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Die grüne Wolke: Den Kindern von Summerhill erzählt von Alexander Sutherland NeillTaschenbuch von Rowohlt Tb.Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 3,65 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 349920794X, Erscheinungsdatum: Dezember 1995, Auflage: 8 |
5 Kundenrezensionen:Nicht nur für Kinder 5 von 5 PunktenAls ich "Die grüne Wolke" zum ersten Mal gelesen habe, war ich 8. Seitdem habe ich es noch einige Male gelesen, z.T. auch im Erwachsenenalter. Das Buch hat einen ganz hintersinnigen Humor, den kleinere Kinder nicht verstehen werden, über den man sich als Erwachsener aber ganz köstlich amüsiert. A.S. Neill hat das Buch eigentlich zum Vorlesen gedacht, und dafür ist es auch ideal, denn damit haben beide - Kinder und Erwachsene - was von dieser witzigen Geschichte. Das Buch meiner Kindheit 5 von 5 PunktenIch schreibe diesen Kommentar knapp 30 Jahre nachdem wir das Buch in der Grundschule lasen. Bevor ich es jetzt noch einmal lese und vielleicht auch meinen Kindern gebe, möchte ich einfach noch einmal unbeinflußt davon zurückblicken.Ich weiß nicht, ob dieses Buch mich damals traumatisiert hat, jedenfalls hat es mich zumindest tief beeindruckt. Von der Handlung sind mir nur Versatzstücke im Gedächtnis geblieben, an die Brutalität einiger Szenen kann ich mich jedoch gut erinnern. Wenn ich es demnächst noch einmal lese werde ich sicher darüber lächeln, damals fand ich es jedoch (herrlich) angsteinflößend. Aus heutiger pädagogischer Sicht würde das Buch sicher durchfallen. Mittlerweile gilt man ja schon als Vater eines potenziellen Massenmörders, wenn mein seinem Kind eine Cowboypistole kauft. Kindern unter 10 Jahren würde ich das Buch nicht unbedingt in die Hand drücken, dennoch: es bleibt eines der wichtigsten Bücher meiner Kindheit und ist einfach herrlich anders. Außerdem: nach "Die letzten Kinder von Schewenborn" hab ich auch nicht gerade gut geschlafen, das allein kann also kein Kriterium sein. Ein Klassiker 5 von 5 PunktenDas Buch des Vorzeigepädagogen A.S. Neill (Gründer der Summerhill-Schule)galt lange als unübersetzbar, nicht zuletzt wegen des Sprachwitzes, vor allem in den Szenen, in denen die Kids "Gangster-Speak" sprechen. Und es bedurfte schon des Sprachartisten Harry Rowohlt, der aber dann ein wirkliches Juwel geschaffen hat. Und zusammen mit den Illustrationen des unlängst verstorbenen F.K. Waechter ist "Die grüne Wolke" ein einsamer Gipfel, der beim Vorlesen den Erwachsenen mindestens so viel Spaß macht wie den Zuhörern: Durch eine mysteriöse Wolke sind fast alle Menschen in Steinstatuen verwandelt. Lediglich eine Gruppe Schulkinder hat zusammen mit zwei Erwachsenen überlebt. Die köstlich skurrilen Abenteuer der Kinder, die weltweit noch weitere versprengte Überlebende finden, sind in eine Rahmenhandlung eingebettet, in der der Autor und Erzähler (beidesmal A.S. Neill) Kommentare zu dem vorgehenden Kapitel bekommt und die Geschichte weiterspinnt. Und ja, es geht bisweilen brutal zu, wenn z.B. Gangster "umgenietet" werden, aber nicht nur ist das alles noch deutlich unter Grimms Märchenniveau - wir erinnern uns: Dort werden Stiefmütter zu Tode gefoltert und Hexen verbrannt - sondern auch durch die Rahmenhandlung immer wieder relativiert. Die übers Buch verstreuten Anspielungen, z.B. über Politik, stören die Kinder überhaupt nicht, bereiten aber auch dem Erwachsenen maximales Vergnügungen. Also: Wer die "Grüne Wolke" nicht kennt oder gar seinen Kindern bislang vorenthalten hat: Zugreifen. Nicht mehr zeitgemäß 1 von 5 PunktenNach 25 Jahren habe ich das Buch noch einmal gelesen, und es ist mir ziemlich auf die Nerven gegangen. Die Heroisierung gewalttätiger, großmäuliger Blagen war eine Gegenreaktion auf eine autoritäre und repressive Pädagogik, die heute in Mitteleuropa nicht mehr als Feindbild taugt. Es mag Spaß gemacht haben, wortwörtlich versteinerte Autoritäten zu demontieren - heute aber möchte man die armen Lehrer eher vor den zerstörungswütigen Kindern in Schutz nehmen... DAS Buch meiner Kindheit 5 von 5 Punkten15 Jahre mag es jetzt wohl her sein, daß unsere Deutschlehrerin regelmässig aus diesem Buch vorlas. Nach dem Ende der Klasse hatte ich es bald selbst im Regal stehen und mittlerweile ist es so zerlesen, daß es in kleine Teile zerfällt. Oh wie hat dieses Buch meine Phantasie angeregt! Was wäre wenn... Was wäre, wenn ich wirklich mit meinen Freunden mal ganz alleine auf der Welt wäre. Was, wenn wir wirklich machen könnten, was wir wollten. Ohne Erwachsene, ohne andere blöde Typen, nur wir und millionen spannender Abenteuer um uns rum. Unzählige Male habe ich nachts wach gelegen und mir ausgemalt, was wir alles anstellen könnten. Ich habe immer viel gelesen, aber - ja - dieses ist wirklich DAS Buch meiner Jugend. Ja, manchmal ist es etwas gewalttätig, aber was soll's. Ich denke, wir waren damals viel robuster, als man heute so gerne meint. Ja, viele Witze versteht man erst später als Erwachsener (oder als Vorleser), aber was soll's. Ja, die Rahmengeschichte habe ich manchmal als etwas langweilig abgetan, aber was soll's! Dieses Buch ist ein Quell an Inspiration für jedes Kind, das Phantasie hat - und für die bedauernswerten anderen hoffentlich eine Initialzündung. Ich weiß, was ich meinen Kindern vorlesen werde, wenn ich sie endlich habe. An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an meine Deutschlehrerin Frau Feistle - schon allein deswegen bleiben Sie unvergessen. (Naja, und wegen dieser 6 wegen "Themaverfehlung"). |
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Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung: Das Beispiel Summerhill von Alexander Sutherland NeillTaschenbuch von Rowohlt Tb.Preis bei Amazon: EUR 8,90, Angebote ab EUR 2,99 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3499602091, Erscheinungsdatum: Sept. 2004, Auflage: 46., Aufl. |
