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Die Welle
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Preis bei Amazon: EUR 7,98, Angebote ab EUR 4,29
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Oktober 2008
- FSK 12
Produktbeschreibung
Paramount Die Welle, Freigegeben ab 12 Jahren Drama
5 Kundenrezensionen:
Luft anhalten! die Welle
4 von 5 PunktenDeutschland ist bekannt für Autos oder Wissenschaftler aber auf keinen Fall für großes Kino das überlassen wir lieber den Amerikanern. Da überrascht es umso mehr wenn es doch klappt einen guter Film auf die Leinwand zu bringen, so wie "Die Welle". Viele junge ambitionierte Schauspieler und als alter Hase Jürgen Vogel der seine Arbeit wirklich gut macht, er spielt den Lehrer Rainer Wenger der während seiner Projektwoche eine Art Experiment mit seinen Schülern startet. Es geht um Staatsformen, genauer Nationalsozialismus. Die Schüler sind anfangs skeptisch und sind der Meinung das es im heutigen Deutschland keine Chance für eine Diktatur gibt. Der pädagogischen Selbstversuch beginnt mit ungewissen Ausgang!
Ein gelungener Film basierent auf den gleichnamigen Roman der auf wahren Begebenheiten bassiert, allerdings in den USA. Eine der wenigen guten sehenswerten Produktionen aus unserem Lande.
Die Welle - Erschrecken und Faszination
5 von 5 PunktenEin wirklich interessantes Thema in einer gelungenen, spannenden Verfilmung.
Rainer Wenger stellt das Thema Autokratie seiner Klasse in der Projektwoche vor. Dabei stellt sich eine interessante Frage auf. Ist es, trotz allem was wir über die deutsche Geschichte wissen, möglich eine Diktatur zu gründen? Seine Klasse glaubt nicht. Rainer Wenger will den Test machen und stellt ein Experiment auf. Die Klasse gründet eine Gruppe, genannt die Welle. Was anfangs Gemeinschaft und Zusammenhalt darstellte artet schon nach wenigen Tagen aus und verliert vollends die Kontrolle...
Was mir an diesem Film neben den guten Schauspielern gefallen hat, ist die Nähe zum wahrem Leben. Damit meine ich nicht die außer Kontrolle geratene Welle, sondern die Menschen. Die dargestellten Charaktere vom lockeren Lehrer Rainer (super gespielt von Jürgen Vogel) bis hin zum Außenseiter, Möchte-gern-Coolem, Mauerblümchen und Streber.
Alle Personen dieses Films sind realistisch und vor allem authentisch. Als ich den Anfang von die Welle sah, dachte ich, dass könnte auch meine Klasse sein, die diese Diskussion führt mit den gleichen Worten und den gleichen Meinungen. Eine Tatsache, die mir gefallen hat und gleichzeitig bewusst machte, dass man nicht von sich behaupten kann: Mir wird das nie passieren.
Die Welle ist spannend und gut gemacht, keineswegs überzogen oder unrealistisch worin gerade das Erschreckende besteht. Die Welle ist im weitesten Sinne realistisch. Der Film greift ein Thema auf, von dem man gerne denken möchte es wäre unmöglich. Daher spricht vieles für diesen Film, da er ein spezielles Thema aufgreift und darauf aufmerksam macht. Er zeigt, dass Unterschätzung gefährlich sein kann und wie leicht es ist, dass sich Dinge ändern können, von denen man überzeugt war, sie würden kein zweites Mal geschehen.
Ein brisanter Film, der überzeugt und von dem ich viel halte. Lediglich das Ende und damit meine ich speziell die letzten drei Minuten in denen man die Schülerin Caro und ihre Freunde sieht, konnten mich nicht überzeugen. Diese dargestellte Situation fand ich etwas zu Hollywood-wir-haben-uns-alle-lieb-like.
"Eine Diktatur ist in Deutschland doch gar nicht mehr möglich!"
"Ach, nein?."
klasse film
5 von 5 Punktenmoin!
da ich denke, dass alles wesentliche in vielen facetten bereits von meinen vorrezenenten gesagt wurde, fasse ich mich kurz: ich kenne die romanvorlage nicht, bin daher auch nicht voreingenommen oder irgendwie beeinflußt. ich finde den film klasse, er hat mich mitgerissen und gepackt. das ende gefällt mir persönlich auch sehr gut. ich empfehle jedem, der interessiert ist, dem film eine chance zu geben und sich ein eigenes bild zu machen :-)
Die individuelle Existenz als Geburtsort von Fatalismus und Fanatismus
4 von 5 PunktenDie Welle - ein Film, beklemmend, schonungslos, direkt und provokativ. Ein Film, ein Spiel, das schonungslos die Wahrheit zeigt: Dass auch heute noch Totalitarismus, dass noch heute die Gefahr von Diktatur und Faschismus in den Urgründen des einzelnen Ichs, in seiner Emotionalität und Irrationalität lauert - als Anfang für Fatalismus und Fanatismus.
