Schiffes unter Shackletons Führung mehr als ein Jahr im antarktischen Polarmeer im Packeis und auf See überlebt; ein tragisches Abenteuer, das Bewunderung für die Stärke, das Durchhaltevermögen und den Optimismus und Überlebenswillen von Shackleton und Crew abverlangt. Lansing schreibt trocken, präzise und sachlich; vor dem geistigen Auge entstehen die Bilder der unglaublichen Prüfungen, durch die die Expeditionscrew gegangen ist. Absolut zu empfehlen! |
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