5 Kundenrezensionen:Es war das beste Buch, das ich für mich und meine Kinder (damals gelesen) habe 5 von 5 PunktenDieses Buch hat mir Damals die Augen geöffnet. Antiautoritäre Erziehung, war nicht das was ich praktizierte. Neil, erzählt in diesem Buch von demokratischer Erziehung, Kinder und Erzieher haben rechte auf Freiraum. Die eine, oder der andere sollte es mit reinem Gewissen lesen! Selbstregulierende Erziehung 5 von 5 PunktenA.S. Neill ging es in erster Linie um die Freiheit der Kinder, das heisst, in Summerhill durften und dürfen die Kinder größtenteils tun und lassen was sie wollen. Größtenteils bedeutet, dass Summerhill als Institution selbstverständlich an die Gesetze des Landes gebunden ist, was zur Folge hat das bspw. Jungen und Mädchen getrennt schlafen und es ein striktes Alkoholverbot gibt. Aber die Teilnahme am Unterricht ist zum Beispiel freiwillig und je nach dem wie negativ die Vorerfahrungen der Schüler sind, kann es durchaus passieren, dass jemand einige Monate dem Unterricht fern bleibt. Da aber kein Druck herrscht, lernen die Kinder doch alle irgendwann und vor allem lernen sie mit mehr Elan als in anderen Schulen, denn jeder lernt die Dinge die ihm Spass machen besser. Mehrmals wird in diesem Buch darauf hingewiesen, dass Freiheit aber nicht gleich Zügellosigkeit bedeutet. Neill erwähnt zum Beispiel, dass man den ganzen Tag Trompete spielen darf, aber nur solange es nicht irgendwen in seiner freien Entfaltung stört, also darf eben nicht im Klassenraum, während die anderen unterrichtet werden, gespielt werden. Als ein Kind mal dauernd die Fahrräder seiner Mitschüler ungefragt benutzte, wurde eine Vollversammlung einberufen, in der dann bestimmt wurde, dass Geld gesammelt wird, um dem "Übeltäter" ein eigenes Fahrrad kaufen zu können. Auch das ist so ein Punkt bei Neill: Wenn sowieso schon etwas "Negatives" vorgefallen ist, dann wird das Kind nicht auch noch bestraft, nein, ihm/ihr wird nicht mit Hass, sondern mit Liebe entgegengetreten. Ebenso ist Gleichberechtigung ein Kernpunkt der Neillschen Pädagogik. In den bereits erwähnten Vollversammlungen, die regelmäßig stattfinden und in denen über den Verbleib bzw. die Abschaffung von bestimmten Regeln abgestimmt wird, hat jedes Kind eine Stimme die genauso gewichtig ist wie die Stimmen der Angestellten und der Leitung der Schule. Desweiteren schreibt Neill das Wort Ehrlichkeit ganz groß. Warum die Kinder belügen? Stellt man zum Beispiel Sex als etwas Schlimmes und Geheimnisvolles dar, macht man es doch erst interessant, oder nicht? Das gleiche gilt für Schimpfworte. Natürlich sollte man diese nicht einem Kind eintrichtern, um es von Beginn an an deren Existenz zu gewöhnen. Aber verbotene Früchte schmecken am besten, also lässt man das Kind das aufgeschnappte Wort sagen, es wird schon wieder das Interesse daran verlieren und zwar bei dieser Herangehensweise schneller, als wenn man Schimpfworte mysthifiziert. Man kann ja anmerken, dass manche Leute solche Wörter nicht gern hören, so wird das Kind sie, eventuell/wahrscheinlich (?) nur in den eigenen vier Wänden sagen. Ich möchte jetzt nicht den Rahmen sprengen, es gäbe noch 1000 weitere Beispiele, die die Wichtigkeit von Summerhill verdeutlichen würden. Ich bin ein großer Fan von Neill und Summerhill und bin der Meinung, das jedem geholfen wäre, würde er seine Kinder nach eben genannten Kriterien erziehen. Denn, und das beweist Summerhill ja nun schon seit fast 90 Jahren, lässt man sein Kind in Freiheit heranwachsen, reguliert sich alles von selbst. Es wird Interessen finden, es wird Ehrgeiz entwickeln und gutes Benehmen lernen und es wird vor allem keinerlei Neurosen haben. Das soll jetzt nicht heissen, das NUR freie Kinder all diese Eigenschaften erlernen.Ich weiß genau, dass die viele, vielleicht sogar die meisten, anders erzogen wurden und trotzdem glücklich sind. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass diese Art der Erziehung, die geringsten Nachteile (wenn es überhaupt welche gibt) hat. Neill, Neill, Birnenstiel. 5 von 5 PunktenVierzig Jahre nach '68 sollte man und frau nochmal nachlesen, worum es damals gegangen ist beim Versuch, eine andere, bessere, freiere Welt zu gestalten, weg von autoritären, reaktionären, faschistoiden, spießigen, repressiven und verklemmten Strukturen der Nachkriegsgesellschaft. Neills Buch war das Kultbuch einer ganzen Generation. Und was ist übrig geblieben? Schaut man sich heute in den Kindergärten und Schulen um, in denen der Nachwuchs des Neoliberalismus herangezüchtet wird - Egoismus, Ellenbogen, Durchsetzungswille, Konkurrenzkampf - und man hält sich gleichzeitg Neills Summerhill-Experiment vor Augen, kommen einem die Tränen. Neill, Neill, Birnenstiel. GEGEN AUTORITARISMUS 4 von 5 PunktenViele Menschen haben dieses revolutionäre Buch und den Begriff des Antiautoritären völlig missverstanden, diesen mit "Laisser-faire" verwechselt und Neills Ideen deshalb verteufelt. Antiautoritäre Erziehung richtet sich nicht gegen Autoritäten, sondern gegen autoritäre Personen und Systeme, d.h. gegen Unterdrückung. Neills autoritätsfreie Pädagogik basiert auf dem Prinzip der Führung und Betreuung ohne Stress und Leistungszwang sowie der Achtung und Gleichberechtigung der Schüler als Grundpfeiler von Selbstbestimmung und Motivation. Neills Credo: Nur das Bewusstsein, als respektiertes Individuum einer demokratischen Gesellschaft aufzuwachsen, befähigt Menschen, sich zu selbstbewussten, kreativen gemeinschafts- und konfliktfähigen Persönlichkeiten zu entwickeln, welche den Anforderungen einer modernen Leistungsgesellschaft gewachsen sind. Auch wenn Summerhill eine Schule mit vielen Freiheiten ist, bedeutet dies nicht, dass keine Regeln