Aber er zeigt auch, dass es sich in der Gruppendynamik, in einer von außen betrachtet aufs Letzte gestellten Kameraderie und Gemeinsamkeit zu einer Kraft wird, die Humanität und Moral außer Kraft setzen kann.
Dieser Film zeigt, wie aus einer scheinbar spielerischen Situation in einer Klasse eine eingeschworene Gruppe wird, in der der einzelne nichts mehr, die Gruppe auf einmal alles ist; in der die Außenseiter, die Ausbrecher brutal sanktioniert und bestraft werden, weil das Wohl und Selbstbewusstsein jedes einzelnen anscheinend allein in der konformistisch zusammengeschweißten Gruppe gesichert ist: Die Rückversicherung auf Identität in brutalem existentiellem Ernst, für die die Gruppe alles, der Einzelne nichts mehr ist. So wird aus einem Spiel ein existentieller Kampf ums Überleben und die Gruppe zum unüberwindbaren Schicksal des einzelnen.
Im Ganzen wird damit dieser Film zur Darstellung einer Wahrheit, bei dem einem im wahrsten Sinne des Wortes die Spucke wegbleibt. Und dieser Film zeigt damit auch, was noch immer, was auch heute noch möglich ist, weil Menschen immer sind, was sie sind: emotionale, irrationale Wesen, denen immer auch Tierhaftes, Irrationales innewohnt. Daher sollten diesen Film alle sehen, besonders diejenigen, die glauben, irgendetwas gäbe es, dass an totalitären Staatsformen, an faschistischen oder anderen Diktaturen akzeptabel sei. Somit ein heilsamer Film, den man einfach gesehen haben muss.
Meine Bewertung generell lautet: 5 Sterne = absolut herausragend (Weltliteratur oder Tendenz zu Weltliteratur); 4 Sterne = sehr gut, sehr zu empfehlen; 3 Sterne = wirklich gut, zu empfehlen; 2 Sterne = lesenswert, aber nicht ganz überzeugend; 1 Stern = abzuraten.
Nichts wirklich Neues. Durchschnitt. Schade.
3 von 5 PunktenZum Inhalt wurde bereits genug gesagt, daher steige ich gleich in die Bewertung ein:
1 Punkt für die Themenwahl. Sie ist spannend, auch angesichts längst vorliegender, ähnlicher Erkenntnisse à la Milgram oder Stanford-Gefängnis-Experiment.
1 Punkt für die sich redlich abrackernden Schauspieler.
1 Punkt für Kameraführung, Musik und die moderne Aufmachung des Films, der sich so deutlich von seinem inzwischen etwas angestaubten US-Vorgänger "The Wave" (Regisseur: Alex Grasshoff, 1981) abhebt.
1 Punkt habe ich abgezogen:
Man hätte einfach mehr aus diesem Thema machen können. Der Film - wie auch das Buch - reduziert das Entstehen faschistischer bzw. autokratischer Strukturen auf
- Macht durch Disziplin
- Macht durch Gemeinschaft
- Macht durch Handeln
Also: Gruppenkonformität und verführerische Attraktion vor allem für Menschen mit wenig Selbstbewusssein, denen die (vermeintliche) Egalität innerhalb der Gruppe zugute kommt. Das ist keine bahnbrechend neue Erkenntnis. Vor allem greift sie viel zu kurz, um den Aufstieg der NSDAP in den 30er Jahren zu erklären. Sie zog nämlich nicht nur Jugendliche und Menschen mit schwachem Ego in ihren Bann.
1 zweiten Punktabzug gab es dafür, dass der Film (wie das Buch) zwar vorgenannte Defizite der menschlichen Psyche beschreibt, aber keinerlei Ansätze darstellt, wie mit diesem Wissen umzugehen ist.
In jedem von uns steckt also ein kleiner Faschist. Soweit, so schlimm. Was nun?
Ich hätte mir erwartet, auch der Nachbearbeitung des völlig ausser Kontrolle geratenen Experiments in Schule, Elternhäusern und bei den nun benötigten Jugendpsychologen zuschauen zu dürfen. Doch nein: Der Regisseur lässt mich ebenso im Regen stehen, wie schon Buchautor Morton Rhue.
Schön, dass wir drüber geredet haben.
Und natürlich fühle ich mich sehr betroffen...

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