existieren. Diese werden allerdings demokratisch beschlossen. Fazit: Ich selbst war begeistert von Neills Philosophie, welche keinen Bereich der Erziehung auslässt. Das Buch ist mehrheitlich ein Resümee der Summerhill-Praxis und m.E. mehr auf die Theorie denn auf die Praxis bezogen. Natürlich führt es zahlreiche Beispiele an, dennoch stellte ich mir am Schluss die Frage: Wie nur brachte Neill das alles auf einen Nenner?! Die Antwort gab mir einige Jahre später Thomas Gorden in seinem Pionierwerk "Familienkonferenz". Vergessen Sie alles, was Sie glaubten über Antiautoritäre-Erziehung zu wissen 5 von 5 PunktenManche sagen, Schule hat sich seit 100 Jahren nicht geändert; die Abschaffung der Prügelstrafe ausgenommen. Die kennen allerdings nicht Neills Schule. Der begann schon vor mehr als 80 Jahren, Schule neu zu denken. Dafür benötigte er keine komplizierte Theorie mit dazugehörigem "Curriculum" und speziellen "Fachleuten", sondern einfach nur die Verwirklichung eines Grundsatzes: Nicht die Schüler müssen zur Schule passen, sondern Schule muss zu den Kindern passen. Stundenpläne, Klingelzeichen, Noten, Frontalunterricht, stundenlanges Sitzen und Prüfungen, jahrelange Langeweile... all das würde nie einem Kind einfallen. Also weg damit. Klingt einfach, und ist es auch. Neill hatte für dieses Modell nie die besten Bedingungen: Die Schüler waren oft Schulverweigerer, Schwererziehbare" - Kinder, die keiner mehr haben wollte. Der britische Staat gab selbstverständlich kein Geld für dieses Projekt, dafür hatte er ein sehr kritisches Auge darauf. Da nimmt es sich Wunder, dass selbst eine Königliche Kommission" nicht umhin kam der Schule zu attestieren: Es geht. Und das sehr erfolgreich. Glaubt wirklich jemand, ein Kind lernt Mathe nur weil es auf dem Stundenplan steht und (frontal) vor/neben/hinter uns eine wichtige Person steht, die uns zu ihrem Wissen fürt, dass sie irgendwo versteckt hat? (Osterhasen-Pädagogik nennt man das in Finnland: Die Kinder werden nach etwas gefragt, das im Hirn des Lehrers brav abgelegt wurde... Und nun sucht, was ich hören will...) Vergessen Sie, was Sie über antiautoritäre Erziehung "schon wissen". Hier erfahren Sie die ganze Wahrheit. Und Sie werden sich ärgern: Sie werden Ihre Kindheit und Schule dem Modell Neill gegenüberstellen und selbst schlussfolgern. Sie werden erstaunt sein, wie erfolgreich Neill, nein - die Kinder mit dieser auch heute noch "neuen" Schule sein können. Braucht es noch mal 100 Jahre bis dahin? Dieses Buch ist ein Muss für Lehrer und Erzieher. Und für Eltern sowieso. PS Neill weitergedacht, könnte man fragen, braucht es überhaupt noch Schule als Institution? Nun, wir wollen hier nicht gänzlich überfordern... Sonst fragen wir noch nach der Sinnhaftigkeit von Altersheimen, Irrenanstalten", Krankenhäusern... Wer es trotzdem nachlesen will: Illich, Entschulung der Gesellschaft. |
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Die grüne Wolke. 4 CDs von Alexander Sutherland NeillAudio CD von Kein & AberPreis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 15,85 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3036911634, Erscheinungsdatum: November 2005, Auflage: 1 |
ProduktbeschreibungDIE GRÜNE WOLKE 2 Kundenrezensionen:Aus meiner Lieblings-(Verschenk)-Sammlung 5 von 5 PunktenDie grüne Wolke endlich auf CD. Zwar kommt die gekürzte Fassung noch lange nicht an die Buchversion heran. Doch immerhin besser, als die Kassette, die mal vor ein paar Jahren erschien. Mein Lieblings(-Verschenk)-Buch nun auch für die Lauscher. Der Auto der Geschichte hat mit seinem Internat in Summerhill und seiner Pädagogik ziemlich für Aufsehn gesorgt. Einige Bücher hat er geschrieben und viel wurde er kritisiert. Die Grüne Wolke ist eine Geschichte die er 4 seiner Schüler tatsächlich erzählt und später aufeschrieben hat. die 4 Schüler nahmen regen Anteil an der Handlung. Pädagogisch ist das Buch keinesfalls. Eher wurde es als brutal verschriehen. Doch u.a. gerade das war es doch, was 12 Jährige Leser so interessierte. Endlich mal einer, der ohne erhobenen Zeigefinger ein Buch für Teenies schrieb. Der 99-fache Millionäir Pyecraft besucht das Internat mit seinem Luftschiff begibt sich mit dem Internatsleiter und 4 Schülern auf Reise. Unter sich sehen sie eine Grüne Wolke, machen sich aber erst mal keinen Gedanken. Doch als sie auf der Erde landen sehen sie alle Menschen versteinert. Der Gedanke, ob diese 6 Menschen, die Steinfiguren wohl wieder zum Leben erwecken werden ist falsch. Vielmehr geht es um den letzten Menschen der Erde. Doch bis es dazu kommt lässt Neill und seine Schüler schwarzen Humor walten. Nicht umsonst habe ich das Buch schon 2-3 mal gelesen und immerwieder laut auflachen müssen. Toll, die letzten Menschen zu sein. Endlich können Süßwarenläden, Supermärkte und Spielwarenfabriken gestürmt werden. Doch dann bemerken die Überlebenden, dass auch die Tiere noch Leben und sich immer näher in die Städte trauen. Auch ist nun keiner mehr da, der Brot backt, das Elektrizitätswerk betreibt, oder Zeitschriften druckt. Selbermachen ist also gefragt. Und dann meldet sich eines Tages eine Stimme über Funk...... Kein geringerer als Harry Rowohlt liest die Geschichte und zwischendurch kommentieren Kinder und diskutieren. Ganz so wie es wohl wirklich passiert ist, in Summerhill. Neill und seine Pädagogik die die Mitbestimmung + Gleichstellung von Kindern zum Ziel hat fasziniert mich. Daher habe ich einige Bücher von Summerhill gelesen. Schade, dass ich den Internatsgründer nicht persönlich erleben durfte. ich glaube, es war ein faszinierender Mensch. Aber das nur am Rande.Eigentlich wollte ich ja "Die grüne Wolke" zum besten bringen. Fatz die Pfannentour! 5 von 5 PunktenHarry Rowohlt entdeckte dieses Buch Ende der 60er Jahre in einer Buchhandlung in New York und war sofort Feuer und Flamme. Da sich bis dato keine Verlag gefunden hatte, der das Werk von Summerhill Pädagogen Alexander Neil herausgeben wollte, lag es auf der Hand, es im Rowohlt Verlag erscheinen zu lassen. Harry Rowohlt übersetze es persönlich und schaffte es 1971 damit sogar als erstes Kinderbuch den Sprung auf die Bestseller Liste des Spiegels. 1979 fiel die grüne Wolke in meine Hände und ich weiß nicht wie häufig ich es bis heute gelesen habe. Immer noch hat dieses Werk einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal. Nun endlich lieg dieses Buch der Jugendweltliteratur auch als Hörbuch vor (natürlich gelesen von Harry Rowohlt) und es hat nichts von seinem Charme, seiner Ironie, Sozialkritik und auch Brutalität verloren. Anders aber als in „Herr der Fliegen" ist die Gewalt hier ein Mittel um die Kinder, denen die Geschichte des letzten Menschen auf der Erde erzählt wird, zu unterhalten und eine Reflektion dessen, was ihnen aus der Welt der Erwachsenen vorgelebt wird. Dabei spielt es keine Rolle, dass das Werk bereits 1938 geschrieben wurde. Es machte mir als Kind nicht besonders viel aus (wen interessiert schon der spanische Bürgerkrieg, wenn man doch mit ein paar Faschisten „Schlitten fahren" oder ein paar Gangstern aus Chicago einen „vor den Zahn" geben kann) und heute ist es umso amüsanter, wie wenig sich doch im Grunde geändert hat. Hier liegt auch die absolute Stärke des Buches und dieser CD Ausgabe. Sie ist zeitlos, für Kinder ab ca. 6 Jahre und besonders geeignet zum Vorlesen, denn auch Erwachsenen haben ihren Spaß daran, wenn Neil um das „Weiße Rössel" weint oder die Binnacle verboxen lässt. Allerdings sollten Eltern sich zuvor mit dem Werk und nach dem jeweiligen Kapitel mit dem Kind auseinandersetzen, denn dies ist immer der Anspruch der Summerhill Schule gewesen und auch in diesen vier CDs (ohne mahnenden Finger ) versteckt. Es herrscht Gewalt, Menschen und Tiere sterben (mit der nötigen Portion Humor) und auch der eine oder andere deftige Ausdruck könnte vorsichtige Eltern erschrecken. Vielleicht liegt auch hier das einzige Manko, eines ansonsten perfekt umgesetzten Hörbuches. Es ist nicht geeignet als Einschlafhilfe für Kinder oder um ihnen alleine die Zeit zu vertreiben. Ein miteinander der Eltern ist gefragt. Auch als Begleitung im Auto waren die CD's für mich ungeeignet, da ich zweimal an einer grünen Ampel stehe blieb, weil ich einfach zu sehr amüsiert war von Bunny und seinem genialen Roboter (zum Glück war das Nachts um 02:00 und ich war alleine auf der Straße) Ein starkes Hörbuch, dass von der charismatischen Stimme Harry Rowohlts noch einen guten Schuss Humor erhält und dem man die eine oder andere minimal Kürzung gerne verzeiht Uneingeschränkt kaufenswert. |
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Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung. Das Beispiel Summerhill. von Alexander Sutherland NeillBroschiert von Rowohlt TB-V., Rnb.Preis bei Amazon: EUR 8,90, Angebote ab EUR 0,01 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3499167077, Erscheinungsdatum: Februar 1998, Auflage: N.-A. |
5 Kundenrezensionen:Es war das beste Buch, das ich für mich und meine Kinder (damals gelesen) habe 5 von 5 PunktenDieses Buch hat mir Damals die Augen geöffnet. Antiautoritäre Erziehung, war nicht das was ich praktizierte. Neil, erzählt in diesem Buch von demokratischer Erziehung, Kinder und Erzieher haben rechte auf Freiraum. Die eine, oder der andere sollte es mit reinem Gewissen lesen! Selbstregulierende Erziehung 5 von 5 PunktenA.S. Neill ging es in erster Linie um die Freiheit der Kinder, das heisst, in Summerhill durften und dürfen die Kinder größtenteils tun und lassen was sie wollen. Größtenteils bedeutet, dass Summerhill als Institution selbstverständlich an die Gesetze des Landes gebunden ist, was zur Folge hat das bspw. Jungen und Mädchen getrennt schlafen und es ein striktes Alkoholverbot gibt. Aber die Teilnahme am Unterricht ist zum Beispiel freiwillig und je nach dem wie negativ die Vorerfahrungen der Schüler sind, kann es durchaus passieren, dass jemand einige Monate dem Unterricht fern bleibt. Da aber kein Druck herrscht, lernen die Kinder doch alle irgendwann und vor allem lernen sie mit mehr Elan als in anderen Schulen, denn jeder lernt die Dinge die ihm Spass machen besser. Mehrmals wird in diesem Buch darauf hingewiesen, dass Freiheit aber nicht gleich Zügellosigkeit bedeutet. Neill erwähnt zum Beispiel, dass man den ganzen Tag Trompete spielen darf, aber nur solange es nicht irgendwen in seiner freien Entfaltung stört, also darf eben nicht im Klassenraum, während die anderen unterrichtet werden, gespielt werden. Als ein Kind mal dauernd die Fahrräder seiner Mitschüler ungefragt benutzte, wurde eine Vollversammlung einberufen, in der dann bestimmt wurde, dass Geld gesammelt wird, um dem "Übeltäter" ein eigenes Fahrrad kaufen zu können. Auch das ist so ein Punkt bei Neill: Wenn sowieso schon etwas "Negatives" vorgefallen ist, dann wird das Kind nicht auch noch bestraft, nein, ihm/ihr wird nicht mit Hass, sondern mit Liebe entgegengetreten. Ebenso ist Gleichberechtigung ein Kernpunkt der Neillschen Pädagogik. In den bereits erwähnten Vollversammlungen, die regelmäßig stattfinden und in denen über den Verbleib bzw. die Abschaffung von bestimmten Regeln abgestimmt wird, hat jedes Kind eine Stimme die genauso gewichtig ist wie die Stimmen der Angestellten und der Leitung der Schule. Desweiteren schreibt Neill das Wort Ehrlichkeit ganz groß. Warum die Kinder belügen? Stellt man zum Beispiel Sex als etwas Schlimmes und Geheimnisvolles dar, macht man es doch erst interessant, oder nicht? Das gleiche gilt für Schimpfworte. Natürlich sollte man diese nicht einem Kind eintrichtern, um es von Beginn an an deren Existenz zu gewöhnen. Aber verbotene Früchte schmecken am besten, also lässt man das Kind das aufgeschnappte Wort sagen, es wird schon wieder das Interesse daran verlieren und zwar bei dieser Herangehensweise schneller, als wenn man Schimpfworte mysthifiziert. Man kann ja anmerken, dass manche Leute solche Wörter nicht gern hören, so wird das Kind sie, eventuell/wahrscheinlich (?) nur in den eigenen vier Wänden sagen. Ich möchte jetzt nicht den Rahmen sprengen, es gäbe noch 1000 weitere Beispiele, die die Wichtigkeit von Summerhill verdeutlichen würden. Ich bin ein großer Fan von Neill und Summerhill und bin der Meinung, das jedem geholfen wäre, würde er seine Kinder nach eben genannten Kriterien erziehen. Denn, und das beweist Summerhill ja nun schon seit fast 90 Jahren, lässt man sein Kind in Freiheit heranwachsen, reguliert sich alles von selbst. Es wird Interessen finden, es wird Ehrgeiz entwickeln und gutes Benehmen lernen und es wird vor allem keinerlei Neurosen haben. Das soll jetzt nicht heissen, das NUR freie Kinder all diese Eigenschaften erlernen.Ich weiß genau, dass die viele, vielleicht sogar die meisten, anders erzogen wurden und trotzdem glücklich sind. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass diese Art der Erziehung, die geringsten Nachteile (wenn es überhaupt welche gibt) hat. Neill, Neill, Birnenstiel. 5 von 5 PunktenVierzig Jahre nach '68 sollte man und frau nochmal nachlesen, worum es damals gegangen ist beim Versuch, eine andere, bessere, freiere Welt zu gestalten, weg von autoritären, reaktionären, faschistoiden, spießigen, repressiven und verklemmten Strukturen der Nachkriegsgesellschaft. Neills Buch war das Kultbuch einer ganzen Generation. Und was ist übrig geblieben? Schaut man sich heute in den Kindergärten und Schulen um, in denen der Nachwuchs des Neoliberalismus herangezüchtet wird - Egoismus, Ellenbogen, Durchsetzungswille, Konkurrenzkampf - und man hält sich gleichzeitg Neills Summerhill-Experiment vor Augen, kommen einem die Tränen. Neill, Neill, Birnenstiel. GEGEN AUTORITARISMUS 4 von 5 PunktenViele Menschen haben dieses revolutionäre Buch und den Begriff des Antiautoritären völlig missverstanden, diesen mit "Laisser-faire" verwechselt und Neills Ideen deshalb verteufelt. Antiautoritäre Erziehung richtet sich nicht gegen Autoritäten, sondern gegen autoritäre Personen und Systeme, d.h. gegen Unterdrückung. Neills autoritätsfreie Pädagogik basiert auf dem Prinzip der Führung und Betreuung ohne Stress und Leistungszwang sowie der Achtung und Gleichberechtigung der Schüler als Grundpfeiler von Selbstbestimmung und Motivation. Neills Credo: Nur das Bewusstsein, als respektiertes Individuum einer demokratischen Gesellschaft aufzuwachsen, befähigt Menschen, sich zu selbstbewussten, kreativen gemeinschafts- und konfliktfähigen Persönlichkeiten zu entwickeln, welche den Anforderungen einer modernen Leistungsgesellschaft gewachsen sind. Auch wenn Summerhill eine Schule mit vielen Freiheiten ist, bedeutet dies nicht, dass keine Regeln existieren. Diese werden allerdings demokratisch beschlossen. Fazit: Ich selbst war begeistert von Neills Philosophie, welche keinen Bereich der Erziehung auslässt. Das Buch ist mehrheitlich ein Resümee der Summerhill-Praxis und m.E. mehr auf die Theorie denn auf die Praxis bezogen. Natürlich führt es zahlreiche Beispiele an, dennoch stellte ich mir am Schluss die Frage: Wie nur brachte Neill das alles auf einen Nenner?! Die Antwort gab mir einige Jahre später Thomas Gorden in seinem Pionierwerk "Familienkonferenz". Vergessen Sie alles, was Sie glaubten über Antiautoritäre-Erziehung zu wissen 5 von 5 PunktenManche sagen, Schule hat sich seit 100 Jahren nicht geändert; die Abschaffung der Prügelstrafe ausgenommen. Die kennen allerdings nicht Neills Schule. Der begann schon vor mehr als 80 Jahren, Schule neu zu denken. Dafür benötigte er keine komplizierte Theorie mit dazugehörigem "Curriculum" und speziellen "Fachleuten", sondern einfach nur die Verwirklichung eines Grundsatzes: Nicht die Schüler müssen zur Schule passen, sondern Schule muss zu den Kindern passen. Stundenpläne, Klingelzeichen, Noten, Frontalunterricht, stundenlanges Sitzen und Prüfungen, jahrelange Langeweile... all das würde nie einem Kind einfallen. Also weg damit. Klingt einfach, und ist es auch. Neill hatte für dieses Modell nie die besten Bedingungen: Die Schüler waren oft Schulverweigerer, Schwererziehbare" - Kinder, die keiner mehr haben wollte. Der britische Staat gab selbstverständlich kein Geld für dieses Projekt, dafür hatte er ein sehr kritisches Auge darauf. Da nimmt es sich Wunder, dass selbst eine Königliche Kommission" nicht umhin kam der Schule zu attestieren: Es geht. Und das sehr erfolgreich. Glaubt wirklich jemand, ein Kind lernt Mathe nur weil es auf dem Stundenplan steht und (frontal) vor/neben/hinter uns eine wichtige Person steht, die uns zu ihrem Wissen fürt, dass sie irgendwo versteckt hat? (Osterhasen-Pädagogik nennt man das in Finnland: Die Kinder werden nach etwas gefragt, das im Hirn des Lehrers brav abgelegt wurde... Und nun sucht, was ich hören will...) Vergessen Sie, was Sie über antiautoritäre Erziehung "schon wissen". Hier erfahren Sie die ganze Wahrheit. Und Sie werden sich ärgern: Sie werden Ihre Kindheit und Schule dem Modell Neill gegenüberstellen und selbst schlussfolgern. Sie werden erstaunt sein, wie erfolgreich Neill, nein - die Kinder mit dieser auch heute noch "neuen" Schule sein können. Braucht es noch mal 100 Jahre bis dahin? Dieses Buch ist ein Muss für Lehrer und Erzieher. Und für Eltern sowieso. PS Neill weitergedacht, könnte man fragen, braucht es überhaupt noch Schule als Institution? Nun, wir wollen hier nicht gänzlich überfordern... Sonst fragen wir noch nach der Sinnhaftigkeit von Altersheimen, Irrenanstalten", Krankenhäusern... Wer es trotzdem nachlesen will: Illich, Entschulung der Gesellschaft. |
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Alexander S. Neill. von Axel D. KühnTaschenbuch von Rowohlt Tb.Preis bei Amazon: EUR 6,50, Angebote ab EUR 4,00 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3499505495, Erscheinungsdatum: 1995 |
2 Kundenrezensionen:profunder blick auf den 'rebell von summerhill' 5 von 5 Punktenwer anläßlich des 80. geburtstages der in deutschland unten dem schlagwort der antiautoritären erziehung bekannt gewordenen internatsschule 'summerhill' etwas über den schulgründer alexander s. NEILL selbst erfahren möchte, dem dürfte dieses in der etablierten rowohlt-biographie-reihe bereits 1995 erschienene buch gerade recht kommen. sorgfältig recherchiert gewährt der autor einen überblick über den lebensweg des schottischen pädagogen, und deckt hierbei den zusammenhang von NEILLs eigenen schulerfahrungen - sowohl als schüler als auch als lehrer - mit seiner späteren pädagogischen praxis als der 'rebell von summerhill' (CANNAN 1985) auf. das wie dargestellt besonders repressive und gewälttätige schulsystems schottlands mag viele spätere auch provokante äußerungen und handlungen NEILLs erklären. summerhill war und ist vermutlich die schule, an der kinder in möglicherweise einzigartiger konsequenz 'lernen wann sie wollen und was sie wollen' (BECKER 1970).das pädagogische konzept NEIILs scheint seit der (ideelen) gründung summerhills 1921 unverändert: vollständige, demokratische selbstregierung der schüler in ihren belangen, freie wahl der teilnahme am unterricht, konsequente gleichstellung von erwachsenen und kindern. ein ehrlicher, offener umgang dieser beider altersgruppen, aber kein laisse-faire, kein (wiederum pädagogisch motiviertes) auf der nase herum tanzen lassen. dies vielleicht das zentrale mißverständnis in sachen antiautoritäre erziehung. („ein buch nach einem jungen zu werfen, mit einem 'hau ab, ich bin beschäftigt!' ist ganz unschädlich, wenn der junge keine angst vor einem hat. ihn aber eine stunde nach dem vorfall ins büro zu holen und ernsthaft mit ihm über sein benehmen zu reden, ist schädlich." NEILL 1926) 'freiheit, nicht zügellosigkeit', so ein vielzitierter wahlspruch NEILLs, die freiheit des einzelnen ende, wo die des anderen beeinträchtigt werde, z.b. durch das spielen einer trompete im klassenraum, in dem andere lernen wollen. NEILL verzichtet auf jede form 'brillianter unterrichtsmethoden' (KÜHN 1995), „das interesse solle aus dem kind selbst kommen, dieses dinge interessant-machen ist falsch" (NEILL 1923). wichtiger sei vielmehr die emotionale entwicklung des kindes, der geist sorge in der folge für sich selbst. vor seinen augen keine gnade finden können MONTESSORI („sie ist zu ordentlich. der name 'didaktischer apparat' macht mir angst." NEILL 1983) und ROUSSEAU („ ... der schmutzkerl wollte für seinen zögling freiheit in grenzen, die ihm sein tutor setzt." NEILL 1983). NEILL scheint in diesem buch auf als humorvoller zeitgenosse, kein pädagogischer theoretiker, ein nach eigenem urteil intuitiver praktiker, der nach einem wenig vielversprechendem start ins leben (weder mutter noch vater gaben viel auf ihn), seinen weg suchte (als lehrling eines tuchhändlers, student der agrarwissenschaften und anglistik sowie als journalist), ihn fand und in bewundernswerter konsequenz - nicht ohne eine gehörige prise immer ironischer eitelkeit - ging, gleich ob er verlacht, angefeindet oder bejubelt wurde. so mühte er sich auf dem höhepunkt seiner popularität in den jahren 1966-1973 gegen eine instrumentalisierung seines werkes durch vordergründig politisch motivierte interessenten („... kampf für kommunismus, sozialdemokratie oder was auch immer ..." NEILL 1972) - obgleich er selbst keineswegs unpolitisch war, und sich in den 1910-30iger jahren als sozialist bezeichnet hatte. zu kurz kommt in KÜHNs darstellung lediglich der blick auf die lebenswirklichkeit summerhills, hier kann die veröffentlichung des langjährigen summerhillmitarbeiters matthew APLLETON (summerhill - kindern ihre kindheit zurückgeben. 2000) einen aktuellen wie gleichermaßen intensiven einblick bieten. profunder blick auf den 'rebell von summerhill' 5 von 5 Punktenwer anläßlich des 80. geburtstag der in deutschland unter dem schlagwort der antiautoritären erziehung bekannt gewordenen internatsschule 'summerhill' etwas über den schulgründer alexander s. NEILL selbst erfahren möchte, dem kommt dieses in der etablierten rowohlt-biographie-reihe bereits 1995 erschienene buch gerade recht. sorgfältig recherchiert gewährt der autor einen überblick über den lebensweg des schottischen pädagogen, und deckt hierbei den einfluß von NEILLs eigenen schulerfahrungen - sowohl als schüler als auch als lehrer - auf seine spätere pädagogische praxis als der 'rebell von summerhill' (CANNAN 1985) auf. das wie dargestellt besonders repressive und gewälttätige schulsystems schottlands mag viele spätere auch provokante äußerungen und handlungen NEILLs erklären. summerhill war und ist vermutlich die schule, an der kinder in möglicherweise einzigartiger konsequenz 'lernen wann sie wollen und was sie wollen' (BECKER 1970). das pädagogische konzept NEIILs scheint seit der (ideelen) gründung summerhills 1921 unverändert: vollständige, demokratische selbstregierung der schüler in ihren belangen, freie wahl der teilnahme am unterricht, konsequente gleichstellung von erwachsenen und kindern. ein ehrlicher, offener umgang dieser beider altersgruppen miteinander, aber kein laisse-faire, kein (wiederum pädagogisch motiviertes) auf-der-nase-herum-tanzen-lassen. dies vielleicht das zentrale mißverständnis in sachen antiautoritäre erziehung. „ein buch nach einem jungen zu werfen, mit einem 'hau ab, ich bin beschäftigt!' ist ganz unschädlich, wenn der junge keine angst vor einem hat. ihn aber eine stunde nach dem vorfall ins büro zu holen und ernsthaft mit ihm über sein benehmen zu reden, ist schädlich" (NEILL 1926). 'freiheit, nicht zügellosigkeit', so ein vielzitierter wahlspruch NEILLs, die freiheit des einzelnen ende, wo die des anderen beeinträchtigt werde, z.b. durch das spielen einer trompete im klassenraum, in dem andere lernen wollen. NEILL verzichtet auf jede form 'brillianter unterrichtsmethoden' (KÜHN 1995), „das interesse solle aus dem kind selbst kommen, dieses dinge interessant-machen ist falsch" (NEILL 1923). wichtiger sei vielmehr die emotionale entwicklung des kindes, der geist sorge in der folge für sich selbst. vor seinen augen keine gnade finden können MONTESSORI („sie ist zu ordentlich. der name 'didaktischer apparat' macht mir angst." NEILL 1983) und ROUSSEAU („ ... der schmutzkerl wollte für seinen zögling freiheit in grenzen, die ihm sein tutor setzt." NEILL 1983). NEILL scheint in diesem buch auf als humorvoller zeitgenosse, kein pädagogischer theoretiker, ein nach eigenem urteil intuitiver praktiker, der nach einem wenig vielversprechendem start ins leben (weder mutter noch vater gaben viel auf ihn), seinen weg suchte (als lehrling eines tuchhändlers, student der agrarwissenschaften und anglistik sowie als journalist), ihn in gestalt seiner eigenen schule fand und in bewundernswerter konsequenz - nicht ohne eine gehörige prise immer selbstironischer eitelkeit - ging, gleich ob er verlacht, angefeindet oder bejubelt wurde. so mühte er sich auf dem höhepunkt seiner popularität in den jahren 1967-1973 eine instrumentalisierung seines werkes durch vordergründig politisch motivierte interessenten („... kampf für kommunismus, sozialdemokratie oder was auch immer ..." NEILL 1972) zu verhindern - obgleich er selbst keineswegs unpolitisch war, und sich in den 1910-30iger jahren als sozialist bezeichnet hatte. zu kurz kommt in KÜHNs darstellung lediglich der blick auf die lebenswirklichkeit summerhills, hier kann die veröffentlichung des langjährigen summerhillmitarbeiters matthew APPLETON (summerhill - kindern ihre kindheit zurückgeben. 2000) einen aktuellen wie gleichermaßen intensiven einblick bieten. |
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Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung von Alexander Sutherland NeillBroschiert von RowohltAngebote ab EUR 0,88 ISBN: , Erscheinungsdatum: 1969, Auflage: Ungekürzte Ausg., [1. - 30. Tsd.] |
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Die grüne Wolke. Den Kindern von Summerhill erzählt. von Alexander Sutherland NeillBroschiert von Rowohlt TB-V., Rnb.Angebote ab EUR 3,25 ISBN: 3499130521, Erscheinungsdatum: 1992 |
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Das Prinzip Summerhill, Fragen und Antworten von Alexander Sutherland NeillTaschenbuch von Rowohlt Tb.Angebote ab EUR 0,01 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3499166909, Erscheinungsdatum: 1986 |
Eine Kundenrezension:Titel der amerikanischen Originalausgabe: "Summerhill, A Radical Approach to Child Rearing" 5 von 5 PunktenDer revolutionäre Pädagoge A. S. Neill erzählt die Geschichte der von ihm gegründeten Schule Summerhill und zieht die Summe seiner Gedanken über Kinder und Eltern, Schulen und Lehrer, über Freiheit und Zwang, über die neue Sexualmoral und Lernpsychologie. Neill setzt nicht auf den Umsturz der bestehenden Zwangsgesellschaft. Freiheit und Menschlichkeit erhofft er sich nicht von den politischen Institutionen und technischen Fortschritten, sondern von einer neuen Erziehung. Ein ermutigendes Buch. Summerhill wurde 1921 von A. S. Neill in England gegründet. In dieser revolutionären Internatsschule wurden in den Jahrzehnten seitdem Hunderte von Jungen und Mädchen nach den völlig neuartigen Grundsätzen des Schulgründers erzogen. Sein erzieherisches Prinzip: dem Kind bei seiner Entwicklung jede nur mögliche Freiheit zu lassen, die Autorität der Erwachsenen zum Verschwinden zu bringen und Vertrauen zur Grundlage der zwischenmenschlichen Beziehungen zu machen. In Summerhill ist die Teilnahme am Unterricht freiwillig. Hausarbeiten, Zensuren und Prüfungen gibt es nicht. Die notwendigen Vorschriften und Gesetze zur Sicherheit und Gesundheit der Kinder und zur Ordnung des Gemeinschaftslebens werden von keiner Behörde, keinem Kollegium und keinem Direktor erlassen, sondern in den allgemeinen Schulversammlungen jede Woche demokratisch diskutiert, beschlossen, manchmal wieder aufgehoben oder verbessert. Jedes Mitglied der Schulversammlung stimmt mit einer Stimme ab - der jüngste Schüler ebenso wie alle Lehrer und Neill selber. Und eine solche Schule soll funktioniert haben? Summerhill besteht fünfzig Jahre. Das pädagogische Experiment ist tatsächlich gelungen. Denn obwohl vorwiegend schwierige Kinder und Versager" zu Neill gebracht wurden, sind aus der Schule von Summerhill keineswegs verwilderte oder verdorbene Geschöpfe hervorgegangen, sondern durchweg körperlich und seelisch gesunde, tüchtige und schöpferische Menschen. In diesem Buch erzählt Neill die Geschichte von Summerhill, er schildert das Leben der Kinder in der Schule und seine Erfahrungen mit ihnen. Im zweiten Teil des Buches zieht dieser revolutionäre Erzieher die Summe seiner Gedanken über Kinder und Eltern, Schulen und Lehrer, über Freiheit und Zwang, über die neue Sexualmoral und Lernpsychologie. Ein herzerfrischendes und ermutigendes Buch. Neill setzt nicht auf den Umsturz der bestehenden Zwangsgesellschaft. Freiheit und Menschlichkeit erhofft er sich nicht von den politischen Institutionen und technischen Fortschritten, sondern von einer neuen Erziehung. Summerhill ist nur ein winziger Anfang. Aber es gibt die Hoffnung, dass diese Schule - Schule machen wird... |
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Die grüne Wolke. Den Kindern von Summerhill erzählt von Alexander Sutherland NeillTaschenbuch von Rowohlt Verlag GmbHAngebote ab EUR 0,95 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 349804611X, Erscheinungsdatum: 1971 |
5 Kundenrezensionen:Nicht nur für Kinder 5 von 5 PunktenAls ich "Die grüne Wolke" zum ersten Mal gelesen habe, war ich 8. Seitdem habe ich es noch einige Male gelesen, z.T. auch im Erwachsenenalter. Das Buch hat einen ganz hintersinnigen Humor, den kleinere Kinder nicht verstehen werden, über den man sich als Erwachsener aber ganz köstlich amüsiert. A.S. Neill hat das Buch eigentlich zum Vorlesen gedacht, und dafür ist es auch ideal, denn damit haben beide - Kinder und Erwachsene - was von dieser witzigen Geschichte. Das Buch meiner Kindheit 5 von 5 PunktenIch schreibe diesen Kommentar knapp 30 Jahre nachdem wir das Buch in der Grundschule lasen. Bevor ich es jetzt noch einmal lese und vielleicht auch meinen Kindern gebe, möchte ich einfach noch einmal unbeinflußt davon zurückblicken.Ich weiß nicht, ob dieses Buch mich damals traumatisiert hat, jedenfalls hat es mich zumindest tief beeindruckt. Von der Handlung sind mir nur Versatzstücke im Gedächtnis geblieben, an die Brutalität einiger Szenen kann ich mich jedoch gut erinnern. Wenn ich es demnächst noch einmal lese werde ich sicher darüber lächeln, damals fand ich es jedoch (herrlich) angsteinflößend. Aus heutiger pädagogischer Sicht würde das Buch sicher durchfallen. Mittlerweile gilt man ja schon als Vater eines potenziellen Massenmörders, wenn mein seinem Kind eine Cowboypistole kauft. Kindern unter 10 Jahren würde ich das Buch nicht unbedingt in die Hand drücken, dennoch: es bleibt eines der wichtigsten Bücher meiner Kindheit und ist einfach herrlich anders. Außerdem: nach "Die letzten Kinder von Schewenborn" hab ich auch nicht gerade gut geschlafen, das allein kann also kein Kriterium sein. Ein Klassiker 5 von 5 PunktenDas Buch des Vorzeigepädagogen A.S. Neill (Gründer der Summerhill-Schule)galt lange als unübersetzbar, nicht zuletzt wegen des Sprachwitzes, vor allem in den Szenen, in denen die Kids "Gangster-Speak" sprechen. Und es bedurfte schon des Sprachartisten Harry Rowohlt, der aber dann ein wirkliches Juwel geschaffen hat. Und zusammen mit den Illustrationen des unlängst verstorbenen F.K. Waechter ist "Die grüne Wolke" ein einsamer Gipfel, der beim Vorlesen den Erwachsenen mindestens so viel Spaß macht wie den Zuhörern: Durch eine mysteriöse Wolke sind fast alle Menschen in Steinstatuen verwandelt. Lediglich eine Gruppe Schulkinder hat zusammen mit zwei Erwachsenen überlebt. Die köstlich skurrilen Abenteuer der Kinder, die weltweit noch weitere versprengte Überlebende finden, sind in eine Rahmenhandlung eingebettet, in der der Autor und Erzähler (beidesmal A.S. Neill) Kommentare zu dem vorgehenden Kapitel bekommt und die Geschichte weiterspinnt. Und ja, es geht bisweilen brutal zu, wenn z.B. Gangster "umgenietet" werden, aber nicht nur ist das alles noch deutlich unter Grimms Märchenniveau - wir erinnern uns: Dort werden Stiefmütter zu Tode gefoltert und Hexen verbrannt - sondern auch durch die Rahmenhandlung immer wieder relativiert. Die übers Buch verstreuten Anspielungen, z.B. über Politik, stören die Kinder überhaupt nicht, bereiten aber auch dem Erwachsenen maximales Vergnügungen. Also: Wer die "Grüne Wolke" nicht kennt oder gar seinen Kindern bislang vorenthalten hat: Zugreifen. Nicht mehr zeitgemäß 1 von 5 PunktenNach 25 Jahren habe ich das Buch noch einmal gelesen, und es ist mir ziemlich auf die Nerven gegangen. Die Heroisierung gewalttätiger, großmäuliger Blagen war eine Gegenreaktion auf eine autoritäre und repressive Pädagogik, die heute in Mitteleuropa nicht mehr als Feindbild taugt. Es mag Spaß gemacht haben, wortwörtlich versteinerte Autoritäten zu demontieren - heute aber möchte man die armen Lehrer eher vor den zerstörungswütigen Kindern in Schutz nehmen... DAS Buch meiner Kindheit 5 von 5 Punkten15 Jahre mag es jetzt wohl her sein, daß unsere Deutschlehrerin regelmässig aus diesem Buch vorlas. Nach dem Ende der Klasse hatte ich es bald selbst im Regal stehen und mittlerweile ist es so zerlesen, daß es in kleine Teile zerfällt. Oh wie hat dieses Buch meine Phantasie angeregt! Was wäre wenn... Was wäre, wenn ich wirklich mit meinen Freunden mal ganz alleine auf der Welt wäre. Was, wenn wir wirklich machen könnten, was wir wollten. Ohne Erwachsene, ohne andere blöde Typen, nur wir und millionen spannender Abenteuer um uns rum. Unzählige Male habe ich nachts wach gelegen und mir ausgemalt, was wir alles anstellen könnten. Ich habe immer viel gelesen, aber - ja - dieses ist wirklich DAS Buch meiner Jugend. Ja, manchmal ist es etwas gewalttätig, aber was soll's. Ich denke, wir waren damals viel robuster, als man heute so gerne meint. Ja, viele Witze versteht man erst später als Erwachsener (oder als Vorleser), aber was soll's. Ja, die Rahmengeschichte habe ich manchmal als etwas langweilig abgetan, aber was soll's! Dieses Buch ist ein Quell an Inspiration für jedes Kind, das Phantasie hat - und für die bedauernswerten anderen hoffentlich eine Initialzündung. Ich weiß, was ich meinen Kindern vorlesen werde, wenn ich sie endlich habe. An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an meine Deutschlehrerin Frau Feistle - schon allein deswegen bleiben Sie unvergessen. (Naja, und wegen dieser 6 wegen "Themaverfehlung"). |
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Neill, Neill, Birnenstiel. Erinnerungen des großen Erziehers. von Alexander Sutherland NeillBroschiert von Rowohlt TB-V., Rnb.Angebote ab EUR 3,00 ISBN: 3499174820, Erscheinungsdatum: 1982 |
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